Bundesweiter Schulstreik
Gegen Wehrpflicht und MilitÀr
Nach dem 5. Dezember fand gestern der 2. groĂe bundesweite Schulstreik statt. Aktive von Aktion Freiheit statt Angst e.V. waren dabei. Seit 17 Jahren wenden wir uns gegen die Rekrutierung von Kindern und Jugendlichen durch "Karriereberater" der Bundeswehr. Die Geschichte hat uns gezeigt, was die Folgen ungebremster AufrĂŒstung sind. Aus dieser Erkenntnis haben wir ĂŒber Jahre im Berliner BĂŒndnis "Schule ohne MilitĂ€r" mitgearbeitet.
Waren am 5. Dezember letzten Jahres bundesweit bereits ĂŒber 55.000 bei den Demos dabei, so war auch der gestrige Tag ein Erfolg, denn die Veranstalter sehen diese Zahl auch fĂŒr den gestrigen Tag. Der Potsdamer Platz in Berlin war jedenfalls bereits 10 Minuten nach dem offiziellen Start der Kundgebung um 11h gut gefĂŒllt. Das lag auch daran, dass einige Schulen "Zubringerdemos" angemeldet hatten, die pĂŒnktlich am Startpunkt der groĂen Demo eintrafen.
Immer wieder melden sich Jugendliche und deren Eltern, weil sie ungefragt Werbung von der Bundeswehr per Post erhalten. Viele sind davon verÀrgert und wundern sich, woher die Bundeswehr ihre Adressen hat. Leider geben die EinwohnermeldeÀmter die Daten weiter, ohne das man dem zustimmen muss. Aber Jugendliche und ihre Eltern können widersprechen! Und zwar kann hier ein automatischer Brief generiert werden , mit dem diese ungewollte Datenweitergabe unterbunden wird. Damit erschwerst du die Zustellung von Post, z.B. den Fragebogen der Bundeswehr an deine Adresse.
Die Situation ist dynamisch im Moment. Widerstand jetzt hat einen spĂŒrbaren Effekt. Beteiligen sich massenhaft Menschen an der totalen Verweigerung einer Kooperation mit dem MilitĂ€r, hat dieses ein ernsthaftes Legitimationsproblem. Damit du aber mit der Ordnungswidrigkeit nicht alleine bist, sprich mit deinem Umfeld und unterstĂŒtze andere Wehrdiensttotalverweigerer.
Die FrikoBerlin (Friedenkoordination) stellt fest:
Dazu darf es nicht kommen! Schon die aktuelle Lage mit einem US PrĂ€sidenten, der gewĂ€hlte PrĂ€sidenten in Staatsstreichmanier von seinem MilitĂ€r entfĂŒhren lĂ€sst und Tausende Kilometer entfernte LĂ€nder wie den Jemen und den Iran bombardiert, ist gefĂ€hrlich genug. Dringend notwendig ist es Initiativen der UNO zu unterstĂŒtzen und ĂŒber die diversen Konflikte zu verhandeln, statt immer mehr aufzurĂŒsten und das Leben und den Wohlstand von Millionen Menschen zu bedrohen. Die Schulstreiks gegen die Wehrpflicht werden weiter gehen, darin waren sich alle Sprecher einig.
VerstĂ€ndig euch in euren Schulen ĂŒber die nĂ€chste Aktionen!
Und sagt allen Bescheid, wenn sich "Karriereberater" der Bundeswehr in euren Schulen ankĂŒndigen. Die uns bekannten nĂ€chsten öffentlichen Auftritte der Bundeswehr in Berlin und Brandenburg werden sein:
11.03. 13595 Schule an der HaveldĂŒne 9. A I Sekundarschule
12.03. 14806 Bad Belzig FlÀming-Gymnasium 11. A I
16.03. 13595 Bertolt-Brecht-Oberschule 9. u. 10. A I Oberschule
20.03. 13465 Evangelische Schule Frohnau 9.-12. A I Gymnasium
27.03. 14089 Hans-Carossa-Gymnasium 10.-12. A I Gymnasium
FĂŒr einen ausgewogenen Unterricht gemÀà dem Beutelsbacher Konsens ist es erforderlich, dass stets auch die Ansichten der Friedensbewegung in die Diskussion einbezogen werden mĂŒssen.
Mehr dazu bei https://frikoberlin.de/5-3-2026-schulstreik-gegen-wehrpflicht/ und ein Flyer zum Thema https://frikoberlin.de/wp-content/uploads/2025/12/A5_Flugblatt_Wehrpflicht_FriKo.pdf
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