âAnschläge werden meist von Ausländern verĂźbtâ
Realität laut BKA, Europol & Terrorismusforschung
In Deutschland stammen die Mehrheit der politisch motivierten Gewalttaten (inkl. Anschläge) von deutschen Tätern.
Besonders im Bereich rechtsextremer Gewalt liegt der Anteil deutscher Täter bei ßber 90 %.
Islamistische Anschläge sind selten, aber wenn sie vorkommen, sind die Täter häufiger nicht-deutsch â das verzerrt die Wahrnehmung.
Warum das Vorurteil entsteht
Medien berichten ßberproportional ßber islamistische Anschläge.
Rechtsextreme Anschläge werden oft als âEinzeltäterâ, âAmokâ, âpsychisch krankâ gerahmt â obwohl sie politisch motiviert sind.
2ď¸âŁ âAnschläge von Ausländern haben meist einen islamistischen Hintergrundâ
Teilweise richtig â aber nur, wenn man nur die seltenen Fälle betrachtet, in denen Ausländer Anschläge verĂźben.
Die absolute Zahl islamistischer Anschläge in Deutschland ist sehr gering.
Wenn ein Anschlag tatsächlich von einem nicht-deutschen Täter stammt, ist der islamistische Hintergrund statistisch häufiger als andere Motive â aber das liegt daran, dass andere Formen politischer Gewalt (rechts, links, staatsfeindlich) Ăźberwiegend von Deutschen begangen werden.
Nicht-deutsche Täter â häufiger islamistisch motiviert
Gesamtbild â islamistische Anschläge extrem selten
3ď¸âŁ âAusländische Täter bei Anschlägen haben selten psychische Ursachenâ
Bei Einzeltätern â egal ob deutsch oder nicht-deutsch â spielen psychische Faktoren oft eine Rolle.
Auch bei islamistischen Tätern gibt es häufig eine Mischlage aus:
psychischer Instabilität
ideologischer Radikalisierung
Warum das Vorurteil existiert
Medien rahmen deutsche Täter oft als âpsychisch krankâ.
Ausländische Täter werden häufiger als âideologisch motiviertâ dargestellt.
Das ist Framing, kein Fakt.
4ď¸âŁ âDeutsche Täter von Anschlägen haben meist psychische Ursachenâ
Teilweise richtig â aber stark verzerrt.
Bei deutschen Tätern wird psychische Erkrankung häufiger betont, selbst wenn der Anschlag klar politisch motiviert ist (z.âŻB. rechtsextrem).
Das fĂźhrt zu einer systematischen Entpolitisierung deutscher Gewalt.
Psychische Faktoren spielen bei allen Tätergruppen eine Rolle.
Aber: Rechtsextreme Gewalt in Deutschland ist ßberwiegend ideologisch motiviert, nicht primär psychisch.
5ď¸âŁ âAusländer in Deutschland sind durchschnittlich krimineller als Deutscheâ
Komplex â aber das Vorurteil ist in dieser Form falsch.
Wichtige Fakten aus der Kriminalstatistik
Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) ist keine Täterstatistik, sondern eine Tatverdächtigenstatistik.
Ausländer sind darin Ăźberrepräsentiert, aber aus GrĂźnden, die nichts mit âNationalität = Kriminalitätâ zu tun haben:
HauptgrĂźnde fĂźr die Verzerrung
JĂźngere Männer sind weltweit krimineller â und Migranten sind Ăźberdurchschnittlich jung.
SozioĂśkonomische Faktoren (Armut, prekäre Lage) erhĂśhen Kriminalität â unabhängig von Herkunft.
Kontrolldruck ist hÜher (Polizei kontrolliert bestimmte Gruppen häufiger).
Touristen und Durchreisende zählen als âAusländerâ in der PKS.
Illegale Aufenthalte sind per Definition Straftaten â das erhĂśht die Statistik kĂźnstlich.
Wenn man diese Faktoren herausrechnet:
â Kein signifikanter Unterschied zwischen Deutschen und Ausländern.
6ď¸âŁ âAusländer in Deutschland sind hier krimineller als in ihren Heimatländernâ
Falsch â und statistisch nicht sinnvoll messbar.
Warum diese Behauptung nicht funktioniert
Kriminalitätsstatistiken sind zwischen Ländern nicht vergleichbar:
andere Definitionen von Straftaten
andere Erfassungsmethoden
andere soziale Strukturen
Migration ist oft mit Stress, Unsicherheit, Arbeitslosigkeit und sozialer Isolation verbunden â das kann Kriminalität erhĂśhen.
Gleichzeitig sinkt Kriminalität bei Migranten oft nach einigen Jahren, wenn Integration gelingt.
Die Behauptung ist wissenschaftlich nicht haltbar.