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Messerattacke in London: TĂ€ter mit psychischen Problemen?
Ein 19-JĂ€hriger hat mit einem Messer in der Londoner Innenstadt um sich gestochen und eine Frau getötet. Die Polizei setzte ihn mit einem Elektroschocker auĂer Gefecht. Laut Polizei könnten psychische Probleme ein Motiv gewesen sein. Auch Terror schlieĂen die Beamten nicht aus.
Von Stephanie Pieper, ARD-Studio London
Gegen halb elf gestern Abend hatten Passanten am Russell Square im zentralen Londoner Stadtteil Bloomsbury die Polizei gerufen â nachdem sie beobachtet hatten, wie ein Mann mit einem Messer dort auf mehrere Menschen losging. Binnen fĂŒnf Minuten, sagt Mark Rowley von der Metropolitan Police, seien die Beamten am Tatort gewesen.
Dort fanden die Polizisten sechs Menschen verletzt vor: Eine Frau â zwischen 60 und 70 Jahre alt â konnten die RettungskrĂ€fte nicht retten, sie starb wenig spĂ€ter. NĂ€here Angaben zum Opfer machte die Polizei bislang nicht. Unter den fĂŒnf weiteren Verletzten sind laut Rowley vier MĂ€nner und eine Frau.
Wie schwer ihre Verletzungen sind und ob jemand in Lebensgefahr schwebt, dazu Ă€uĂerte sich Rowley nicht. Kurz nach ihrem Eintreffen am Tatort nahmen Polizisten einen 19-jĂ€hrigen TatverdĂ€chtigen fest und setzten dabei einen Elektroschocker ein.
Messerattacke im Zentrum von London (unkommentiert)
04.08.2016
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Der Hintergrund der Tat ist noch unklar. Derzeit deutet laut Polizeikommissar Rowley einiges darauf hin, dass die psychische Verfassung des jungen Mannes eine Rolle gespielt haben könnten.
Die Ermittlungen fĂŒhrt die Mordkommission der Londoner Polizei, aber auch die Anti-Terror-Einheit von Scotland Yard ist eingebunden â denn auch Terrorismus als ein mögliches Motiv will Rowley zum jetzigen Zeitpunkt nicht ausschlieĂen.
Der Tatort am Russell Square ist abgesperrt, Beamte der Spurensicherung sind im Einsatz. In der NĂ€he befindet sich der Campus des University College London, aber auch zahlreiche Hotels. Erst gestern hatte die Metropolitan Police angekĂŒndigt, binnen zwei Jahren 2.800 zusĂ€tzliche bewaffnete Polizisten auf Londons StraĂen patrouillieren zu lassen. Die ersten 600 nahmen bereits ihren Dienst auf. Polizeichef Bernard Hogan-Howe sagte, nach den jĂŒngsten AnschlĂ€gen in Westeuropa wĂ€re es dumm, die Gefahr zu ignorieren.
Bewaffnete Polizisten unterwegs
Die Polizei will durch eine stĂ€rkere PrĂ€senz bewaffneter Beamter potenzielle AttentĂ€ter abschrecken und in der Bevölkerung das GefĂŒhl der Sicherheit erhöhen. Denn britische Streifenpolizisten sind in der Regel nicht mit Schusswaffen ausgestattet. Polizeikommissar Rowley sagte in der Nacht, die Londoner wĂŒrden heute Morgen merken, dass Beamte auf den StraĂen unterwegs sind â auch solche, die bewaffnet sind.
Erst jĂŒngst hatte der Polizeichef der Hauptstadt gesagt, es sei nicht die Frage, ob London einen Terror-Angriff erleben werde, sondern wann.
Eine Tote nach Messerattacke in London
S. Pieper, ARD London
04.08.2016 06:20 Uhr
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Neuester Kommentar von âWolfgang Teinerâ am 04.08.2016 07:26 Uhr
Natuerlich nur eine wilde Spekulation. Aber wann wird durch die deutschen Medien bekannt gegeben, das auch dieser Taeter aus dem nahen Osten stammt? Aber das ist dann wohl politisch incorrekt. Ich lass mich ueberraschen.L.GâŠ.
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