Bin ich die einzige deutsche non-binäre Person die weder Gendersternchen noch Lücke... mag?
Jetzt nicht weil es "nicht leserlich" wär oder whatever cis Leute für ein Problem haben aber wenn ich Wörter so geschrieben sehe, also z.B. Bürger*innen, sehen sie für mich nur aus wie Alternativen zu BürgerInnen. Also bei mir kommt irgendwie gar nicht "hey das Sternchen bist du!" an.
Abgesehen davon kann man es halt auch nicht unmissverständlich aussprechen oder nutzen. Was bringt mir das als non-binäre Person wenn ich mich in Konversationen trotzdem für eine geschlechtsspezifische Form eines Wortes entscheiden muss wenn ich mich selbst beschreibe, beziehungsweise diese Wörter nicht gut vorlesen kann? Ich weiß ja nicht wie es anderen geht, aber ich werde glaube ich nicht Sachen sagen wie "Ich bin Student*in" wenn ich mich unterhalte. Und ja, ich weiß die korrekte Aussprache ist ein glottal stop aber siehe meinen Grund 1 für meine Meinung zu der Aussprache.
Das klingt jetzt so richtig negativ und ich will gar nicht den Leuten, die hart für die Einführung dieser Formen kämpfen, vorwerfen, dass sie sich keine Gedanken gemacht hätten. Ich bin froh, dass es Fortschritte gibt und die Inklusion anderer Identitäten vorangetrieben wird.
Ich habe aber das Gefühl, dass nur weil wir eine inklusivere Sprache für Dokumente entwickeln, ändert das trotzdem kaum etwas an der Umgangssprache und den Problemen, die ich täglich habe wenn ich nicht vermeiden kann, durch diese Sprache gegendert zu werden.
Aber nur zur Klarstellung, ich werde nach wie vor die Nutzung dieser Formen unterstützen.