da kommt der schiffskoch mal auf neue ideen! er möchte ein indonesisches rezept für die mannschaft zubereiten, die er schon lange mit seinen kochkünsten beglückt. ein indonesisches rezept, das er aus seiner jugend kennt. und so nimmt er vom landaufenthalt ein kleines böcklein (verbotenerweise) mit an bord des schiffes, eines schiffes, das sich nicht von der stelle bewegt.... es ist ein feuerschiff - ähnlich einem leuchtturm. doch scheinbar will der ziegenbock dem koch einen strich durch die rechnung machen... er flieht, der koch wird krank und obendrein hat der bock scheinbar so einige freunde in der besatzung gefunden, die lieber auf ihre mahlzeit verzichten, als den bock zu essen. doch das hat fatale folgen...
mare... das ist ein verlag, den man beim wort nehmen muss. immer wieder überrascht dieser verlag mit allem, was in zusammenhang mit den großen gewässern geschrieben wird!
wie könnte man annehmen, dass ein ziegenbock protagonist eines romans sein kann, der auf dem meer spielt... das ist das faszinierende überhaupt an literatur! das, was man gar nicht erwartet! es verzaubert! ein unbändiges, scheinbar tollpatschiges geschöpf, dass teil eines eintopfes werden soll, macht seemannsherzen weich... man kann hier nicht sagen eine seefahrt wäre lustig und schön, sie ist hier eher tragikomisch, man kann hier auch nur teilweise den koch in der kombüse kochen sehen, und dass fleisch läuft nicht weg, da es voller maden wäre, sondern weil es eben ein ziegenbock ist, der lebt... kurzweilig rennt der bock durch die geschichte und der autor fusioniert genial tragik und komik in diesem meeresroman. diese geschichte... das ist es, was literatur zu dem macht, was es ist, ein in diesem fall fantastisches wunder trotz all der tragödie.