Zettelkasten, Schaufenster, Schirm und Schleier
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Kiana Khansmith
let's talk about Bridgerton tea, my ask is open
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@fabiansteinhauer
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Alexander Kluge Heiner MĂĽller: Die Welt ist nicht schlecht, sondern voll
Hoam's koa Trojaner nett?
Das Problem, so MĂĽller/Kluge: uns fehlen die Trojaner.
Vestingism soleil levant
Sie ist gerichtet! Ist gerettet!
Sie (30) erpresst ihn (63) mit Bordellfotos: so stellt Bild an anderer Stelle, hinter den Fotos aller Beteiligten, den Fall nach. Faust auf's Auge.
Wenn, wie Adorno behauptet, das Recht des Bildes in der treuen DurchfĂĽhrung seines Verbotes gerettet ist, dann ist dieses Recht im Bild, von mir aus auch in der Bild, gerichtet. Wenn dann noch dialektisch zu geht, dann machen es die Laster versiert und verkehrt.
Desasterrecht: Ausbildung in alltäglich professioneller Meldungs- und Gemäldelektüre, incl. Presse- und Bewegtbildikonographie. Der Alltag ist ikonographisch gut informiert, er ist schon ein ikonographisches Protokoll. Desasterrecht: Ausbildung zur Forschung und Lehre, die forsch und gelehrt, dabei auch graphisch ist.
Wozu Augustgast sein?
Im letzten August war Bruno, mein Cicerone von Recife, mein Augustgast am Institut. Der Forschungsaufenthalt galt der Geschichte und Theorie juridischer Kulturtechniken. Was wissen wir vom Mord? Das war im letzten Sommer unsere gemeinsame Forschungsfrage. Mit den Ergebnissen hat er jetzt eine größeres Forschungsprojekt über Capes und die Humboldt-Stiftung eingeworben. Wir kooperieren. Bruno behauptet nicht, dass die Rechtswissenschaft nichts von der Aussenwelt, nichts von Ökonomie, Kultur, Medien, Technik oder Bildern wüsste. Er behauptet, und zeigt es plausibel, dass seine Disziplinen, die Psychologie und die Journalistik, keine Nachbarwissenschaften, sondern historische Rechtswissenschaften sind. Luiz Gama, das hat Bruno Lima gezeigt, ist kein Nachbar der Rechtswissenschaft, der ist historischer Rechtswissenschaftler. Aby Warburg ist kein Nachbar der Rechtswissenschaft, er ist historischer Rechtswissenschaftler. Das Wissen um's Recht ist ohnehin limitiert, dieses Wissen muss ohnehin bestritten, also auch aufgebracht und unterhalten werden. Da macht es den Kohl nicht fett, wie man seine Rechtswissenschaft nationalisiert und dafür sorgt, dass das Wissen eingebürgert wird. Man kann die Qualität eines Rechtswissenschaftlern am Staatsexamen aufhängen, und anders geht es auch. Man kann das provinziell angehen, man kann es kosmopolitisch angehen. Am Ende geht alles, denn wo, wenn nicht am Ende, ist's ausdifferenziert.
Bruno Vieira geht wie ich davon aus, dass die Klage über die Grenzen der Rechtswissenschaft zur Geschichte der Melancholie zu zählen ist. Die Klage, bislang wüßten Juristen und ihre Rechtswissenschaft' über bestimmte Themen nichts, zumindest nicht richtiges, ist nicht nur melancholisch. Ihr kommt ein Gedächtnis zur Hilfe, das stolz oder kurz ist. Die bedingte Universität liefert für so eine Klage ein günstiges Biotop. Der Staat, also meine schlimmste Zeitschrift aller Zeiten, veröffentlicht mindestens einmal im Jahr den Aufsatz von Kollegen, die dann auch einmal behaupten dürfen, zu ihrem Thema gäb es bisher nichts, bisher habe kein Jurist über den Körper, die Seele, die Affekte, die Emotionen, die Pflanzen, die Tiere, die Städte, die Bücher, die Bilder, die Wirtschaft oder das All nachgedacht. Bin ich der einzige den das zum Hals heraus hängt und dann unter Palmen treibt? Law Bar unter Palmen, wenn es das nicht gäbe!
Ludwig Binswanger hat in seinem Buch zur Melancholie und Manie am Fall David Bürge die These entwickelt, dass das Thema der Melancholie vollständig und leicht auswechselbar sei. Man hat immer was, was einem fehlt.
Bruno geht dem nicht auf den Leim. GlĂĽckwunsch dem Bruno! GroĂźer Erfolg! Kulturtechnikforschung strikes back! This does not stand: sheep, sleeping in their own secrets.
Bin gespannt, wer in Zukunft Augustgast sein und auch kooperieren will. Herzlich willkommen im Luxus!

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THE ART OF THE DEAL
Begehren bilden, oder: TĂĽrhĂĽternews!
1.
In ihrem Buch zu den Akten beschreibt Cornelia Vismann das Begehren als dasjenige, was von Tor zu Tor, von TĂĽr zu TĂĽr oder von Fenster zu Fenster gehe. Sie spricht dem Begehren nicht seine Natur ab, sie nimmt aber seine Bildung in Betracht, damit auch sein Artifizielles, Technisches und KĂĽnstliches. Das Begehren, zumal das, was informiert ist, ist dezent. Das Begehren, so arbeitet Warburg es heraus, ist die Betrachtung. Wer begehrt, trachtet nach etwas, und sei es, dass er Bildern nachtrottet.
Wo sich Formel staffeln, entweder stapeln oder häufen, und wo dann Bilder in Bildern oder Bilder auf Bilder folgen, da wird die Betrachtung nicht nur rekursiv, sie wird protokolliert dann nicht nur diplomatisch (wird also selbst nicht nur ein diplomatisches Protokoll). Die Betrachtung wird dann auch kommentarförmig. Wolfgang Kemp spricht in solchen Fällen von Glossen (das sind Kommentare) besonderer Art, nämlich von Heteroglossen. Auch wenn Bilder in Bilder erscheinen oder sich etwas staffelt, stapelt und häuft, formiert sich ein Begehren, das verkehrt. Es homogenisiert sich nicht unbedingt. Ob es sich unbedingt heterogenisiert? Der Vermehrungsdiskurs ist mein Ding nicht. Das Begehren kreuzt. Es geht von Tor zu Tor, von Tür zu Tür, von Fenster zu Fenster. Das Tor, die Tür, das Fenster: klamme Stellen, knappe Passagen, an denen das Begehren deutlich wird, sogar deutlich ausschlägt, weil's klamm und knapp wird.
2.
Das Begehren wird gebildet, innerhalb der erste fünf Jahre etwa in surrealer Hochausbildung, dann geht's ab in die Schule. Man könnte eigentlich, bei allen Nachteilen des Stolzes, stolz darauf sein, dass das Begehren gebildet ist und das ausschlagende Wesen durch Instituierung selbst so kleine Institutionen werden. Aber liest man, wie manche Leute Friedrich Nietzsche lesen und sich dann darüber ärgern, wie er von Bildung spricht und wie sie dann sich beeilen zu sagen, sie würden ihre Kinder nicht fabrizieren, nicht erziehen, nicht abrichten, sondern natürlich wuchern und frei ausrichten lassen, dann wird deutlich, dass die Leute auch einmal nicht Stolz auf ihre Bildung, dafür dann umso stolzer auf ihre Natur sein können.
Visman bezieht die Bildung des Begehrens auch auf den optischen Apparat, den Alberti velum (Schleier) und Fenster nennt. Das ist ein bekanntes Motiv, Dürer hat dazu eine sehr berühmte, aber auch subtile Zeichnung in einem seiner Lehrbücher platziert. Welches Bild meine ich? You will know it, when you see ist. Das ist nämlich Pornographie, Dürer zeichnet einen Zeichner, der durch das Raster eine Frau befriedigend zeichnet. Alles sehr gebildet und doch subtil (unter dem Schirm, unter dem Gesetz etc., nur eben nicht in edler Einfalt und stiller Größe.
Alberti platziert den optischen Apparat wiederum innerhalb der Raster und Muster einer Stadt. Das Fenster, dass ein Bild öffnen soll, wiederholt dabei, nicht wie im Echo, sondern als bildökonomische Wiederholung, das römische Stadttor (denn das Bild erscheint in der Stadt) - und jene Linie des pomerium, die Mommsen vorgeschoben nannte, wenn es denn eine römische Stadt sein soll. Das Begehren läuft durch Stationen, das sind seine Stellen, die nicht nur in modernen Literaturen als Stellen der Öffnung und Schließung betrachten werden. An allen diesen Stationen stellen sich dann auch schon jene römischen Fragen, die von der Notitia Dignitatum ebenso listenförmig wie die Bilder geliefert werden und die seit dem FAQs der Verwaltung bilden: Was ist der Mensch? Was ist ein Brief? Was ist Rom? Was ist ein Bild? etc. Die Stellen des Begehrens sind Stellen des Wißbegierigen, Stellen dessen, was definitiv und auch so definiert sein soll, wenn man's denn wissen will.
2.
Vismann bezieht die Bildung des Begehrens (ein Begehren, das nicht aus dem Mangel, aber aus der Fülle kommt) auf Kafkas Geschichte vom Türhüter - und auf den Saum, also den graphischen Zug, der im Erstdruck der Geschichte diese Geschichte vom Rest des Heftes unterschieden hat. Vismann hat damit nicht nur den Gang des Begehrens am konkreten historischen Material verfolgt. Sie hat auch den Begriff des Saums und der Versäumung, der im Werk von Hans-Jörg Rheinberger eher abstrakt auf konkretes Schreiben und Lesen bezogen. Das greift Augsberg reformatorisch noch einmal auf - und verfolgt, was daran Text, Lesbarkeit und Kassiber sein soll. Vismann hat den Gang des Begehrens am Ideogramm der Kanzleien, also an Vorzeichen der (Kontra-)Signatur festgemacht. Sie hat ihn am Entzug von Phrynes Tracht und an Gewandfalten festgemacht. Vismanns Geschichte und Theorie der Verwaltung ist im Ansatz die Geschichte und Theorie von Türhütern.
3.
In einem jüngeren Aufsatz der Zeitschrift für Ideengeschichte bezeichnet eine Autorin den Türhüter an einer Stelle als eine Metapher. Ob sie Vismanns Arbeiten kennt? Kann ich nicht sagen, Hinweise dafür nehme ich gerne an. Muss ja auch nicht sein, denn Vismanns Ausführung zur Bildung des Begehrens haben zwar mit Imagination und Innovation zu tun. Sie sind imaginär reich und äußerst innovativ. Um 2000 herum, das ist 26 Jahre her, hat sie daraus eine Dissertation zur Verwaltung und antiken Algorithmen gemacht. Also: imaginär reich und hoch innovativ, aber Visman hat sich nichts ausgedacht oder erfunden. Ihr Begehren war gebildet, einfach ziemlich gebildet. Man braucht darum Vismann gar nicht zu kennen, man kann ruhig nochmal neu ansetzen. Die Bildung des Begehrens ist common good, darf sich jeder aneignen.
Manche Autoren bezeichnet den Türhüter als Metapher. So eine Bezeichung als Metapher könnte apotropäisch gemeint sein, vielleicht so, dass man den Türhüter lieber nicht begreifen, nichts als Begriff haben, dafür aber im Status eines Bildes halten will, das (zumindest aus reformierter Sicht) doch Bild, nur Bild und nichts als Bild sei, Metapher und nur Metapher sei. Es könnte sein, dass manche Leute ihre Texte zum Türhüter ikonophobisch schreiben. Die Phobie ist aber nicht die Angst, sie ist die Klamm, eine Enge, ein Wirken von KürZungen. Literatur über Türhüter ist rekursiv Türhüterliteratur.
In der Welt der Bildung sind Bilder zwar Bilder, aber nicht nur Bilder. Auch Metaphern sind insofern Metaphern, aber nicht nur Metaphern. Solche Metaphern sind zum Beispiel kleine bis kleinste Formen im Tropenrecht.
3.
Türhüter sollen diskutiert werden, machen wir, am MPI. Die Entwicklung der generativen Modelle künstlicher Intelligens geben der Diskussion neuen Schub. Bilder sind in die Unterscheidung von Inklusion und Exklusion involviert. Bilder kooperieren bei der Unterscheidung zwischen Personen und Dingen. Sie kooperieren bei der Unterscheidung zwischen Akt und Passion. Sie kooperieren bei der Unterscheidung zwischen denen, die ins Geschäft kommen und jenen, die nicht ins Geschäft kommen. Sie kooperieren da, wo Kredit gegeben oder aber nicht gegeben wird. Bilder sind künstlich - und seitdem die Neandertaler träumen, gibt es gut erhaltene Objekte, an denen man so auch die Künstlichkeit der Bildung verfolgen kann.
4.
Im Moment scheint es Schub dafür zu geben, einmal die Erklärungen für die Trennung zwischen Mensch und Tier etwas herunterzufahren und dafür die Erklärungen für die Trennung zwischen Menschen und Maschinen hochzufahren. Mir nicht, aber ich bin im Moment ohnehin gut finanziert - und mache Forschung zur Geschichte und Theorie juridischer Kulturtechniken. Ich gehe also prinzipiell von ausschlagenden Wesen aus, die von Natur aus auf Kultur, Technik und Künstlichkeit ausgerichtet sind, weil sie erstens aufsitzen, zweitens mit Illusionen eine Zukunft haben und drittens (wie gesagt) ausschlagen. Solche Wesen sind nicht unbedingt Menschen, es können auch Dackel, Maschinen, Affen oder Modelle sein. Mit juridischen Kulturtechniken operieren alle diese Wesen, nicht nur die, die dann auch mit Hilfe solcher Techniken als Menschen registriert werden.
Form, durch die Regen geht
Die Form, durch die Regen geht ist ein graphischer Zug. Der graphische Zug ist die Einheit der Differenz von Kontraktion und Distraktion. Der graphische Zug trahiert und traktiert, er trägt und trachtet. Er ist trainierbar. Der graphische Zug ist kalkulierbar, es gibt ein Kalkül der Formen. Der graphische Zug zählt oder kreuzt, zum Beispiel. Der graphische Zug ist performativ, informativ, afformative. Strich/ Streich/ Streik: alles graphische Züge.
Der graphische Zug ist dezent, er geht.

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Juristen fabrizieren/ Digmaschscheu
In Pierre Legendres und Gerard Caillats Film zu Fabrikation des abendländlichen Menschen, der ein Film zur Fabrikation von Juristen ist, wird folgendes nahegelegt: Man trage alle Gesetze in seiner Brust und ein Schildzeichen oder Digma (das ist ein Bild in Nachfolge der Bilderlisten aus der Notitia Dignitatum) auf der Brust. Mit diesem Digma meinen Legendre und Caillat unter anderem Trikotagen und ihre Montagen, die ausweisen, mit wem sich der Träger der Trikotage assoziiert. Sie meinen die T-Shirts, in denen die Leute durch die Stadt laufen und sich so ausweisen, dass es milder erscheint, als wenn man gleich seinen Personalausweis zückt oder sich sein Augen scannen lässt.
Es ist allerdings so, wie wenn man Autoren ins Seminar einlädt und sie sich zuerst für ihre Texte entschuldigen. Es heißt dann auffällig oft, das es schon sehr lang her sei, dass man diesen Text geschrieben hätte. Oder es wird gesagt, man habe damals nicht die Zeit und den Raum gehabt, sich mit dem Thema richtig zu befassen. Manche gehen so weit, erst etwas zu schreiben, schon bei der Einladung leicht nervös zu wirken, auf jeden Fall dann zu sagen, sie würden sich eigentlich mit dem Thema nur am Rande befasst haben, sie würde sich ja eigentlich für ganz andere Dinge interessieren und könnten dazu gar nicht soviel sagen.
Unter dem Symptom der deutlich ausgespielten Autorenscheu leiden auffällig oft diejenigen, deren Disziplin zu allem etwas zu sagen hat und der man darum an Universitäten ganze Fakultäten und Fachbereiche einrichtet. Da gibt es doch Wissenschaften, die bilden den Menschen, zumindest haben sie den Anspruch, das Menschenbild gleich so zu verfassen, dass es für den Staat, die Gesellschaft und das Subjekt, gleich für die Personen, Dinge und Handlungen gültig, effektiv und beschirmend, vom Schutz bis zur Gewährleistung reicht. Da kann einem als Autor schon einfallen, sich für einen Text mit dem Argument zu rechtfertigen, man sei damals jung gewesen und habe das Geld dringend gebraucht. Oder: Ja, das sei ein Text über die Menschenwürde, aber man interessiere sich nur für die juristische Seite des Themas und die finde man in Karlsruhe und seinen wohl behüteten deutschen, nationalen Textgärtchen. Da stünde schon so viel, dass es einem genug sei. Das verstehe ich gut. Der Begriff des Rechts und der Begriff des Reichens, Reichenden oder Reiches sind schließlich affin bis verwandt, Recht reicht also eigentlich immer, egal wie groß der Garten ist.
Ich habe den Träger auf das T-Shirt angesprochen. Ich habe ihm sogar gesagt, dass ich heute noch wüßte, wo ich stand (nämlich vor dem Klassenraum für den Physikunterricht), als mir M. mitteilte, The Smiths habe sich aufgelöst). Too much, too soon. Da zeigt zeigt er mit dem emblematisch ausgestalten Digma eine deutlich ausgespielte Digmascheu. Ach, der Sänger sei ziemlich bekloppt und alle anderen Shirts seien in der Wäsche gewesen. Ob's ein Jurist war? Auf jeden Fall: keine Innerlichkeit ohne Äußerlichkeit, aber auch keine Exkarnation ohne Inkarnation.
Sind's deiner Seufzer Wehen?
Sind's Deiner Seufzer Wehen, die mir die Segel blähen?
Carlo Ginzburg
1.
Bald, ach so bald, ist Midsommernacht. Bald, ach so bald, ist São João. Bald, ach so bald, ist die Zeit, an der die Formeln, Formate und Formationen so wild ausschlagen wie sonst nie im Kalender. Bald, ach so bald, werden die Grenzen zwischen dem Himmel und der Erde, den Tieren und den Menschen, den Frauen und den Männern, dem Leben und dem Tod, dem Organischen und dem Anorganischen, dem Käse und den Würmern nicht poröser, als sie sowieso schon sind.
Aber bald, ach so bald, schlagen die Kanzeln, die Schleier, die Raster, die Stäbe und die Bälle, die Lanzen und die Furchen, das Sonnenlicht und die Schatten, bald schlagen die Kanäle und Vorhänge wieder so deutlich aus, dass es sich nicht ignorieren lässt. Dann werde ich mit Carlo Ginzburg tanzen.
2.
Man sagt, er sei heute, also gerade, innerhalb der letzten 24 Stunden gestorben. Das sagen die Leute so, man soll es ihnen nicht zu übel nehmen. Um 15.50 nennt Patrick Bahners den Ginzburg einen Hexenmeister und Erzrationalist. Ich lese das ein paar Minuten später auf meinem Handy und werde von jetzt an wissen, wo ich saß, als ich das las. Ginzburg war Magier und Archrationalist, Kardinal- und Fleischrationalist, der war Scharnier- und Klapptechniker. Jede seiner Fallstudien sei eine Gegenprobe auf gesellschaftliche Normalität gewesen. So soll es sein.
Solange ich lebe und den Ginzburg liebe, tanze ich mit dem, wild ausschlagend an solistice, den Rest des Jahres sowieso. Dichtungsschmatzer auf die Stirn, Carlo! Deine Augenbrauen, Ginzburg! Dein(e) Locken, Schreiber! Deine Wahrnehmung, Forscher! Danke.
Carlo, du fĂĽhrst schon wieder! Logisch!

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Wie bestreitet man Bilder? (Liste)
Kreisend
Ă–konomisch
Ă–kologisch
Wiederhallend (echoing)
Wiederholend
Händelnd
Orientierend
Aktiv
Passioniert