Nachwehen.
Ich hatte schon wieder vergessen, wie beschissen sie sind.
Um die Nachwehen besser zu ertragen hilft bei einer normalen Geburt sicher das Ocytocin, das mir bei der Fehlgeburt gÀnzlich fehlt.
Und ja, auch bei einer Fehlgeburt gibt es Nachwehen, es muss sich schlieĂlich alles genauso zurĂŒckbilden.
Wenn auch in kleinerem Umfang.
Der Körper bewegt sich wieder Richtung Zyklus, ab in den Normalmodus.
Es ist beruhigend und beĂ€ngstigend zugleich wie schnell das geht. Beim letzten Mal war der ĂŒbernĂ€chste Zyklus nach der Fehlgeburt wieder völlig normal.
Wie ein Uhrwerk.
Ich versuche mit den Schmerzen, die wehenartig kommen daran zu denken, dass der Körper bald wieder bereit ist weiter zu machen.
Das ist wichtig, wichtig fĂŒr eine neue Schwangerschaft.
Aber es ist trotzdem hart.
Schmerzmittel helfen zwar - die ich eigentlich nur begrenzt nehmen könnte, wĂŒrde jetzt ein kleines Baby neben mir liegen.
Da ich nur auf mich achten muss, nehme ich so viel, wie es mir gut tut.
Mein Körper hat genug gelitten, genug durchgemacht.
Er darf jetzt zur Ruhe kommen.
Und so liege ich hier wĂ€hrend meiner offiziell bescheinigten âArbeitsunfĂ€higkeitâ im Wochenbett.
Ohne Kind.
Alles fĂŒhlt sich furchtbar leer und sinnlos an.
Aber es wird weitergehen.
Erst einmal heiĂt es diesen Prozess abschlieĂen und die Schmerzen hinter sich lassen.















