Harte Zeiten schaffen starke Männer.
Starke Männer schaffen gute Zeiten.
Gute Zeiten schaffen schwache Männer.
Schwache Männer schaffen harte Zeiten.
Dünger
Man ist sehr stolz auf seinen schwachen Geist
in dieser schwachen Zeit. Das passt zu uns.
Man wiederholt den Kreis und nennt es Kunst.
Nicht anecken, nicht stören. Doch das heißt,
es keimt nichts Neues. Alle Welt ist flach,
die Kugel nie entdeckt. Entdeckung brennt.
Entdeckung ist das tödliche Fragment,
welches die Welt in hundert Stämme brach.
Und wo ein Stamm den anderen begreift,
da fließt das Blut, und schreibt sich ins Papier.
Dann teil man auf: in ferner, fern und hier,
bis neue Karten hässlich und gestreift
beweisen, das es stimmt: Wir schneiden, bis
ein Brei entsteht. Dann ist kein Unterschied
mehr zu erkennen, und dasselbe Lied
tönt aus den Sprechern, und der kleinste Riss
fällt allen auf, die sich in Freiheit sehn.
Dann drehn sich die Spiralen weiter ein,
und alles, was versuchte, wahr zu sein,
wird wie der Saft in seinen Baumstamm gehn.
Dann blühen wieder neue Länder auf,
und bauen Städte, backen frisches Brot,
und malen Farben: ocker, himmel, rot;
und wiederholen einen Streckenlauf,
der sie zu dem erbaute, was sie sind;
bis eines Nachts ein Volk vom andren liest,
und so begreift, dass es nicht ewig ist,
weil jeder Stamm aus einem Brand beginnt.
Dann wird geschnitten, bis die Karte ganz
wie Brei gegessen werden kann. Es fällt
erneut ein Land, und düngt die schwache Welt
mit stolzem Wuchs und altbekanntem Glanz.