Am Freitag ging es zum ersten Playoff-Viertelfinalspiel der Oulun Kärpät (Kärpät = Wiesel) gegen TPS Turku.
Vier Wochen vor Abflug nach Finnland war noch nicht klar, ob wir in den Genuss eines Eishockeyspiels kommen werden, da die reguläre Ligasaison (Liiga) bereits beendet war und die Termine fßr die Playoffspiele noch nicht feststanden.
Bei Ankunft am Dienstagabend stellte sich heraus, dass am Freitag das erste Spiel stattfinden soll. Also hieĂ es noch am Mittwoch: Karten besorgen (wenn es denn noch welche gibt, denn die 6.000 Menschen fassende Halle ist meistens schnell ausverkauft). Aber das GlĂźck war auf unserer Seite und wir bekamen noch fĂźr alle Karten im neutralen Block, direkt neben dem heimischen Fanblock.
Wie sooft in einem ersten (von maximal fßnf) Playoffspielen hieà es: Revier abstecken und den Gegner auskundschaften. Und somit war das Spiel geprägt von viel Härte und Auseinandersetzungen (2:8 Strafminuten) auf dem Eis.
Das erste Tor fiel erst in der Mitte des zweiten Viertels (33. Minute) zu Gunsten von TPS Turku in die Drangphase der Wiesel. Danach riss der Faden der Wiesel und die Gäste aus Turku wurden immer stärker.
Erst kurz vor Ende des dritten Viertels (56. Minute) fiel der bis dahin verdiente Ausgleich fĂźr die Heimmannschaft. Somit hieĂ es im vierten Viertel: Wer das erste Tor schieĂt, hat gewonnen und das Spiel ist beendet (Golden Goal).
Das letzte Viertel war noch nicht richtig angebrochen als die Gäste nach 1:13 Minuten das Golden Goal erzielten und sich umgehend im Anschluss die Oulun Energia-Areena leerte. So zogen auch wir enttäuscht vom Spielergebnis, aber begeistert von einem kampfbetonten Spiel und einer faszinierenden Atmosphäre von dannen.
Fßr alle Kärpät-Fans sei gesagt, dass sich die Mannschaft ihrer Stärke am nächsten Tag im zweiten Playoffspiel fulminant besonnen hat und dieses im Turku mit 6:1 gewonnen hat.
Wir sind gespannt, wie die Playoffserie der Wiesel weitergeht.