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Statement: In Jena gehtÂŽs bergab.
Letztes Wochenende war ich mal wieder in Jena.
Eigentlich war alles wie immer. Das Wetter, die Leute, die Stimmung im Para â schön.
Bis auf den Moment, als ich auf ein paar gar nicht so nette Nationalsozialisten traf. Man sah es ihnen auf den ersten Blick gar nicht an. Aber auf einmal pöbelten diese netten MitbĂŒrger mich aus heiterem Himmel an.
Worte wie âScheiĂ Zeckeâ, âDrecks-Punkâ usw. flogen mir entgegen.
Gut, ich bin ein wenig bunt, aber das ist meine Sache. Ich bin halt ich!
Sie wollten mir einfach mal so die Nase brechen, da hatte ich natĂŒrlich was dagegen. Und nur weil ich gegen Rassismus bin wurden Worte wie "Deutschland den Deutschen" ausgekotzt.
Ich war einfach enttÀuscht, was aus meinem Jena geworden ist. Der eine schubste seine Freundin weg, die sich vermittelnd zwischen uns stellen wollte.
In mir kocht immer noch eine Wut, in der ich mich frage, was in den letzten drei Monaten passiert ist. Letztes Jahr waren die StraĂen um die Goethe Galerie noch Nazifrei.
Soll das so weitergehen? Wollen wir das wirklich zulassen, dass es soweit kommt und Jena als auslÀnderfeindliche Stadt verschrien ist?
Frau Merkel, die unserem Freistaat einen Besuch abgestattet hat, sei mitgegeben: âin diesem Land ist AuslĂ€nderfeindlichkeit kein Randthema!â
Es wĂ€re daher wichtig, dass wir in den Winterferien uns mit dem Thema âMöchtegern-Nazisâ in Jena beschĂ€ftigen und den AnfĂ€ngen wieder einmal wehren, bevor diese Menschen weiter gegen Menschen mit auslĂ€ndischen Wurzeln hetzen.
Der Rassismus in dieser Welt ist mit dem Jenaer Beispiel nur skizziert. Doch wo soll dieser Hass gegen Menschen, die Anders sind noch hinfĂŒhren?
Sagt es euren Freunden, diskutiert in eurem Umkreis, dass jeder erfahren soll, wir setzen Zeichen! Damit es nicht nur in Jena wieder bergauf geht. (ay)
09.02.2014 Foto: Anonymus
Anonymus (mehr Infos) Der Name ist der Redaktion bekannt. > Mail schreiben
Staudamm - Interviews zum Film
Nach der Vorpremiere am 24.01.2014 im Erfurter CineStar.
> Artikel zum Video
29.01.2014
Staudamm
Eine Vor-Filmpremiere.
Der Film Staudamm ist ein nachdenklich machender Film, der einen Amoklauf an einer fiktiven bayrischen Schule aufarbeitet. Das ECHO.MAG Team wurde von dem ThĂŒringer Lehrerverband (TLV) eingeladen, diesen total emotionalen Film exklusiv als Vorab-Premiere im Erfurter CineStar an zu schauen. Als besonderes Highlight konnte das ECHO.MAG Team im Anschluss einige spannende Interviews mit dem Filmteam fĂŒhren.
Die Interviews können hier als YouTube Video angeschaut werden. Doch zunÀchst zu unserer Filmbetrachtung.
Roman lernt Laura kennen, die den Amoklauf ĂŒberlebte und bereitwillig Auskunft gibt. Mit ihr begibt er sich in das nunmehr verlassene SchulgebĂ€ude und erfĂ€hrt, dass Laura gut mit dem TĂ€ter befreundet war und im Besitz dessen Tagebuches ist, welches Aufschluss ĂŒber seine Motive geben könnte.
Am Anfang zeigt der Film in intensiven Nahaufnahmen den jungen Roman, gespielt von Friedrich MĂŒcke, der zwischen Laptop und Playstation einfach so in den Tag hineinlebt. Die Handlung erschlieĂt sich erst auf den zweiten Blick und wird gegen Ende richtig spannend.
Aus dem alltĂ€glichen Einerlei von Prozessakten sowie deren Digitalisierung reist Roman im Auftrag seines Chefs Staatsanwalt Dr. Schadt, gespielt von Dominic Raacke, von MĂŒnchen in ein Dorf nach Bayern. Beim Warten auf die Ăbergabe wichtiger Akten eines dort stattgefundenen Amoklaufes trifft er die SchĂŒlerin Laura, gespielt von Liv Lisa Fries.
Ein intensives Erlebnis
Roman und Laura kommen sich im Laufe des Films immer nĂ€her und Roman erfĂ€hrt, dass Laura nicht nur den TĂ€ter gut gekannt hatte, sie war auch Zeugin des Amoklaufes. Laura zeigt Roman nicht nur das verlassene Haus des AmoklĂ€ufers, sie streift auch mit ihm nachts durch die verlassene Schule und zeigt ihm den Ort, wo der Amoklauf sein Ende gefunden hatte. Ein in der trĂŒben Winterlandschaft liegender Staudamm.
Am spannenden Ende gibt ein Tagebuch Aufschluss und ungewohnte Einblicke in die Motive des AmoklÀufers. Nach einer gelungenen Diskussion der gesamten Filmcrew im Kino konnten wir im Anschluss noch Interviews mit dem Autor, dem Produzenten und dem Hauptdarsteller machen.
Der Vergleich mit einer Atombombe in einem der Interviews, machte spĂŒrbar, welche emotional tiefen Spuren auch bei den Mitwirkenden der Film rund um das Thema Amoklauf hinterlassen hat.
Nachdenklich verlieĂen wir am spĂ€ten Abend das CineStar. Wir sind sehr zuversichtlich, dass eine Menge SchĂŒlerinnen und SchĂŒler diesen eindrucksvollen Film anschauen und ebenfalls ĂŒber dieses Thema nachdenken werden. (hs)
> zum Interview-Video
Allgemeine Informationen zum Film: Kinostart: 30. Januar 2014 > Webseite >Â Facebook-Seite zum Film > @ Twitter
29.01.2014
Hans Scholz (mehr Infos) Leiter AK-Medien > Mail schreiben
On the road again
Die meisten Leute denken, dass ein Berufskraftfahrer den ganzen Tag auf âdem Bockâ sitzt und StraĂenstaub schluckt, das ist aber nur die halbe Wahrheit. Lok- oder LKW-Fahrer ist der Traum vieler kleiner Jungs und sogar einiger MĂ€dchen!
Oft wird ihnen dieser Traum von Eltern, Freunden und Bekannten schnell wieder âausgetriebenâ. Viele möchten nicht, dass ihre Kinder irgendwo zwischen Hamburg und Istanbul ihr Leben auf der StraĂe verbringen. Termindruck, keine festen Arbeitszeiten und vor allem nicht wissen, wann man sich wieder sehen wird, begrĂŒnden das schlechte Image dieser verantwortungsvollen und spannenden Arbeit. Aufgrund des schlechten Images werden immer weniger Berufskraftfahrer ausgebildet.
âSolange man StahltrĂ€ger und Lebensmittel nicht per E-Mail versenden kann, brauchen wir das Transportgewerbeâ hing schon bei meinem Vater auf dem Bock hinter der Windschutzscheibe.
Heute mehr denn je, handelt es sich also um eine Arbeit mit Zukunft. DarĂŒber hinaus sind knapp ein Drittel der deutschen LKW-Fahrer ĂŒber 50 und gehen innerhalb der nĂ€chsten 10 Jahre in Rente, aus diesen GrĂŒnden besteht aktuell ein groĂer Nachwuchsmangel. Die Verantwortung als Berufskraftfahrer kann man an dem tĂ€glichen Wahnsinn abmessen, den man im Kontakt mit PKW-Fahrern besonders an Steigungen erleben kann. Gewagte Ăberholmanöver und gefĂ€hrliches Ausbremsen fĂŒhren zwangslĂ€ufig zu einer Verringerung der Geschwindigkeit auf Autobahnen und FernstraĂen.
Zur vielfĂ€ltigen Kompetenz eines Berufskraftfahrers gehört nicht nur das Fahren, sondern auch die Routenplanung in Absprache mit dem Chef bzw. der Disposition. Vor der Abfahrt gehört ebenso eine umfangreiche Kontrolle der Funktionen und Fahrtbereitschaft des Fahrzeuges sowie nötigenfalls kleinere Reparaturen, die ein Berufskraftfahrer selbst erledigen können sollte. Selbstredend ist die Ladungssicherung nach gesetzlichen Vorschriften ein weiterer wichtiger Bestandteil der Arbeit eines Berufskraftfahrers. SchlieĂlich möchte man ja auch die komplette Ladung an den Bestimmungsort bringen â und nicht wie der Weihnachtsmann auf der A4 komplett verstreuen.
Der Verantwortung bewusst
Neben dem verantwortungsvollen und total abwechslungsreichen Transportgewerbe ist auch die Personenbeförderung in Bus, Bahn oder Taxi zu erwĂ€hnen. Eine spannende, wenn auch nervenaufreibende Variante in unserer Berufssparte. Besonders einsame Nachtfahrten oder Deeskalationen in StreitfĂ€llen fordern nicht nur auf der StraĂe volle Aufmerksamkeit. Psychologische Kompetenzen und pĂ€dagogisches Geschick sind besonders in der SchĂŒlerbeförderung heute mehr denn je gefragt.
Die Zeit, in der man nicht Zuhause ist, wenn man im Fernverkehr fĂ€hrt, schreckt zwar viele zunĂ€chst ab, diesen spannenden Beruf zu wĂ€hlen, aber bei nĂ€herer Betrachtung kommt man nicht nur in andere LĂ€nder, erlebt fremde Kulturen und lernt neue Menschen kennen und man wird auch noch dafĂŒr bezahlt.
Am schönsten finde ich persönlich Skandinavien im Winter. Ab und zu hat man dort auch mal das GlĂŒck, Fahrzeuge - sogenannte Erlkönige -, die noch nicht offiziell vorgestellt worden sind in ihrem âTarnkostĂŒmâ sehen zu dĂŒrfen.
Es ist und bleibt fĂŒr mich ein absoluter Traumberuf! Falls dieser Artikel bei euch Interesse geweckt haben sollte, fragt doch einmal bei einer Speditionen in eurer NĂ€he nach, ob ihr mal einen oder zwei Tage in den Ferien mitfahren dĂŒrft. Die Wahl eurer Ausbildung hĂ€ngt von sehr vielen Faktoren ab. Nicht alleine Schule, Freunde und Eltern entscheiden, auch deine Freude etwas Verantwortungsvolles und Ungewöhnliches zu tun sind wichtige Faktoren â und du allein entscheidest, ob die StraĂen dieser Welt ein wenig sicherer werden. (kgz)
29.01.2014 Fotos: Karl Georg Zinn, Seggy
Karl Georg Zinn (mehr Infos) AK-Medien > Mail schreiben

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Lebe ohne Hindernisse!
Und voller Ăberraschung schau ich auf eine ganz besondere Sportkarriere zurĂŒck. Eisenach, rund um den ThĂŒringentag steppt der BĂ€r. Auf einmal steht er da. Sitzt in einem Rollstuhl und wirft mir, gerade 5 oder 6 Jahre alt und noch weit entfernt Torwart des Jahres zu werden, seinen Ball zu. Völlig unvermittelt. Ich reagiere und passe den Ball mit einer flachen rechten wieder in Richtung des Werfers zurĂŒck.
Geschickt kontert der aus seinem wendigen Rolli und punktet mit einem Hechtwurf ĂŒber die Schulter. Noch völlig verdutzt schiebt er mir einen leeren Rolli entgegen und schon lerne ich gleichzeitig das wendige Geschoss mit nur einer Hand zu lenken und mit der anderen den Ball geschickt ĂŒber die unebene FlĂ€che zu lotsen. Ein heiĂer Kampf entbrennt.
Dagegen sind manche Ligamannschaftsspiele der reine Sonntagsnachmittagsspaziergang. Mitten im Kampf kommt ein Tross gut gekleideter SchlipstrĂ€ger und TrĂ€gerinnen. Einer von ihnen setzt sich spontan mit in den Rollstuhl und beginnt einen erbitterten Fight. Die Reifen quietschen, die SicherheitsbĂŒgel schlagen Funken und eine Frau ruft âDieter, dein Jackettâ! Kameras klicken, das Fernsehen macht ein paar nette Bilder. Feierabend. Die, ohne körperliche Behinderung stehen aus ihren Rollis auf. Einer bleibt sitzen.
Sport verbindet
An diesem Tag habe ich einen neuen Freund gefunden. Wir haben noch eine Menge an diesen drei unvergesslichen Tagen mit einander und vor allem mit den Rollis unternommen. Gaffende Blicke und Mitleid wurden uns entgegengebracht. GleichgĂŒltigkeit, als ich mit meinem Rolli mitten auf dem Markt in Eisenach beim Zeitungskiosk umfiel. Irritierte Blicke, als ich wieder aufstand, den Rolli richtete und ĂŒber das holperige Pflaster davon fuhr.
Jetzt weiĂ ich, was es heiĂt âWillkommen im Freistaat ThĂŒringenâ, jetzt weiĂ ich was es heiĂt das Projekt âILOHâ (âIch Lebe Ohne Hindernisseâ am evangelischen Schulzentrum MĂŒhlhausen) willkommen in der ECHO.MAG zu heiĂen. (nsf)
29.01.2014 Fotos: Christoph Werz
Nino Schrumpf (mehr Infos) AK-Medien > Mail schreiben
KAT-Schutz
Ohne das ehrenamtliche Engagement könnte der Katastrophenschutz in Deutschland nicht effektiv arbeiten. Zu dem Verbund der Hilfsorganisationen gehören neben den Berufsfeuerwehren und freiwilligen Feuerwehren auch das Technische Hilfswerk (THW), die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), die Bereitschaften der Hilfsorganisationen, der Johanniter Unfall Hilfe, des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und des Malteser Hilfsdienstes sowie viele weitere. Menschen zu helfen, ist meiner Meinung nach eine der sinnvollsten, spannendsten und schönsten FreizeitbeschĂ€ftigungen ĂŒberhaupt.
Neben sportlichen AktivitĂ€ten und tollen Feiern, ist es die Zusammengehörigkeit, die in unserer immer komplexer werdenden Welt einem irgendwie Halt und Geborgenheit gibt. Was macht man eigentlich beim Katastrophenschutz? Wir helfen, wenn es âbrenzligâ wird. Wir sichern die Versorgung von PKW- und LKW-Fahrern mit Lebensmitteln bei langen Staus oder wir ĂŒbernehmen die medizinische Versorgung vor Ort, die die Rettungsdienste bei umfangreichen UnfĂ€llen mit vielen Beteiligten alleine nicht abdecken können. Wir klettern in Gebirgen herum und unterstĂŒtzten die Gebirgsrettung, die von Hubschraubern und Pistenraupen aus, gerade in Skigebieten im Winter ihre EinsĂ€tze fahren muss. Evakuierungen bei Bombendrohungen oder -entschĂ€rfungen ĂŒbernehmen wir nicht selten. Sperren die betroffenen Gebiete weitrĂ€umig ab und unterstĂŒtzen somit auch die örtlichen Sicherheitsorgane.
Im Hochwasser-Einsatz
Wer gleichzeitig Sport treiben und nebenbei noch einen Kochkurs besuchen möchte, der kommt am besten gleich zum Katastrophenschutz. BrandbekĂ€mpfung, die von der Feuerwehr durchgefĂŒhrt wird, wird ebenso von uns unterstĂŒtzt, wie das BefĂŒllen von SandsĂ€cken bei Hochwasser.
2013 konnte ich persönlich an drei HochwassereinsĂ€tzen teilnehmen. Dort erlebt man was Teamarbeit wirklich heiĂt. Jeden Tag neue Menschen, die uns mit Essen, Kaffee und trockner Kleidung geholfen haben unseren Dienst zu tun. Entlang der Saale und der Elbe konnten wir in zahlreichen wunderschönen Dörfern und StĂ€dten wichtige GebĂ€ude und StraĂen sichern. Damit konnte ich nicht nur meine Heimat wieder mal ein StĂŒckchen mehr kennenlernen, ich durfte auch zahlreiche Menschen kennenlernen und neue Freundschaften schlieĂen.
ZurĂŒck zum Hochwasser 2013, als erstes waren wir in Altenburg. Wir sind um 1 Uhr frĂŒh losgefahren, waren gegen 4.30 Uhr vor Ort und haben auf Aufgaben gewartet. Von der zustĂ€ndigen Rettungsleitstelle kam der Befehl 400 Feldbetten abzuholen und in einer Mehrzweckhalle eine Notunterkunft zu errichten. Gegen 15.00 Uhr war diese Aufgabe erledigt. An Ausruhen oder gar in den Feldbetten zu schlafen, war nicht zu denken. Dabei habe ich mir pro Feldbett 3-4 mal die Finger eingeklemmt. Hat aber trotzdem SpaĂ gemacht â denn hier sollten ja die Menschen unterkommen, die gar nichts mehr hatten â kein Haus, kein Bett, nichts. Unfassbar. Dann ging es los mit dem eingangs schon beschriebenen Kochen. Es gab typisches FeldkĂŒchenessen. Eine deftige Erbsensuppe mit knackiger Bockwurst und frischen Brötchen (FrĂŒhstĂŒck und Mittag in einem â was die Dauer der Essenaufnahme auf das Wesentliche reduzierte) Im Anschluss haben wir dann das Essen fĂŒr die Feuerwehrleute an den Einsatzorten ausgefahren.
Gegen 20 Uhr war auch diese Aufgabe beendet und wir konnten zu unserer Unterkunft zurĂŒckkehren. Und wieder wurde gekocht. Inzwischen waren einige Leute aus einem benachbarten Behindertenwohnheim in unsere Notunterkunft gekommen. Eine muntere Truppe, trotz des ganzen Stress konnten wir alle entsprechend versorgen und konnten nach fast 30 Stunden ohne Schlaf endlich unter die provisorisch aufgestellten Duschen. Luxus pur! Was dann folgte, war der Wahnsinn: Eine Stunde ausruhen! An Schlaf war nicht zu denken. Trotzdem tat das unseren mĂŒden Knochen gut.
Im Anschluss, es ging auf Mitternacht zu, war es mit unserer Ruhe wieder vorbei. Allein in Altenburg kĂ€mpften wir 4 Tage gegen die Wassermassen. Nach einer kurzen Ruhephase ging es weiter nach Magdeburg und Stendal. Hier wurden wir an vorderster âFrontâ eingesetzt. Deiche sichern, SandsĂ€cke schleppen, Lastwagen, Traktoren und Bagger koordinieren und âSchiffe versenkenâ - zur Sicherung der Deiche - haben so ihre Spuren hinterlassen.
Blasen an HĂ€nden und FĂŒssen, keine trockene Kleidung mehr am Leib und mit knurrendem Magen, aber gemeinsam mit vielen Helfern, konnten wir den Menschen ihr Zuhause, ihre Heimat retten oder zumindest ein StĂŒck davon sichern. Bis zum nĂ€chsten Hochwasser.
Bleibt mir schlussendlich noch zu bemerken, dass es leider viel zu wenig Jugendliche gibt, die Lust haben in ihrer Freizeit sich Ă€hnlich spannenden Prozessen zu widmen und sich zu engagieren. Man muss es einmal so sehen, dass in einer groĂen Organisation wie dem THW nichts selbst besorgt werden muss. Was man fĂŒr die professionelle Hilfe braucht, ist durch die Hilfsorganisationen vorhanden. Bis zu 4 Mal im Monat an Samstagvormittagen ĂŒbt man gemeinsam oder fĂ€hrt auf EinsĂ€tze. Bei einigen VerbĂ€nden kann man sich auch zu AuslandseinsĂ€tzen verpflichten.
Wer Spaà an der Arbeit mit Menschen hat und etwas Sinnvolles tun möchte, ist auf alle FÀlle hier richtig. (kgz)
29.01.2014 Fotos: Karl Georg Zinn
Karl Georg Zinn (mehr Infos) AK-Medien > Mail schreiben
Der Rudi - der neue Nachhaltigkeitssong!
Der Rudi, oh Rudi FÀhrt niemals Fahrrad, er fÀhrt PKW Mit breiten Reifen & Turboantrieb. Der Rudi, oh Rudi
Nimmt gern ein Vollbad mit Whirlpoolfunktion Schaut dabei Fernsehen, wen stört das denn schon? Der Rudi, oh Rudi
Er lebt nur im heute, das Morgen ist egal, das Leiden andârer Leute, fĂŒr ihn doch keine Qual! Wenn du genau wie Rudi handelst, Ă€nder` was daran, die Zukunft liegt in unsârer Hand, komm` packen wir es an. Der Rudi, oh Rudi
In seinem Ofen brennt Plastik und MĂŒll, im See bei Oma entsorgt er sein Ăl. Der Rudi, oh Rudi
Schiebt sich zum Mittag nur schnell Pizza rein. Warum denn BIO? Das braucht doch kein Schwein! Der Rudi, oh Rudi
Er lebt nur im heute, das Morgen ist egal, das Leiden andârer Leute, fĂŒr ihn doch keine Qual! Wenn du genau wie Rudi handelst, Ă€nder` was daran, die Zukunft liegt in unsârer Hand, komm` packen wir es an. Der Rudi, oh Rudi
29.01.2014 Video: Seggy
Mein unerwartetes Jahr
Als das alles anfing, dachte ich so bei mir: âWieder einmal so eines von den ĂŒblichen Schulprojektenâ. Wie sich herausstellte, war es richtig superspannend und hat mein Leben ganz schön verĂ€ndert. Diesen Tag werde ich wohl nie mehr vergessen.
Als der schwarze VW-Bus von Doppel-U auf unseren verschneiten Schulhof fuhr, merkte ich, da kommt was ganz Besonderes auf uns zu. Zuerst rappte und rockte der super coole Doppel-U, Christian Weirich mit âRap macht Schuleâ unser Atrium. Ein Dankeschön der ThĂŒringer Ehrenamtsstiftung fĂŒr die vielen SchĂŒlerfreiwilligentage, bei denen wir schon mitgemacht haben. Neben Doppel-U stand sein Begleiter und wie sich bald danach herausstellte, auch so ein cooler Typ. Er hat uns da hingebracht, wo wir jetzt sind und uns engagieren â ins ECHO.MAG.
Am Anfang schrieben wir mit Doppel-U unseren eigenen Song. Wir entschieden uns fĂŒr das Thema âWerteâ. Das hatten die Erwachsenen echt nicht gedacht! Die waren ganz schön baff âŠ
Was andere in zehn Jahren nicht erleben, haben meine Kumpels und ich in nur zehn Monaten auf die Beine gestellt!
Eines von insgesamt sechs Liedern zum Thema âehrenamtliches Engagementâ. Diese Songs wurden auf einem total abenteuerlichen Camp in einem richtigen Tonstudio aufgenommen. Was ich nie gedacht hĂ€tte, wir hatten danach so viele Live-Auftritte, wie richtige Rockstars!
Zum groĂen Abschlusskonzert des 6. SchĂŒlerfreiwilligentages in Erfurt, wo wir anfangs noch richtig aufgeregt und unerfahren waren, wurden wir vom Applaus und von richtigen Politikern aus dem Land- und dem Bundestag total ĂŒberrascht!
Ich hatte die ganze Zeit Angst, dass ich bei dem ganzen BĂŒhnennebel niesen mĂŒsste. Aber als dann am Ende alle 70 Kids miteinander den Abschluss-Song feierten, war alle Angst auf einmal weg. Schade, dass es da schon vorbei sein sollte ⊠War es aber nicht!
Ich wurde noch an diesem Tag vom Beirat fĂŒr nachhaltige Entwicklung im Freistaat ThĂŒringen in das Jugendforum berufen. So richtig mit Urkunde und Wappen: ein toller Tag. Eltern, Freunde und Lehrer konnten im Stadtgarten in Erfurt noch Erinnerungsbilder machen, und ich? Ich durfte meine ersten Autogramme geben. Coole Sache!
Gemeinsam sind wir stark
Wir wĂŒnschten uns insgeheim, dass das noch nicht das Ende sein sollte. Und so kam es dann auch. Wir standen seit diesem groĂen Konzert in Erfurt noch auf vielen groĂen BĂŒhnen in ganz Deutschland und haben unsere und die anderen Lieder noch oft gerockt! Mir war zu der Zeit gar nicht klar, dass das noch gröĂer werden könnte.
Meine Zeit im Jugendforum begann direkt nach dem Konzert mit einer mehrtĂ€gigen âIdeenkonferenzâ in einem Camp. Dort konnte ich nicht nur viele Freundschaften schlieĂen, wir grĂŒndeten auch den Arbeitskreis âMedienâ, der unter anderem hier das ECHO.MAG begleitet. Es war bis jetzt der coolste Sommer in meinem jungen Leben. So ging es auch weiter!
Total verdutzt stand ich an einem Dienstagmorgen im Plenarsaal des ThĂŒringer Landtages und konnte mit vielen anderen Jugendlichen wie ein richtiger Politiker arbeiten. Das SchĂŒlerparlament anlĂ€sslich â20 Jahre ThĂŒringer Verfassungâ war nur einer der vielen Höhepunkte, die nun Schlag auf Schlag folgten!
Anfang Oktober kam mein bislang gröĂter Auftritt zur Zentralveranstaltung zum âTag der Deutschen Einheitâ in Stuttgart. Man war das cool! Da waren nicht nur ein paar 100 Leute, die uns zuschauten oder nur applaudierten, wenn wir gerappt hatten. Nein, diesmal waren es mehr als 3.000 Zuschauer, MinisterprĂ€sidenten, Minister und der SWR. Die waren nicht nur wegen uns total begeistert, gemeinsam mit der Seniorentheatergruppe âDörrobstâ haben wir etwas total VerrĂŒcktes gemacht ⊠Wir haben mit den Omas und Opas einen von uns selbst geschriebenen Rap aufgefĂŒhrt. Der Saal tobte!
Direkt im Anschluss fuhren wir mit Doppel-U wieder heim, um mit fast 100 Kids auf der Feuerkuppe beim 5. Jugendkongress noch einmal unsere Songs zu singen und den âRudi-Rocksongâ zu komponieren.
Der âRudiâ soll Erwachsenen zeigen, was wir Kinder vom unverantwortlichen Umgang mit unserer Umwelt halten ⊠ein richtiges Ost-West Rocklied, gemeinsam mit der Grenzlandband âSchiffersgrundâ aus Sontra in Hessen an der thĂŒringisch-hessischen Landesgrenze. Nach zwei wirklich spannenden Auftritten in Gera und Erfurt ging leider das fĂŒr mich so spannende Jahr zu Ende. Leider.
Doch mit dem ECHO.MAG, unserem Online ECHO.RADIO und einigen Ăberraschungen bin ich total gespannt auf das, was alles noch kommen wird - in einem neuen, spannenden Jahr! (mw)
29.01.2014 Fotos, Videos: Christoph Werz
Marius Wolter (mehr Infos) AK-Medien > Mail schreiben
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29.01.2014

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Zur Sache!
Wie ein Jahr ein Leben verÀndern kann.
Weimar, Neue Weimar Halle, Januar 2013 auf dem Interkulturellen Neujahrsfest wurde unser 2012 produzierter Nachhaltigkeits-Song vor 1.300 âkunterbuntenâ Menschen aus Politik, Kultur sowie Vereinen und VerbĂ€nden zum ersten Mal prĂ€sentiert.
26 Kids, begeistert und engagiert aus ganz ThĂŒringen, waren die Grundlage und das âSprungbrettâ fĂŒr die GrĂŒndung unseres âArbeitskreises Medienâ. Kritischer Umgang und moderative Gestaltung von Medien ist seit jeher ein kreativer Prozess innerhalb verschiedener landesweiter Jugendgremien. Schnell bemerkte ich, dass durch die Musik âdas Eisâ bei Kindern und Jugendlichen zu schmelzen begann. Eines meiner Hobbys, die Musik konnte letztendlich fĂŒr die Vermittlung wichtiger Themen kreativ eingesetzt werden.
Engagier dich fĂŒr eine bessere Welt
Im Sommer 2013 setzten sich 4 Jungs und ich in einem schönen Saalegarten, moderiert von unserem Betreuer Christoph Werz zusammen. Die Idee einen AK-Medien zu grĂŒnden war geboren. Mit dem groĂen SchĂŒlerparlament anlĂ€sslich â20 Jahre ThĂŒringer Verfassungâ stieĂen Marius Wolter und Nino Schrumpf durch ihren omniprĂ€senten Einsatz bei âEMS-Engagement macht Schuleâ zu unserem Team hinzu.
Aus der richtig guten Freundschaft rĂŒckte dann im Rap-Camp des Jugendforums der Traum immer nĂ€her: Die Gewinner der âEMS-Dankeschön Workshopsâ nahmen ihre insgesamt sechs Songs auf und ĂŒbten eine tolle BĂŒhnenshow anlĂ€sslich des 6. SchĂŒlerfreiwilligentages der ThĂŒringer Ehrenamtsstiftung ein. Nach einem emotionalen Konzert und der Berufung in das Jugendforum des ThĂŒringer Nachhaltigkeitsbeirates gab's den AK Medien nun endlich offiziell.
Nach zahlreichen Arbeitstreffen, einem intensiven Sommercamp und zahlreichen Auftritten kam unser traditioneller âJugendkongressâ. Ein neuer Song entstand. Der âRudiâ, ein klassischer Rocksong mit Rap-Elementen (> Songtext) wurde durch den AK-Medien geleitet und schlussendlich erfolgreich prĂ€sentiert.
Weitere positive Effekte lieĂen nicht lange auf sich warten. Der AK-Ăffentlichkeitsarbeit konnte mit dem Journalisten und Weltenbummler Dirk âSeggyâ Welter einen tollen und verlĂ€sslichen Partner gewinnen. Es entstand das WE DO! MAG, der âkleine Bruderâ unseres ECHO.MAG Formates.
Das ECHO.MAG beinhaltet langfristige Projekte und einen kritischen Umgang mit den Medien â ob online, print, akustisch oder optisch â wir investieren seit der Entscheidung, uns im ECHO.MAG zu engagieren sehr viel Mut, Zeit und Kraft.
Nichts passiert einfach so, man sollte fĂŒr seine TrĂ€ume kĂ€mpfen und an sich und seine Freunde glauben.
Ich glaube an das ECHO.MAG Konzept â da es auf einer klaren Grundlage, dem kritischen Journalismus gegrĂŒndet ist. Jedoch ist das ECHO.MAG flexibel genug, via Radio-Stream und den Online-vor-Ort-Zuarbeiten und aufgrund seiner Basiskonzeption allen externen Projekten ein Zuhause zu bieten.
Willkommen im Freistaat ThĂŒringen, willkommen im ECHO.MAG. (hs)
29.01.2014 Fotos: Christoph Werz, Video: Seggy
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Vorwort
Sehr geehrte Damen und Herren, Liebe Leserin, lieber Leser, Liebe Kinder, liebe Teenies, Liebe neugierige User,
das ECHO.MAG ist Zukunft, ist Vergangenheit, ist fĂŒr dich ist fĂŒr mich, ist fĂŒr Menschen, die auf ihre Welt neugierig sind. In dem ECHO.MAG, einem umfangreichen und bundesweit einmaligen Medienprojekt arbeiten, schreiben und leben vor allem ThĂŒringer Kinder und Jugendliche. Das Alltagserleben junger, neugieriger und innovativer ThĂŒringer dient der Anregung zur kreativen und verantwortungsbewussten Gestaltung des eigenen Alltages.
Mit dem ECHO.MAG ist ein Magazin mit ganz unterschiedlichen Sparten entstanden, das von Journalisten, Technikern und PĂ€dagogen begleitet und koordiniert wird. Das Besondere an dem ECHO.MAG ist die VerfĂŒgbarkeit auf unterschiedlichen Onlineportalen und in ausgewĂ€hlten sozialen Netzwerken. Rubriken, Blogs und Projekte werden im ECHO.MAG zentral zusammengefĂŒhrt und spiegeln die Vielfalt der Möglichkeiten im Freistaat ThĂŒringen, den BundeslĂ€ndern und Europa wieder.
ZukĂŒnftige regionale Magazine wie ECHO.MAG Eisenach ĂŒber ECHO.MAG Erfurt bis ECHO.MAG Gotha befassen sich mit Spannendem und Interessantem aus der nĂ€heren und weiteren Umgebung.
Mit klarem und neugierigem Blick ist ebenfalls das ECHO.RADIO an den Start gegangen. Kindlicher Charme fragt in den nĂ€chsten Wochen im GO! ThĂŒringen Magazin, was es zum Beispiel mit den vor uns liegenden Wahlen 2014 auf sich hat. Im ECHO.FUTURE Magazin - unserer Zukunftswerkstatt - wird nach klaren Berufsperspektiven in der Region Ausschau gehalten.
Ganz neu in der ECHO.MAG Familie ist ECHO.SPORT mit dem wir alte Hasen ebenso wie neugierige Kids in den Bann verschiedener Sportarten ziehen und ECHO.GAMES, das alles rund um das aktuelle Thema Spiele bzw. 'Gaming' abbildet.
Das Besondere am ECHO.MAG ist, dass Leser zu Reportern und Reporter zu Lesern werden! Berufe treffen auf Freizeit-Interessen und der Alltag trifft jeden Tag einen neuen Tag. Durch mobil eingesetzte Kameras und professionelle Multimediatechnik werden klassische Artikel aus einem ganz neuen Blickwinkel spannend umgesetzt.
Klarer Vorteil von ECHO.MAG ist die zeitnahe Informationsweitergabe und die Vermeidung von unnötigem Verbrauch wichtiger Ressourcen, wie Papier und weiten Transportwegen. Das ist praktisch umgesetzter Umweltschutz. Das ECHO.MAG PocketMag weist als klassisches Printprodukt daher nur noch auf neue Themen oder spezielle Projekte hin - hier werden bewusst Ressourcen geschont. Die postkartengroĂen ECHO.MAG PocketMags sind ĂŒberaus praktisch und können im Hosentaschenformat ĂŒberall mitgefĂŒhrt und weitergegeben werden.
Die beteiligten Juniorreporter werden mit einem Honorar fĂŒr ihren Einsatz belohnt. Keiner der Beteiligten soll leer ausgehen. Finanziert wird die ECHO.MAG durch Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Klassische Werbung werden sie vergeblich suchen. Unsere Partner inserieren durch Berichte in eigener Sache, produziert durch unsere Juniorteams, firmeneigene Lehrlinge und Studenten, die mit und ĂŒber ihre Einrichtungen professionell berichten.
Unser âKindâ lernt laufen â begleiten sie es in ein spannendes Leben.
Ihr / Euer ECHO.MAG Team (cw)
29.01.2014 Foto: Photocase
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