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Chris Pureka "Landlocked" at Studio 672 (Stadtgarten) in Cologne, Germany
c/o pop 2012 - Muss ja irgendwie arty sein
Kaum war der erste Beitrag zu c/o pop gestern fertiggestellt, der Laptop zugeschlagen, stellte sich ein gewisser Festival-Modus wieder ein. Ein merkwürdiges Gefühl, das mich in jedem Jahr beschleicht. Irgendwo zwischen Erwartungen, Hetzerei und Pflichtbewusstsein. Nicht gerade entspannend.
So kam es auch, dass ich gleich zu Beginn eine für mich wichtige Band verpasst habe: Sun Glitters. Der Luxemburger Chill Waver hätte dem unmittelbar einsetzenden Stress mit seinen relaxten und träumerischen Klängen bestimmt einen Riegel vorgeschoben. Sei es drum, man kann ja nicht alles haben.
Stream: Sun Glitters - "Alone feat. Sleep Party Peoples"
<a href="http://sunglitters.bandcamp.com/album/alone-feat-sleep-party-people" data-mce-href="http://sunglitters.bandcamp.com/album/alone-feat-sleep-party-people">Alone feat. Sleep Party People by Sun Glitters</a>
Dafür erfuhr ich aber, im Stadtgarten und am Studio 672 angekommen, von zunächst enttäuschten Besuchern, dass auch ihr favorisiertes Konzert von Einar Stray auf der Kippe stand. Irgendetwas von technischen Problemen mit dem Mischpult machte die Runde und es war fraglich, ob Ersatz aufgetrieben werden kann. Damit will ich mich nicht missgünstig am Leid der anderen erfreuen, aber zumindest war ich für den Moment nicht alleine mit meinem Leid. Ich hoffe nur für alle Besucher, die dem Auftritt des 21-jährigen Norwegers entgegenfieberten, dass sie geduldig ausharrten, denn am Ende trat er mit einigen Stunden Verspätung doch noch auf. Und die, die später von seinem Auftritt im Gewölbe erzählten, hatten ein unbeschreibliches Leuchten und en Augen.
Statt also auch geduldig zu sein, verschlug es mich zunächst in den Stadtgarten, um wenigstens ein paar Songs der Folge-Band von Sun Glitters mitzubekommen. Mit Recht kann hier behauptet werden, dass es zum Glück nur ein paar Songs waren. Die hölzerne und steife Art, mit der die Prinzhorn Dance School aus Brighton ihr Gemenge aus Wave, Punk und Lo-Fi darbot war kein sonderliches Vergnügen. Unterm Strich klang das alles so, als hätte das Duo (live als Trio) im Studio je ein Riff für sich entdeckt und das wurde dann ausgiebig ausgeschlachtet. Hauptsache arty. Hauptsache anders. Zusammengefasst klangen sie eher wie eine Schülerkapelle oder bemüht die White Stripes nacheifernd. Und selbst die sind für mich ein Graus.
Was also tun? Um kurz vor 23 Uhr führte zwangsläufig jeder Weg zum Millowitsch Theater, wo das erste legitime große Ding auf der diesjährigen c/o pop steigen sollte. Die in Köln aufgewachsene und mittlerweile in Berlin lebende Dillon hatte Crazewire schon damals auf dem Melt! Festival begeistert und spätestens mit ihrem Album-Debüt "This Silence Kills" schlugen die Wellen hoch. Mit ihrer Art zu perfromen reiht sich die in Brasilien geborene Produzentin und Sängerin nahtlos in die Reihen der ganz großen Kolleginnen ein. Wenn sie auf der Bühne steht, sind Björk, Fever Ray, CocoRosie und die Cocteau Twens nicht fern. So auch gestern, als sie in gleißendes Licht und auf das Wesentliche reduziert auf der kleinen Bühne des traditionsreichen Theaters Millowitsch stand. Das Publikum sitzend, die Türen geschlossen und die Musik nicht bis zum Anschlag aufgedreht. Eine wahrlich schöne Atmosphäre für ein Elektro-Pop-House-Konzert.
Doch wollte die Stimmung nicht so recht überschwappen. Vereinzelt räkelten sich zwar die Besucher in ihren Sitzen, ließen ihre Arme im Takt der Musik mitkreisen und lächelten vor sich hin. Niemand war aber da, der aufsprang und zu den gelegentlich eindringlichen Beats zu tanzen. Ob es zusätzlich an der Gemütlichkeit oder der Ehrfurcht vor Willys-Geist lag, der in diesen Räumen noch zu Hause ist, kann nicht gesagt werden. Was aber ganz eindeutig rüberkam, war die gekünstelte Kontrolle Dillons über das Publikum. Mit ihrer Art aus Allem Kunst zu machen und die pure Aufmerksamkeit abzuverlangen, auch wenn im Grunde genommen nichts passiert, erstickte sie Tanzbetsrebungen im Keim. Alleine ihre unentwegten "Aaahh, aahh, oohhs" und die wirklich geschmacklose Verwurstung ihres ersten Hits, "Contact Us" machten aus dem eigentlich wunderschönen Auftritt, bei dem sogar das Publikum im Kanon zu "Tip Tapping" zärtlich mitsang, zu einer anstrengenden Angelegenheit. Hauptsache arty. Hauptsache anders. Gut war es dennoch.
Stream: Dillon - "Contact Us (live)"
Cosmo heading to Germany
Cosmo's just announced 5 gigs he is doing in Germany next January. He'll be doing a gig a day from the 15th until the 19th in the following places:
Studio 672 - Köln
Ponyhof - Frankfurt
59 to 1 - Munich
Comet Club - Berlin
Molotow - Hamburg
You can book tickets, and get more gig information for Cosmo at www.cosmojarvis.com/shows. The ticket bookings are done through FKP Scorpio, if that means anything to anyone.
Hope all you German fans can make it!

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Power To Peter & Crazewire feiern: "Zwei Indiehasen tanken Super"
POWER TO PETER und CRAZEWIRE - zwei Indiehasen tanken Super! Ein bunter Musikabend...
Das sympathische Musik-Kollektiv und unser Onlinemagazin verbindet seit langem eine tiefe Freundschaft, die sich jetzt endlich mit einem bunten Musikabend im Kölner Nachtleben manifestiert. Nette Menschen versammelt euch und zelebriert die Liebe zu spannenden, sonderbaren oder übereingängigen Tönen mit uns. Indie Pop ist Trumpf und wird live auf der Bühne ebenso stattfinden, wie frisch vom Plattenteller serviert. Als Gäste reisen xrFARFLIGHT mit neuem, hochgelobten Album aus Hamburg an. Das Trio verbindet Vorlieben für Indie der alten Schule sowie Psychedelic Rock mit einem vollen Plattenschrank. Die Band steht im Ruf ihre Instrumente hervorragend zu beherrschen und eine packende Liveshow abzuliefern.
Weiterhin werden die Lokalmatadore von NIL ihr erstes Heimspiel geben, seit sie im Januar während der Cologne Music Week den Stadtgarten zum Jubeln brachten. Dass Indiepop mit deutschen Texten funktionieren kann, beweisen diese Herren aufs Vorzüglichste. . Im Anschluss an die Konzerte sorgen die Indiehasen-DJs für Zuckungen im Tanzbein. Zahlreiche Menschen aus der bunten Welt von POWER TO PETER und CRAZEWIRE haben Platten, CDs und Laptops eingepackt, um die Fetengäste im Studio 672 zünftig ins Schunkeln zu bringen.
Homepage des Stadgarten/ Studio 672