Der Urgrund-Ton
Du hast mich eingebunden, Waldgott. Tag für Tag, dreieinhalb Jahre lang, wie Efeu sich ums warme Fichtenholz schlängelt. Und ich sog dich ein
wie Moos die Frucht fängt, die dem Wind erlag, und sank in deine goldnen Waldgott-Arme, und wärmte mich an deinem goldnen Schein.
Du glaubst, ich kam vom Weg ab. Doch ich bin nur fester in den Wald hineingewachsen: Ich sah die Stadt. Ich sah den Baldachin, der auf ihr lag. Ich lief die sechzehn Achsen
der weiten Welt ab, bis vor meinem Sinn das Ende war: Sternbilder lagen samtig Seite an Seite, – ihrem Licht entstammt’ ich, und mit mir du (ich weiß, woher ich bin).
Mir ging das Auge auf, als ich dich traf. Ich bin ein Gläubiger, seit deine Klänge in ihrer ungeschnitten-echten Länge mich weckten aus dem langen Seelen-Schlaf.
Und als ich plötzlich wusste, was ich war, nahmst du mich mit und zeigtest mir die Dinge: Da war mir alles Klang und alles klar, denn ich begriff: Ich lebe, weil ich klinge.
Und in dem Dickicht unsrer Melodie gingen die Jahre ihren Weg und schon wuchsen die Wurzeln mit dem Klang des Amens
ins Kernland dieser weiten Galaxie. Da gabst du mir noch einen Urgrund-Ton: Den Namen deines zweiten Waldgott-Samens.














