unum
Schon wieder.
Schon wieder befand Luci sich in diesem Zimmer.Â
Ihr war kalt. Nein, eigentlich war das Zimmer kalt. Es strahlte blanke kĂ€lte aus. Das ganze Zimmer war recht eigenartig. Es besaĂ nur ein einziges quadratisches Fenster, welches sich direkt gegenĂŒber der TĂŒr befand. Die TĂŒr war aus dunklem, altem, aber gut riechendem Holz gefertigt. Durch Schnitzereien geschmĂŒckt und verziert vergaĂ man ganz schnell mal, wie robust und undurchdringlich sie doch eigentlich war. Luci ging zu dem Fenster gegenĂŒber der TĂŒr. Es war das einzige was sie in diesem kargen Raum machen konnte. Die restlichen WĂ€nde waren in kahlem weiĂ gestrichen. Vor dem Fenster stand ein Stuhl. Eindeutig ein Ă€lterer Stuhl. Auch vollkommen aus Holz. Sie setzte sich auf den Stuhl und sah zum Fenster heraus. Zumindest versuchte sie es. Doch so sehr sie sich auch anstrengte, sie schaffte es nicht. Alles was sie sah war total verschwommen und es waren nur blaue Umrisse erkennbar. Kurz dachte sie den Schatten eines Baumes zu sehen, doch dann verschwand er wieder und an seiner Stelle breiteten sich die verschwommenen Formen wieder aus. Luci stand wieder auf. Sie ging zur TĂŒr. Der metallene Griff lag kĂŒhl in ihrer Hand. Sie drĂŒckte ihn runter und versuchte vergebens die TĂŒr zu öffnen. Doch sie bewegte sich keinen Millimeter. Sie lieĂ den Griff los und lief ihre Hand an der Wand langstreichend im Zimmer auf und ab. Was war das fĂŒr ein komischer Raum? Das vom Fenster hereinschimmernde Licht trĂ€nkte den ganzen Raum in kaltes blau. Die Holzdielen unter ihren FĂŒĂen knarrten als sie an der Wand entlanglief und sie wurde das GefĂŒhl nicht los, das etwas gerade den Raum betreten hatte.Sie sah sich um. Nichts. Die TĂŒr war nicht geöffnet worden, das hĂ€tte sie gehört. Trotzdem. Da war etwas. Ihre  Nackenhaare stellten sich auf, als ein kalter schauer ihr ĂŒber den RĂŒcken lief. Ein immer stĂ€rker werdendes GefĂŒhl der Angst ĂŒberkam sie. Sie musste hier raus. Rasch lief sie die WĂ€nde entlang, es gab keinen Ausweg! Eine kalte Hand legte sich auf ihre Schulter, schlagartig drehte sie sich um.Â
Sie saĂ schweiĂgebadet aufrecht in ihrem Bett und atmete schwer.
Was fĂŒr ein Traum.
/fortsetzung folgt/













