Ich habe irgendwann gelernt, mein Gesicht wie eine Maske zu tragen.
Nicht die aus Stoff oder Plastik, sondern diese andere Art, die gefährlichere.
Die, die lächelt, während innen alles zusammenfällt.
Die, die sagt, "mir geht's gut", obwohl die Gedanken nachts wie Glasscherben im Kopf liegen.
Die, die laut lacht, damit niemand merkt, wie still es eigentlich in mir geworden ist.
Menschen nennen mich stark, weil sie nie gesehen haben, wie oft ich mich heimlich selbst zusammensetzen musste.
Sie sehen die Version von mir,
Aber niemand sieht den Moment danach, wenn die Tür zufällt und ich plötzlich nicht mehr weiß, wie lange ich dieses Schauspiel noch durchhalte.
Denn irgendwann wird selbst eine Maske schwer.
Irgendwann tut es weh, ständig jemand zu sein, der man nur geworden ist, damit niemand fragt, wie kaputt man wirklich ist.
Und vielleicht ist genau das das Einsamste überhaupt.
Von allen gesehen zu werden, aber von niemandem wirklich erkannt.