Mogel-Montag
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(Bildquelle: Club Nintendo - Magazin, Ausgabe: Februar 2001)
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Group study / Gruppenstudie. Bund fĂźr angewandte und freie Bewegung. Die schĂśne Frau, Nr. 8, 1928 | src ĂNB
Bund fĂźr angewandte und freie Bewegung in MĂźnchen (Mensendiecksystem). Die schĂśne Frau, Nr. 8, 1928 | src ĂNB Gruppenstudie. Bund fĂźr angewa
Juli 2023
Anwaltsdeko
In einem der zwei Bßcherregale der Kanzlei stehen gebundene Jahrgänge der "Neuen Juristischen Wochenschrift", von 1982 bis ungefähr 2010:
Kathrin: Die nimmst du bestimmt regelmäĂig in die Hand, alle zwanzig Jahre mal.
Die Anwältin: Seltener. Als die Kinder noch klein waren, haben wir da immer Herbarien drin gepresst, dafßr eignen sie sich ausgezeichnet. Aber das ist genau wie mit Briefmarkensammlungen, frßher waren die begehrt und hatten einen Wiederverkaufswert, wenn jemand eine Kanzlei aufgelÜst hat. Jetzt werden sie verschenkt. Meine Familie nennt sie immer "Anwaltsdeko". Eigentlich haben wir sie hierher getan, damit es ein bisschen blickdicht ist. Das Regal war schon da, und dann haben wir gedacht, wie machen wir das, dass man da nicht durchgucken kann. Und dann haben wir einfach die NJW reingestopft.
Frßher, als ich angefangen habe, im Bßro M., da war das der Stolz der Kanzlei, dass man die NJW von 1954 bis heute gebunden rumstehen hatte. Und die wurden auch tatsächlich als Sammlung verkauft fßr 3000 Mark oder so damals. Inzwischen hängen Zettel im Anwaltszimmer, wo draufsteht "NJW zum Selberabholen." Weil es komplett an Relevanz verloren hat.
Kathrin: Wann ist das ungefähr passiert?
Die Anwältin: Kann ich nicht genau sagen. Vor zehn Jahren bestimmt. Vielleicht ist es auch schon länger, dass man nicht mehr dafßr bezahlt. Also, ich hab die NJW vielleicht vor fßnf Jahren ungefähr abbestellt. Ungefähr zwei Jahre davor habe ich aufgehÜrt, die Einbanddecken zu kaufen, und ich habe die letzten Jahrgänge einfach weggeworfen.
In einer Anwaltskanzlei liegt eh sehr viel Papier rum, zumindest in einer etwas altmodischen wie meiner, und dann habe ich gedacht, ich brauch das hier nicht mehr, ich guck da nie rein. Wo man's am ehesten braucht, ist, um Entscheidungen nachzugucken. Es gibt seit längerem gute Datenbanken wie Juris, wo die Entscheidungen verĂśffentlicht werden. Aber auch der BGH hat eine sehr gut funktionierende oder mittelgut funktionierende Homepage, wo man im Grunde mit einer einigermaĂen vernĂźnftigen Suche immer das findet, was man braucht. Und auf jeden Fall findet man's leichter, als wenn man in der NJW nachguckt.
Kathrin: Wie hat das ßberhaupt funktioniert, in der NJW Entscheidungen finden? Durch geduldiges Blättern?
Die Anwältin: Ja, durch NJW-Lesen eigentlich erst mal. Und dann gab es natßrlich immer noch ein Register, das kam am Jahresende mit Stichworten. So wie man frßher halt recherchiert hat. Man hat zum Stichwort Gesamtschuldnerausgleich in der NJW geguckt: Urteile Gesamtschuldnerausgleich, oder nach Paragraph ...
Kathrin: Und das musste man dann aber fĂźr jedes Jahr extra machen, oder gab es auch noch mal zusammenfassende Register alle zehn Jahre oder so?
Die Anwältin: Das weiĂ ich nicht mehr. Aber das war die Ăźbliche Recherchemethode, in der NJW nachzuschauen, und es gab auch Urteile, dass es von einem Anwalt verlangt werden kann, regelmäĂig die NJW zu lesen, um sich juristisch auf dem neuesten Stand zu halten.
Kathrin: Was war der Anlass fĂźr dieses Urteil?
Die Anwältin: Ich weià es jetzt nicht auswendig, aber es war bestimmt ein Anwaltshaftungsfall. Solche Fälle sind immer Anwaltshaftungsfälle. Dass ein Anwalt einen Quatschprozess gefßhrt hat und der Mandant hinterher auf Anwaltshaftung geklagt hat. Und dann geht's eben darum: Konnte der Anwalt das wissen? Anwälte sagen dann immer: Ja, pf, so eine abseitige Entscheidung konnte ich ja nicht kennen. Und dann geht es eben darum: Ist das sozusagen im Pflichtbereich des Anwalts, dass er diese Entscheidung kennen konnte?
Kathrin: Und wie wĂźrde man da jetzt entscheiden, wo man offenbar nicht mehr voraussetzen kann, dass die NJW gelesen wird?
Die Anwältin: Es wird immer noch vorausgesetzt, dass man die in Fachzeitschriften verÜffentlichte Rechtsprechung kennt. Durch die Onlineverfßgbarkeit von Rechtsprechung muss man sie aber nicht mehr in Papier aufheben.
(Fragen gestellt von Kathrin Passig)
Bummi erschien erstmals am 15. Februar 1957 als Monatszeitschrift in der DDR. Ab dem Jahre 1965 erschien sie vierzehntäglich zum Preis von 0,25 Mark mit einer Auflage von 736.300 Exemplaren im Verlag Junge Welt. Sie wurde offiziell vom Zentralrat der FDJ fĂźr Kinder von drei bis sechs Jahren herausgegeben und erschien im Frei- und Kioskverkauf. Sie war als Druckmedium an erster Stelle einer gezielten Begleitung der Kinder und Jugendlichen in der DDR gedacht: fĂźr Jungpioniere folgte die ABC-Zeitung, fĂźr Thälmann-Pioniere die Trommel, fĂźr die Mitglieder der FDJ schlieĂlich die Junge Welt. Langjährige Chefredakteurin war Ursula Werner-BĂśhnke, die namensgebende Bärenfigur wurde von Ingeborg Meyer-Rey gestaltet. Ursula Werner-BĂśhnke schrieb auch den Text des Bummi-Liedes, das von Hans Naumilkat vertont wurde und in den MusikbĂźchern der 2. Klasse in der DDR erschien. Anfang der 1970er Jahre fĂźhrte die Zeitschrift die âGoldene Kindersonneâ ein: eine Ehrennadel, die die Kinder ausschneiden und (in Anlehnung an die verbreiteten staatlichen Auszeichnungen) an eine Person ihrer Wahl verleihen konnten. Von bekannten KĂźnstlern erhielt man dafĂźr ein standardisiertes, aber eigenhändig unterschriebenes Dankschreiben. (via #Wikipedia) #Bummi #Zeitung #Zeitschrift #Kinder #DDR #GDR #Ostalgie #EastGermany https://www.instagram.com/p/CGWgXmrC06z/?utm_medium=tumblr

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kurz nach der Sibylle Ausstellung, August 2020
Der Krieg
1896 | Nr. 25 - 20. JuniÂ