Mannen en vrouwen, dames en heren!
Heute geht es um Kunst im öffentlichen Raum, also "im Freien", in Woerden.
Das Stadtmuseum prÀsentiert Kunstwerke nicht nur in seinen Mauern, sondern auch im öffentlichen Raum.
Rund sechzig Objekte im Stadtgebiet von Woerden stehen unter der Obhut des Museums.
Es handelt sich dabei um Kunstwerke, die teils mit der Geschichte Woerdens verbunden sind, teils aber auch einfach so sehenswert.
Sie bereichern die Stadt und ihre Umgebung und machen sie lebendiger und interessanter.
Ein engagiertes Team von Freiwilligen, das Outdoor Art Team, sorgt dafĂŒr, dass alle Kunstwerke sorgfĂ€ltig ĂŒberwacht und gegebenenfalls gereinigt oder repariert werden.
Nicht alle Skulpturen konnten wir besuchen bzw. finden, aber es ist uns doch gelungen, eine stattliche Anzahl ausfindig zu machen.
SchwĂ€ne sind in den Niederlanden weit verbreitet, besonders im "Groene Hart". Als die GrĂŒnder der Firma Bolton beschlossen, ein Kunstwerk installieren zu lassen, fiel es dem KĂŒnstler Taeke Friso de Jong nicht schwer, ein passendes Motiv zu finden. Die SchwĂ€ne vollfĂŒhren ihren Balztanz, indem sie mit aneinandergepressten BĂ€uchen stehen und mit den FlĂŒgeln schlagen. Die Skulptur wurde 1980 enthĂŒllt.
Am Westdam stehen: Braut und BrÀutigam. Diese Skulptur zeigt eine Frau und einen Mann, Hand in Hand. Die Skulptur steht seit 1970 an derselben Stelle, nÀmlich am Westdam in Woerden, an der Kreuzung des ehemaligen Rathauses und der Nutsspaarbank. Mann und Frau sind realistisch und detailgetreu dargestellt.
Die "Drie Schaatsers": Drei SchlittschuhlĂ€ufer. Diese Installation greift die Tradition des "Elfstedentocht" auf. Es ist die Bezeichnung fĂŒr ein Natureis-Langstreckenrennen im Eisschnelllauf auf den zugefrorenen Grachten, das in den Niederlanden als bedeutendes kulturelles Ereignis erlebt wird.
Die drei Skater stehen hier hintereinander und bilden eine Staffel. Alle drei haben das rechte Bein angewinkelt und stoĂen sich mit dem linken ab. Sie scheinen gerade eine Kurve zu nehmen, als wĂŒrden sie ungestört und entgegen der Verkehrsrichtung ĂŒber die SnellerbrĂŒcke gleiten. Im Jahr 1986 wurde an dieser Stelle tatsĂ€chlich Schlittschuh gefahren.
Driepoot/three-legged/Dreibein: 2007 am Oostsingel installiert. Wie der Titel schon sagt: Die Skulptur steht auf drei Beinen, zwei hinten und einem vorne. Die flache und die aufrechte SitzflĂ€che laden zum Hinsetzen ein.Â
"Drukkers in Verzet" / Drucker im Widerstand (1996): Die beiden kleinen Figuren stellen die BrĂŒder Jan und Gerrit Vergeer dar. Ihre Nacktheit symbolisiert die Notlage wĂ€hrend des Krieges. Die BrĂŒder waren Drucker im Widerstand und druckten in Woerden illegale Zeitungen. Eines Nachts im Juni 1944 wurden sie verhaftet und ins Konzentrationslager Sieburg gebracht. Wenige Monate vor Kriegsende starben sie an Typhus.
Die BrĂŒder halten Druckmaschinen in den HĂ€nden und betrachten eine gedruckte Zeitung. Der Sockel ist dreifarbig und symbolisiert die niederlĂ€ndische Flagge.Â
Joods Monument "Een Familiefoto" / FamilienportrĂ€t (JĂŒdisches Denkmal) aus dem Jahre 2002: Ein Familienfoto der Familie Izak, aufgenommen vor der Deportation aller Familienmitglieder in Konzentrationslager, diente der KĂŒnstlerin Ingrid Mol als Ausgangspunkt fĂŒr ihr Keramikwerk.
Auf dem Bild ist nur noch der Vater, Eliazar Izaks, am Leben. Sein Hund sitzt treu neben ihm. Eliazar Izaks war Metzger in Woerden. Die Skulpturengruppe besteht weiterhin aus einer am Boden liegenden Kamera und mehreren Fotostapeln.
Zu Kriegsbeginn lebten 42 Juden in Woerden. Zwölf der vierzehn deportierten Juden kehrten nie zurĂŒck. Die Familie Izaks wurde vollstĂ€ndig assimiliert. Dieses JĂŒdische Denkmal wurde zum Gedenken an sie und an die Einwohner errichtet, die den Ăberlebenden halfen.
Kamerik Independent Memorial: Das Kunstwerk *Gedenkteken Kamerik Zelfstandig* (Memorial Kamerik Independent) wurde ebenfalls von Taeke de Jong geschaffen und steht seit 1989 am Van Teylingenweg-Meentweg. Die Form des Kunstwerks erinnert an ein Herz.
Golfslag Layers / Welle (Schichten): Die Skulptur besteht aus einem einzigen groĂen Steinblock. Seiten, Oberseite und Vorderseite wurden bearbeitet, die RĂŒckseite scheint ihre ursprĂŒngliche Form bewahrt zu haben. Auf der Oberseite haben sich Schichten oder Wellen gebildet.
Sie entstand 2007 im Rahmen des Symposiums âSitting Artâ. Bei diesem Symposium wurden ausschlieĂlich Skulpturen geschaffen, auf denen man sitzen konnte.Â
Herindelingsmonument / Reorganisationsdenkmal: Das Denkmal ist ein monumentales Terrakotta-Bauwerk. Es hat eine dreieckige Form und ist rund fĂŒnf Meter hoch. An den drei Enden steht jeweils ein kleiner Turm, in der Mitte ein groĂer.
Es reprĂ€sentiert die Stadt Woerden, die von der Provinz SĂŒdholland in die Provinz Utrecht wechselte. Die drei kleinen TĂŒrme stehen fĂŒr die einzelnen StĂ€dte, der groĂe Turm symbolisiert den Zusammenschluss.
Das Kunstwerk *de Jager * ist 85 cm hoch und steht auf einem efeubewachsenen Sockel. Die figurative Skulptur zeigt einen Mann mit einem Lederbrustgurt, an dem ein Seil befestigt ist. Der Mann trĂ€gt eine SchiebermĂŒtze und Holzschuhe.
Die Skulptur stellt einen Lehmschieber aus Woerden dar. FrĂŒher zogen Lehmschieber zusammen mit einigen Kollegen einen Lehmkahn oder Schlepper, der den Lehm von einem Ort zum anderen transportierte. Diese Skulptur ist eine symbolische Hommage an die Menschen, die durch ihre harte Arbeit einen wichtigen Beitrag zu einem der bedeutendsten Industriezweige Woerdens leisteten.Â
Liggende Koeien / Liegende KĂŒhe: Drei KĂŒhe liegen im Schatten eines Baumes. Diese drei KĂŒhe sind ein fester Bestandteil des lĂ€ndlichen Charakters. Sobald man das bebaute Gebiet verlĂ€sst, befindet man sich direkt inmitten von Wiesen.
Man Met Kruiwagen / Mann mit Schubkarre: Es wirkt, als halte der Mann die Schubkarre auf dem SchoĂ, wodurch sie zu schweben scheint. Anstelle seiner FĂŒĂe sind zwei runde Formen zu sehen, die an die RĂ€der der Schubkarre erinnern. Das Kunstwerk wurde 1975 an der Technischen Schule aufgestellt.
Die Idee zu dem Kunstwerk entstand, als der KĂŒnstler Gooitzen de Jong einen Bauern beobachtete, der in der NĂ€he der Technischen Schule mit seiner Schubkarre kĂ€mpfte.
Om-en-Om-one-Eno / Alternierend (One/eno): Eine Skulptur, die zum Sitzen einlĂ€dt. Sie steht seit 2007 in HafennĂ€he und sieht aus wie zwei lange StĂŒhle, die teils rau, teils fein poliert sind und hier und da sichtbare SĂ€gespuren aufweisen. Die beiden Teile sind spiegelbildlich nebeneinander angeordnet, sodass sich zwei sitzende oder liegende Personen problemlos unterhalten können.
Oor-ear-Ohr: Das Ohr ist aus Naturstein gefertigt. Es ist vollstĂ€ndig bearbeitet, bis auf die RĂŒckseite, wo die raue OberflĂ€che des Steins deutlich sichtbar ist. Das Ohr ist 180 cm hoch und 80 cm breit. Wie viele andere Skulpturen entstand es 2007 im Rahmen des Symposiums âSitting Artâ.Â
Pannenbakkers / Pfannenhersteller: Vater und Sohn stehen an einer Werkbank. Der Sohn knetet den Ton, der Vater vollendet die Form mit einem Stempelmesser. Die monumentale Skulptur ist nach vorn gerichtet und von der StraĂe und dem Wasser aus gut sichtbar.
Sie steht seit 1978 in einem kleinen Blumenbeet an der Kreuzung von Leidsestraatweg und Jozef IsraĂ«lslaan und blickt in Richtung der Ziegelei. So entsteht eine dauerhafte Verbindung zwischen der Skulptur und der heutigen Fabrik: zwischen Vergangenheit und Gegenwart.Â
Sprookjesbed / MĂ€rchenbett: Am Teich steht diese Skulptur, geschaffen 2007 von der estnischen KĂŒnstlerin Anne Rudanovsky. Sie stellt ein Bett aus dem MĂ€rchen âDie Prinzessin auf der Erbseâ von Christian Andersen dar. Die rote Kugel vorne symbolisiert die Erbse aus der Geschichte.
Stadsomroeper / Stadtausrufer: Die Statue âDe Stadsomroeperâ wurde 1963 von Marian Gobius geschaffen. Seit dem 17. Juli 2019 steht die Statue wieder am ehemaligen Rathaus, nun im Garten, wo sie fĂŒr alle Passanten sichtbar ist. An diesem Ort verkĂŒndete einst der Stadtausrufer von Woerden seine Botschaften an die Einwohner. Das originale Wappen und der Ausruferstab sind erhalten geblieben.Â
Visser / Fischer: Angeln ist in Woerden eine beliebte FreizeitbeschÀftigung. Kein Wunder, denn in den GewÀssern um Woerden gibt es zahlreiche Fischarten. Daher steht auch die Statue des Fischers mitten in der Stadt. In Fischerkleidung hat der Mann seine Angelrute in den kleinen Graben nahe der Kruiskerk geworfen.
Seine Rute ist teilweise zerbrochen. Das geschah 1977, sieben Jahre nach ihrer Aufstellung. Da die Rute nach der Reparatur erneut zerbrach, blieb sie in ihrem jetzigen Zustand. Zum GlĂŒck scheint es den Fischer nicht zu stören, dass er nichts fĂ€ngt, denn er sitzt immer noch da.Â
Volleybalsters / Volleyballspielerinnen: Drei Volleyballspielerinnen in charakteristischen Posen. Zwei Figuren strecken sich nach dem Ball, die dritte hockt mit verschrÀnkten HÀnden zum Aufschlag bereit. Material: Bronze, Enstehungsjahr: 1975
Wielrenners / Radfahrer: Zwei Gestalten sitzen, nach vorn gebeugt, auf ihren RennrÀdern. Die Figur im Vordergrund scheint der anderen etwas zu sagen. Das Bild wirkt recht realistisch, doch das Fehlen von Lenker, Schuhen und Helm verleiht ihm auch etwas Abstraktes.
Die Statue ist dem berĂŒhmten Woerdener Radrennfahrer Arie van Vliet (* 18. MĂ€rz 1916; â  9. Juli 2001) gewidmet, der in der NĂ€he wohnte.Â
Arie van Vliet kam 1934 wĂ€hrend seines Studiums an der Technischen Hochschule in Leipzig zum Radsport.Â
Bei den Bahnweltmeisterschaften 1934 und 1935 gewann van Vliet jeweils die Silbermedaille.Â
1936 wurde er Olympiasieger in Berlin im 1000-Meter-Zeitfahren, errang olympisches Silber im Sprint und wurde viermal Weltmeister.
Angie, Micha, Honey & der HasenbÀr