Im Roman "Die unendliche Geschichte" wird Phantásien durch das "NICHTS" zerstört. Immer größere Teile des Reiches verschwinden einfach, ohne dass etwas davon zurückbleibt.
So ähnlich ergeht es einem, wenn man von der Depression oder dem "black dog" heimgesucht wird. Die gesamte Gefühlswelt verschwindet, das innere Ich wird ausgelöscht.
In der vermeintlichen menschlichen Zivilisation kann man sich in solch einem Fall hinter dem "Funktionieren" verstecken. Es gibt auch Medikamente, welche helfen können - wenn man das Glück hat, die richtigen zu erhalten.
Ich habe mich 2025 unbewusst für das "Funktionieren" entschieden, wohl aus Angst vor dem toten Monster, das ich abgefüllt mit Antidepressiva mal war.
Beruflich war es ein Glücksgriff, es war das erfolgreichste Jahr seit langem.
Für mein Seelenleben und meine Beziehung war es jedoch der Untergang.
Natürlich bin ich für die Krise nicht alleine verantwortlich. Trotzdem bleibt mir nur die wiederholte Erkenntnis, dass "Funktionieren" nichts anderes ist, als seelisch auf Raten zu sterben.
Ein paar Gefühle sind geblieben. Sie geben sich der Illusion hin, nicht aufgeben zu wollen. Es ist eine Frage der Zeit, bis selbst die kleinste Hoffnung verloren ist. Und die Seele in der Verbitterung und Einsamkeit versteinert.