Internationaler Tag der Pressefreiheit
Heute ist internationaler Tag der Pressefreiheit! Hoffen wir, dass irgendwann der Tag kommt, an dem alle Journalisten weltweit frei und unzensiert berichten können.
sheepfilms
Sweet Seals For You, Always

Not today Justin

Kaledo Art
Mike Driver
we're not kids anymore.

Discoholic đȘ©
Lint Roller? I Barely Know Her
occasionally subtle

â
NASA
cherry valley forever
Today's Document

⣠Chile in a Photography âŁ
Xuebing Du

JVL
PUT YOUR BEARD IN MY MOUTH
Claire Keane
seen from China
seen from United States
seen from United States

seen from United States
seen from China
seen from Malaysia
seen from France
seen from United States

seen from United States

seen from Malaysia

seen from United States
seen from United States
seen from Germany
seen from United States

seen from United States

seen from Hungary
seen from Malaysia

seen from Malaysia
seen from Malaysia
seen from United States
@hnavo-log
Internationaler Tag der Pressefreiheit
Heute ist internationaler Tag der Pressefreiheit! Hoffen wir, dass irgendwann der Tag kommt, an dem alle Journalisten weltweit frei und unzensiert berichten können.

Anya is live and ready to show you everything. Watch her strip, dance, and perform exclusive shows just for you. Interact in real-time and make your fantasies come true.
Free to watch âą No registration required âą HD streaming
Kleine Helfer im Journalisten-Alltag
Nein, dieser Text handelt nicht von Koffein und Schokolade. Sondern von anderen kleinen Helfern im Journalisten-Alltag â von praktischen Links und Tools, die meine Arbeit vereinfachen und Texte besser machen.
1) Ăberblick ĂŒber die Nachrichtenlage
Einen Ăberblick ĂŒber die aktuelle Nachrichtenlage bietet der Nachrichtentisch (www.nachrichtentisch.de). Die Internetseite des Redakteurs Peter Tomuscheit greift auf die Feeds vieler Nachrichtenseiten zu und meldet pro Medium die zehn aktuellsten Schlagzeilen. Mit einem Klick auf die Schlagzeile öffnet sich der Teaser und mit einem weiteren Klick der Artikel in einem neuen Tab. Die Seite aktualisiert sich alle fĂŒnf Minuten selbst.
Welche Medien in welcher Reihenfolge auf der Startseite des Nachrichtentischs liegen, kann jeder Nutzer fĂŒr sich selbst anpassen. Diese Einstellungen werden fĂŒr den genutzten Computer gespeichert. ZusĂ€tzlich gibt es auf dem Nachrichtentisch fertig zusammengestellte Ăbersichten fĂŒr verschiedene Ressorts wie Politik, Wirtschaft, Kultur, Wissen, Medien und Sport, aber auch fĂŒr bestimmte Regionen in Deutschland und dem Ausland. Auf meinem personalisierten Nachrichtentisch liegen momentan HNA ĂŒberregional, HNA regional, hr online, Tagesschau, Spiegel Online und SĂŒddeutsche Zeitung. Wenn ich wĂ€hrend der Arbeit hin und wieder einen Blick auf die Seite werfe, bin ich nicht nur (zumindest grob) auf dem aktuellen Stand, sondern entdecke auch hĂ€ufig Themen, die ich fĂŒr meine Redaktion mit einem anderen Dreh umsetzen kann.
2) FĂŒllwort-Finder
Wenn ich einen Text kĂŒrzen muss und nicht wirklich weiĂ, wo ich anfangen soll, helfen mir zwei Tools weiter: das BlaBlaMeter und die Textanalyse der Wortliga.
Das BlaBlaMeter (www.blablameter.de) der Frankfurter Gestalterin Ilse Burisch findet in Texten, die mindestens drei bis fĂŒnf SĂ€tze lang sein sollten und maximal 15.000 Zeichen lang sein dĂŒrfen, FĂŒllwörter und Floskeln. Dann gibt es einen Wert zwischen 0 und 1 aus, den sogenannten Bullshit-Index: je höher, desto mehr Bullshit. Der wird beispielsweise kommentiert mit âIhr Text zeigt nur geringe Hinweise auf Bullshit-Deutschâ oder âEs stinkt gewaltig nach heiĂer Luft! Auch wenn Sie PR-Profi, Politiker, Unternehmensberater oder UniversitĂ€tsprofessor sind â beim Eindruck schinden sollten Sie Ihre Aussage nicht vergessen.â Wo genau sich die Floskeln und FĂŒllwörter verstecken, gibt das BlaBlaMeter aber leider nicht an.
DafĂŒr gibt es ein weiteres Tool: die kostenlose Textanalyse der Wortliga (www.wortliga.de/textanalyse), einer MĂŒnchener Agentur fĂŒr Texte und Inhalte. Ein Algorithmus testet den eingegebenen Text auf VerstĂ€ndlichkeit, PrĂ€gnanz und Ăsthetik. Zu lange SĂ€tze und Wörter werden ebenso markiert wie FĂŒllwörter und Phrasen, Passiv-SĂ€tze, Modalverben, unpersönliche Sprache und AbkĂŒrzungen. Das Analyseergebnis wird auĂerdem als Index angegeben, der anzeigt, ob der Text insgesamt gut lesbar ist. Dieses Tool der Wortliga macht mich auf mögliche Fehler oder Stellen aufmerksam, die ich verbessern könnte â aber letztendlich muss ich immer noch selbst entscheiden, ob der Computer recht hat.
3) Facebook besser durchsuchen
Eine Geschichte soll persönlicher werden, ein Protagonist ist gesucht. Aber wie finde ich einen, wenn niemandem in der Redaktion ein passender einfĂ€llt? Facebook kann helfen. Doch ĂŒber die normale Suchfunktion ist es schwierig, beispielsweise eine 50- bis 60-jĂ€hrige Frau zu finden, die bei einem bestimmten Unternehmen arbeitet. Oder jemanden, der vor  30 Jahren auf eine bestimmte Schule gegangen ist. FĂŒr diese komplexeren Suchanfragen hat der dĂ€nische Journalist Ăjvind SĂžgaard Andersen das Tool âpeoplefindThorâ (www.peoplefindthor.dk) entwickelt. Dort bin ich zwar immer noch darauf angewiesen, dass die Personen die entsprechenden Informationen auf Facebook öffentlich sichtbar angegeben haben, aber hĂ€ufig habe ich GlĂŒck. Verschiedene Filter können beliebig miteinander kombiniert werden und wenn ich selbst in einem zweiten Tab auf Facebook eingeloggt bin, öffnet sich eine Ăbersicht mit den gesuchten Personen.
4) Suchmaschine: Raus aus der Filterblase
FrĂŒher haben Journalisten auch ohne Suchmaschine gearbeitet, trotzdem bin ich sehr dankbar fĂŒr die Möglichkeiten, die Google mir bietet. Aber: Google trackt mich. Wenn ich Maps öffne, weiĂ Google, wo ich ungefĂ€hr bin. Und wenn ich suche, weiĂ Google, was ich vorher jemals gesucht habe. Und zeigt mir immer mehr von dem, was ich sowieso schon weiĂ, weil Google denkt, dass ich das schlieĂlich geklickt habe und sehen möchte. Nett von Google, aber dadurch entsteht eine sogenannte Filterblase. Wer weiĂ, was mir dadurch entgeht? Auch wenn vollstĂ€ndig objektives Arbeiten sowieso nicht möglich ist, möchte ich doch möglichst nah an dieses Ziel herankommen. Dabei hilft mir hin und wieder die Suchmaschine DuckDuckGo (www.duckduckgo.com) aus Pennsylvania. Sie sammelt keine persönlichen Informationen, verfolgt mich nicht und zeigt allen Nutzern die gleichen Ergebnisse zu einer Suchanfrage an. Das kann helfen, bei einer Recherche weiterzukommen.
(Anne)
Bild: Screenshot nachrichtentisch.de
Ăber den Tellerrand schauen: Eine VolontĂ€rin der HNA in Moskau
Keine Dienstreise, aber journalistisch und deshalb eben auch kein reiner Urlaub: So hĂ€tte ich die fĂŒnf Tage in Moskau vor meiner Abreise beschrieben. Aber der Aufenthalt war viel mehr als das: ZurĂŒckgekommen bin ich mit einer Menge Erkenntnissen und vielen neuen Kontakten zu tollen Journalisten und solchen, die es werden wollen. Aber ich fange am besten von vorne an:Â
Ein Kollege schickte vor einigen Monaten eine Mail rum. Darin erklĂ€rte er, was FEJS ist (Forum for European Journalism Students) und dass jedes Jahr eine General Assembly in einem anderen Land stattfindet, auf die man sich bewerben kann. 50 Leute werden genommen - nicht nur Journalismusstudenten, sondern auch Redakteure, VolontĂ€re und freie Mitarbeiter. Moskau interessierte mich schon lĂ€nger und auch das Projekt klang spannend, also bewarb ich mich. Die Chance, dass ich wirklich genommen werde, schĂ€tzte ich sehr gering ein. Umso ĂŒberraschter war ich, als die Zusage kam! Aber eine Reise nach Moskau muss gut vorbereitet werden: Neben einem Reisepass braucht man ein Visum, fĂŒr das unter anderem eine Auslandskrankenversicherung nachzuweisen ist. Zum GlĂŒck hatte ich alle Unterlagen, inklusive Flugbuchung, rechtzeitig beisammen und flog an einem Mittwoch im Oktober von Frankfurt aus nach Moskau.Â
Mit ĂŒber 12 Millionen Einwohnern ist die Hauptstadt Russlands nicht gerade ĂŒberschaubar. Was hinzu kommt: Die Symbole und StraĂenschilder sind alle auf kyrillisch, das erschwert die Orientierung enorm. Gott sei Dank hatten mir meine Kollegen vorab einen ReisefĂŒhrer geschenkt. AuĂerdem holte mich ein Bekannter einer Freundin, die ich noch aus Schultagen kenne, an einer Bahnstation ab und brachte mich zu der FEJS-Gruppe. Das Hostel war einfach, aber nett. Das Zimmer teilte ich mir mit zwei HollĂ€nderinnen - fĂŒr mich eine ganz neue Erfahrung, eine Unterkunft mit Leuten zu teilen, die ich vorher noch nie gesehen habe. Liz und Joanne waren aber sehr offen und witzig, wir haben uns auf Anhieb gut verstanden.
"FEJS ist kein billiger Urlaub", machte ein Mitglied des Sekretariats direkt klar. TagsĂŒber hatten wir Vorlesungen und Seminare an der journalistischen FakultĂ€t in Moskau, die direkt neben dem Roten Platz liegt und 20 Minuten zu FuĂ vom Hostel entfernt war. Es ging um journalistische Bildung und wie man diese an den europĂ€ischen UniversitĂ€ten verbessern kann, aber auch um neue Online-Projekte von Moskauer Journalisten und um die Arbeit beim einem Glamour-Magazin. Abends sind wir alle zusammen essen gegangen und danach in eine Bar. Dort wurden alle Vorurteile, die man vielleicht ĂŒber die russische Bevölkerung hatte, widerlegt: Die jungen Leute gehen genauso feiern wie ĂŒberall sonst, trinken ein paar Bier und haben SpaĂ. Ein Besuch in einer Karaoke-Bar hat mich besonders ĂŒberrascht: An einem Donnerstagabend waren dort viele junge Leute, die alle einen Song aussuchten, allein auf die BĂŒhne gingen und ihn mit vollem Einsatz performten. Der GroĂteil konnte sogar richtig gut singen! Nichts im Vergleich zu deutschen Karaoke-Partys, bei denen der SĂ€nger entweder schĂŒchtern ins Mikrofon brummt, betrunken ĂŒber die BĂŒhne stolpert oder sich nur mit Freunden ins Rampenlicht traut.Â
Eine Erfahrung allerdings sticht ganz besonders hervor und bleibt mir sicherlich noch lange in Erinnerung: der Austausch mit anderen Journalisten aus ganz Europa. Zu erfahren, wie andere arbeiten, was sie sich von dem Job erhoffen und welche HĂŒrden sie in ihrem Land zu meistern haben, war wirklich spannend. So merkt man, dass man mit seinen Ideen, Problemen und Fragen, die man manchmal hat, nicht allein ist. Die Kontakte, die ich an den fĂŒnf Tagen geknĂŒpft habe, sind sehr wertvoll. AuĂerdem hat es mir geholfen, ĂŒber den Tellerrand der eigenen Arbeit zu blicken und zu schauen, was andere Journalisten machen, wie sie Themen und Herausforderungen angehen.Â
So bin ich an einem Sonntagabend wieder in Frankfurt gelandet - im GepĂ€ck eine Menge schöne Erinnerungen. Der nĂ€chste Kongress findet 2018 in Krakau statt - ich werde mich mit groĂer Wahrscheinlichkeit wieder bewerben.
(Lara)
Fotos: Tobias Schreiner
Arbeitstage der besonderen Art
Es gibt Arbeitstage, die sehen alle mehr oder weniger gleich aus - selbst im Journalismus. Allerdings ist der Beruf manchmal so abwechslungsreich wie kein anderer. Zum Beispiel, wenn in Kassel die documenta begonnen hat. Bunte Kunstwerke in der Stadt, verrĂŒckte Skulpturen - und vor allem viele unterschiedliche und internationale Menschen. Allein am Eröffnungswochenende war die Stadt so belebt wie zu kaum einem anderen Zeitpunkt. Zahlreiche Besucher und KĂŒnstler tummelten sich auf dem Friedrichsplatz in der Innenstadt, auch um den BundesprĂ€sidenten Frank-Walter Steinmeier zu sehen. Er hat die documenta eröffnet und bei einem Rundgang einigen Schaulustigen die Hand geschĂŒttelt.Â
Meine Aufgabe am Eröffnungswochenende: Das Flair der Stadt beobachten, mit Besuchern sprechen und sie fotografieren. AuĂerdem habe ich den Snapchat- und Instragram-Account der HNA bedient. Mal etwas ganz anderes, aber spannend und vor allem mit viel SpaĂ verbunden! Doch die documenta dauert schlieĂlich nicht nur ein Wochenende, sondern 100 Tage. Bis September ist jeden Tag eine neue Performance, ein neuer Spaziergang mit Besuchern und vor allem sind viele neue GĂ€ste in Kassel, die interessante Geschichten erzĂ€hlen können. Das reicht von einer 85-jĂ€hrigen Dame aus Fritzlar, die bereits bei der ersten documenta dabei war, bis zum jungen Mann aus Tokio, der neben Kassel noch Basel und Amsterdam bereist. Viele Geschichten lauern noch in Kassel, die erzĂ€hlt werden wollen.Â
(Lara)
Foto: Lothar Koch
Nein, wir schicken den Artikel nicht vorher zu
FĂ€hrt man als Journalist auf einen Termin und verabschiedet sich anschlieĂend von seinem GesprĂ€chspartner, fĂ€llt immer mal wieder diese eine Frage: âSchicken Sie mir den Artikel vorher noch einmal zu?â Dann muss man verdeutlichen: Nein, wir haben in Deutschland den Grundsatz der Pressefreiheit und den der freien Berichterstattung. Wenn jeder Artikel vor der Veröffentlichung noch einmal von Dritten abgeĂ€ndert wird, kommt das einer Zensur gleich. NatĂŒrlich ist es verstĂ€ndlich, dass manche Leute die Sorge haben, schlecht dargestellt zu werden. Aber eine Zeitung, in der jeder Politiker, Unternehmer oder Sportler das rausgestrichen hat, was ihm nicht gefĂ€llt, möchte keiner lesen. Möglich ist es, die Zitate vorab zuzuschicken, damit die Person zu sehen bekommt, welche ihrer SĂ€tze wortwörtlich öffentlich erscheinen. Deshalb gilt fĂŒr Interviews: Der GesprĂ€chspartner hat das Recht, den Text zu autorisieren. Das kann manchmal nerven, wenn der ganze Artikel mit roten Markierungen zurĂŒck ins Postfach kommt. Dann setzt man sich am besten noch einmal mit dem Interview-Partner in Kontakt. Auch bei fachlich komplexen Themen kann es helfen, den Artikel von einem Experten gegenlesen zu lassen, damit sich keine inhaltlichen Fehler einschleichen.Â
Der Deutsche Journalisten-Verband hat einen Leitfaden fĂŒr die Autorisierung von Interviews formuliert:Â
1. Das gesprochene Wort darf nicht durch VerĂ€nderungen sinnentstellt werden. Redaktionen sollten dazu einen Verhaltenskodex erstellen.Â
2. Bei Wortlautinterviews dĂŒrfen sich Interviewte den Text zur Freigabe vorlesen lassen, sofern Korrekturen der Sinnwahrung, Korrektheit und sprachlichen Klarheit dienen.Â
3. Fragen des Interviewers dĂŒrfen ebenso wenig geĂ€ndert werden wie Grundrichtung und AuthentizitĂ€t der Antworten.Â
4. UmstÀnde des Interviews (schriftlich, telefonisch, PressegesprÀch) sind transparent zu machen.
(Lara)

Anya is live and ready to show you everything. Watch her strip, dance, and perform exclusive shows just for you. Interact in real-time and make your fantasies come true.
Free to watch âą No registration required âą HD streaming
Ein Hoch auf die Pressefreiheit
Heute ist internationaler Tag der Pressefreiheit! In einigen LĂ€ndern wird sie immer wieder verletzt und missachtet. Deshalb sollten wir uns heute daran erinnern, wie wichtig unabhĂ€ngige und freie Berichterstattung ist - gerade bei der aktuellen weltpolitischen Lage.Â
Es wurde doch noch etwas! Fortsetzung von: Wenn ein Artikel platzt
Nachdem mein Artikel zur Nachsuche platzte, weil der JĂ€ger seine Aussagen zurĂŒckzog, ist mir das Thema nicht mehr aus dem Kopf gegangen. Ich wollte nicht einfach akzeptieren, dass die ganze MĂŒhe umsonst war. Deshalb habe ich in Absprache mit der Redaktion ein Treffen mit dem Rotenburger Forstbeamten Wolfgang Adam vereinbart und mit ihm erneut ein Interview ĂŒber die Nachsuche gefĂŒhrt. Einiges hatte ich ja bereits in meinem GesprĂ€ch mit dem JĂ€ger erfahren, aber es haben sich trotzdem nochmal ganz neue Aspekte ergeben. Nach dem Interview war ich mit Wolfgang Adam beim Revierförster Markus Schneider, der mir das notwendige Material fĂŒr eine Nachsuche gezeigt hat. Also wurde der Artikel doch noch ein Erfolg - und ich bin fĂŒr die Zukunft bestens ĂŒber Nachsuchen Informiert.Â
(Lara)
Wenn ein Artikel platzt
FĂŒr die Recherche hat man als Journalist unterschiedliche KapazitĂ€ten: Kleine Meldungen werden nur etwas umformuliert, eingereichte Pressetexte hingegen komplett redigiert und oftmals auch gekĂŒrzt. Der meiste Aufwand aber flieĂt in die Recherche fĂŒr einen Artikel. Man sucht im Internet Informationen, spricht am Telefon mit verschiedenen Personen und fĂ€hrt meist auch zu einem Menschen hin. So war es bei meiner Recherche fĂŒr das Thema âNachsuche von Wildtierenâ: Ich habe mich mit einem JĂ€ger getroffen, der mir fast zwei Stunden lang erzĂ€hlt hat, wie die Nachsuche ablĂ€uft, was man als JĂ€ger beachten muss und wie sein Hund fĂŒr die Nachsuche ausgebildet wurde. AuĂerdem zeigte er mir spannende Bilder von verschiedenen JagdeinsĂ€tzen und Nachsuchen nach WildunfĂ€llen. Der JĂ€ger war freundlich, aber auch streng und sehr genau. Ein Foto von ihm durfte ich nicht machen, der Neid unter den JĂ€gern sei zu groĂ. In der Redaktion habe ich den Artikel geschrieben und als Fragen-und-Antworten-Text gestaltet.Â
Am nĂ€chsten Tag rief der JĂ€ger an â und zog seine Aussagen zurĂŒck. Er wolle unter keinen UmstĂ€nden, dass der Artikel veröffentlicht wird. Nach all der Arbeit und Zeit, die ich investiert habe, war das mehr als Ă€rgerlich. Aber um keinen handfesten Streit mit einem Leser heraufzubeschwören, blieb mir nur eins ĂŒbrig: Den fertigen Artikel in die MĂŒlltonne zu werfen.
(Lara)
Foto: imago stock&people
Weltfrauentag
Da wir im Augenblick drei Frauen sind, die den Vo-log betreuen: Einen fröhlichen Weltfrauentag euch allen! :)
Ein Job fĂŒr FrĂŒhaufsteher
Als Journalist hat man ja zu verschiedenen Uhrzeiten Termine. Dass man aber mitten in der Nacht aus den Federn muss, ist schon eher ungewöhnlich. Einer meiner Termine war auf 2 Uhr festgelegt. Ich begleitete einen HNA-Zusteller bei seiner nĂ€chtlichen Tour. HeiĂt: Um 1 Uhr nachts aufstehen, Kaffee, Kaffee und nochmals Kaffee trinken und hinaus in die KĂ€lte.Â
Obwohl ich pĂŒnktlich zum vereinbarten Treffpunkt kam, wartete der Zusteller bereits. Rund eine Stunde lang ging ich mit ihm durch die StraĂen von Hann. MĂŒnden und warf Zeitungen in die BriefkĂ€sten unserer Leser. Wie er es Nacht fĂŒr Nacht aus dem Bett schafft? âIch stehe gerne frĂŒh auf und bin an der frischen Luft.â Auch wenn es kĂ€lter wird? âDann ziehe ich mich einfach wĂ€rmer an.â Guter Tipp. Die Minusgrade sind nicht unbedingt angenehm, ich sehnte mich nach meinem Bett. Doch Trödeln und Jammern ist nicht drin. âImmer mir nachâ, trieb mich der Zusteller an. Wenigstens wurde mir beim Laufen ein wenig wĂ€rmer.
Der Job eines Zustellers ist nicht einfach. Wir hatten zwar noch GlĂŒck mit dem trockenen Wetter, doch bei Regen oder Schnee sieht alles schon wieder anders aus. âDie Zeitungen mĂŒssen trocken beim Leser ankommenâ, erklĂ€rte mir der Zusteller. Doch nicht nur das Wetter kann zum Problem werden: Viele Gassen und Ecken sind in der Stadt nicht richtig ausgeleuchtet, Stolperfallen lauern ĂŒberall und manche BriefkĂ€sten bergen sogar Verletzungsgefahr. Dennoch macht unser Zusteller seinen Job bereits seit 30 Jahren. âEr hĂ€lt mich nun mal fit.â
Fit war ich nach 5 Kilometer nĂ€chtlichen Marsch zwar nicht mehr. Doch ĂŒber den nĂ€chsten Termin, der âschonâ um 20 Uhr war, freute ich mich bereits in dieser Nacht.
(Christina)

Anya is live and ready to show you everything. Watch her strip, dance, and perform exclusive shows just for you. Interact in real-time and make your fantasies come true.
Free to watch âą No registration required âą HD streaming
Chaos auf dem Schreibtisch
Das Genie beherrscht das Chaos, sagt man. Wenn sich das auch auf BlĂ€tterchaos bezieht, sind wir Journalisten alle nobelpreiswĂŒrdig. Meist druckt man sich Informationen zu einem Thema aus, schreibt etwas dazu, hat einen Block voller Stichpunkte, die man sich auf Terminen notiert hat, einen Zettel mit der Planung fĂŒr die morgige Ausgabe und dann vielleicht noch eine persönliche To-Do-Liste â oder auch mal zwei, drei, vier davon. Alles auf einem Schreibtisch sieht dann gerne mal so aus:
(Lara)
JAV: Im Austausch mit anderen jungen Menschen
Als VolontĂ€r ist man irgendwas zwischen Azubi und Mitarbeiter - beides ein bisschen, aber nichts so richtig. Bei der HNA kann man sich als Volo jederzeit an alle Mitarbeiter wenden, wenn man Fragen hat. Trotzdem ist es schön, sich auch mal mit anderen Volos auszutauschen - oder mit anderen jungen Menschen, die sich ebenfalls in ihrer Berufsausbildung befinden. In der JAV - die Jugend- und Auszubildendenvertretung - ist das möglich. Die JAV (bitte nicht mit JVA verwechseln, hat nichts mit GefĂ€ngnis zu tun ;) ) ist quasi der Betriebsrat fĂŒr unter 25-JĂ€hrige eines Unternehmens.
Bei der HNA sind vor allem kaufmĂ€nnische Auszubildende JAV-wahlberechtigt, weil es nicht so viele Volos unter 25 gibt. Ich bin 23 Jahre alt, wurde zum Ersatzmitglied gewĂ€hlt und hatte heute die Möglichkeit, bei einer JAV-Sitzung dabei zu sein. Das Ergebnis: Die Azubis aus Vertrieb, Anzeigenabteilung, Marketing und Co. sind sehr am Austausch mit Volos interessiert! Es ist wirklich spannend zu hören, was sie bewegt und welche Parallelen und Unterschiede es zwischen der âklassischenâ Ausbildung und dem Volontariat gibt. Zwei Stunden saĂen wir im Betriebsratzimmer zusammen und haben ĂŒber unsere Berufe geredet. Es wĂ€re doch spannend, wenn die Azubis und die Volos zukĂŒnftig mehr in Kontakt kommen und einander kennenlernen, damit man die anderen jungen Gesichter des Medienhauses zuordnen kann. Hoffentlich finden wir in Zukunft eine Möglichkeit, das zu tun! Wir bleiben am Ball.
(Lara)
Mehr als nur TV-Kritiken
Eigene Themen setzen, die Relevanz von Themen selbst einschĂ€tzen, die Optik einer Seite konzipieren â das alles sind die Aufgaben eines VolontĂ€rs, wenn er bei der HNA in der Kulturredaktion arbeitet. Denn die TV-Seite, die montags bis samstags tĂ€glich erscheint, liegt in der Verantwortung der Volos.
Zum GlĂŒck ist man nicht ganz auf sich allein gestellt: Zum einen arbeiten immer zwei Volos zeitgleich in der TV-Redaktion, zum anderen sind auch die Redakteure jederzeit als Ansprechpartner fĂŒr einen da.
Zudem haben Volos in der TV-Redaktion die Möglichkeit, Interviews mit namenswerten Schauspielern zu fĂŒhren. So konnte ich zum Beispiel mit dem HR-âTatortâ-Ermittler Ulrich Tukur oder Felicitas Woll sprechen.
Was auch immer wieder zum AlltagsgeschĂ€ft im Tageszeitungsjournalismus gehört: Ab und zu muss im Laufe eines Tages die Seite umgeschmissen werden, weil ein Prominenter aus dem Ressort/Lokalteil stirbt oder eine andere Neuigkeit noch unbedingt ins Blatt muss. Das bekommt man als Volo oft auch in den anderen Redaktionen mit, aber hier muss man die Seite selbst umbauen, entscheiden, welche Meldungen bleiben und welche runterfliegen â natĂŒrlich immer wieder in Absprache mit den Kollegen.
Seiten konzipieren und bauen, Themen durchsetzen, planen und organisieren â das alles habe ich aus der Station Kulturredaktion fĂŒr mich mitnehmen können. Dieses Wissen wird mir sicherlich auch in Zukunft nutzen.
(Sindy)
Arbeiten zwischen den Jahren
Wenn andere zu Hause sitzen, das Weihnachtsessen verdauen und zwischendurch in die GeschĂ€fte fahren, um Geschenke umzutauschen, mĂŒssen einige arbeiten. So auch bei der Zeitung. Das Arbeiten ist zu dieser Zeit sowohl entspannt als auch stressig. Die Redaktion ist relativ leer, der Parkplatz und auch die StraĂen sind morgens frei. Aber es gibt auch einen Faktor, der den Puls in die Höhe treibt: Themenmangel. Vor Weihnachten wird schon einiges von den Redaktionen vorbereitet, um fĂŒr das âLochâ zwischen den Jahren gewappnet zu sein. Wenn man aber schnell nochmal ein paar Informationen von der Gemeinde abfragen möchte, ruft man meist vergeblich an. Das ist auch bei vielen Firmen und Unternehmen so. Deshalb lohnt es sich, vorab Artikel vorzubereiten und alle wichtigen Details abzufragen, solange BĂŒrgermeister, GeschĂ€ftsfĂŒhrer und Co. noch erreichbar sind.
Doch nicht nur eine gute Planung und Vorbereitung helfen, um das âLochâ zu fĂŒllen. Alle Jahre wieder werden in den Lokalredaktionen RĂŒckblicke zusammengestellt: Eine Seite fĂŒr jeden Monat. Macht ganze zwölf Seiten, die ins Blatt mĂŒssen. Doch RĂŒckblicke sind nicht als LĂŒckenbĂŒĂer gedacht. Sie helfen dabei, das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen. Und wir Volos, die ja alle drei Monate in eine andere Redaktion kommen, lernen die Region ein StĂŒck weit besser kennen und erfahren, was die Menschen hier bewegt hat.
Ăbrigens: Zwischen den Jahren zu arbeiten lohnt sich. Schokolade und Kekse sind immer vorrĂ€tig und es können auch mal andere kleine Aufmerksamkeiten warten.Â
Kommt gut ins neue Jahr!
(Lara und Christina)
Der Aufmacher auf Seite 1
âDu schreibst einen Artikel fĂŒr die erste Seite der Zeitung? Das ist ja total cool!â, sagt meine Freundin, als ich ihr davon erzĂ€hle, dass ich den sogenannten Aufmacher-Artikel fĂŒr die Melsunger Allgemeine schreibe. Das ist der Artikel direkt unter dem groĂen Foto auf der Titelseite. TatsĂ€chlich eine groĂe Ehre, zweifellos. Aber auch eine groĂe Herausforderung, die man keinesfalls unterschĂ€tzen sollte. Da kann ich keine Story von sĂŒĂen Tieren oder die Lebensgeschichte eines Musikers erzĂ€hlen, sondern muss mich an harte Fakten von Arbeitsagentur, Gemeinden, Ămtern und Co. halten. Gar nicht so einfach, bei langen Listen voller Zahlen durchzusteigen. Und die Prozente und Prozentpunkte (ich musste erst kurz nachlesen, worin genau die Unterschiede liegen) kann ich nicht einfach nacheinander runterrattern, sondern muss sie in eine logische Reihenfolge bringen und vor allem: gewichten. Stichwort des guten Journalismus. Der geschriebene Artikel wird noch mal mit dem Redaktionsleiter durchgesprochen und â meistens â in Teilen umgestellt, neu formuliert oder korrigiert. Am Ende kann ich stolz auf mich sein, die HĂŒrde gemeistert zu haben, aber ich weiĂ auch, wie viel Arbeit dahintersteckt und wie groĂ die Herausforderung ist, jeden Tag auf der ersten Zeitungsseite gute und interessante Fakten zu liefern. (Lara)

Anya is live and ready to show you everything. Watch her strip, dance, and perform exclusive shows just for you. Interact in real-time and make your fantasies come true.
Free to watch âą No registration required âą HD streaming
Volo-Seminar in Hamm â Teil II: Fehler macht jeder
Neben Interviews, Reportagen und Co. ist das Volo-Seminar zum Austausch mit Volos von anderen Zeitungen gedacht. Zeit dafĂŒr ist reichlich vorhanden, Ablenkung weniger. Das Schloss Oberwerries, in dem wir fĂŒr die drei Wochen untergebracht sind, ist eher abgeschieden. Hamm gilt nicht unbedingt als Metropole mit regem Nachtleben. Es ist Winter. Wie können also 18 Volos nach ganztĂ€gigen Seminaren runterkommen und unbeschwert Erfahrungen austauschen?
Beim Sport! Im Schloss ist nĂ€mlich eine Sportschule des WestfĂ€lischen Turnerbundes untergebracht. Mit anderen Worten: Zwei Turnhallen bieten genĂŒgend Platz und SportgerĂ€te, um sich auszutoben. Fast jeden Abend verbringen wir mit Tischtennis, FuĂball und Badminton. Sogar Tanzversuche wurden unternommen, weil eine VolontĂ€rin Salsa-TĂ€nzerin ist.
Sport bringt Menschen ja bekanntlich zusammen. Das Feierabend-Bierchen danach jedoch besiegelt die neuen Freundschaften nochmal. Die Stimmung ist immer locker, es wird viel erzĂ€hlt und gelacht. Vor allem ist es beruhigend, dass fast jeder Volo vor Ă€hnlichen Problemen im Alltag steht: Da ist die Aufregung vor jedem Termin, die wohl noch lange bleiben wird. Es gibt Geschichten, die uns nahegehen. Wir mĂŒssen mit Menschen klarkommen, die nicht immer freundlich sind. Stress und Hektik bestimmen immer wieder den Tag in der Redaktion. Wir machen blöde Fehler, die man nie wieder vergisst (und die nie wieder passieren werden). Und fast niemand von uns kann sich jeden einzelnen Namen merken.
Dennoch sind wir uns einig: Einen anderen Beruf wollen wir nicht.Â
© Dieter Menne
(Christina)
Volo-Seminar in Hamm - Teil I: Mut zum Punkt!
Teaser schreiben, Ăberschriften finden, Interviews fĂŒhren und fotografieren: Derzeit drĂŒcken vier HNA-VolontĂ€re zusammen mit 14 weiteren Volos von anderen Medien drei Wochen lang die Schulbank in der Akademie fĂŒr Journalistenausbildung in Hamm. Leiter Dr. Edmund Schalkowski und andere Gastreferenten vermitteln uns das journalistische Handwerk. âZum Schreiben gehört Talentâ, sagt Schalkowski. Doch es gebe einige Kniffe, die man erlernen kann. Gesagt, getan.
Zuerst die eher trockene Thematik: Nachrichten schreiben. Am besten so, dass der Leser sie auch gerne liest. Deswegen ist der Einstieg eines Berichts das A und O. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die wir alle nach und nach ausprobieren. Artikel fĂŒr Artikel schreiben wir in leserfreundliche Meldungen um und diskutieren danach ĂŒber unsere Texte: Wie kriegt man diesen Satz noch knackiger hin? Sind alle wichtigen Informationen auf den Punkt gebracht? Und sind die Infos auch hierarchisch gegliedert?
Einstiege fĂŒr nachrichtliche Artikel:
Kontextsatz und Leadsatz
Kurze Szene
Pointierter Einstieg (GegensÀtze, Vorurteile, Zitate, etc. aufgreifen)
In den nĂ€chsten Tagen steht Redigieren auf dem Programm, was in Redaktionen oft als eher undankbare Aufgabe gilt. Wir bekommen jede Menge Pressemitteilungen und manche sind wirklich knifflig beziehungsweise schlecht geschrieben. Beim Redigieren wird nicht nur Grammatik und Rechtschreibung geprĂŒft, sondern oft muss der ganze Text neu geschrieben werden.
Eine kleine Checkliste:
die klassischen W-Fragen beantworten: Wer? Was? Wann? Wo? Wie?
Quelle nennen
das Wichtigste nach vorn
konkret, kurz, knapp und klar schreiben
Mut zum Punkt! Â
Tempus: Einstiegsperfekt (wirkt dynamischer, aktueller); PrĂ€sens fĂŒr hochdramatischer Meldungen
Ăbrigens hilft auch ein sogenannter Blablameter: Der sagt, wieviel âBullshitâ oder âheiĂe Luftâ noch in einem Text steht.
(Christina)