Bücherliste Transhumanismus:
Hier finden Sie eine Liste mit Büchern zum Transhumanismus und zur Kritik am Transhumanismus. Die Liste wird bei Gelegenheit ergänzt, wobei neue Bücher oben eingefügt werden. Lieferbarkeit und Preise wurden am Datum der Einfügung überprüft und können sich seither verändert haben. Die Beschreibung der Bücher wurde von den Verlagen übernommen.
Ist Technik die Zukunft der menschlichen Natur?
Grunwald, Armin / Hartlieb, Justus von (Hg.)
2012, 345 Seiten, Hardcover, ISBN 978–3–86525–095–7
Niemals zuvor sind die Träume des Technischen uns so auf den Leib gerückt wie heute. Vom Antidepressivum bis zur erweiterten Gehirnfunktion, vom Gendoping bis zum Nanoroboter – »verbessert« werden soll der Mensch, bis zur Unsterblichkeit. Was aber ist mit der technologischen Perfektionierung des Menschen eigentlich gemeint? Welche Hoffnungen und Konzepte, welche Bilder und Verheißungen, welche Interessen und Unwägbarkeiten stehen hinter den Entwürfen einer »Hybrid-Anthropologie«, in der Menschliches und Technisches ineinander übergehen? Wie nah kann, wie nah darf Technik uns kommen?
Ein internationaler Essay-Wettbewerb des Forschungszentrums Karlsruhe – des heutigen Karlsruher Instituts für Technologie – hat junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler um Antworten auf diese Fragen gebeten. 36 der instruktivsten Texte versammelt dieser Band.
Prof. Dr. Armin Grunwald lehrt Technikphilosophie und Technikethik am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und leitet das dortige Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse. Er ist außerdem Sprecher des KIT-Forschungsschwerpunkts »Mensch und Technik«.
Justus von Hartlieb ist Literaturwissenschaftler und arbeitet in der Unternehmenskommunikation des KIT.
Armin Grunwald / Justus von Hartlieb: Auf dem Weg zum technisch optimierten Menschen? Ein Essay-Wettbewerb und sein Kontext
Meike Adam: Vom Leben als Prothesengott. Warum die Natur des Menschen so natürlich gar nicht ist
Sönke Ahrens: Etwas mehr Distanz bitte! Zum Selbstverhältnis des Menschen in einer technischen Welt
Imre Bárd: Transhumanismus: Selbstentfaltung oder Selbstauflösung?
Meik Bittkowski: Faustischer Drang im Turing'schen Gewand. Erlösungs-Pop für das 21. Jahrhundert
Ragnar Bödefeld: Die technologische Singularität und ihre Folgen für die Evolution des Menschen
Niels Boeing: Die offene Technosphäre
Clemens Bohrer: Cyborg-Geschichten
Sascha Dickel: The Obsolete Body? Technik als Gegenwart der menschlichen Natur
Anne Dippel: Vom Homo sapiens sapiens zum Homo sapiens optivus. Ironisches Prolegomenon für einen »Entartungsschutz des Menschen«
Franz Domaschke: Wer entscheidet worüber und warum? Zur Topographie der Frage, ob Technik die Zukunft der menschlichen Natur sei
Helena Etzold: Die wunderbare Welt der Menschheit
Thorsten Felden: Grenzgänger. Der Mensch zwischen Natur und Technik
Ernst Grabovszki: Der Körper und seine Schöpfer. Über die literarische Lüge und die human-technische Erzählung
Jürgen Gunia: Lesen und Leben. Kreativität und Intensität im Zeitalter der elektronischen Medien
Jürgen Hädrich: Homo instabilis oder Kein Versuch zur Verortung des Menschen
Oliver Herwig: Das Gesicht der Zukunft. Technik ist die zweite Natur des Menschen
Marc Jongen: Technik und Natur – eine notwendige Einheit
Nicole C. Karafyllis: »Bruno ist tot!« Die Raubtiernatur und die anthropologische Zukunft des Menschen
Alexander Kochinka: Andersts Langeweile oder Vom Lächeln der Bienen
Jörg Krenmayr: Newtopia, am 31. Juli 2056
Miriam Ji Sun Leis: Wie die Technik den Menschen verändert hat. Ein Szenario aus dem Jahre 2076
Christian Luckscheiter: Technik – und was dann?
Sven Meyer: Perfekte Menschen und echte Helden
Philip P. Moltmann: Denkenskraft
Torsten Nahm: Das faustische Gefängnis
Andreas Pfrengle: Quo vadis, Homo sapiens technologicus?
Jürgen Prokop: Ein Traum voll Wissenschaft
Elisaweta Pudowa: Wir + sie = Zukunft?
Thomas A. C. Reydon: Der Transhumanismus ist nicht vertretbar
Jörg Salman: Ich bin ein maschinelles Säugetier. Müssen wir uns vor einer Zukunft aus Technik fürchten?
Johannes Scholten: Stimmen
Stefan Selke: Sinn – Mangelware des 21. Jahrhunderts. Menschen als Werkzeuge der Veränderung in der Sphäre der Hypertechnologisierung
Alexander Singer: Kontrollierbarer Umgang mit Innovation
Katrin Sonnleitner: Was soll werden? Gedanken über morgen
Erik Strub: Das Humane ist das Konkrete ist das Humane
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Dürfen wir so bleiben, wie wir sind?
Gegen die Perfektionierung des Menschen - eine philosophische Intervention.
Ist der Mensch ein Auslaufmodell? Eine philosophische Betrachtung
Seit zweieinhalbtausend Jahren fragen Philosophen: »Was ist der Mensch?« Doch seit einigen Jahrzehnten arbeiten Naturwissenschaftler und Mediziner mit ungekannter Dynamik an seiner Neuschöpfung. Der Philosoph und Journalist Jürgen Wiebicke stellt die dringliche Frage, wie weit wir ihnen folgen wollen.
Organtransplantation, Altersforschung, Sterbehilfe, Hirndoping, Roboterethik, Gentechnik: Die Umbauarbeiten am Projekt Mensch verlaufen in rasantem Tempo. Bioingenieure und Nanoforscher, Informatiker und Neurowissenschaftler versuchen alles, um Adam und Eva zu optimieren. Werden wir schon bald aufhören, vom Menschen als Menschen zu sprechen, weil wir in nicht allzu ferner Zukunft posthumane Wesen sein werden?
Fest steht, dass das alte System unserer moralischen Überzeugungen nicht mehr funktioniert, dass wir uns entscheiden müssen: Ist der Mensch noch etwas Besonderes oder nur ein Tier unter Tieren? Müssen wir uns technologisch verbessern, damit wir klüger, schöner, glücklicher sein können? Oder dürfen wir so bleiben, wie wir sind?
Jürgen Wiebicke besucht die wichtigsten ethischen Großbaustellen unserer Zeit, auf denen darum gerungen wird, ob die Würde des Menschen noch als Fundament taugt. Denn es ist an der Zeit, gemeinsam neu über die Idee vom guten Leben nachzudenken. Ein kluges, informatives und brillant geschriebenes Buch, das hilft, in Zeiten tiefer Verunsicherung eigene Antworten zu finden auf die Frage: »Wie will ich leben?«.
ISBN: 978-3-462-04584-0, erschienen am: 02.10.2013
240 Seiten, Klappenbroschur
Preis: Deutschland 14,99 €, Österreich 15,50 €.
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