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Vergangenen Freitag hat TYE den ersten Anti Gravity Day gefeiert! Gemeinsam mit unseren Gästen haben wir verschiedene Wege erkundet, um uns erfolgreich von der Schwerkraft des Alltags zu lösen. Was können wir zum Space Walk am Abend sagen? Es war uns ein Fest! Zwischen leuchtenden Baumkronen haben wir wunderbare Gespräche geführt, zusammen angestoßen und es uns gutgehen lassen. Wir möchten allen ein herzliches DANKE aussprechen, die wir bei uns im TYE Baumhaus willkommen heißen durften.
Und wir haben noch eine Überraschung! Wer in der Blauen Stunde digitial anwesend war, weiß es bereits: Für jeden Gast, der persönlich oder digital den Anti Gravity Day mit uns gefeiert hat, pflanzen wir einen Baum. Diese Zahl runden wir gerne auf und werden mit der Initiative Grow my Tree insgesamt 110 Bäume pflanzen.
Wir freuen uns jetzt schon auf den nächsten Anti Gravity Day. Auf bald!
Beethoven dis.order in der Tonhalle Düsseldorf 2021. Intruduction, La Tempesta mit Alexandre Bloch, Düsseldorfer Symphoniker, Ballett am Rhein.
Ein intensiver Probentag liegt hinter allen Beteiligten von “Prometheus dis.order”. Die medieale Inszenierung nimmt ihre finale Form an. Der Premiere heute Abend steht nichts mehr im Wege.
Einen ersten Einblick in die Choreografie von „Prometheus dis.order“ gab es vor einer Woche bei der offenen „Arbeitsprobe“ der Ballettfreunde der Deutschen Oper am Rhein. Moderiert wurde das Hintergrundgespräch von Maurice Lenhard, Dramaturg des Balletts am Rhein. Mit dabei: Choreographin Virginia Segarra Vidal, der Dramaturg der Tonhalle Uwe Sommer-Sorgente und Nick und Clemens Prokop von TYE Shows. Die 30 Gäste erfuhren Details zur Entstehungsgeschichte und Hintergründe zur Inszenierung. Marjolaine Laurendeau, Philip Handschin und Michael Foster tanzten schließlich einen Ausschnitt aus der Choreografie. Bilder: Erich Kutzera / Ballett am Rhein Düsseldorf Duisburg

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Am Wochenende gab es die ersten Technik-Proben in der Tonhalle Düsseldorf. Eingerichtet wurde unter anderem die so genannte Vignette, eine 22 Meter lange Wand, die als Gaze-Wolke ein transparentes Projektionsbild ermöglicht. Von jedem Platz in der Halle entsteht somit eine individuelle Perspektive. Technologie dient auch bei der Inszenierung von "Prometheus dis.order" als Werkzeug im Dienst der Kommunikation zwischen Werk und Publikum; eine Einladung zum Perspektivwechsel.
Noch eine Woche bis zur Premiere von „Prometheus dis.order“. Im Fokus der Konzertinszenierung: die psychische Erkrankung bipolare Störung. Betroffene leiden unter extremen Schwankungen von Stimmung, Antrieb und Aktivitätslevel. Dabei pendeln sie zwischen depressiven und manischen Phasen mitunter heftigster Ausprägung, ohne diese Wechsel kontrollieren zu können. Ein täglicher Kampf. Dazu kommt: Scham. Stigmatisierung. Und die ungeheuren Belastungsproben für alle Beziehungen, für Familien, Freundschaften und das Berufsleben. „Prometheus dis.order“ zeigt den zermürbenden Kampf mit den Stimmen im Kopf; fern ab von der beschönigten Erzählung einer Modekrankheit von Kreativen, Schauspielern und Künstlern. Hilfe finden Betroffene u.a. bei der Deutschen Gesellschaft für bipolare Störungen (https://dgbs.de/)
Im Zentrum unserer neuesten Konzert-Inszenierung für das BTHVN-Jubiläumsjahr steht ein Thema von großer gesellschaftlicher Brisanz: Die Wucht einer bipolaren Erkrankung und ihre zerstörerischen Auswirkungen. Ludwig van Beethovens Ballett „Die Geschöpfe des Prometheus“ wird zur Episode einer affektiven Störung, der Prometheus-Mythos zum Symbol des ewigen Kampfes der Stimmen im Kopf. Mehr dazu in den kommenden Tagen.
The Pandemic
Mittlerweile haben wir uns alle daran gewöhnt: Dass wir zu Hause bleiben, Abstand halten und der Fernseher, so er es nicht schon war, zum besten Freund wird. Textilhersteller fertigen Stoffmasken, Veranstaltungstechniker verkaufen Halterungen für Hygienezubehör, Brauereien improvisieren Desinfektionsmittel; die Liste lässt sich lange fortführen.
Die klassische Musik-Szene überhitzt in ihrer Zwangspause, schleudert kostenlose Streams in Netz, plant Aufführungen, die sie ohnehin wieder absagen müssen, beklagt die Misere der selbstständigen Künstler, erdulden die kurzsichtigen Entscheidungen der Politik. Aber Hand aufs Herz: jedes Opern- und Konzerthaus hofft doch insgeheim, dass es ab Herbst weitergeht wie vorher.
Wird es das? Wirklich? Ist es nicht höchste Zeit, das nachzuholen, was wir längst schon hätten tun sollen? Und zwar: Die Kultur-Szene zu rekalibrieren. Gewissermassen auf den Prüfstand zu stellen. Als Zivilisation haben wir uns in satt 200 Jahren an vieles gewöhnt. Zum Beispiel, wie Konzerte stattzufinden haben. Wie Klangkörper organisiert sind. Wie sich ein Publikum zu verhalten hat.
Die Krise ist nicht nur Chance für eine endlich vernünftige Klimapolitik, sondern auch für eine ehrlichere, inspirierte Musikkultur, die uns Menschen positiv verändert. Nicht nur für das schwindende (oder längst verschwundene?) Bildungsbürgertum, sondern für eine breite Öffentlichkeit. Erst dann können wir zurecht fordern, dass Musikkultur als systemrelevant eingestuft werden muss.
Die Premiere unseres inszenierten Konzerts Time Travellers mit dem Rundfunkchor Berlin unter Gijs Leenaars sollte Ende März im Radialstem V stattfinden. Wäre nicht die Corona-Pandemie wie eine Dampfwalze über unsere Köpfe hinweggerollt. Eineinhalb Jahre intensiver Vorbereitung sind erst einmal ohne Effekt. Ein bisschen wie ein Elfmeter, der nicht ausgeführt werden darf.
Die Musik ist allemal wert gehört zu werden. Dank Spotify geht das auf Knopfdruck. »The Passing of the Year« des britischen Komponisten Jonathan Dove bildet das Rückgrat des Abends, dazwischen gibt es Johannes Brahms, Claude Debussy, John Dowland und Robert Heppener.
Die Musik hätten wir mit Sound Interferences kontrastiert, wie wir sie bei Vêpres Siciliennes in der Bayerischen Staatsoper eingesetzt haben. Es sind Störungen, die paradoxer Weise verbinden und die die Kraft besitzen, uns in andere Zeiten zu beamen. Über allem steht die Frage: Würdest du es wagen, weit in die Zukunft zu reisen, ohne Wiederkehr? Uns wird mulmig bei diesem Gedanken. Wir hoffen, Time Travellers in naher Zukunft nachzuholen. Das wird ganz schön spektakulär!

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Eine Fahrt mit der Polybahn
“Encounter” haben wir unsere Licht-Installation im aki getauft. Während der Adventszeit schicken wir kurze Botschaften an die Fahrgäste der UBS Polybahn im Zentrum Zürichs. Es sind kurze Impulse nur, aber sie können ein Leben verändern.
LED Show
Immersiver Sound
"Wir haben ein Zelt. Schafft ihr es, dass es so klingt we ein Konzertsaal?” Bei dieser Anfrage konnten wir ein mildes Lächeln nicht verkneifen. Ja, können wir. Und ja, es ist erschwinglich. Und selbstverständlich: Es klingt ausgezeichnet!
Unsere Freunde vom Verbier Festival mussten ihre Master Classes auslagern. Und so entstand die Idee, sie in einem temporär installierten Spiegelzelt stattfinden zu lassen. Ein paar Tage in Verbier zu arbeiten ist ein bisschen wie Urlaub. Das liegt natürlich an der Höhenluft und dem familiären Spirit des Organisations-Teams. Man vergisst, dass die Arbeiten trotz alledem intensiv sind.
Wie war unsere akustische Lösung? Viele kleine Lautsprecher, von Marcus ausgeklügelte Hall-Algorithmen und ein paar Mikrofone. Exzellenter Sound ist halt doch nicht immer eine Frage des technischen Aufwands, sondern der Brainpower dahinter...
Inszenierung der Leichtathletik Teil II
Die Leichtathletik versucht seit einigen Jahren massiv, ihre Popularität zu steigern. Und das mit einigem Erfolg. Die Europameisterschaft in Berlin 2019 ist ein gutes Beispiel: Sportliche Höchstleistung ist schön. Aber ohne Show reicht’s dem Publikum nicht mehr. LED-Wände werden angekarrt, Show-Acts integriert, und sogenannte Five-Flamer spucken ihre Feuersbrunst ins Stadion hinein.
Insofern freut es uns, dass für die Deutsche Meisterschaft im Berliner Olympiastadion unserer LED-Installation “Light-Walk” zum Einsatz gekommen ist. Immer wenn die Sportler durch den Athletentunnel ins Stadion einlaufen, dann blinkt es gewaltig zu Tobis cooler Musik. Funfact: Unsere ultra-leichten LED-Stäbe haben wir mit Bindfäden abgehängt.
Inszenierung im Sakralen Raum
Kirchen sind nicht attraktiv? Bereits als Kinder haben wir gelernt, dass das nicht zwangsläufig sein muss. Unsere Eltern haben uns in die Kathedralen von Rouen und Chartres geschleift oder brachten uns romanische Kirchen im Tessin näher. Geschadet hat das nicht. Es öffnet den Blick auch für das scheinbar Selbstverständliche, das, mit dem wir Kinder aufgewachsen sind: Süddeutschem Barock.
Zum 100 jährigen Bestehen der Redemptoristen am Schönenberg (Ellwangen a.d. Jagst) wurden wir beauftragt, einen Festakt zu inszenieren. Die Geschichte des Ordens reicht vom ersten Weltkrieg bis in die Gegenwart und war geprägt von Veränderungen. Die Kirche, so viel war klar, sollte neu wahrgenommen werden. So haben wir den Altar zur Projektionsfläche umfunktioniert (wobei ein Altar nie etwas anderes sein sollte). Und die Gäste der Veranstaltung? Waren verzaubert.

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Inszenierung der Leichtathletik
Seit einigen Jahren sind wir als Partner des Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) für den Sound im Stadion verantwortlich. Gut, werden sich viele denken: Das kann ja jeder Veranstaltungstechniker. Stimmt. Und stimmt ganz und gar nicht!
Während bei Fußballspielen besoffen gegrölt wird und Rockkonzerte nah an die Schmerzgrenze gefahren werden, sind Leichtathletik-Meisterschaften besonders: Zuschauer aller Altersgruppen feuern lautstark ihre Favoriten an, wobei bisweilen drei völlig unterschiedliche Disziplinen gleichzeitig stattfinden. Ein DJ (zum Beispiel der Tobi) heizt ordentlich ein. Und da sollst du noch den Kommentator verstehen? Nur mit ihm ist das alles richtig spannend!
Sprachverständlichkeit und emotionales Erleben sind unser oberstes Gebot. Da die Meisterschaften örtlich rotieren und jedes Stadion, jede Halle, anders ist, findet vor jedem Event eine anständige Planung durch uns statt. Ach, eine gesamte Tribüne hat gerade gar keine Beschallung (Auestadion Kassel)? Hier ist eine Zusatzbeschallung, sagen wir: Sinnvoll.
Unser TEDx in Potsdam NY
Eines Tages rief Marc an und sagte: “Habt ihr Lust, unseren nächsten TEDx Talk zu eröffnen? Es geht um nichts Geringeres als die Zukunft der Kreativität.”
Das war keine Frage. Es war ein Befehl. Es gibt so viel darüber zu sagen, wo also anfangen? Wir arbeiten seit jeher mit Technologie bei unseren Inszenierungen– mit Projektion, immersivem Sound sowieso, aber auch mit interaktiver Technologie und neuartigen Mitteln. Ist zu viel Technik nicht kontraproduktiv? Entsteht Kunst nicht oft erst durch Reduktion?
Wir haben 18 Minuten Zeit für unseren Vortrag. Wer überzieht, fliegt von der Bühne. Eine These haben wir schnell gefunden: “How Technology Theatens the Arts”. Einige unserer Projekte zeigen sehr gut, wie wir Schritt für Schritt gelernt haben, wo uns Technologie unterstützt und wo wir ohne sie besser aufgestellt sind. Unsere Beispiele: Bayerische Staatsoper: Vêpres Siciliennes mit Omer Meir Wellber, Bruckners Sinfonie Nr. 8 mit Carl St. Clair und Pacific Symphony, Vineta mit Peter Dijkstra und dem Chor des Bayerischen Rundfunks.
Danke, Marc, für diese tolle Erfahrung : )
https://www.youtube.com/watch?v=QDVE6aKe6vU