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Ein Teil von mir ist froh darĂĽber, dass ich vor 20 Jahren zu meinen Pflegeeltern kam. Ein anderer Teil jedoch wird heute noch immer daran erinnert, dass und warum ich Pflegeeltern brauchte.
Und der letzte Teil ist traurig, dass ich nicht dort geblieben bin, denn dann wäre ich verstorben und mir wäre einiges erspart geblieben... und andere hätte mich nie ertragen müssen...
Der erste Schritt ist gemacht... Ich habe Angst, dass du es wieder im Sand verlaufen lässt...
Ich möchte doch nur einmal mit dir über alles sprechen...
Mit jemandem, der all das miterlebt hat ...
Der auch von der Vergangenheit traumatisiert ist...
...ich möchte doch einfach nur meinen Vater wiederhaben...
Es braucht nicht viel das Kinder ihre Eltern lieben, es braucht aber sehr viel das sie Kinder sich von ihren Eltern entfernen
Gelesen bei anna_wayee (Tik-Tok)
Manche Kinder schützen mit ihrem Schweigen die eigenen Eltern während niemand da ist, um sie vor den Eltern zu schützen.

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Du als Person bist mir egal, doch das, was du mir angetan hast, wird mich mein Leben lang begleiten.... hat sich in mein Gehirn eingebrannt....
Du bist fĂĽr mich gestorben, aber die Narben, die du hinterlassen hast, bleiben...
Gedanken, Körpergefühl, Traumata
Ich habe das GefĂĽhl ich habe den Bezug zu meinem Körper verloren, ich kann nicht richtig atmen, habe die Bauchatmung verlernt, ich habe Bauchschmerzen und weiĂź selbst nicht was alles los ist. Ich bin ĂĽberreizt, es ist wahrscheinlich in meinem Leben zu viel passiert, naja was heiĂźt wahrscheinlich. Es ist zu viel passiert, zu viel innerhalb jeden Jahres und nach all den Jahren, wo es so war wird es dennoch nicht besser. Jedes Jahr nur neue Reize, neue EindrĂĽcke, wieder das GefĂĽhl sich selbst nicht trauen zu können. wieder das GefĂĽhl, dass ich mein BauchgefĂĽhl nicht so greifen kann, wie es sein sollte. Aber wie auch, seit Jahren steh ich auf der Warteliste fĂĽr eine Therapie und bekomme sie nicht, seit Jahren stelle ich mich meinen Traumata und arbeite selbst mit ihnen und ja klar komm ich voran, aber eben langsamer, als es mit Therapie wäre. Obwohl vielleicht ist meine Erwartung an Therapie auch zu groĂź und es wĂĽrde gar nicht schneller gehen.Â
Ich habe so vieles schon verlernt und wieder gelernt und eigentlich sollte ich fucking stolz auf mich sein und mich selbst loben und umarmen. Ich habe schon so viel geschafft in den letzten Jahren und ich muss mich immer wieder selbst dran erinnern, denn bei Fortschritten wird es schnell das „normale Ich“ und nicht das „neue Ich“. Das neue fĂĽhlt sich schnell normal an und dadurch vergisst man die Fortschritte umso schneller, wenn man sich nicht aktiv mit der Erinnerung auseinandersetzt.Â
Aber in dieser Welt in der wir leben, die immer auf die Zukunft ausgerichtet ist schauen die wenigsten zurĂĽck auf die Entwicklung und halten inne, was alles passiert ist. Ich selbst vergesse es auch viel zu oft, weil das Leben rennt, die Zeit rennt und alles verändert sich ständig. Ich komme oft selbst nicht hinterher und wenn dann Menschen noch Fragen stellen, auf die ich selbst (noch) keine Antwort habe, komme ich mir oft komisch vor. Doch warum eigentlich, wie oft wissen Menschen keine Antwort, die ich frage und es ist nicht schlimm. Naja vielleicht ist es auch die Art und Weise, wie mich Menschen fragen und wie sie dann schauen, wenn ich sage „ehrlich, ich weiĂź es selber nicht“. Ich spĂĽre allzuoft dieses „aber wenn du es nicht weiĂźt, wer soll es denn dann wissen?“ und ehrlich gesagt stimmt das ja auch, dass ist aber nicht das was ich in dem Moment spĂĽren möchte. Vielleicht weil ich mich ins Geheim noch viel zu oft selbst verurteile und traurig bin, weil ich mich nicht selbst lieben kann, sondern zweifle und mich selbst hinterfrage. Und auch da ist wieder die Frage, sind es Muster, ist es das was ich erlernt habe. Sind es die vielen Stimmen und Worte, die mir in mein Gehirn gepflanzt wurden, die da aus mir sprechen. Ist es meine Erfahrung, das was mich prägte, die schweren Zeiten, die toxischen Menschen, das Mobbing, meine toxische Beziehung oder Menschen, die einfach nicht zu mir passten und mich schlecht redeten.Â
TW: Missbrauch Ich habe den Bezug zu mir selbst verloren, inzwischen vor fast neun Jahren, ja da war der s*xuelle Missbrauch durch meinen Ex. Da war der Moment, wo ich mich nicht bewegen konnte, wo ich nicht schreien konnte, beziehungsweise schrie, aber nichts aus meinem Mund rauskam. Ich erinnere mich an den Abend, als sei er gestern gewesen. Aber es ist fast neun Jahre her. Ich spĂĽre sein Gewicht heute noch auf mir, höre sein Atem, höre mein Herzklopfen, das knacken in meinem linken Ohr, weil das Kissen so tränendurchnässt ist. Ich weiĂź jedes Detail. Inzwischen muss ich leider sagen, denn die Erinnerung an den Missbrauch kam erst ein Jahr später in mein Bewusstsein, da ich zu dem Zeitpunkt unter Hypnose stand. Ich hätte niemals gedacht, dass er so etwas tun wĂĽrde, dass er diese Möglichkeit ausnutzen wĂĽrde, dass er danach noch mit mir zusammen bleiben wĂĽrde, als sei nichts passiert. Ich hätte niemals gedacht, dass er diese Situation nicht aufklärt, mit mir nicht darĂĽber spricht, obwohl ich ihm erzählte was passiert ist, nur wusste ich eben nicht, dass er es war in dem Moment. Meine Wahrnehmung war durch die Hypnose anders, als ich aus der Hypnose aufwachte, wusste ich noch Dinge, aber eben Dinge, die nicht wahr sein konnten, da die Erinnerungen, die ich hatte an einem anderen Ort war. Es wurde also abgetan, als ein Traum. Als eine unmögliche Situation und er nahm mich danach in seine tröstenden Arme. Obwohl er der Täter war. Obwohl er eine benannte Grenze absichtlich ĂĽberschritt. Obwohl er es wusste, was er tat und was wirklich passiert war.Â
Mein heiliger Ort, der Ort meiner ersten Kindheitserinnerung wurde mir genommen. Mein sicherer Hafen, der sicherste Ort meines inneren Kindes. Mein Urvertrauen wurde erschüttert. Ich selbst wurde in Frage gestellt, wie kann es sich so real angefühlt haben, wie kann es sein, dass ich Schmerzen habe, wie kann es sein, dass ich so weggetreten war. Ich machte mir selbst Vorwürfe, doch er war Schuld. Ich habe es ein Jahr nicht gewusst zum Glück, denn wie schlimm wäre es gewesen, wenn er noch mein Freund gewesen wäre. Mit dem Wissen, dass wir danach noch ein Jahr zusammen waren ist es schon schwer. Aber mit ihm zu dem Zeitpunkt noch zusammen zu sein, als die Erinnerung ins Bewusstsein gekommen sind hätte es sich noch schlimmer angefühlt, vermute ich zumindest. Denn so konnte ich es für mich versuchen zu verarbeiten, ohne ihn jemals wieder gesehen zu haben.
Trauma Online Kongress
Trauma geht uns alle an. Fast alle Menschen sind in irgendeiner Art in ihrem Leben von etwas traumatisiert worden und tragen die Folgen – oft unbewusst – noch immer in ihrem Körper und in ihrer Seele. Manche merken nichts groß davon, andere werden tatsächlich krank, entweder körperlich oder psychisch. Es ist auf jeden Fall äußerst interessant, sich mit dem Thema zu beschäftigen, entweder für uns…