Ich Liebe Dich, im Dunkeln sowie im Licht.
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Ich Liebe Dich, im Dunkeln sowie im Licht.

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Sind das nicht die Tage auf die wir uns als Kind gefreut haben? Auf die wir das ganze Jahr gewartet haben? Weihnachten! Geburtstag! Die Tage die am meisten Freude mit sich brachten, die Licht ins dunkeln brachte, Tage die uns zeigten wie sich WĂ€rme anfĂŒhlt.
Und jetzt?!
Jetzt stehen wir da. Jetzt sind es die Tage an denen wir jemanden vermissen, es sind Tage die dunkelheit ins Licht bringen, es sind Tage an denen wir an vergangene Tage und Jahre denken, es sind Tage die uns zeigen wie sich KĂ€lte anfĂŒhlt, es sind Tage an denen wir auf eine Umarmung von den richtigen Menschen warten.
So gern wĂ€ren wir lieber Kinder geblieben, verschont von diesen GefĂŒhlen, verschont von dieser leere, verschont von solchen Tagen.
Ich könnte niemals in Worte fassen wie sehr ich dich vermisse. Niemals könnte ich erklĂ€ren wie sehr es weh tut. Genau das, was niemals hĂ€tte passieren dĂŒrfen ist eingetroffen. Jetzt ist die Leere komplett. Der Schmerz hat mich durchdrungen. Es gibt nur noch SchwĂ€rze. Es ist wie in einem dunklen kalten Verlies ohne Fenster, es gibt kein Licht in der Ferne, nicht einmal ein kleines Aufblitzen, kein Funken der mich retten könnte. Doch wenn es endlich vorbei ist, der letzte Atemzug gemacht, dann erinnere dich an mich. Vielleicht nur fĂŒr eine Sekunde, bevor du die nĂ€chste Seele in ihre diese dunklen AbgrĂŒnde drĂ€ngst.
weristdieserhiphop?
vor was sollte ich Angst haben
vor was sollte ich Angst haben? dem abnehmenden Licht, der Dunkelheit? vor dem Wetter? dem Wind? der KĂ€lte, dem Regen? davor zu frieren? vor RegenwĂŒrmern? Schnecken, Wildschweinen? dass es heute Nacht Herbst wird - sollte ich davor Angst haben? dass diese Nacht das Laub schwarz fĂ€rbt, asphaltig. aber weich. knisternd feucht. dass der Regen stĂ€rker wird, als dieses Nieseln, den wenigen Stoff an meinem Körper durchnĂ€sst? vor was sollte ich Angst haben? wĂ€hrend ich in der DĂ€mmerung alleine laufe, zwischen Waldrand und StraĂe, auf dem Radweg, die letzten Meter gehend, ja, schlendernd, nicht rennend, wĂ€hrend ich mich an meine Wahrnehmung dieses Moments schmiege wie in eine Kuscheldecke, seufzig wohlend, Brausen und GĂ€nsehaut. vor was sollte ich Angst haben? ich wollte eine neue Strecke erkunden und hab mich total verhauen, hatte keine Orientierung mehr, keine Nadelspitze, also rannte ich in Richtung AutolĂ€rm, fragte ein vorbeiflitzendes Paar in berĂ€derten Schlitten und folgte ihren Beschreibungen. man kann nichts anderes tun, als in seinen Beine vertrauen. sie trugen mich noch immer heim. mitten im Wald, als es langsam dunkel wurde und ich keine Ahnung hatte, wo ich war, natĂŒrlich schlug mein Herz noch schneller. aber dieses Land ist zu dicht besiedelt, als dass du eine Stunde in eine Richtung gehen könntest, ohne auf menschliche Strukturen zu treffen. Hier gibt es keine WĂŒste, in der du erfrieren, keine Klapperschlange, auf die du treten, keine Nashörner, Grizzly- oder KodiakbĂ€ren, die du verĂ€rgern könntest. im Grunde ist es hier erschreckend ungefĂ€hrlich. vor was sollte ich also Angst haben? ich verlief mich und fand mich wieder. ich bin erleichtert. glĂŒcklich. und ich fĂŒhle mich vorfreudig - bereit. ich fĂŒhle in mir eine FĂ€higkeit wachsen, in jedem Moment das Leben neu zu entdecken. ohne zu vergessen, verĂ€ndern. es ist Ende September, aber nach Jahren komme ich auf einen grĂŒnen, einen immergrĂŒnen Zweig mit mir selbst. zur Zeit ist mein Leben so schön, dass ich weinen mĂŒsste und möchte. an diesem Abend in der DĂ€mmerung kann ich die Welt umarmen. vor was also sollte ich Angst haben? Einsamkeit, Melancholie, der Stille? StraĂenlaternen und Spritzwasser? ich sah die Gestalt auf dem Motorrad schon aus der Entfernung einiger zehn Meter, an der Abzweigung zum Wertstoffhof Luftlinie vielleicht einen Kilometer bis nachhause. Und die Wahrheit ist: ich hatte diesen Abend keine Angst, bis ich den Mann auf seinem Zweirad sah und sah, dass er zu mir blickte, abwartend. ich schluckte, ohne meinen Schritt zu verĂ€ndern, fast betend denkend: bitte sprich mich nicht an, zugleich wissend, dass er es tun wĂŒrde. In KonversationsnĂ€he nicke ich, aber reserviert, distanziert, auf Abstand haltend. ein LĂ€cheln, das man loslĂ€sst, wie etwas Beflecktes, Stinkendes, Ekliges - nur mit zwei Fingerkuppen angefasst, den Arm so lang gemacht, gestreckt, wie möglich und dann im selben Moment wird sich weggedreht, der Kopf, der Körper. Er schaute mich an und an mir herunter, musternd, gerade noch kurz genug, damit es mit gutem Willen noch als nicht-anstöĂig durchgeht. Ich bin mir plötzlich sehr meinem sehr kurzen, hautengen, Brustwarzen abzeichnenden Laufoutfit bewusst. Sag mal, hast du keine Angst? So alleine. im Dunkeln? Vielleicht will er tatsĂ€chlich nur aufmerksam sein. Aber er spricht die Frage seltsam aus, mit einem noch seltsameren LĂ€cheln und einem Unterton, der mir nicht behagt. noch halte ich an dem LĂ€cheln fest, aus Höflichkeit; weil er es vielleicht wirklich nur nett meint, schnaube ich nicht auf, sondern antworte mit einem Schulterzucken. Nein, warum auch? Ich schaue dem Weg entlang - auĂerdem bin ich in ein paar Metern zuhause. Er reagiert mit einem hĂ€mischen Okay, als missfiele ihm etwas an meiner Erwiderung. ich nickte ihm noch einmal zu, beziehungsweise: ich nickte mich von ihm weg, Zeigefinger und Daumen öffneten sich und ich ging weiter. Nein, vor was auch? dachte ich. Vor was sollte ich Angst haben? die einzigen Haie sind menschlich, mĂ€nnlich, die isolierte Weibchen fĂŒnfzig Meter gegen den Wind wittern, wie ein blutendes StĂŒck Frischfleisch. Frauen haben keine Angst vor der Dunkelheit, sie haben keine Angst davor, nachts allein zu sein. GĂ€be es die MĂ€nner in den Schatten nicht, hĂ€tten Frauen keinen Grund, Angst davor zu haben, abends drauĂen und allein fĂŒr sich zu sein

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Ich esse nur noch im Dunkeln damit mich die Kalorien nicht finden.
Mitbewohnerin
Im dunklen Zimmer sitzen.
Musik hören.
Ăber das Leben nachdenken.
Sich alleine fĂŒhlen.
Leise weinen...