Das legendäre Testosteron, auf das die ganze männliche Aggression angeblich zurückzuführen ist, ist nichts ohne das Steroid sexististischen Denkens, ohne den Protein-Shot performter Männlichkeit.
Priya Basil: “Im Wir und Jetzt”, S. 18
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Das legendäre Testosteron, auf das die ganze männliche Aggression angeblich zurückzuführen ist, ist nichts ohne das Steroid sexististischen Denkens, ohne den Protein-Shot performter Männlichkeit.
Priya Basil: “Im Wir und Jetzt”, S. 18

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Performanz
1.
Niemand hat die Absicht, das Rad neu zu erfinden. Warum soll man sich das Leben schwer machen, wenn es leicht geht? Wer eine sogenannte Qualifikationsarbeit schreibt, also zum Beispiel eine Doktorarbeit, sollte nutzen, das andere vor ihr/ vor ihm auch etwas zu seinem Thema geschrieben haben. Es gibt keine Lücke, es gibt eine Abwendung. Unter einer Lücke würde ich hier das Andere des Wissens verstehen, das vom Wissen vollständig, deutlich getrennt ist und damit vollständig nicht gewußt, nicht geschrieben, nicht beschrieben, nicht gesehen, nicht geblickt, nicht berührt ist. So etwas ist mir noch nie begegnet, ich glaube auch nicht an Nichts, ich glaube an etwas, immer nur an etwas. Alles ist beschrieben, nichts ist unscharf und unbestimmt. Das etwas bisher nicht gesehen worden sei, nicht bedacht worden sei, nicht scharf und nicht bestimmt sei, das ist eine faule Anmerkung. Dafür würde ich meine Hand ins Feuer legen. Wenn die Schönheit, wie Kant sagt, im Betrachter liegt, dann liegt die Unschärfe und die Unbestimmtheit auch im Betrachter - dann liegt auch die Lücke im Betrachter, dann hat der wohl ein Loch im Kopf. Gut so, Gänse sind ja auch gut.
2.
Wer behauptet, bisher hätten Rechtswissenschaftler über ein Thema noch nicht nachgedacht, einem selbst sei aber aufgefallen, dass etwas an der Welt nicht stimmt, man habe eine Idee und das Problem lösen man nun, der darf gerne in der Zeitschrift Der Staat oder sonstwo was schreiben, der darf auch bei mir promovieren, es gilt allerdings das Kolumbusverbot. Selbst wenn es bisher eine Lücke gibt, ist die Arbeit so zu schreiben,als greife man Literatur, vorhandene Worte, Sätze, Akten, Aufsätze und Bücher auf, als greife man Bilder auf und als ob man ihnen nun eine Wendung verpasse. Die Wendung kann darin bestehen, dass man etwas nochmal, jetzt aber anders liest, dass man nochmal hinschaut, jetzt aber anders blickt, die kann auch in Zusätzen und in Zufügungen oder Hinzufügungen bestehen. Wer aber mit kolumbianischen Figuren kommt, den werde ich solange betreuen, bis das Loch gestopft ist.m Ich will keine Schreiberinnen und Schreiber, die etwas setzen, ich will welche, die etwas übersetzen. Ich will Schreiberinnen und Schreiber, die die Welt und die details in ihr sogfältig wahrnehmen und sorgfältig mit dem umgehen, was sie vor sich haben. Wenn sie mit Literatur arbeiten, will ich sehen, wie sorgfältig sie mit Literatur umgehen. Wenn sie Bildern arbeiten, will ich sehen, wie sorgfältig sie mit Bildern umgehen. Ich bin nicht daran interessiert, Systematiker und Generäle des Prinzipiellen zu züchten. Wen ich betreue, der muss keine Diskurse systematisch erfassen und ordenen. Das ist ohnehin oft Bluff, weil Diskurse Diskurse sind und keine Systeme. Diskurse kann man darum am besten diskursiv bearbeiten, aber nicht so gut systemtisch. Diskurse sind von Kürzungen, Ausbrüchen, Verstellungen und Unterschlagungen gekennzeichnet, von Perspektiven, Aporien und Passagen, von Stürmischem, Drängendem, von Flauten und Langweile, wie soll man das systematisch ordnen oder gar ins stupide Schema der Klausur des Staatsexamens mit seinen drei Meinungen und der Stellungnahme bringen.
3.
Wer zur Performanz arbeitet oder zu etwas anderem als Performanz arbeitet, dann aber den Begriff der Performanz zu einem tragenden Begriff seiner Arbeit macht, zu einem Begriff, der alle Kapitel durchzieht und verbindet, das muss nicht erst eine allgemeine Begriffs- und Ideengeschichte, keine Wissenschaftsgeschichte der Perfomanz vorlegen, um dann Arbeit erledigt zu haben oder sich dann seinem eigentlichen Thema zuzuwenden. Aber ich erwarte, dass an sorgfältigen und präzisen Bohrungen deutlich gemacht wird, ob und wie man den Diskurs wahrnimmt. Man kann, soll auch explizit Dinge ausschließen, also zum Beispiel sagen, man wolle nicht auf alles eingehen, sondern sich auf etwas beschränken, aber dann muss man das auch tun - und es soll der Arbeit dienen, die man nicht für sich, auch nicht für den Doktorvater, sondern für andere Personen und Dinge macht. Man muss geschickt sein, das muss passen, es muss plausibel durchgehen. Man muss nicht zur Performanz arbeiten, aber wenn man deutlich macht, dass man Performanz für eine zentrale Kulturtechnik des Rechts hält, dann sollte man sorgfältig mit der Literatur umgehen, denn daher hat man den Begriff, er ist nicht vom Himmel gefallen. Das gilt besonders dann, wenn man vorschlägt, Begriffe umzudeuten, anders zu verstehen oder anders zu übersetzen. Performanz bedeutet bei vielen Autorinnen und Autoren soviel wie Verwendung oder Vollzug, manchmal Praxis, Ausführung oder Aufführung. Die Her- und Darstellung, das Verfahren in seinem konkreten Verlauf: das verstehen viele als Performanz. Wenn man vorschlägt, unter Performanz etwas anderes, nämlich ein allgemeines oder besonderes Kriterium zur Unterscheidung von Personen, Dingen oder Handlungen zu verstehen (etwas, was dann im Gesetz stehen kann), dann kann man das tun, aber man muss erläutern, warum man dem Begriff eine neue Wendung verpasst. Wenn man möchte, dass man unter Performanz ein Kriterium oder Kriterien versteht - und im übrigen die Literatur zur Performanz nicht kritisiert, stellt sich die Frage, warum man nicht einfach Kriterium oder Unterscheidungskriterium sagt, wenn man Unterscheidungskriterium meint. Wenn man unter Performanz Unterschiedliches versteht, zum Beispiel einerseits ein Kriterium, anderseits eine Handlung, dann soll man in seinem Schreiben den Begriff sorgfältig koordinieren. Immer scharf, immer scharf, immer scharf. Immer mit dem Anspruch, man habe das, was man getan hat, mit bis dahin größtmöglicher Schärfe getan, habe Eindeutigkeit bewußt eingesetzt, wo etwas eindeutig sein soll und habe Mehrdeutigkeit bewußt eingesetzt, wo etwas mehrdeutig sein soll. Dass Leser später Eindeutigkeit behaupten, wo man selbst von Mehrdeutigkeit ausgeht und dass sie Mehrdeutigkeit behaupten, wo man von Eindeutigkeit ausgeht, damit ist zu rechnen. Einen Texten kann man nur limitiert dagegen wappnen, anders lesbar zu sein, als man ihn geschrieben haben will. Aber im Umgang damit ist von Anfang an Routine zu entwickeln.
Trouble
1.
Lady, you crave trouble, you just don't want resistance. Das ist ein Zitat, das nicht auf Tania Bruguera zielt. Tania Bruguera setzt sich und ihre Rechte durch, richtig so, was sonst? Tania Bruguera sitzt hier nicht auf dem kurulischen Stuhl, nicht auf jenem Wagen- und Richtstuhl, der in Rom auch Sitz des ius imaginum gewesen sein soll und dessen Geschichte man auf Aby Warburgs Staatstafeln nachverfolgen kann. Tania Bruguera sitzt auf einem Stuhl mit Rückenlehne und Armlehnen. Das ist zwar immerhin ein Schaukelstuhl, aber kein Klappstuhl. Ein Polobjekt ist dieser Stuhl auch, auch wenn der Sitz im Schaukelstuhl eher ein Sitz für Rentner ist und nicht für diejenigen, die es wagen, regieren zu wollen. Das ist eine Kunstaktion: Rechte durchsetzen, Schaukelstuhl. Ironie, Widerspruch und Zynismus kann drin stecken, ist ja keine Beratung und nur die Berater dürfen nicht zu sich sein, der Rest darf das.
Im Hamburger Bahnhof habe Bruguera Arendt gelesen, wollte 100 Stunden lesen, brach aber nach 88 Stunden ab, so hieß es in Artikeln, die vermutlich von Leuten geschrieben wurden, die nicht dabei waren. Denn es wurde nicht nur Arendt gelesen und nicht nur Bruguera hat gelesen, sondern auch ein Haufen von Palästinenserfreunden und Israelkritikern, vielleicht soger dem einen oder anderen, der nicht frei von der Schuld ist, einmal ein Humpen Hass im Hals gefühlt zu haben und dann was Wüstes gesagt hat. Es gab Widerstand, anders als am 20. Juli 1964 in Aachen, anders als Beuys blutig geschlagen wurde, aber Gewalt brach ein, als über Gewalt gesprochen wurde. Die Kuratoren haben abgebrochen. Andreas Kilb hat in seinem Kommentar in der Qualitätszusammenpresse gesagt, jetzt sei klar, was BDS wolle, das Ende des Denkens. Glückwunsch Kilb, sie haben das Ziel erreicht und wissen bereits, wo das Denken endet, ich eile hinterher, stoße bald zu Ihnen! War Kilb dabei? Sein Kommentar ist kurz und knapp, der ist zusammengepresst, dichte Qualität, das ist Qualitätszusammenpresse, in der andere etwas vom Denken für den Leser übernehmen, unter anderen das Nachdenken darüber, welche Details man berichtet und welche nicht. Ich weiß nicht, ob er vor Ort war, der Kommentar ist so kurz. Kommentare lassen auch immer ein bisschen das Denken enden, aber nur, um es anfangen zu lassen.
2.
Das sind alles furchtbare Situationen, deren Rechtfertigung die Auseinandersetzung reproduzieren. Das ist Krieg, an dem wir eventuell teilnehmen wollen und nicht teilnehmen wollen. Lady, you crave trouble, you just don't want resistance. Hamburger Bahnhof, ihr wollt Spektakel, aber in und als genießbares Häppchen? Im Schaukelstuhl, fantastisches Symbol! Oh gemütich! Das MPI muss sich zu recht fragen, warumdem Ghassan Hage eigentlich so spät die Gastfreundschaft gekündigt wurde und der Hamburger Bahnhof die Veranstaltung so spät angebrochen hat. Vielleicht hätte man Hage auch Gast sein lassen können? Hätte man nicht gleich abrechen müssen, als deutlich wurde, dass die Zuschauer die Situation ernst nehmen und nicht bloß als Show begreifen, also im Grunde genommen in Sekunde 1? Hätte man nicht Hage von Afangag an sagen sollen, dass man seine Werte nicht teile und ihn darum nicht als Gast empfangen könnte? Nein, denn man teilt Werte so, wie man Probleme teilt. Sind seine Werte so neu oder die des MPI? Es gab wohl eine Wende, die scheint mir aber von der Qualität eines Wetterumschwungs, wie windige Meteorologie.
Where Your Ideas Become Civic Actions: die Veranstaltung in Hamburg hieß so, das war eine Einladung, einen Ort zu eröffnen, an dem aus Ideen Aktionen werden. Ich empfehle, diesen Konflikt nicht auf Schuldfragen aufzusetzen, nicht auf die Antwort der Frage, wer angefangen hat mit der Gewalt, aufzusetzen. Alles ist schon da und zerrissen, also nicht ganz da und nicht ganz weg. Wir sitzen alle knietief im schlammigen Bodensatz der Gründe, mindestens knietief. Alles, was man in der Auseinandersetzung nutzt, um Halt zu finden, ist bereits polarisiert, jedes Wort, jedes Bild, jeder Erinnerung, jede Vorstellung davon, was Ruhe und was Krach ist, was stimmt oder Stimme haben soll und was nicht stimmt oder keine Stimme haben soll. Die Aktivisten hätten sehen können, dass Bruguera auf einem Schaukelstuhl, einem Rentnerstuhl sitzt und nicht mehr auf einem kurulischen Stuhl, dass sie also vielleicht die Auseinandersetzung nicht mehr führen, nur noch wie ein Vorbei und früher mal oder außerhalb der Zeit vorführen will.
Vielleicht haben die Aktivsten es gesehen und vielleicht ist ihnen Gewalt kein Tabu, wie etwa Polizisten und Soldaten Gewalt auch kein Tabu ist, sondern Mittel zum Zweck. Vielleicht haben Sie den Titel der Aktion zu bildlich vor ihrem geistigen Auge mit politischer Imagination verbunden, vielleicht haben die den Titel der Aktion zu wörtlich genommen. Vielleicht respektieren sie das Gewaltmonopol des Staates nicht, so wie der Herr Müller von Müller Milch das Gewaltmonopol des Staates nicht respektiert, wenn er seinen Wohnsitz ins Ausland verlegt, weil er Steuern und Gerichtsvollzieher nicht einfach respektieren und sich nicht einfach jedem Staat unterwerfen will, sondern sich unter anderem nach Kassenlage den Staat aussucht, dem er sich unterwirft. Im Moment ist das die Schweiz, aber glaubt der wirklich, die Schweizer seien unfähig, Steuern zu erhöhen und darum sei auf ewig Schweiz was immer schon Schweiz war? Am Anfang war die Schweiz und die Schweiz war bei Gott? So doof ist der auch nicht. Man kann das alles skandalisieren und die Remigration der Steuerflüchtlinge fordern, Journalisten haben teilweise die Aufgabe, zu skandalisieren, man sagt: Skandale aufzudecken. Ganz falsch ist das nicht, ganz richtig auch nicht. Wenn man ein Interesse an der Auseinandersetzung um die Aktion im Hamburger Bahnhof hat, ist die beste Möglichkeit, mit allen Beteiligten zu sprechen, sie aufzusuchen.
Aby Warburgs Rechtswissenschaft ist eine vergleichende Normwissenschaft, wenn man so will vergleichende Trubelwissenschaft, vergleichende Spektakelwissenschaft, vergleichende Skandalwissenschaft, Wissenschaft des Vergleiches von Streit, Konflikt, Krieg, Gewalt, Wissenschaft vom Vergleich jüngster Gerichte und ältester Apokalpysen.
In der Einleitung des Atlas und im Atlas selbst zeigt Warburg und spricht Warburg dabei unter anderem etwas an, was als Trajans Gerechtigkeit kursiert - in Bildern und in der Literatur. Erwartbar fragt Warburg auch, ob Trajans Gerechtigkeit wirklich so gerecht ist und ob diese Gerechtigkeit wirklich Trajan gehört. Die Methode ist aber ein Vergleich, dessen Maßstab keine beständige Referenz hat. Alles, was als tertium comparationis aufgefahren wird, ist ein Drittes, das auf der Ebene des Sekundären sich bewegt, also nicht über einem Konflikt und unbeteiligt von einem Konflikt den Konflikt ausrichtet. Warburg ist damit ein Vorbild für jene Wissenschaften, die die Gesellschaft ohne Garantie und ohne absolute Referenz, ohne archimedischen Punkt beschreiben, ohne allsehendes Auge und ohne epistemisches Monopol, ohne Souveränität zu reklamieren. Dass der Anarchist Edgar Wind von Warburg begeistert ist, von einem Bankier, Eigentümer, Herren, das verwundert nur auf den ersten Blick. Warburgs Methode würde mit einer gewissen Kälte die Aktion im Hamburger Bahnhof mit der Aktion in der TH Aachen von 1964 vergleichen und vergleichen, wie dort Positionen gewechselt und ausgetauscht werden, wie etwa das, was Gewalt sein soll und was keine Gewalt sein soll, innerhalb oder außerhalb der Aktion verortet wird. Die gründlichen Linien sind nämlich unbeständige, meteorologische und polare Linien.
Die bisher beste Darstellung der Aktion habe ich hier gefunden:
Palästina-Aktivisten störten im Hamburger Bahnhof in Berlin eine Aktion der Künstlerin Tania Bruguera. Die beendete die Performance vorzeiti
Sorry doesn't always make it right. Sorry never makes it right. Making things right makes things right. Es tut mir leid, was im Hamburger Bahnhof passiert ist, die Gefährung, die Angst, die Gewalt, die Kunst, die Hitze, die Kälte alles das tut mir leid - aber was mir leid tut, das ist an diesem Konflikt das Unwichtigste, denn ich sitze dabei sicher und warm in Frankfurt. Solidarität und Teilnahme zeigt sich in warmen Worten und herzlichen Wünschen, aber das Zeigen ist, selbst wenn es Leuten Mut zuspricht, auch noch Show und auch noch Performanz, deren Äußerlichkeit und Form polarisiert. Sicher ist das irritierend, dass die Aktion gestört wurde, das Irritierende ist irritierend und das Störende störend. Dass am Urspung der Herrschaft etwas springt, nicht nur am Ursprung totalitärer Herrschaft, sondern jeder Herrschaft, das ist irritierend, aber nur das Störende daran stört und nur das Irritierende irritiert. Man kann den Kuchen teilen und ganz behalten, das geht (Juristen führen es fantastisch vor). Man kann den Kuchen aber auch teilen, sogar schon das Backen verteilen und dann alle Stückchen verteilt verteilen lassen, geht auch. Geht alles, geht alles vorüber, schon weil alles nur limitiert und vorübergehend geht. Hoffnung springt auch, sie hopelt nicht nur. Zur Hoffnung würde ich mir vorstellen, dass man allem und jedem wiederbegnen kann. Hoffnung hat für mich etwas mir Kehren, mit Wenden, sogar mit Kippen zu tun, mit den Regungen, mit denen auch Warburg die Figur spes auf den Staatstafeln assoziiert und die er polar begreift. Dass ein Umgang mit dem möglich ist, an dem und in dem und durch das alles sich verdreht, das würde ich gerne mit Hoffnung assoziieren. Ich würde gerne Polarität als Gäbe begreifen. Muss man nicht so begreifen, muss nicht wollen: Das ist meine Expertise, Teil eines besonderen Berufes mit sonderbarer Berufung.
Glück in Unglück: Fortune, Fortuna ist ein Schick- oder Kippsal. Die Aktion im Hamburger Bahnhof, kann es sein, dass der Abbruch noch Teil der Aktion war und dass die die Aktivisten Teil der Aktion war und dass eben nicht klar ist, wo das Denken endet und wo es anfängt? Kann es sein dass Bruguera von Anfang eingeweiht war? Vielleicht waren alle Teil der Aktion, nicht nur die Künstlerin, sondern auch die Direktoren und die mehr oder weniger aktivistischen anderen Leute?
Andreas Kilb hat einen Kommentar geschrieben, der mit die Haare zu bergen stehen lässt. Till Fellrath ist ein lockerer Jugendfreund von mir, ich bin mir sicher, dass er von dieser Aktion hartgetroffen ist, aber ich käme nicht auf den Gedanken, dass diese Aktion und mein Schreiben darüber, das Vertrauen zwischen Till und mir zerstören könnte, dass Till also daraüber bestünde, sich auf eine Seite zu stellen, die man unsere Seite nennt.
Das würde mich sehr wundern, mir wäre es schon peinlich, Till danach zu fragen - ich wäre auch sehr verwundert, wenn Till jetzt auf mich zukäme und fragen würde: Bis Du für uns oder gegen uns? Bist Du für die Aktion und gegen die Aktivisten oder gegen die Aktion und für die Aktisten? Als jemanden, der gegenüber Grenzen Berührungsängste hätte oder der davon ausgehen würde, auf der guten und richtigen Seite der Geschichte und der Vernunft, des Weltgeistes und der Zivilisation zu stehen, so kenne ich Till nicht. Für Überraschungen sind alle zu haben, in jedem stecken Überraschungen. Man sitzt ja nicht einmal mit sich selbst alleine an einem Zeitpunkt in einem Raum. Man sitzt mit sich selbst als einem Anderem und darum auch mit anderen Räumen und anderen Zeiten dort, wo man sagt, es sei eine Gegenwart - und überrascht sich oft genug an sich selbst. Der Singular Gegenwart ist ein geschlagenes Schnippchen, was Gegenwart genannt wird, das ist Atlas: Haufen von Denkräumen und Pathosformeln, das ist schon Welten im Rücken. Davon handelt sogar die Kuratorentätigkeit von Till Fellrath und Sam Bardaouil. Die Art und Weise, wie die beiden jetzt von Teilen der Qualitätszusammenspresse in Schutz genommen werden, das erscheint mir doch stickig, rotten ist ja ohnehin alles, schöner gesagt: durch und durch fermentiert und oft verdaut.
Akademisierung der Psychotherapie?
In einem aktuellen Text aus der Zeitschrift Forum der Psychoanalyse, der online first erschienen und zu lesen ist, setzt sich Michael B. Buchholz unter dem Titel „Kann die Psychoanalyse noch aus ihren Krisen lernen?“ mit Fragen auseinander, die nicht nur die Psychoanalyse, sondern die Perspektive der Psychotherapie im Allgemeinen betreffen. Im Abstract heißt es: »Mit dem neuen…
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#GalileoVR (aka Die Schauspielerin 4.0, Kapitel 3)
#GalileoVR und Weiterführung der offenen Labors der Digitalbühne Zurich
Die Theatererfahrung GalileoVR basiert auf "Das Leben des Galilei" von Bertolt Brecht und verbindet Virtual Reality mit Live Motion Capturing Schauspiel und virtueller Raumgestaltung. Die Erfahrung beinhaltet zwei Szenen, "Laughton" und "Mönch". Inhaltlich beschäftigt sich GalileoVR mit den Themen Wissenschaft und Anti-Wissenschaft, Erfahrbarmachung und Performanz und arbeitet mit den Methoden Bewusstseinsübertragung (Embodiment), Live Schauspiel und direktem wissenschaftlichen Feedback aufgrund von neuropsychologischen Fragestellungen. GalileoVR ist Theater von Heute mit den Mitteln dieser Generation, bezogen auf aktuelle Felder wie Fake News, Aktivismus/Sender sein und Theater als Experience.
Schritt 1: Entwicklung eines Prototypen anhand der Test-Szene “Marktplatz”
Start im All
Die Hauptfiguren sind (noch) Pappkameraden.
Am Ende begegnet die Userin dem Pestdoktor.
Schritt 2: VR goes LIVE im sozialen Raum des Theaters
Schritt 3: Motion Capturing
Schritt 4-6: Überarbeitung und weitere Showings
Testszene Marktplatz
Konzept, Buch, Co-Regie Samuel Schwarz, Corinne Soland, Janina Woods Design und Entwicklung VR, Programmierung Janina Woods Spiel VR (Motion Capturing), Gesang Wanda Wylowa Sound Michael Sauter Produktion Digitalbühne Zurich Unterstützt von Stadt Zürich
>> NEU-ENTWICKLUNG: #GalileoVR!
#GalileoVR
Schritt 1: Konzeption
Schritt 2: Motion Capturing
Laura Sophia Becker als Mönch
Schritt 3: Audio-Dubbing
https://www.youtube.com/watch?v=LhMwYRh7Djo
Premiere von GalileoVR am 29. September 2018!
Die UserInnen blicken auf eine Live gespielte Figur (Galilei) im virtuellen Raum, die in einen Dialog tritt mit einer Figur, welche vor-gecapturet wurde - dem Mönch.
Die UserInnen sehen sich dabei auch gegenseitig, als kleine, weisse tictac-ähnliche Männchen.
Weitere Forschungsfragen haben sich uns aufgetan! Sie betreffen die Social VR (wie reagieren die UserInnen auf sich selbst und die anderen UserInnen in dieser Umgebung?), die Schauspielerin 4.0 (wie ist es, mit einer früheren Version seines Selbst zu spielen z.B.) und die Immersion vs. Der V(R )-Effekt.
Diese und weitere Fragen werden wir in den kommenden Monaten weiter bearbeiten.
Informationen, Fragen? [email protected]
>> TO BE CONTINUED... <<
#GalileoVR
Konzept, Buch, Co-Regie Erfahrung “Mönch”: Corinne Soland, Laura Sophia Becker Erfahrung “Laughton”: Samuel Schwarz, Diana Wotruba Design und Entwicklung VR Pascal Achermann, Claudio Antonielli Programmierung Nick Schneider, Florian Huber Spiel VR (Motion Capturing) und Live vor Ort Laura Sophia Becker, Corinne Soland VR-Jane Diana Wotruba VR-Jane Interface Design Florian Huber Sound Michael Sauter Wissenschaftliche Datenerhebung Diana Wotruba (ZHdK/ehem.ETH), Bigna Lenggenhager (Uni ZH) Produktionsleitung VR Florian Huber Produktion Digitalbühne Zurich Unterstützt von Pro Helvetia, Stadt Zürich

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Low Performer auf Erfolg ausrichten
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Low Performer auf Erfolg ausrichten? Was wie ein Widerspruch in sich selbst klingt, ist möglich, denn “Totalverweigerer gibt es eigentlich nicht”, meint Managementberater Gunther Wolfim Interview mit Chris Löwer. In einem Beitrag für die VDI nachrichten resümiert der Fachjournalist die Essenz aus seinen Interviews mit Gunther Wolf und den beiden…
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Gute Mitarbeiter erkennen und binden
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Gute Mitarbeiter erkennen und binden sollte systematisch angegangen werden, so Unternehmensberater Gunther Wolf in seinem Vortrag vor den Inhabern und Geschäftsführern der im Bundesverband Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung e.V. zusammengeschlossenen Unternehmen. Was dies bedeutet, zeigte der zur Mitgliederversammlung eingeladene Redner live in seinem
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Wie ist es aber mit so einem Ausdruck: »Als du es sagtest, verstand ich es in meinem Herzen«? Dabei deutet man auf's Herz. Und meint man diese Gebärde etwa nicht?! Freilich meint man sie. Oder ist man sich bewußt, nur ein Bild zu gebrauchen? Gewiß nicht. - Es ist nicht ein Bild unserer Wahl, nicht ein Gleichnis, und doch ein bildlicher Ausdruck.
Ludwig Wittgenstein: Philosophische Untersuchungen. Frankfurt am Main 2006, S. 496