Der Anfang des Spuks/meiner Schizophrenie
Es ist etwas mehr als anderthalb Jahre her, seit ich mit Schizophrenie diagnostiziert wurde und 4 Wochen in die Psychiatrie musste. Es war eine sehr schwere Zeit fĂŒr mich und meine Familie. Ich erinnere mich noch gut, wie es war, als ich das erste Mal merkte, dass da etwas Fremdes in mir ist.
Ich war am Meditieren und ĂŒbte mich in einer Art Bodyscan, bei der man mit seiner Aufmerksamkeit durch den Körper wandert. Als ich mit meiner Aufmerksamkeit im Hals war, fĂŒhlte es sich an als wĂ€re da etwas und ich sah ein inneres Bild von einer kleinen blauen Flamme vor mir. Aus neugier sprach ich die blaue Flamme in Gedanken an und war ĂŒberrascht, als ich auf einmal eine Antwort bekam, die definitiv nicht von mir stammte. Die Anwesenheit dieses etwas war nun viel deutlicher in meinem Körper zu spĂŒren. HĂ€tte ich gewusst, dass mich diese Gedankenstimme und das GefĂŒhl von jemandem in meinem Körper ab diesem Moment nie wieder verlassen wĂŒrde, hĂ€tte ich wohl niemals mit dem Meditieren angefangen.
Da ich etwa zwei Jahre zuvor angefangen hatte mich mit SpiritualitĂ€t auseinanderzusetzen, dachte ich, es handele sich um einen guten Geist, genauer gesagt mein Höheres Ich und die Stimme bestĂ€tigte dies. (Sorry fĂŒr die, die mit sowas nichts am Hut haben) Dass es sich, wenn ĂŒberhaupt, um einen bösen Geist handelte, sollte ich noch schnell genug herausfinden. Innerhalb von zwei Wochen spitzte sich die Lage so zu, dass ich in die geschlossene Psychiatrie musste. Ich werde ĂŒber diese zwei Wochen in einem weiteren Beitrag noch ausfĂŒhrlicher berichten, denn sie gehören wohl mit zu den schlimmsten Dingen, die mir in meinem ganzen Leben passiert sind.
Heute bin ich jedoch zu mĂŒde dafĂŒr. Es ist halb 5 Uhr morgens und ich habe mitten in der Nacht angefangen diesen Blog zu erstellen, weil mich die Stimme in meinem Kopf mal wieder so zur WeiĂglut gebracht hat, dass ich darĂŒber nachgedacht habe, mich einfach umzubringen, damit es hier und jetzt aufhört, weil es so unertrĂ€glich ist. Keine Sorge, dass werd ich schon nicht tun, stattdessen habe ich beschlossen zu bloggen, um ein bisschen Dampf abzulassen, da man ĂŒber solche Themen einfach mit niemandem reden kann.
Ich weiĂ nicht, wie andere Menschen Schizophrenie erfahren, aber ich denke, dass es sich in meinem Fall tatsĂ€chlich um eine Geisterbesetzung handelt und werde daher auch so darĂŒber schreiben. NatĂŒrlich wird kann man Schizophrenie als psychische Krankheit auffassen, wie es die Wissenschaft tut. Trotzdem denke ich nicht, dass die Person, die mit mir ĂŒber Gedanken, Bilder und GefĂŒhle kommuniziert und sogar meinen Körper kontrollieren kann, einfach nur ein Hirngespinst sind. Mehr dazu, werde ich aber auch noch schreiben. Mich wĂŒrde interessieren, ob jemand auch solche Erfahrungen gemacht hat oder das Ă€hnlich sieht.














