Die Samsung Gear Fit ist sicherlich nicht die neueste Smartwatch/Fitnesstracker auf dem Markt. Aber das hat auch seine Vorteile, denn gerade der Preis des GerĂ€tes ist nach 4 Monaten im Laden sehr attraktiv, nĂ€heres aber spĂ€ter. Wer einen Artikel ĂŒber Spezifikationen lesen möchte, der kommt hier zu einem entsprechenden Artikel. In diesem Beitrag geht es weniger um reine Hardware, sondern mehr um die Erfahrungen, sowohl positiver, als auch negativer Art und um das grundsĂ€tzliche Leben mit der Samsung Gear Fit.
⊠sollte ich noch kurz ĂŒber meine Gewohnheiten schreiben, denn die Samsung Gear Fit hat nicht umsonst âFitâ im Namen. Ich fahre eigentlich fast jeden Tag Fahrrad (sei es nur der 3/4 Kilometer zum Bus oder mal etwas besorgen) und spiele 2 Tage in der Woche Tennis fĂŒr 2 Stunden. AuĂerdem versuche ich keinen Fahrstuhl zu nehmen, sondern laufe lieber die Treppen hoch. Dazu kommt hin und wieder ein Spaziergang mit den Hunden. Bitte haltet also in den kommenden Abschnitten diese Informationen im Kopf. Eure AnsprĂŒche könnten  andere sein, als die, die ich habe.
Samsung setzt auch bei seiner Smartwatch auf eine umweltfreundliche Box (meines Wissens nach wurde diese Vermarktungsstrategie mit dem Samsung Galaxy S3 gestartet, bin mir aber nicht so sicher). Die Ă€uĂere Pappe weist eine hĂŒbsche, dem Aussehen von Holz nachempfundene Farbe auf. Alles wirkt sehr hochwertig und dem Preis entsprechend. In der Box befindet sich eine Kurzanleitung auf Deutsch und auf Englisch, welche auf recyceltem Papier gedruckt wurden. Nach Bildern in Farbe sucht man hier aber vergebens und persönlich finde ich die Kurzanleitung nicht besonders gut zu lesen. Sie ist auch nicht nötig, aber dazu spĂ€ter mehr. Ebenfalls auf Papier gedruckt ist die Warranty Card, welche die genauen Details von Samsungs Garantie enthĂ€lt. Diese sollte man auf jeden Fall aufheben, so wie eigentlich alles heutzutage. Neben dem Papierkram ist natĂŒrlich auch der Ladeadapter der Gear enthalten, sowie ein weiĂes Micro-USB Kabel und ein Netzteil mit USB Port. Das USB Kabel ist relativ kurz und der Adapter relativ klein, aber da die Uhr eh nicht jeden Abend an die Steckdose muss, geht das schon in Ordnung. Wer halbwegs Ordnung behĂ€lt, fĂŒr den sollte der kleine Ladeadapter auch kein Problem darstellen. Positiv ist hier, dass dieser nicht mehr ganz so umstĂ€ndlich ist, wie noch in der Samsung Galaxy Gear. NatĂŒrlich befindet sich auch die Samsung Gear Fit in der Box  und um diese wird es jetzt gehen.
Kurz gesagt: Die Gear Fit sieht sehr edel aus. Das Armband ist aus einem dĂŒnn geriffelten Plastik und fĂŒhlt sich echt gut an. Anders als bei anderen ArmbĂ€ndern nimmt es keinen SchweiĂ oder so auf und kann problemlos unter Wasser gesĂ€ubert werden. Was vielleicht nicht alle wissen und was man definitiv nicht sieht: Das Armband ist auswechselbar. Wer also gerne ein wenig Farbe in sein Leben bringen möchte, der kann sich bei ebay.de oder amazon.de einfach ein anderes Armband bestellen(ein paar Links dazu gibts unten). Hier sei aber gesagt, dass es ein produktspezifisches Uhrband ist, d.h. nur fĂŒr dieses GerĂ€t entwickelte BĂ€nder passen rauf. Das Armband wird mit zwei metallenen Noppen in den dafĂŒr vorgesehenen Löchern befestigt. Das ist anfangs ein wenig ungewöhnlich, aber es hĂ€lt sehr gut. Die Gefahr, dass die Samsung Gear Fit beim Sport abfallen könnte, besteht im Grunde nicht. Es sind auch genĂŒgend Löcher vorhanden und auch von der LĂ€nge sollte es den meisten genĂŒgen (habe ein relativ groĂes Handgelenk und hĂ€tte noch ein wenig Platz). Wer sich dennoch sorgt, der sollte einen Laden aufsuchen und es einmal ausprobieren. Einzig stören mich die Rillen auf der Unterseite des Armbands, denn diese können ein wenig drĂŒcken, wenn man das Armband zu eng einstellt (ist aber nötig, damit der Pulsmesser richtig funktioniert), ich scheine mich aber auch gerade in einem Bereich zu befinden, bei dem das Band entweder zu lose oder zu fest ist. Das klingt schlimmer als ist, denn grundsĂ€tzlich trĂ€gt sich die Uhr sehr angenehm. Auch das Display lĂ€sst sich selbst bei hoher Sonneneinstrahlung ganz gut ablesen, vorausgesetzt, man vergisst nicht die Helligkeit einzustellen bevor man das Haus verlĂ€sst, denn sonst erkennt man so gut wie nichts auf dem Display. Hier liegt ein wichtiger Kritikpunkt: Warum konnte kein Lichtsensor eingebaut werden, der eine automatische Helligkeit einstellen könnte? So muss man sich ein wenig mit der Uhr auskennen, um zu den Einstellungen zu kommen und dort unter Anzeige die Helligkeit zu erhöhen, denn das Display ist auf niedriger Stufe im Sonnenlicht einfach nicht mehr (gut) abzulesen. Ist die Helligkeit aber erstmal eingestellt, kann man sich wirklich nicht beklagen. Samsung hat sogar einen âOutdoor-modusâ auf Stufe 6, den ich aber eigentlich nie benutze, da man schon auf 4 eigentlich alles ausreichend erkennen kann (zumindest lĂ€sst sich die Uhrzeit ablesen und auch Nachrichten, der Hintergrund ist allerdings bei starkem Sonnenlicht gar nicht mehr zu erkennen). Das Display ist zudem leicht abgerundet, das sieht gut aus und lĂ€sst die Uhr weniger stören. Gleichzeitig wirkt es futuristisch und man erntet doch den einen oder anderen Blick auf das GerĂ€t und das Handgelenk. Das GehĂ€use der Samsung Gear Fit besteht aus Plastik, von dem Silbernen Rand um das Display bis hin zum Ein-,Aus-Knopf. Nur die 5 Pins fĂŒr den Ladeadapter sind aus Metall. Ebenfalls auf der Unterseite ist der Pulsmesser, welcher sich ein bisschen von der Unterseite abhebt.
Sobald die Uhr angeschaltet ist, muss sie mit einem Samsung Galaxy GerĂ€t gekoppelt werden, erst dann lĂ€sst sich die Samsung Gear Fit verwenden (interessanter Weise macht es danach keinen Unterschied, ob die Uhr gerade eine Bluetoothverbindung mit dem Handy besitzt oder nicht. Die Uhr lĂ€sst sich auch wunderbar ohne Smartphone bedienen und zĂ€hlt auch weiterhin Schritte, misst den Puls usw., nur Dienste, fĂŒr die das Handy benötigt wird, funktionieren dann natĂŒrlich nicht). Das Koppeln an sich ist ĂŒbrigens sehr einfach, sobald die Samsung Gear Fit angestellt, Bluetooth im Smartphone aktiviert ist und die Gear Fit App installiert wurde (Link dazu findet ihr ganz unten), erscheint schon eine Nachricht auf dem Smartphone, dass eine Samsung Gear Fit in der Umgebung entdeckt wurde. Ihr klickt auf Koppeln und bestĂ€tigt den Vorgang auf der Gear Fit. Das wars. ZunĂ€chst erstmal zur Software auf der Smartwatch selbst, bevor ich spĂ€ter noch etwas ĂŒber die erforderliche âGear Fit Managerâ App etwas schreibe. Auf der Samsung Gear Fit lĂ€uft Tizen OS, Samsungs eigenes Betriebssystem, aber das ist nicht so wichtig. Wichtig ist das Benutzererlebnis und das ist eigentlich sehr ordentlich. Das Display aktiviert sich, sobald man die typische âich schaue auf die Uhrâ Geste macht, und das ist in den meisten FĂ€llen sehr praktisch, da man nicht erst auf den Knopf drĂŒcken muss und gerade beim Sport macht sich das bezahlt. Nachts allerdings kann es auch ein wenig stören, denn das Display leuchtet natĂŒrlich auf, sobald man den Arm ein wenig bewegt, allerdings kann das Display sehr Dunkel gemacht werden und sollte einen im Schlaf nicht stören. Hier hĂ€ngt es aber auch vom jeweiligen Benutzer ab, da man nicht unbedingt der Schlaftracker verwenden muss, wenn man keine Informationen ĂŒber die geschlafene Zeit und Informationen ĂŒber die lĂ€nge der Tiefschlafphase braucht. Trotzdem wĂ€re es schön gewesen, wĂŒrde die Uhr mit dem Einschalten der âSchlafenâ-funktion das automatische Anschalten des Displays unterbinden(Es ist doch möglich, man kann in den Einstellungen den Ruhemodus aktivieren. Dieser unterbindet alle Benachrichtigungen, auĂer gesetzte Alarme, und verhindert die Aktivierungsgeste). Dazu aber weiter unten mehr, wenn es um die Apps geht. Auch hat sich Samsung einige Gedanken bei der OberflĂ€che gemacht. Diese ist sehr aufgerĂ€umt und nach wenigen Minuten weiĂ man eigentlich, was man wo finden kann. Die Hauptseite zeigt standardmĂ€Ăig nur die Uhrzeit und das Datum an, man kann aber ĂŒber die Manager App auf dem Smartphone oder in den Einstellungen>>Uhr auf der Smartwatch auch eine andere Hauptseite einstellen, zum Beispiel die Uhrzeit und das Wetter oder die Uhrzeit und Nachrichten. Auch andere Softwareentwickler können diesen âHomescreenâ designen und ihr Lösungen ĂŒber den Google Play Store zugĂ€nglich machen. Insgesamt hat die Uhr 5 Seiten, auf denen, abgesehen von der Hauptseite, jeweils 3 Apps Platz finden können. Ab Werk sind 10 Apps installiert, welche durch das nach oben oder nach unten Scrollen erreichbar sind. Auch die Reihenfolge lĂ€sst sich ĂŒber das Smartphone Ă€ndern, ist ĂŒber die Gear selbst aber nicht möglich.  Zu den 10 Apps gehören der SchrittzĂ€hler, das Training, der Pulsmesser, der Timer, die Stoppuhr, Schlafen, Benachrichtigungen, Medienkontrolle, Einstellungen und GerĂ€t suchen. Auch Apps von Drittanbietern sind möglich, ich bezweifele aber stark, dass viele Entwickler ihre Apps an das Format der Gear Fit anpassen werden. So gibt es bislang nur 4-5 Apps im Google Play Store. Wer also auf das so genannte Ăkosystem der Smartwatch setzt, der ist hier an der falschen Adresse. Diese extra Apps landen ĂŒbrigens in einem Ordner âApp-Verbindungâ. Eine separate Auflistung dieser anderen Apps auf der Smartwatch ist nicht möglich. Die Namen der Apps erklĂ€ren meistens auch schon ihre Funktion. In der gesonderten Kategorie âSportâ gehe ich dabei auf die Leistungen der Samsung Gear Fit als Sportbegleiter ein. Programme wie Timer und Stoppuhr funktionieren natĂŒrlich ohne Probleme, habe ich persönlich aber nicht besonders hĂ€ufig verwendet. Mit der âMedienkontrolleâ lĂ€sst sich die Samsung eigene Musik App fernsteuern, sodass man sein Handy nicht mehr aus der Hosentasche ziehen muss. Man kann das Lied pausieren, zum nĂ€chsten Titel springen, zum Anfang des Titels zurĂŒck und sogar die LautstĂ€rke verĂ€ndern. Unter den Einstellungen lassen sich der Hintergrund und das Uhreninterface verĂ€ndern, unter dem MenĂŒpunkt Anzeige kann die Helligkeit eingestellt werden und die Aktivierungsgeste aktiviert oder deaktiviert werden, Bluetooth kann ausgeschaltet werden und der weiter oben beschriebene Ruhemodus aktiviert werden. Weiterhin lĂ€sst sich hier auch das eigene Profil verĂ€ndern (Geburtsdatum, Körpergewicht und KörpergröĂe und die angezeigte Einheit, also Kilometer oder Meilen) und ein Sperrbildschirm erstellen(meiner Meinung nach aber nicht besonders wichtig, da dieser sich auf der Uhr nur aktiviert, wenn die Bluetoothverbindung getrennt wurde, wer aber die Sicherheit gerne hat, der kann den Pin natĂŒrlich aktivieren). Zu guter lĂ€sst sich ein Befehl fĂŒr den Doppelklick auf den Powerknopf einstellen und die Uhr resetten. Die âGerĂ€t suchenâ Funktion startet den Klingelton des gekoppelten GerĂ€tes und zwar auf voller LautstĂ€rke, egal was vorher eingestellt wurde. Das erspart einem so manche Suchaktion, sollte man zu den Personen gehören, die ihr Samsung Galaxy GerĂ€t gerne mal rumliegen lassen. Jetzt noch ein paar Worte zu den âTrackingâ-Apps: Wie weiter oben schon beschrieben, misst der Schlaftracker die geschlafene Zeit und kontrolliert weiterhin, wie viel man sich im Schlaf bewegt hat. Anhand dieser Daten berechnet er dann die Dauer des bewegungslosen Schlafes und gibt diese in Prozent an. Interessanterweise lag ich konstant bei rund 89% bewegungslosen Schlafes. Beim sogenannten Training lassen sich 4 Sportarten auswĂ€hlen(Laufen, Radfahren, Gehen und Wandern). Die Uhr misst deinen Puls und sobald dieser gemessen wurde beginnt die Uhr zu zĂ€hlen. So erhĂ€lt man Auskunft ĂŒber die zurĂŒckgelegte Strecke, den aktuellen Puls und die verbrannten Kalorien. Unter dem MenĂŒpunkt Schritte werden die Schritte gezĂ€hlt, dabei ist es egal, wie kurz die Strecke ist. Leider zeigt die Uhr nicht direkt im Training die gelaufenen Schritte an, es lĂ€sst sich aber jederzeit bei Schritte nachgucken. Der letzte MenĂŒpunkt ist Puls und tut nichts anderes als deinen Puls zu messen. Die letzten 4 genannten Apps, also Schlafen, Training, Schritte und Puls werden ĂŒbrigens mit dem Smartphone synchronisiert und finden sich in der âGear Fitnessâ App wieder (ebenfalls kostenlos im Samsung Store erhĂ€ltlich).
Das ist das Hauptinterface der Samsung Gear Fit mit Wetteranzeige.
In diesem Ordner landen alle installierbaren Apps aus dem Play Store.
Samsung Gear Fit als Fitnesstracker
Kommen wir nun zu einem Thema, welches fĂŒr viele sehr interessant sein dĂŒrfte: Wie gut funktioniert die Samsung Gear Fit als Fitnesstracker? SchlieĂlich steckt in dem Namen ja auch Fit drin. Kurz gesagt: FĂŒr jemanden, der ganz genaue Daten haben will, ist die Uhr sichr nicht geeignet. ZunĂ€chst zu meiner persönlichen Erfahrung: Der Pulsmesser funktioniert sehr gut, wenn man kein Sport gemacht hat. Das klingt irgendwie ironisch und ist es auch, aber gerade nachdem man ein wenig geschwitzt hat, sind die Messungen sehr inkonstant, soll heiĂen: Oft gibt es Fehlermeldungen, das Signal sei zu schwach und man solle sich entspannen. Beim Fahrradfahren mit angeschaltetem Training ging der Puls teilweise auf 50 runter statt auf 100 hoch und blieb dort auch. Komischer Weise funktionierte es manchmal ganz normal und perfekt und dann auch das ganze âTrainingâ ĂŒber, aber oft war der Puls viel zu niedrig und im Vergleich zu einer Messung mit den Fingern natĂŒrlich nicht stimmig. Leider war auch die Geschwindigkeits- und Streckenmessung sehr inkonsistent und ungenau. So wurde meistens eine zu groĂe Distanz gemessen, die mit Google Maps um einiges kleiner war. Wer hier genauere Informationen möchte, dem empfehle ich diese Google+ Gruppe. Ich bin offensichtlich nicht der einzige mit diesen Problemen. Viele kritisieren hier die fehlende KompatibilitĂ€t zu Apps von Drittanbietern, wie Runtastic oder Runkeeper. Die Samsung Gear Fit funktioniert nur mit Samsungs eigenem S Health und natĂŒrlich dem Gear Fit Manager und der Gear Fitness App, wobei im Bereich Fitness hauptsĂ€chlich die Gear Fitness App aktiv ist. Diese liefert zwar schicke Grafiken und Statistiken und prĂ€sentiert die von der Uhr erhaltenen Daten sehr ordentlich, ist aber auf Grund der nicht ganz so genauen Daten fehlerhaft. Einzig die Schlafen-funktion scheint wirklich gĂ€nzlich fehlerfrei zu funktionieren und auch beim SchrittzĂ€hler gibt es soweit keine Probleme. Zumindest erhĂ€lt man ungefĂ€hr eine Vorstellung, wie viele Schritte man am Tag zurĂŒckgelegt hat (100% Genauigkeit will ich hier natĂŒrlich nicht bescheinigen). Auf Grund der nur mĂ€Ăigen Leistung als Fitnessbegleiter kann ich die Samsung Gear Fit nicht als solches an Sportler empfehlen. Hier gibt es wesentlich bessere Lösungen von anderen Herstellern, welche auch mit den groĂen Fitnessapps wie Runtastic zusammenarbeiten und auch funktionieren.
            Zum Stromsparen wird das Display nach wenigen Sekunden dunkel.
Samsung Apps auf dem Smartphone
Jetzt noch kurz zu den drei Apps auf dem Samsung Galaxy GerĂ€t. Die wichtigste ist der Gear Fit Manager. Ăber diese App wird die Verbindung mit der Samsung Gear Fit gewĂ€hrleistet und diese enthĂ€lt gleichzeitig einen Link zur Samsung Fitness App, wenn man auf Fitness drĂŒckt. Ansonsten lassen sich hier diverse Einstellungen vornehmen, wie zum Beispiel den Hintergrund einstellen, die Apps umsortieren und Einstellungen vornehmen, welche Nachrichten an die Samsung Gear Fit weitergeleitet werden. Dazu wĂ€hlt man aus der langen Liste einfach die entsprechenden Apps aus. AuĂerdem lĂ€uft die Bluetoothverbindung ĂŒber diese App, welche in der Nachrichtenleiste dauerhaft prĂ€sent ist und anzeigt, ob die Uhr verbunden ist oder nicht.  Insgesamt funktioniert der Gear Fit Manager sehr gut und ist sehr einfach und verstĂ€ndlich gehalten.
Die Samsung Fitness App wiederum sammelt wie weiter oben schon beschrieben alle spezifischen Daten, die die Uhr misst und analysiert. Es bedarf allerdings eines Konto bei Samsung, damit man Zugriff auf alle Tabellen und Statistiken hat. Ebenfalls störend ist, dass es manchmal zu Serverfehlern kam. Zu diesen Zeiten konnten die Daten der Gear Fit nicht an Samsungs Server ĂŒbermittelt werden und die Statistiken demzufolge nicht aktualisiert werden. Die Leute unter euch, die nicht so gerne ihre Daten im Internet sehen, sollten also wissen, dass viele der von der Gear Fit gesammelten Daten auch ins Internet geladen werden, solltet ihr diesen praktischen Ăberblick in der Samsung Fitness App haben wollen.
Ăber die Samsung S Health kann ich persönlich nicht so viel berichten, da ich die App nur ganz selten benutzt habe. Ich interessiere mich nicht so fĂŒr die verbrannten Kalorien und mache wenig Kraftsport und Jogging um die Funktionen voll auszunutzen. Was mir aufgefallen ist:
1. Die App ist beim Starten auf meinem Samsung Galaxy S4 sehr langsam (braucht rund 4 Sekunden) und die Daten zwischen S Health und Fitness App stimmen nicht immer ĂŒberein. Da ich aber schon grundsĂ€tzlich nicht viel von dem strengen Reglement der Kalorienzufuhr und -verbrennung halte, kenne ich mich da auch nicht so aus und möchte hier in keinem Fall irgendetwas garantieren oder schlecht machen.
Die Batterie hielt bei normaler Nutzung genau 3 Tage. Dabei kommt es natĂŒrlich stark darauf an, wie oft ihr die Uhr zum Joggen, Fahrradfahren etc. verwendet und wie Hell ihr euer Display dabei einstellt. Ich persönlich hab drauĂen eine Helligkeit von 4 gehabt, hab aber die Trainingsfunktionen nur sehr selten benutzt. Ansonsten habe ich natĂŒrlich des öfteren auf die Uhr geschaut oder kontrolliert, wie viele Schritte ich gelaufen bin und wie mein Puls ist. Insgesamt wĂŒrde ich aber sagen, dass selbst bei intensiver Nutzung die Uhr rund 2 Tage durchmachen sollte. Dabei finde es persönlich nicht schlimm, die Uhr alle 3 Tage mal an die Steckdose zu hĂ€ngen auch wenn es natĂŒrlich immer noch ein zusĂ€tzlicher Faktor ist, neben dem Tablet und dem Smartphone. Wer also viel Wert auf eine besonders lange Akkulaufzeit legt, fĂŒr den ist die Samsung Gear Fit also eher nichts. Insgesamt liegt die Smartwatch/Fitnesstracker bei der Akkulaufzeit im Mittelfeld zwischen den Android Wear GerĂ€ten und den Fitnesstrackern ohne eigenen Bildschirm.
So sehen die Einstellungen aus. Hier findet man auch die Informationen ĂŒber den aktuellen Ladestand der Uhr
Jetzt geht es zum schwierigsten Teil. Insgesamt ist die Samsung Gear Fit eine halbwegs gelungene Mischung aus Fitnesstracker und Smartwatch, aber auch nur halb. GroĂe Kritikpunkte sind hier die ungenauen Daten bei der Messung von sportlichen AktivitĂ€ten und das mehr oder weniger abgeschlossene Tizen OS mit nur ganz wenigen Apps von Drittanbietern. Auch dĂŒrfte die Akkulaufzeit zu wenig fĂŒr den einen oder anderen sein.Was die Uhr hingegen sehr gut kann ist das Empfangen von Benachrichtigungen. Bleibt nur noch die Frage:âFĂŒr wen ist denn nun die Uhr geeignet?â
Ich wĂŒrde diese Uhr Personen mit folgenden Eigenschaften empfehlen:
1. Liebe und Offenheit zu neuartiger Technik
2. der Wunsch, Nachrichten auf der Uhr zu empfangen (zum Beispiel GeschÀftsleute, die in vielen Meetings nicht auf ihr Handy gucken können oder wollen)
3. eine Begeisterung fĂŒr aktives Leben haben, aber keine genauen Daten brauchen
4. die ein Samsung Galaxy GerÀt besitzen
Das ist insgesamt eine ziemlich kleine Menge an Personen und ich glaube nicht, dass viele von diesen Menschen bereit gewesen wĂ€ren, 200⏠zu bezahlen. Wer allerdings trotz der Probleme gerne eine Samsung Gear Fit kaufen möchte, der bekommt sie auf Amazon fĂŒr 150⏠und auf ebay oder Kleinanzeigen gebraucht fĂŒr 100-130âŹ.
2014 ist das Jahr der Smartwatches, aber die Samsung Gear Fit sorgt dabei sicherlich nicht mehr fĂŒr den Durchbruch, es ist ein cooles Gadget, aber auch nicht mehr.
Hier gibts noch weitere Bilder:
Samsung Gear Fit Manager:Â http://www.samsungapps.com/appquery/appDetail.as?appId=com.samsung.android.wms&cntyTxt=262&equipID=GT-I9505
Samsung Fitness with Gear:Â http://www.samsungapps.com/appquery/appDetail.as?appId=com.sec.android.app.shealthlite&cntyTxt=262&equipID=GT-I9505
S Health:Â https://market.android.com/details?id=com.sec.android.app.shealth
Hier geht es zu der Google+ Gruppe:
Google+ Gruppe
Hier sind gesponserte Links zu Amazon (wer mich und meine Arbeit unterstĂŒtzen will, der kann ĂŒber diese Links die Produkte kaufen):
Samsung Gear Fit Smartwatch â Schwarz
Samsung Gear Fit Basic Armband in Blau
Samsung Gear Fit Basic Armband in Orange
 Was haltet ihr von der Samsung Gear Fit? Einfach nur ĂŒberteuertes Spielzeug oder habt ihr schon einen Nutzen fĂŒr sie? Schreibt das doch in die Kommentare und teilt mir bei der Gelegenheit auch mit, ob euch mein Testbericht gefallen hat und was verbessert werden kann. Auch fĂŒr Fragen stehe ich euch gerne zur VerfĂŒgung und werde diese so schnell wie möglich beantworten. Wer mehr lesen will, dem empfehle ich ein Abonnement meiner Seite auf Facebook, Twitter oder Google Plus.
Im Test: Die Samsung Gear Fit â einfach nur cooles Gadget? Die Samsung Gear Fit ist sicherlich nicht die neueste Smartwatch/Fitnesstracker auf dem Markt. Aber das hat auch seine Vorteile, denn gerade der Preis des GerĂ€tes ist nach 4 Monaten im Laden sehr attraktiv, nĂ€heres aber spĂ€ter.