Ich war immer ein Mensch, der Sicherheit brauchte.
Ordnung, Routinen, Vorhersehbarkeit – das war meine Welt. Wer mich von außen betrachtete, hätte meinen können, ich sei süchtig nach Struktur. Nach festen Abläufen. Nach einem Leben, das sich in klaren Bahnen bewegt.
Normalerweise.
Doch im Moment ist nichts mehr normal. Alles, woran ich mich klammerte, habe ich losgelassen. Alles, was mir Halt gab, über Bord geworfen. Und ich?
Ich dachte, ich würde daran zerbrechen. Aber ich bin nicht zerbrochen.
Ich bin gewachsen.
Inmitten des Chaos, ohne einen einzigen Anker, habe ich etwas gefunden, das ich nie für möglich hielt:
Meine eigene Stärke.
Ich habe keine Sicherheiten mehr im Außen – und genau dadurch erkenne ich, was für eine unerschütterliche Kraft in mir liegt. Ich bin nicht nur gefallen und liegen geblieben. Ich bin aufgestanden. Und nicht einfach nur aufgestanden – ich bin aufgestanden mit einem brennenden Stolz in der Brust, wie ich ihn noch nie gespürt habe.
Ich bin mein eigenes Fundament. Meine größte Sicherheit. Mein Glück.
Was ist alles möglich, wenn ich beginne, an mich zu glauben? Wenn ich diese Stärke anerkenne, nicht als Ausnahme, sondern als Wahrheit?
Ich bin so unfassbar stolz auf mich. So voll von Kraft, dass es mich selbst überwältigt.
Und ich weiß jetzt: Ich kann das. Ich darf groß träumen. Ich wachse selbst über mich hinaus.












