Kinderwarenbasar, oder: wie werde ich mein Zeug los?
Da sich im Keller inzwischen eine groĂe, sogar sehr groĂe Kiste befindet mit allem, was wir nicht mehr brauchen an Kinderkleidung, Spielzeug, BĂŒchern, Umstandsmode etc. habe ich beschlossen im Herbst mal zu schauen, wie das als VerkĂ€uferin bei diesen Kinderwarenbasaren so klappt und mich erstmalig als solche registriert. Als KĂ€uferin habe ich da schon mehrfach gutes Geld gelassen, nun will ich mal schauen, wie gut man da seine Sachen wieder los wird.
Am Anfang war die Freude groĂ: Inzwischen muss man keine Listen und Etiketten mehr langwierig per Hand ausfĂŒllen (wie es laut Bericht einer Freundin frĂŒher war) sondern man gibt alles online ein und kann sich automatisch die Artikelliste, Etiketten etc., ausdrucken. FĂŒr das lĂ€stige Anbringen der Etiketten habe ich sogar fĂŒr knappe 10⏠eine Etikettierpistole von Amazon bestellt, da es mir schon vor dem Gefummel mit dem sonst ĂŒblichen Geschenkband gegraut hat.
Also los: Artikel eingeben geht gut. Ein paar Felder ausfĂŒllen und fertig. Etiketten ausdrucken, ok, da braucht es ein wenig Erfahrung. Das Papier muss dick genug sein damit es nicht reiĂt, schlieĂlich wird so mancher potentieller KĂ€ufer am Basartag daran zupfen. Etiketten auseinander schneiden braucht natĂŒrlich etwas Zeit, aber mit unserer Schneidemaschine geht auch das recht fix. Dann das anbringen der Etiketten - mit der Etikettierpistole auch kein Problem.
Zwanzig Etiketten gehen auf ein Blatt Papier, fĂŒr zwanzig Artikel habe ich insgesamt eine halbe Stunde gebraucht fĂŒr den ganzen Prozess.Â
Als ich gerade den dritten Durchgang fertig hatte - ich habe immer zwanzig Sachen gesammelt und fertig gemacht, schlieĂlich hat man als Zweifachmami nur begrenzt Zeit fĂŒr sowas - kam plötzlich die Meldung, die mich leicht verzweifelt zurĂŒckgelassen hat: Sie haben die maximale Anzahl an zu verkaufenden Produkten erreicht. Was? Nur 60 Teile? Wohin mit dem restlichen Zeug? Ich habe schlieĂlich gut und gerne noch einmal 60 Teile hier herumliegen!
Also habe ich mich spontan auch noch beim Basar im Nachbardorf angemeldet, der dankenswerterweise die gleiche Onlinesoftware nutzt. Der Basartag ist nur einen Tag spĂ€ter als der hier im Ort, also passt das gut. Dann allerdings die ErnĂŒchterung: Keine Umstandsmode. Nur Kinderkleidung. Kein Spielzeug. Und, noch schlimmer: Hier darf man sogar nur 30 Teile verkaufen. Aber inzwischen hat es mir ja gedĂ€mmert, warum man auf den Basaren hĂ€ufig Sets von direkt fĂŒnf Bodies oder drei Stramplern sieht. Also habe ich diesmal auch fleiĂig Sachen gebĂŒndelt, Sets aus Stramplern plus Oberteilen zusammengestellt etc.Â
Nun fristet noch ein kleines HĂ€ufchen an Kindersachen hier ein nutzloses Dasein. Ein paar Dinge werde ich noch bei eBay Kleinanzeigen einstellen. Und was ich partout nicht loswerde, das landet im Altkleidercontainer.
Jetzt bin ich mal gespannt, wie viel von meinem Zeug ich loswerde. Und ĂŒberlege, was ich von dem - hoffentlich nicht zu kleinen - Ertrag schönes kaufen kann. :-)Â











