Der Krankenhausaufenthalt
Pre Op Tag:
Ich musste um 3 hr im KH einchecken, eigentlich kein Problem, ich hab nur nicht verstanden warum, da im KH selber nichts mehr geschehen ist. Mir wurde kurz Blut abgenommen um meine Blutgruppe zu bestimmen, falls eine Bluttransfusion notwendig sei und dann wurden mir noch Rasierer gebracht.
Ich wollte noch mit Dr. Witczac sprechen, da ich sie ja noch nie zuvor gesehen habe und ich noch abklÀren wollte ob die VY-Plastik gemacht werden kann oder nicht und um noch Mal zu betonen, dass es mein Endresultat sein soll und sie auch alles rausholen sollen. Jedoch bekamen wir sie nicht mehr zu Gesicht aber ein recht junger Arzt kam vorbei und hat unsere Fragen entgegengenommen und mit ihr telefoniert und meinte dann, dass der VY-Plastik nichts im Wege steht.
Den restlichen Tag haben meine Freundin und ich damit verbracht im KH zu chillen und Serien zu schauen. Es war recht langweilig und da das KH winzig ist, gibt es auch nicht wirklich viel LaufflÀche. Als meine Freundin dann gefahren ist, habe ich noch meinen Bauch beschriftet um klar und deutlich zu machen, was ich mir von der OP erhoffe, dass sie das auch ja nicht vergessen. Einmal sogar alles falsch rum geschrieben, und musste es nochmal abmachen, aber letztenendes hat es funktioniert und die Message kam an.
OP Tag:
Meine OP war fĂŒr 10:30 angesetzt aber um 9 Uhr wurde ich schon aus meinem Zimmer geholt und in den OP Bereich gefahren. Dort wurde ich Vorbereitet und habe dann auch Liedl und Witzcac gesehen. Es wurde dann noch sichergestellt, dass ich der Kolpektomie wirklich zugestimmt habe, da ich mir ja alng unsicher war und dann ging es auch schon los.
Nach der OP habe ich erstmal immer als ich wach wurde vehement auf Schmerzmittel bestanden weil es mir echt kacke ging. Dr. Witzcak kam dann auch vorbei und meinte das bei mir die Hysto etwas kompliziert war, da ich Verwachsungen von frĂŒheren OPs im Bauch hatte und sie mir deshalb auch erstmal noch ne Drainage gelegt hat. Ich hab den kompletten Tag geschlafen und ich Wachen momenten nach Schmerzmittel verlangt, aber mir wurde auch an dem Tag verboten aufzustehen, also was hĂ€tte ich anderes tun sollen?
Was noch ziemlich kacke ist, meine beiden Arme sind in der OP eingeschlafen und wachen nur sehr langsam auf. Jetzt am 3 Tag Post OP ist immernoch ein Teil meines linken Armes taub. Etwas nervig, sollte sich aber bald geben.
1 Tag Post OP:
Mir ging es richtig mies. Die Schmerzmittel haben auch nicht so das getan was sie sollten. Meine Freundin kam dann aber gottseidank recht frĂŒh und hat mich den ganzen Tag abgelenkt. Abends haben meine Eltern vorbeigeschaut und mich etwas unterhalten. Ich musste gefĂŒhlt jede Bewegung neu erlernen, aufstehen ist anstrengend, gehen auch, stehen auch. Liegen und sitzen aber auch. Es war schwierig^^
2 Tag Post OP:
Ich bin aufgewacht ohne Schmerzen und das Leben war wieder lebenswert. Ich war auch viel mobiler und schon schneller im gehen. Immer noch eine Schnecke aber ich bin auch alleine mehr gegangen und nicht nur in Begleitung meiner Freundin oder Eltern.
Meine Tante plus Kind hat vorbeigeschaut und dann noch meine Freundin mit meiner kleinen Schwester. Wir haben den Tag viel gechillt und geredet, reden konnte ich nÀmlich an dem Tag wieder. Am Vortag war ich sehr schweigsam und leidend.
Ich war an dem Tag ach das erste Mal aufm Klo, also groĂ, und hatte etwas Angst davor, weil drĂŒcken ja ned erlaubt ist. Es war ganz okay, jedoch musste ich wĂ€hrenddessen meiner Freundin im Zimmer zurufen, ob sie mir von den Schwestern nochmal ein wenig von dem Stuhl Weichmacher bringen kann. Jaja, auch die letzen hĂŒllen fallen irgendwann und sie studiert ja auch Medizin^^
Jedoch mein Hustenreiz kommt zurĂŒck und ich hab echt Angst das durch einen Hustenanfall alles wieder aufreiĂt. Also haben mir am Abend Freunde sĂ€mtliche Hustenbonbons mitgenommen.
3. Tag Post OP
Der Veband wurde abgemacht und ich durfte duschen das erste Mal. Ich fĂŒhle mich wie ein neuer Mensch. Relativ schmerzfrei der Tag und Lidl meinte sie sollen mir auch Schmerzmittel nur noch auf Bedarf geben. Das hat mir ein wenig Angst gemacht, aber gut ich werde es versuchen. Meine Freundin hat das Ergebnis dann begutachtet freudig gemeint âItâs a boyâ und gemeint es hat sehr viele verschiedene Farben.
Meine Familie war wieder da und spĂ€ter kam noch eine Freundin. Ich bin echt froh so viel besuch zu haben, sonst wĂ€re ich vor langeweile schon gestorben. Meine Eltern haben fĂŒr meine Freunde aus weiterher auch eine kleine Pension aufgemacht, die schlafen alle bei uns im HausâŠ
Ich musste dann noch umziehen und bin jetzt in einem viererzimmer. Derzeit sind wir noch zu zweit aber ich denke morgen kommt dann Frischfleisch. Es war so schön zu zweit und so ruhig und es hat keiner geschnarcht. Ich hoffe das bleibt so.
4 Tag Post OP:
Ich bin noch mobiler und fitter aufgewacht. Is ganz nett schon gut gehen und auch bequem wieder liegen zu können und so, aber ich glaube es kommt ein wenig GefĂŒhl in die Region zurĂŒck und deswegen merke ich wie krass die NĂ€hte ziehen, vor allem die von der VY-Plastik in der NĂ€he der Arschbacken. Das macht das Gehen doch bisschen anstrengend, weil es noch zusĂ€tzlich das GefĂŒhl bestĂ€rkt, dass ich langsam gehen muss um nix kaputt zu machen. Sicherlich nicht die schlechteste Devise aber auch nicht die aufregendste
Bei der Visite meinten sie, dass es noch recht geschwollen ist und haben mir ein paar Ibus die nĂ€chsten Tage verschrieben, um dem Abschwellvorgang zu helfen. Ich hab mir das ganze dann auch mal angeschaut im Bad mit Selfie Kamera, die hoffentlich nicht alles an Dritte weitergeleitet hat und es sieht wirklcih witzig aus. Die VY-Plastik ist halt richtig blau und so geschwollen, dass es aussieht als hĂ€tte ich eh schon kleine Eier drin. Es erklĂ€rt das EngegefĂŒhl da unten, aber so den neuen Bereich mal so betrachtet zu haben war schon ganz nett.
Den Rest des Tages hatte ich wieder viel Besuch. Ich hoffe meine Zimmernachbarn hassen mich am Ende meines Aufenthalts nicht, aber wenigstens wird mir nicht langweilig und wir verlassen oft auch brav den Raum.
Nach meinem 1. Post Op Tag hĂ€tte ich nie gedacht, dass es jetzt schon alles so gut geht. ICh hab heute auch zum ersten Mal ne Nacht quasi durchgeschlafen, weil mein Schlaf in KrankenhĂ€usern doch sehr leicht ist und RĂŒckenlage echt nich so meine Einschlafposition ist.
5 Tag Post OP:
Langsam wird mir trotz Besuch echt langweilig. Bin heute ĂŒber 5km im und in der NĂ€he des Krankenhauses rumgelaufen. Planegg ist ja eigentlich ganz nett, typische kleine Vorstadt halt.
Aber gut nun zum halbwegs wichtigem Teil. Bin wieder ohne Schmerzen aufgewacht, es zieht weiterhin und langsam spĂŒhre ich so einzelne FĂ€den, die mich kitzeln oder pieksen. Ich mein yaaay GefĂŒhl aber auch bisschen nervig.
Bei der Visite meinte Witczak heute, dass ich das ganze ruhig waschen soll und auch mit Seife in jede Ecke reingehen soll. Hab das seit ich duschen durfte und der Verband ab war noch nicht getan, da ich mit unnötigem anfassen nichts kaputt machen wollte, aber nach der Ansage musste ich mich rantrauen und es hat auch ganz gut geklappt, denke ich morgen werde ich herausfinden ob ich mich zu zart angefasst habe, oder so weitermachen kann. Es ist weiterhin recht geschwollen, hoffe das lĂ€sst auch bald mal nach. Der KlitPen an sich sieht auch jeden Tag anders aus, also ist jeden Tag irgendwie ein wenig anders geschwollen. Irgendwie unterhaltsam, aber ach der könnte mal abschwellen Â
Gestern und heute hatte ich im Bad beim und nach dem Duschen Nasenbluten heute sogar recht stark, keine Ahnung warum aber solange unten nichts rausblutet finde ich das noch okay, habe aber trotzdem mal Bescheid gesagt und hoffe einfach, dass es morgen beim Duschen dann nicht mehr vorkommt.
Der Rest des Tages war etwas langweilig, auch wenn der Besuch und die Anrufe, das ganze doch aushaltbarer gemacht haben. Mir ist aber auch richtig leicht langweilig.
6 Tag Post OP:
Der gelobte 9. Tag kommt immer nÀher. Katheterfrei ich komme. Der Katheter ist jetzt nicht schlimm, aber er macht halt alles viel umstÀndlicher. Hab das pieseln wahrscheinlich dann lÀngst verlernt, wenn ich wieder darf
Heute frĂŒh kam Dr. Witzcak wieder rein um wohlgemerkt halb 8, quasi mit dem Wecken der Schwestern. Ich war gefĂŒhlt 10 Sekunden auf, da huschte sie ins Zimmer. Sie meint es schwillt langsam ab, aber zufrieden mit meinem Schwellungsgrad bin ich immer noch nicht. Was ich aber sehr sĂŒĂ finde ist das sie immer wieder sagt, dass sie versucht haben alles raus zu holen und sie meint, dass das Gewebe vielleicht deswegen noch recht geschwollen ist. Hoffe das geht bald vorbei.
Mein linker Arm ist immernoch ein wenig taub. Die Enttaubung geht auch gerade nicht wirklich voran, muss ich mir langsam Sorgen machen? Ich hoffe das wird noch bis ich aus dem Krankenhaus raus bin. Kann ja ned sein, dass das jetzt so bleibt :O
Den Rest des Tages war ich viel aus meinem Zimmer drauĂen. wir sind inzwischen vollzĂ€hlig und haben heute einen frisch operierten im Zimmer gehabt und einen der 1 Tag Post OP Aufbau ist. Das Zimmer ist mir inzwischen einfach ein wenig zu voll, vor allem wenn dann jeder noch Besuch hat. Auch wenn es nur eine Person ist, es is einfach vollgestopft.
Ich merke heute die Kolpek-Stelle etwas mehr. Glaube das liegt aber mehr daran, dass von Tag zu Tag mehr GefĂŒhl in die Region zurĂŒckkehrt. Es ist jetzt nicht das angenehmste GefĂŒhl, aber es sind auch keine Schmerzen oder so, einfach ungewohnt.
7 Post OP Tag:
Bei der Visite meinte Dr. Witzcak, dass ich es noch besser Waschen mĂŒsste, anscheinend war ich bisher noch zu sanft und bin nicht in alle Ecken rein gegangen. Ich meinte dann so, ich habe da Angst was kaputt zu machen und sie so nee mit dem Finger kannst du da nichts kaputt machen. FĂŒr meinen Arm, der immer noch etwas taub ist, meinte sie ich solle den kĂŒhlen, weil ein nerv vielleicht etwas beleidigt ist oder so. Dann hab ich mich nach der Visite erstmal geduscht und alles versucht grĂŒndlich sauber zu machen.
Es hat ja nie wirklich nachgeblutet bisher auĂer mal ein paar Tropfen, aber seit dem Saubermachen kam irgendwie mehr FlĂŒssigkeit nach ud hab dann auch zum ersten Mal seit der OP Einlagen verwendet.
Ich hab heute auch tatsÀchlich versucht mich stiller zu halten mit semi gutem Erfolg, aber immerhin weniger als die letzten Tage.
Den Rest des Tages hatte cih von einer guten Freundin und meiner Freundin besuch, wir hatten echt viel SpaĂ und ich war sehr froh, dass lachen nicht mehr weh tut. Am Ende des Tages war ich auch echt mĂŒde und bin dann schnell eingeschlafen.
8 Post OP Tag:
Heute war der letzte Tag an dem meine Freundin in Bayern ist, war sehr schade und langsam bekomme ich auch einen Krankenhauskoller. alles ist immer langweilig, egal was man tut und egal wer da ist. Ich bin echt froh das es bald hier raus geht. Heute letzter ganzer Tag mit dem Katheter.
Die Visite kam heute sehr spĂ€t. Ich hab sie auf die Blutung angesprochen und sie meinte, dass es an einer Stelle anscheinend eine kleine Wundheilungsstörung gibt. Die Stelle ist ihr aber bekannt, da sie bei vielen lĂ€nger braucht zum heilen. Ich glaube auch das in meinem Hodensack ein kleines HĂ€matom war, denn ĂŒber den Tag hab ich doch noch vergleichbar mit den letzten Tagen viel Blut verloren und der Hodensack ist aufeinmal viel abgeschwollener. Ich hoffe, dass wenn das ganz raus ist, die Blutung auch wieder aufhört.
Der Rest des Tages war ganz gut noch mit meiner Freundin, aber sonst auch nichts mehr spannendes passiert. Hab aber zum ersten Mal nachmittags geschafft ein wenig einzuschlafen. Ich hoffe das klappt zu Hause besser. KrankenhÀuser sind einfach nicht der Ort wo ich gut abschalten und mich erholen kann, weil mein leicht ablenkbares Hirn immer wo ander is und schaut was da jetzt gerade spannendes passiert^^
9. Tag Post OP:
Heute war ein echt langweiliger Tag. Es war der Gang quasi dauerhaft leer und auch sonst ist nichts geschehen, die Visite kam auch erst um halb 6 Abends mal vorbei. Alles ein wenig komisch und langsam heute. Bin schon froh, dass sie nicht bis zur Visite warten musste, dass mein Katheter rauskommt. Der wurde dann vor meinem ersten Besuch gezogen. Das ziehen selber hat nicht weh getan, es war nur ein echt komisches GefĂŒhl. Irgendwie sehr schwer zu beschreiben. Ohne Katheter fĂŒhlt man sich irgendwie wie ein neuer Mensch. Ich mein mir ging es davor schon gut, aber ohne Katheter ist man so frei und alles ist viel einfacher und unumstĂ€ndlicher. Dann hab ich erstmal viel getrunken und musste dann auch regelmĂ€Ăig aufs Klo. Nach jedem Klogang musste ich andere spannende Dinge tun. Beim ersten Mal nur bescheid sagen, beim zweiten Mal eine Urinprobe abgeben und beim dritten Mal sollte ich eigentlich zum Ultraschall hoch um restharn kontrollieren zu lassen, der hatte aber noch keine Zeit fĂŒr mich, also wurde das kurz nach der Visite gemacht. Ich hatte noch 40ml und war schon besorgt, doch noch einen anderen Katheter zu bekommen, aber anscheinend ist 40ml noch okay und ich gehe morgen ohne Katheter nach Hause.
Das pinkeln an sich ist irgendwie komisch. Es ist ach ein wenig so als ob die Blase pinkeln nochmal neu erlernen mĂŒsste, also ich musste mehrmals ansetzen um die Blase komplett zu entleeren. Es hat auch ein wenig weh getan zu pinkeln. Nicht das pinkeln an sich, sondern eher wenn der Urin auf noch nicht ganz verheilte Stellen getropft ist. Da mein KlitPen noch sehr geschwollen ist, kann ich noch keinerlei Aussagen zu Fisteln, oder der Möglichkeit im stehen zu pinkeln sagen, da muss ich glaube ich noch ein bisschen warten bis sich das gute StĂŒck entscheidet endlich auf NormalgröĂe zu kommen.
Was ich noch vergessen hatte zu erzĂ€hlen. Dr. Witzcak hatte mir gestern noch Bilder von meinem KlitPen direkt nach der OP gezeigt, als er noch nicht angeschwollen war. Sah echt ganz nett aus und ich freie mich schon, wenn es zu diesem Stadium zurĂŒckkehrt.
Hab Dr. Albrecht beim Ultraschall noch auf meine Blutung angesprochen und er meinte, dass sind vll kleinere HĂ€matome die noch ausbluten und nach dem Saubermachen quasi Platz hatten rauszukommen, da ich keine Schmerzen habe, meinte er ist das unbedenklich.
Mein Vorsatz mich wenig zu bewegen hat den ganzen Tag eigentlich super geklappt bis auf heute Abend. Da habe ich mit Aaron telefoniert und wollte dabei nicht die ganze Zeit in meinem eh schon zu vollem Zimmer sein und hab dann angefangen den Gang langsam auf und ab zu gehen und Gedankenverloren nicht mehr damit aufgehört. Is aber auch blöd wenn gehen angenehmer ist als Sitzen und Stehen. Aber gut, morgen ist ein neuer Tag und vielleicht schaffe ich zu Hause mich noch ein wenig mehr Still zu halten, wenn es kein volles Zimmer gibt aus, dem ich ab und an fliehen muss, weil ich nicht immer Menschen um mich haben kann.
Ich hab dann noch meinen Entlassngbrief bekommen und kann morgen frĂŒh eigentlich reinhauen. Ich habe aber vor noch auf die Visite zu warten um ein paar abschlieĂende Worte von Dr. Liedl oder Witzcak zu bekommen, auch was weitere Wndversorgung und co angeht.