Im Januar 2021 schreibt Kathrin Passig ihre persönliche Heizdeckengeschichte auf und ich nicke beim Lesen sehr oft. Bei mir es nur ein Heizkissen, aber auch ich war verblendet über die Scherze darüber. Als es 2018 in den Haushalt einzieht, genieße ich es sehr, mir den Rücken damit zu wärmen.
Ich backe häufig Brot und Kuchen aus Hefeteig. Im letzten Schritt vor dem Backen müssen die Teiglinge eine Zeitlang ruhen, damit die Hefen ihre Arbeit tun können und das Gebäck luftig wird. In meiner Wohnung hat es selten mehr als 20°C, dementsprechend lange dauert dieser Prozess. Wärme würde das Ganze beschleunigen, aber ich möchte deswegen nicht die ganze Küche aufheizen. Weil ich ungeduldig bin, schiebe ich das Brot oft zu früh in den Ofen und es wird nicht so fluffig, wie ich es gerne hätte. Irgendwann erkenne ich, dass das Heizkissen eine Temperatur erzeugt, die nicht nur für meinen Rücken, sondern auch für die Arbeit der Hefezellen optimal ist. Ab da stelle ich das Backblech zum Gehen auf das Kissen und fortan reift der Teig ganz fix. Jetzt muss ich eher aufpassen, dass die Teiglinge nicht zu spät im Ofen landen. Brot und Kuchen werden wunderbar fluffig.