Brückenfiguren - Architektur und Historie
Fürstbischof Christoph Franz von Hutten gab 1725 den Auftrag an den Maler Lünenschloß zwölf Brückenfiguren zu entwerfen, die Brüder Johann Sebastian und Volkmar Becker waren für die Bildhauerarbeiten engagiert. Mit dem Tod Huttens 1729 änderte der nachfolger Friedrich Carl von Schönborn Anordnung und Ensemble der Brückenfiguren. Er ließ in der Folge die vom Bildhauer Claude Curé geschaffenen Skulpturen des Heiligen Nepomuk für dessen Heiligsprechung Schönborn sich stark beim Kaiser einsetze. Den Heiligen Aquilin und Bischof Arn wurden durch den Heiligen Friedericus als Namenspatron der Bischofs und den Gegenreformator Carl Borromäus aufstellen. Aquilin war ein Würzburger Märtyrer Ende des zehnten bzw. Anfang des elften Jahrhunderts. Die Beiden Karolinger Pipin im Osten und Karl der Große im Westen stellen für Beginn und Weiterführung der karolingischen-fränkischen Tradition. Die Frankenapostel reihen sich heute neben die als Franconia dargestellte unbefleckte Maria. Weiter finden sich die zur Gruppe der ofizielle nicht heiliggesprochenen erste Fürstbischof Burkhard, Bischof Bruno gab im elften Jahrhundert den Bauauftrag für den noch heute bestehenden Dom Würzburgs. Der Aufstellung des Heiligen Joseph mit Kind dürfte im Zusammenhang mit einem ab dem 16. Jahrhundert einsetzenden Josephs-Kult.
(Dettelbach, Werner: Die Alte Mainbrücke zu Würzburg. Würzburg 1983, S. 26 f.; Meyer, Otto: Die Alte Mainbrücke zu Würzburg und ihre Heiligen. Würzburg 1980, S. 20 - 27.; https://heilige.bistum-wuerzburg.de/heilige/
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