Ich wurde mal gefragt, was mir auf dieser Welt heilig sei.
Damals wusste ich keine eindeutige Antwort und habe oft und lange darüber nachgedacht, was mir heilig ist.
War es mein Handy? Meine Bücher? Mein gesamter Besitz? Meine Freunde und Familie? Mein eigenes Leben? Meine Gesundheit? Nach und nach stellte ich fest, dass nichts von alldem die richtige Antwort war. Natürlich, war mir das meiste von dem, was ich besaß und die meisten Menschen um mich herum wichtig, doch sie waren nicht heilig.
Die Jahre zogen ins Land, ich wurde Teenager, machte meinen Abschluss, machte eine Ausbildung und wurde erwachsen. In dieser Zeit wurde das Thema Umweltschutz und Klimawandel immer größer und größer und immer mehr Naturkatastrophen geschahen. Überflutungen, Waldbrände, der Schnee wurde im Winter immer weniger und blieb schlussendlich fast gänzlich weg. Alles sah für mich danach aus, als wolle unsere Welt sich rächen. Und ausrotten. Wegen dem, was wir ihr alles angetan haben und es noch immer tun. Wälder zerstört, Tierarten ausgerottet, Kriege geführt, und gegenseitig verletzt und umgebracht, Atomkraftwerke und vieles mehr. Wir haben die Welt, die Erde, unseren Planeten verletzt und zerstören ihn immer weiter.
Wir erforschen das Weltall nach einem weiteren, bewohnten Planeten, nach intelligenten Lebewesen wie Aliens. Dabei frage ich mich....
Können wir erstmal auf der Erde Intelligente Wesen finden?
Es heißt, der Mensch wäre das intelligenteste Wesen der Erde, weil wir sprechen können, lernen können - unendlich lernen, doch sage mir.... Warum lernen wir dann nicht aus unseren Taten? Reichen zwei Weltkriege denn nicht aus um zu verstehen, dass Waffen nur Leid mit sich bringen? Das Streit und Konflikte zwischen Ländern nur zu etwas größerem führt? Wenn ihr mich fragt, ist der Mensch dumm. Denn würden Mäuse eine Mäusefalle erfinden, wenn sie es könnten? Würden Bäume eine Kettensäge oder eine Axt erfinden, mit denen man andere Bäume fällen kann? Nein das würden sie nicht. Doch der Mensch erschafft Panzer, Waffen, Drogen und vieles mehr. Vieles für den angeblichen Schutz. Doch denkt nach, braucht man wirklich Waffen, um sich zu schützen? Früher, in weit entfernter Zeit haben wir Waffen gebaut, aber nicht um uns zu schützen, nein, ursprünglich waren sie unser Werkzeug um unser Überleben zu sichern. Sie waren unsere krallen, unsere spitzen Zähne, mit denen wir unsere Beute erlegt haben, um etwas zu essen. Aber wir haben uns damit nicht selbst bekämpft. Das kam erst mit der Zeit, als der Mensch habgieriger wurde, verlernte zu teilen, anderen zu helfen.
Das ganze erinnert mich an das derzeitige "Problem" mit den Wölfen. Wir hatten sie beinahe ausgerottet und waren froh, dass sie wieder hier sind. Doch was wir nicht bedacht haben... Dadurch, dass wir ihnen so viel Lebensraum - den Wald, genommen haben, gibt es auch nicht mehr so viel Beute wie früher und zeitgleich sind sie näher an uns Menschen. Nun frage ich dich: Wenn du die Wahl hättest zwischen einem reichlich gedecktem Buffet und einem Tier, welches zu zuerst fangen und erlegen musst, wie würdest du dich entscheiden? Ich denke jeder würde das Buffet wählen und dort essen. So ergeht es auch dem Wolf. Er sieht die Rehe im Wald, welche ihm womöglich entkommen könnten und dann sieht er eine Herde Schafe, umgeben von einem Zaun, welchen sie nicht bezwingen können. Hat irgendjemand wirklich geglaubt, die Wölfe würden dann noch ein Tier jagen, welches die Chance hat zu entkommen?
Und dann kommen die oberschlauen von weit oben, die sagen :erschießen wir das Alphatier, den Leitwolf!
Mal im Ernst, was soll der Schwachsinn denn bringen? Glaubt ihr, das Rudel wartet, bis ein Reh vorbei springt, nur weil sie keinen Anführer mehr haben und greifen dann lieber dieses an, als eingezäunt Schafe? Und davon abgesehen, wenn das Alphatier stirbt, kommt ein neues. Wollt ihr wieder alle Wölfe ausrotten? Nur weil sie nicht nach eurer Nase tanzen? Wer hat denn die Schafe für sich beansprucht, die ganzen vielen Tiere ausgerottet und den Großteil der Wälder zerstört, in denen die verschiedenen Tiere ungestört jagen konnten?
Wir Menschen sind egoistische, selbstverliebte Wesen, welche nicht an die Folgen ihrer Taten denken. Erst jetzt, wo es fast zu spät ist, denken wir darüber nach.
Die Kinder unserer Enkel werden die Welt, wie wir sie kennengelernt haben - mit vielen Tieren, einem riesigen Eismeer und Eisbergen, einem herrlichen verschneiten Winter nicht mehr kennenlernen, wenn wir nicht alle an einem strang ziehen.
Und wer von euch jetzt sagt - Ja aber die Politiker....
Die Politiker sind die Untergebenen des Volkes und soll den Willen des Volkes umsetzten. Wir sind nicht den Politikern untergebenen, wir stehen über den Politikern nicht umgekehrt! Und wenn sie das ganze weiterhin abtun, sagen es sei nicht so wichtig dann müssen wir ihnen deutlich machen, dass es wichtig ist! Es ist unsere Erde! Unser Planet! Unser Leben und vor allem, es ist unsere Zukunft! Unsere Nachkommen müssen auf dieser Welt, die wir zerstören leben! Also hört auf euch ausreden einfallen zu lassen und tut etwas! Jeder Beitrag zählt!
Und sei es nur, dass du die massentierhaltung nicht mehr unterstützt, sondern darauf achtest, wo deine Lebensmittel herkommen, dass du an Hilfsorganisationen spendest oder sogar Bäume pflanzt! Hauptsache du tust etwas.
Denn eines ist mir in all den Jahren klar geworden. Ich möchte keine zerstörte, traurige Welt. Ich möchte eine glückliche Welt haben, eine mit vielen verschiedenen Lebewesen und einer Menschheit die zusammenhält und sich nicht gegenseitig bekriegt.
Ich weiß nun, dass die Erde das einzige ist, was auf dieser Welt heilig ist.
Denn unsere Erde gibt es nur einmal. Und wir sollten ihr dankbar sein, für alles.