Tut es gut nicht mehr allein mit dem Wissen zu sein...
Wenn jetzt was passiert, gehört es nicht mehr zu meiner Verantwortung.
Ich habe die Gemeinde informiert - mehr kann ich nicht tun.

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Habe gerade versucht, ein Telefonat zu führen.. bei einer neuen Therapeutin. Da ich mit meiner jetzigen nicht klar komme. Alles mit Angst und Stress verbunden. Dabei war nur der Anrufbeantworter dran. Das richtige Gespräch kommt erst noch 😔
Wie krass man aufgeregt sein kann, wegen einem Telefonat.
…
„Ich will 11.780 Stimmen finden“: Trump-Telefonat mit Georgias Wahlleiter was originally published on
Wenn sich das Problem von selbst löst 👀
http://1jux.net/761291?l=0&t=1
#Internetanbieter #Telefonat #Techniker #Witz #Witze #Flachwitze

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22. Februar 2020
Wo spricht sie denn?
Ich sitze noch am Schreibtisch, in meinen Ohren meine neuen kabellosen AirPod-In-Ear-Kopfhörer, als meine Frau anruft. Ich nehme das Gespräch über meine Apple-Watch an und spreche mit ihr über die AirPods. Während ich das mache, packe ich zusammen und gehe zum Auto. In Erwartung, dass die Freisprechanlage das Gespräch gleich übernimmt, nehme ich die AirPods aus den Ohren und packe sie in ihre Packung zurück.
Ich starte die Zündung und wundere mich, wo die Stimme meiner Frau herkommt. Aus den Autolautsprechern nicht, da läuft das Radio. Außerdem klingt die Stimme etwas blechern. Aus dem Handy kommt sie allerdings auch nicht. Es klingt, als käme die Stimme aus der Schachtel mit den AirPods, die ich in der linken Hand halte. Es dauert einen Moment, bis ich merke, dass meine Uhr das Gespräch übernommen hat.
(Johannes Mirus)
28. November 2019 | Hamburg S-Bahn
Mit Omi telefonieren
„Ja, Omi, mach ich.“
Ihre Stimme ist hoch, die Lippen sind spitz.
„Ich meld mich Samstag oder Sonntag wieder bei dir, ja, Omi? Versprochen, Omi!“
Sie spricht mit ihrer Großmutter am Telefon wie mit einem Kind, klingt selbst wie ein Kind, ich schätze sie auf etwa zwanzig Jahre.
„Und grüß Opa von mir, ja, Omi? Ja, Omi, bis dann, Omi, ja, danke. Tschüss, Omi!“
Sie lässt ihr Smartphone in den Schoß, ihr Kinn in Richtung Brust sinken, bevor sie den Kopf wieder aufrichtet, kurz schüttelt, die blonde Mähne durchschüttelt. Ich sehe ihr, die sich vor einer Minute telefonierend mir gegenüber hingesetzt hat, das erste Mal voll ins Gesicht. Und ich sehe eine junge, erwachsene Frau, etwa Anfang dreißig, vor mir. Ihre Lippen bilden eine breite Linie, ihre Augen sind klein, das Gesicht kantig. Alles Kindliche ist aus ihr verschwunden. Nur der Nachhall ihrer hellen, ihre Omi aus der Ferne liebkosenden Stimme klingt noch in meinen Ohren.
"Bist du verrückt? Bist doch keine Maschine!", sagte sie zu mir, als ich Ihr antwortete, dass ich 14 Stunden durchgefahren bin. Sie lachte irgendwann und Ihr Lachen klang aus tiefstem Herzen ehrlich.
Es gibt Dinge, auf die bin ich stolz, ohne dass man Stolz darauf sein kann. Ich mein, es ist mehr als krank, 14 Stunden am Stück Auto zu fahren. Doch das, worauf ich stolz bin ist nicht das kranke an der Sache, sondern das ich so intensiv durch das "gegen die Müdigkeit ankämpfen" abgelenkt bin, dass mein Kopf irgendwann nicht mehr so laut zu mich durchdringt. Jeden Tag kämpfe ich mit den Nachfolgen vom Überfall, es sind schon Kleinigkeiten wie ein "knallender Motor", bei dem ich aufschrecke, dabei waren es Messer und keine Pistole. Mein Kopf gibt damit keine Ruhe, dabei versuche ich es in der Therapie zu verarbeiten. Ich versuche tagtäglich die Erinnerungen zu unterbinden. & mein Kopf führt Verbindungen ein, die es nicht gegeben hat. Ich weiß das. Mein Körper weiß das. Doch mein Kopf sagt auf einmal "Genau so war es, also hab gefälligst Angst davor!" & mein Körper reagiert. & in diesen Momenten bin ich der Welt komplett ausgeliefert. Jeder sieht, wie ich zusammenschrecke, entweder spontan schnell laufe oder mir "sichere Orte" suche. Jeder sieht, wie unsicher ich seit dem Raubüberfall in dieser Welt bin. Wie ich Angst habe. Wie ich schamlos ausgeliefert bin. Wie mein Selbstwertgefühl von einem, auf den anderen Moment schwindet.
& dann weiß ich "Ich bin keine Maschine". Da hat sie recht. Ich bin keine Maschine. Ich bin lediglich ein Geschädigter dieser Gesellschaft, dieses Raubüberfalls, der seinen Körper zwingt, aufzugeben, vor Dingen Angst zu haben, die Ihm vorher auch keine Angst gemacht haben.
Ich bin keine Maschine. Ich bin lediglich ein Geschädigter dieses Raubüberfalls, der Tag für Tag dafür kämpft, dass er endlich sein Schmerzensgeld und die Opferentschädigung bekommt.
Ich bin keine Maschine. Ich bin lediglich ein Geschädigter dieses Raubüberfalls und stürze mich in die Arbeit, da ich keine Konzentration seit dem Raubüberfall für das Studium habe.
Ich bin keine Maschine.
Ich bin ein Geschädigter.
Ich habe Dinge durchlebt, die mich mehr und mehr zu Fall brachten.
Du hast recht, ich bin keine Maschine. Das muss ich einsehen und mich um meinen Körper kümmern.
Manchmal ist es nur ein Satz in einem 30-minütigem Gespräch, der einem Menschen mitteilt "Ich mach mir Sorgen um dich, denn du bedeutest mir was."
- eigenes @chrisneedshugs