August und September 2017
Ohne Bargeld quer durch Frankreich
Wir fahren in den Urlaub an die Atlantikküste in Frankreich. Dazu muss man, wenn man nicht über Landstraßen fahren will, über französische Autobahnen und dafür muss man Maut zahlen.
Die Mautstationen sind alle paar hundert Kilometer verteilt und natürlich an Auf- und Abfahrten. Meistens zieht man erst ein Ticket, dann fährt man eine Weile und wenn man dann von der Autobahn abfährt oder ein sehr langes Stück Autobahn gefahren ist, muss man das Ticket in einen Automaten stecken und den angezeigten Preis zahlen.
Aus früheren Urlauben weiß ich mittlerweile, dass uns die Fahrt in etwa 80 Euro kosten wird. Noch im letzten Jahr hatte ich eine entsprechende Summe im Portemonnaie, um meinem Mann dann an den Stationen das Geld anzureichen.
Dieses Jahr machen wir es anders. Mein Mann hat von einem Kollegen den Tipp bekommen, einfach mit Karte zu bezahlen. Dazu muss man nicht nur ausreichend viel Geld in der Geldbörse haben, man muss auch keine Angst haben, dass einem der Zwanzigeuroschein von einem Windstoß noch aus der Hand geweht wird und spart sich nervige Rückgeldeinsammelaktionen in schlechter Körperhaltung. Außerdem kann man auch an die Schalter fahren, die nicht für Bargeld ausgestattet sind und hat somit mehr Auswahl an der Mautstation.
Einer meiner Kollegen berichtete vor seinem Urlaub sogar davon, dass er sich einen Transponder für die Mautstationen bestellt hat. Die werden im Auto angebracht und man kann einfach durch entsprechende Schalter fahren ohne anzuhalten. Der Transponder wird erfasst und die Schranke öffnet sich automatisch. Es gibt dafür extra Urlaubstransponder, die für eine Kurzzeitnutzung angelegt sind und danach wieder zurückgegeben werden. Tatsächlich ist dieser Weg sogar teurer, sowohl, weil man eine Gebühr für den Transponder zahlen muss als auch weil die Mautgebühren selber mit Aufschlag berechnet werden. Der Kollege hat aber ein Kind und kann nur während der Sommerferien in Urlaub fahren und erhofft sich damit zumindest einen Zeitvorteil bei Hin- und Rückfahrt.
Für uns als kinderloses Paar in der Nachsaison erweist sich die Kartenzahlung als völlig ausreichend.