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ZITIERT: NEIN ZU NOSTALGIE
ZITIERT: NEIN ZU NOSTALGIE
» Wer ernsthaft glaubt, dass es früher besser war, der muss weiß sein, männlich, heterosexuell und Sohn reicher Eltern. Die meisten sind das nicht, deshalb ist Nostalgie keine Option. «
Ein Zitat aus einem Zeit-Artikel von Oskar Piegsa, das mit dem “Früher war alles besser, heutzutage ist alles ganz furchtbar”-Mythos aufräumt. Treffender könnte man’s wohl kaum formulieren.
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SOCIAL FREEZING
MEINUNG • Facebook und Google bieten ihren Mitarbeiterinnen an, die Kosten für Social Freezing, also dem Einfrieren der Eizellen, zu übernehmen. Auf diesem Wege sollen Frauen Berufsziele und Familienpläne optimal unter einen Hut bringen. Eine eiskalte Idee, die von Befürwortern als großer Schritt für die Gleichberechtigung von Mann und Frau gefeiert wird. Ich halte Social Freezing-Angebote…
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DEQUALIFIZIERUNG VON MIGRANTINNEN » Ein Migrant als Betreiber eines Kindergartens – das war natürlich etwas ganz Seltenes und Ungewöhnliches. «
ZITIERT: HASS-POSTINGS
» Stellen Sie sich vor, Sie sind Bäcker. Und jeder Kunde, der Ihren Laden betritt, teilt Ihnen in ziemlich deutlichen Worten mit, dass Ihre Brötchen nun wirklich das Letzte seien, dass jedes Kind bessere Brötchen hinbekäme, dass Sie unqualifiziert seien, für diese Arbeit ganz und gar ungeeignet, die Preise vollkommen überzogen, dass Sie ja ohnehin Mitglied der Bäckermafia seien und sich alle…
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ZITIERT: WM-TEAMS OHNE MIGRANTEN?
ZITIERT: WM-TEAMS OHNE MIGRANTEN?
» It’s not just morons throwing bananas on the field. Far-right political parties are gaining ground in France and the Netherlands. Most of Germany’s soccer hooligans are now neo-Nazis. And this spring, Switzerland voted to curb immigration, defying the spirit of laws that allow citizens freedom of movement across the European Union. But amid all the bad blood, has anyone thought about how…
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MEINUNG • Ja, ich geb's zu. Ich habe vor ein paar Jahren Männerhäuser und Vater-Kind-Heime gefordert und damit bei einigen selbst deklarierten "FeministInnen" in meinem Freundes- und Bekanntenkreis eine Welle der Bestürzung ausgelöst. Solange Frauen in so vielen Bereichen noch benachteiligt sind, könne man so etwas doch nicht fordern, bekam ich zu hören. Die Prozentzahl an Frauen, die Männer schlagen, sei so gering, dass sich das gar nicht rentieren würde, hieß es ebenso. Und außerdem würden sich (die starken?) Männer ja ohnehin leicht gegen (die schwachen?) Frauen wehren können. Diese Sichtweise ist vielleicht feministisch, hat aber in meinen Augen mit Gleichberechtigung nur wenig bis gar nichts zu tun.
Meine Meinung hat sich übrigens auch nach wie vor nicht geändert. Männerhäuser und Vater-Kind-Heime hätten durchaus ihre Berechtigung, denn Gewalt an Männern existiert - das ist absolut nicht abzustreiten. In welchem Ausmaß, ist schwierig zu erfassen, weil es eben nur keine bzw. sehr wenige spezielle Einrichtungen für misshandelte Männer gibt, an die sich Opfer wenden und wo sie über die Misshandlungen sprechen können. Zudem kommt hinzu, dass auch heute noch ein gewisser "Männlichkeits-Druck" in unserer Gesellschaft existiert: Wer keine Immobilie kauft, keine Familie ernähren kann oder kein teures Auto fährt, dem kann es auch heute - im 21. Jahrhundert! - noch passieren, dass er abwertend darauf angesprochen wird. Wer weint, kann sich ebenfalls mit dem Vorwurf, ein Weichei zu sein, konfrontiert sehen. Wer als Mann kein Bier trinkt, gelegentlich auch. Und wer sich von seiner Frau schlagen lässt, sowieso. Wer will da zugeben, dass der blaue Fleck am Arm nicht vom letzten Fußball-Spiel mit den Kollegen stammt, sondern von den Schlägen und Misshandlungen der eigenen Freundin? Richtig, eigentlich niemand.
Dass es auch Frauen oft wahnsinnig schwer fällt, Misshandlungen zur Anzeige zu bringen, steht hierbei natürlich gar nicht zur Debatte, wird allerdings schon auch öfter thematisiert als bei Männern. In einer gleichberechtigten, modernen Gesellschaft sollte es daher auch oberste Priorität sein, dieses "Männlichkeits-Bild" zu verändern (wie wir es beispielsweise auch schon beim "Frauen-am-Herd"-Klischee kontinuierlich tun), entsprechende Einrichtungen (Männerhäuser, etc.) einzurichten, Sensibilität innerhalb der Gesellschaft zu schaffen und mehr Aufklärungsarbeit über Frau-Mann-Misshandlungen zu leisten.
Gleichberechtigung gilt heute zwar zumeist (und zum Glück!) als sehr erstrebenswert, wird allerdings oft auch als "anti-feministisch" kritisiert. Dabei wäre die volle und ausnahmslose Gleichberechtigung absolut nicht anti-feministisch. Im Gegenteil. Das Bemühen, alle Nachteile, denen Frauen alltäglich gegenüberstehen, zu beheben, ist voll und ganz im Sinne der Gleichberechtigung. Wenn wir Frauen aber wirklich als gleichberechtigt ansehen wollen, dann müssen wir auch deren Vorteile (wie z.B. Frauenhäuser) relativieren und den Männern ebenso einräumen. Oder um es anhand des Beispiels der häuslichen Gewalt zu erklären: Dann müssen wir auch "umgekehrte" häusliche Gewalt mit ihrer "klassischen" Mann-schlägt-Frau-Version gleichsetzen und ebenso ernst nehmen. Denn unabhängig davon, welches Geschlecht Täter und Opfer haben: VIOLENCE IS VIOLENCE.
Feedback bitte an [email protected].
Geht's wählen. Wählt's nicht die Falschen. Sagt es weiter. Nehmt die Oma mit. Außer die Oma würd' die Falschen wählen, dann lasst sie daheim.
Der österreichische Journalist Robert Misik in einem Kommentar auf Facebook. Heute ist Wahltag in Österreich. Geht's wählen. Egal, ob nun mit oder ohne Oma. Egal, wen. Aber nicht, um der nationalen Regierung einen Denkzettel zu verpassen, sondern für 751 Abgeordnete im europäischen Parlament, für 28 Staaten und über eine halbe Milliarde Menschen, die unterschiedlicher gar nicht sein könnten und trotzdem eines gemeinsam haben: Ein Wirtschaftsabkommen, einen Friedensbund, eine multikulturelle Gesellschaft ohne Grenzen. EIN GEMEINSAMES EUROPA.
HANDELN. MITMACHEN. BEWEGEN. Die Wahl des Europäischen Parlaments hat heute in den Niederlanden und in Großbritannien begonnen. Am Sonntag öffnen die Wahllokale in Österreich. Und auch wenn das wie ein 08/15-Wahlkampf-Slogan klingt: Geht zur Wahl. Nehmt von eurem Recht Gebrauch. Jede Stimme zählt. Wirklich.
FLOHMARKT IM WANDEL
REPORTAGE • Der Neubauer-Frühlingsflohmarkt hat seine Pforten eröffnet und zieht Menschenmassen an. Verkauft werden dort allerdings nicht nur Antiquitäten, sondern auch Designer-Artikel zu gehobenen Preisen. Ein Wandel des klassischen Flohmarkt-Konzepts?
Menschenmassen, Luftballons, Indie-Musik und Marktgeschrei – der Frühlingsflohmarkt in der Neubaugasse ist bereits von weitem sicht- und hörbar. Altes Geschirr, ebenso alte Schallplatten, gebrauchte Knöpfe, Töpfe, Kaffee- und Nähmaschinen stapeln sich auf Decken, Tischen oder sonstigen improvisierten Theken. Ein klassischer Flohmarkt eben – wären da nicht auch zahlreiche Händler, die Markenkleidung, Designer-Schuhe und teuren Schmuck anbieten und nebenbei mit Begriffen wie „Vintage“, „Handmade“ und „Retro“ werben. Spätestens seit dem ersten Ottakringer „Feschmarkt“ - ein reiner JungdesignerInnen-Markt - orten viele Flohmarkt-Liebhaber einen Wandel des klassischen Flohmarkt-Konzepts.

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"Vielleicht bedurfte es ja wirklich der Strahlkraft der 'Queen of Austria', dass Österreich sich nicht nur zu Lipizzanern, Mozartkugeln und Alpengipfeln bekennt, sondern auch zu Toleranz, Vielfalt und einer offenen Gesellschaft. Mehrheitsfähig ist das allemal."
"Ein Land erkennt sich selbst": Ralf Leonhard schreibt über den "Offenheits"-Unterschied zwischen der österreichischen Gesellschaft und der österreichischen Politik. Den gesamten Kommentar gibt's auf taz.de - absolut lesenswert!
Eurovision is to Americans what the existence of Las Vegas is to Europeans: a cultural quirk that appears to make no sense but endures nonetheless.
Tom Hawking in der New York Times. Wie kann man den AmerikanerInnen das Phänomen des Eurovision Song Contest am schnellsten erklären? Vermutlich genau mit diesem Zitat. Die ausführlichere Variante gibt's hier.
CONCHITA WURST
MEINUNG • Ehrlich gesagt, mir war der Eurovision Song Contest ja immer eher Wurst. Dieses Jahr aber ganz besonders - nämlich absolut Conchita Wurst. Diese konnte in der Nacht auf heute den ESC für sich und somit auch für Österreich gewinnen. Und egal, wie man zum ESC steht, man kann, man darf, man muss sich einfach darüber freuen. Nicht, weil sie Österreicherin ist und man selbst vielleicht auch. Sondern, weil ihr Sieg ein Zeichen ist. Ein Zeichen für "everyone who believes in peace and freedom", so die Wurst in ihrer Dankesrede.
Bild-Quelle: eurovision.tv
Dabei musste Tom Neuwirth in seiner Rolle als Wurst im Vorfeld des Wettbewerbs einiges an Kritik aushalten. In sozialen Netzwerken wurden regelrechte Hassreden geschwungen, Anti-Wurst-Kampagnen gestartet und -Gruppen gegründet. "Wenn jemand nicht weiß, ob er ein Manderl oder ein Weiberl ist, dann gehört er eher zum Psychotherapeuten als zum Song Contest.", wetterte etwa der österreichische Kabarettist Alf Poier. Auch in Moskau und Minsk protestierten Politiker gegen Conchita Wurst - selbst heute, einen Tag nach dem Sieg, spricht man dort noch von dem "Begräbnis traditioneller Werte".
Ich verstehe Wahlkampf nicht als das Organisieren von Massenschlägereien ohne Grund.
Jean-Claude Juncker im TV-Duell mit Martin Schulz. Einigkeit ist also okay. Und einig sind sich Schulz und Juncker während des Duells auch ziemlich oft - nicht nur bezüglich der Ukraine. Die gegenseitige Zustimmung, die anfangs noch mit Humor genommen wird, ist wohl auch der Grund, weswegen Schulz im weiteren Verlauf der Konfrontation verbissen versucht, aus jeder kleinsten Meinungsverschiedenheit eine hitzige Diskussion entstehen zu lassen und dabei irgendwie übertreibt. Ebenso wenig authentisch ist Junckers Argumentation, die sich teilweise wenig bis gar nicht mit der Linie seiner EPP (European People's Party) deckt. Gelegentlich bekommt man daher sogar fast den Eindruck, dass Juncker nicht genau weiß, für welche Partei er eigentlich kandidiert. Fazit: Eine Diskussion, die größtenteils gar keine war, ein Kandidat, der plötzlich die Standpunkte der konkurrierenden Partei vertritt und eine wirklich gute Öffi-TV-Kooperation zwischen ZDF und ORF.
Weitere Zitate und Kommentare gibt's auf Twitter:
Während in Österreich zurzeit vor allem die Unterschiede zwischen den NEOS und ihren Mitstreitern diskutiert, abgestritten und/oder betont werden, widmen sich die Jungen Piraten in Deutschland mit einem Ratespiel dem Unterschied zwischen der AFD (Alternative für Deutschland) und der - hierzulande vermutlich etwas bekannteren - NPD (Nationaldemokratische Partei Deutschlands). Bei dem Quiz müssen Zitate, die von AFD bzw. NPD-Mitgliedern stammen, den jeweiligen Parteien zugeordnet werden. Zugegeben, das ist dann doch gar nicht so einfach. Zugegeben, der Unterschied zwischen den beiden Parteien ist wohl geringer als vielleicht angenommen. Und zugegeben, das Quiz ist irgendwie wirklich aufschlussreich.

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SINN-FEIN-CHEF GERRY ADAMS VERHAFTET
BERICHT • Gerry Adams, Chef der irischen Sinn-Fein-Partei, wurde am Mittwoch in Zusammenhang mit einem IRA-Mord festgenommen.
Gerry Adams, früherer IRA-Aktivist und heutiger Chef der republikanischen Sinn-Fein-Partei in Irland, ist im Zuge von Mordermittlungen festgenommen worden. Er steht unter Verdacht, im Jahr 1972 an dem Mord der zehnfachen Mutter Jean McConville beteiligt gewesen zu sein. Der 65-Jährige sei am Mittwoch freiwillig zur Vernehmung erschienen und daraufhin festgenommen worden, teilte die nordirische Polizei am Mittwoch mit. Adams selbst hält die Vorwürfe für haltlos.
"Die Sendung ist natürlich immer noch behämmert in ihrem Versuch, das elegante Tragen einer Handtasche zur Teenagerinnen-Kernkompetenz aufzublasen. In ihrer Kompromisslosigkeit bleibt sie faszinierend. Germany's Next Topmodel ist nicht pädagogisch, nicht moralisch und hat kein Bildungsziel."
MEINUNG • Zeit für ein Outing: Ich liebe die Ich glotz TV-Kolumne der Zeit. Verschiedenste TV-Formate werden dabei unter die Lupe genommen und auf herrlich erfrischende Art und Weise analysiert. Diesmal hat es Germany's Next Topmodel getroffen. Natürlich kann GNTM eine nette Abendbeschäftigung sein. Natürlich kann eine oberflächliche Casting-Show entspannender sein als eine tiefgründige Arte-Dokumentation. Trotzdem geht man bei dieser "leichten Kost", die das TV-Menü nunmal zu bieten hat, auch immer einen Deal ein: Verblödung für Unterhaltung. Und Zeit-Redakteur Klaus Raab bringt es mit seinem Beitrag wirklich auf den Punkt. Absolut lesenswert!