Frühlingsferie, 27.III.1917
Fröhlich schritten wir dem Waldgelände zu. Im weichen Moose liesen wir uns nieder. In den Wipfeln rauschte der Abendwind, sonst schwermütige Stille. Weiche, duftige Schatten füllten rings den Wald. Drüben, über der Kette des Albis floss eine goldige Dämmerung, aus Licht und Schatten zauberhaft gewoben, wie verklärt erschien in diesem Zauberlicht dem Liebenden die Geliebte. Ich konnte den Blick nicht von ihr wenden. Wie ein Kranz umschlang das dunkle Haar den Kopf. Die schönen geschweiften Brauen, die langen seidenen Wimpern, das süße Gesicht, die himmlische Gestalt — mir war es, als sähe ich zum ersten Male, daß sie so schön sei, so wunderschön. Ihre dunkeln Wimpern hoben sich, und aus der Tiefe ihrer Augen leuchtete und glänzte es mir so wunderbar entgegen; daß mir das Herz stillstand in der Brust. Und wir sanken uns in die Arme, tauschten heisse Küsse und sprachen von Liebe und Lenz.
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Merrily we proceeded into the woodland. We lay ourselves down on soft moss. A misty evening wind blew in the treetops, then a melancholic silence. Soft, delicate shadows lengthened around the forest. In the distance, over the chain of the Albis, streamed a golden twilight, magically woven of light and shadow; likewise in this enchanting light the belovéd appears radiant before her lover. I could not turn my eyes away from her. As a garland her dark hair ringed her face. The beautifully curved brows, the long silken lashes, the sweetest visage, the heavenly whole. It seemed to me that I was seeing her for the first time, that she was so beautiful, miraculously beautiful. She raised her dark lashes and out of the depths of her eyes there shone such a gleaming wonder at me that my heart stood still in my breast. And we fell into each other’s arms, exchanging passionate kisses and speaking of love and spring.













