"Allein, wenn man sich die 33 Kilometer Distanz zwischen Pastetten und Heldenstein anschaut und sich dann klar macht, dass die Planungen auf diesem Abschnitt 7 große, 72 mittelgroße und 96 kleine Brücken vorsieht, wird doch der ganze Widersinn deutlich. 175 Brücken verteilt auf 33 Kilometer! Das heißt, dass durchschnitlich alle 188 Meter eine Brücke beginnt. Das sind doch planerische Luftschlösser. Hätte man sich in den vergangenen 40 Jahren die Spatenstecherrituale auf Seiten der CSU gespart und stattdessen für jeden Spatenstich einen Kilometer auf der B 12 zügig ausgebaut, wäre die Region heute weiter. Über die adäquate Anbindung des Chemiedreiecks haben schon meine Großeltern gesprochen. Jetzt werden auch noch ihre Ur-Urenkel für diese - durch die CSU verursachte Fehlplanung - blechen müssen. War es vielleicht Edmund Stoiber, der als damaliger Ministerpräsident Einfluss darauf genommen hat, dass der Regierungsdirektor B. von der Regierung von Oberbayern am 3. Juli 2000 sämtliche Äußerungen und Stellungnahmen zum großräumigen Trassenvergleich als überholt zurückgezogen hat? Und dann nur noch das Isental im Visier war? Damit die CSU in der Region sagen kann, schaut mal, wir drücken jedes Projekt gegen die Bevölkerung durch?
Die jetzt im Entwurf des Bundeshaushalts von 2014 veranschlagten 900 Millionen Euro für die Strecke Pastetten-Heldenstein setzten dem Ganzen noch die Krone auf. Bislang ist Öffentlich-Private-Partnerschaft (ÖPP) ja streng geheim. Und immer da, wo sich die CSU besonders heftig gegen jedwege Transparenz wehrt, müssen bei uns Bürgerinnen und Bürgern alle Alarmglocken läuten. Und die Vorstellung, dass hier jeden Tag unser Steuergeld an der falschen Stelle vergraben wird, und trotzdem nichts vorangeht, finde ich schwer erträglich.
Stephan Mayer und Ingrid Heckner - dem A-94-Kümmerer-Duett - muss doch bei diesen neuen Zahlen auch der Spaten aus den Händen fallen!"