Januar 2019
Serack Scholtfletsch: wie ich die Kindle-App zwingen will, mir doch was vorzulesen, aber Kindle gewinnt
Seit einer Weile bin ich dem Audiobuch verfallen. Beim Sport und auch anderswo schätze ich es, nicht aufs Telefon schauen zu müssen, um zu lesen. Ich lasse lesen, während ich sonst langweilige Dinge erledige. Allerdings verkleinert das Sortiment an Hörbüchern die Auswahl an Lesematerial empfindlich. Weil mich das ärgert, probiere ich immer wieder herum und google halbherzig, ob es nicht doch endlich möglich ist, mit der Kindle-App auf meinem Android-Telefon Text-to-Speech zu nutzen.
Dieses Mal mit so einer Art Erfolg: Ich finde heraus, dass man Kindlebücher mit Hilfe von TalkBack, der Integrierten Text-to-Speech-Bedienhilfe von Google vorlesen lassen kann. TalkBack überführt allerdings auch die Bedienung des Telefons in den gesprochenen Modus, was die Bedienung sehr ungewohnt macht. Man muss z.B. Schaltflächen erst auswählen und dann mit einem Doppeltipp aktivieren. Das verlangsamt mich sehr, weil ich motorisch nicht so schnell umstellen kann.
Nachdem ich es trotzdem bis in die Kindle-App schaffe und die App beginnt, vorzulesen, klingt das Ganze wie bei Hogan’s Heroes: Die Default-Einstellung von Talkback ist Deutsch, weil mein Telefon deutschsprachig eingestellt ist. Und das Buch, das ich vorgelesen haben möchte, ist auf Englisch.
Zurück in die Talkback-Einstellungen also und Englisch ausgewählt. Jetzt ist die Navigation ein Heidenspaß. Bei jeder Berührung werden deutschsprachig getaufte Bedienelemente englisch ausgesprochen. So wird die “Zurück-Schaltfläche” zur “Serack Scholtfletsh”. Gut, dass ich auch gucken kann, so finde ich dennoch wieder zur Kindle App und lasse mir nun den Text vorlesen. Leider bricht das Vorlesen jetzt nach jeder Seite ab. Das war beim ersten Versuch nicht der Fall, ich weiß aber nicht, was, außer der Sprache, ich jetzt anders gemacht haben könnte.
Ich stolpere mühselig mit der Talkbacknavigation wieder zurück zu den “Aynstelling” des Telefons. Eventuell werde ich doch einfach warten müssen, bis Kindle mich endlich erlöst. Oder an einem anderen Tag, mit etwas mehr Geduld und insgesamt weniger halbherzig, die Feinheiten der Talkback-Navigation studieren. So lange höre ich halt altmodische, eigens produzierte Hörbücher. Auch Okay Scholtfletsh.
(Mia Culpa)















