"abrĂŒsten statt aufrĂŒsten" ĂŒbergibt 90.000 Unterschriften
#Aufstehen: Keine deutsche Beteiligung am Krieg gegen Syrien!
Kollegen von âabrĂŒsten statt aufrĂŒstenâ ĂŒbergaben symbolisch am 13.09.2018 die bislang gesammelten weit ĂŒber 90.000 Unterschriften. Inzwischen ist die Sammlung schon auf ĂŒber 100.000 Unterschriften angewachsen.
AnlĂ€sslich der angekĂŒndigten Erhöhung des Verteidigungshaushalt um 11,9% auf 42,4 Milliarden Euro, der höchsten jĂ€hrlichen Erhöhung dieses Etats seit mindestens 30 Jahren, haben Mitglieder des Arbeitsausschusses der Initiative âAbrĂŒsten statt aufrĂŒstenâ die Bundestagsfraktionen ĂŒber den Stand der Unterschriftensammlung informiert.
In GesprĂ€chen mit Vertretern der Fraktionen von SPD, BĂŒndnis 90/Die GrĂŒnen und der LINKEN (die AFD wurde nicht angefragt, GesprĂ€che mit der CDU und FDP kamen nicht zustande) wurde auf die groĂen Gefahren fĂŒr den Weltfrieden durch die 2% (vom Bruttosozialproduktes) Forderung der NATO fĂŒr RĂŒstungsausgaben hingewiesen. FĂŒr Deutschland wĂŒrde das nach Berechnungen des SWP fĂŒr 2024/25 ca. 85 Milliarden Euro oder mehr als 20% des Haushaltes bedeuten.
Bei den GesprĂ€chen wirde auch ĂŒber die von Verteidigungsministerin von der Leyen angekĂŒndigte Steigerung um weitere 60 Milliarden fĂŒr Krieg und RĂŒstung fĂŒr das sogenanntes âFĂ€higkeitsprofilâ der Bundeswehr bis zum Jahr 2024  gesprochen und Protest dagegen angekĂŒndigt. Das Geld wird dringend woanders gebraucht - im Aufruf âabrĂŒsten statt aufrĂŒstenâ heiĂt es:
âZwei Prozent, das sind mindestens weitere 30 Milliarden Euro, die im zivilen Bereich fehlen. So bei Schulen und Kitas, sozialem Wohnungsbau, KrankenhĂ€usern, öffentlichem Nahverkehr, kommunaler Infrastruktur, Alterssicherung, ökologischem Umbau, Klimagerechtigkeit und internationaler Hilfe zur Selbsthilfe.â
Die diesjĂ€hrige Erhöhung des RĂŒstungshaushalts geht weit ĂŒber die Absprache im Koalitionsvertrag hinaus und wurde nur durch massive Polemik von CDU/CSU-Seite und durch fehlenden Widerstand auf SPD-Seite möglich. Auch die "Ăberlegungen" des Verteidigungsministeriums ĂŒber eine Beteiligung an einem Krieg gegen Syrien sind eine gefĂ€hrliche Entwicklung. Allein das Nachdenken ĂŒber ein militĂ€risches Vorgehen gegen die Regierungstruppen eines fremden Landes mĂŒsste dazu fĂŒhren, dass die zustĂ€ndige Ministerin ihren Hut zu nehmen hĂ€tte. Doch bisher hört man von SPD Regierungsseite nur halbherziges Abwinken.
Um dem SchĂŒren eines Krieges, der sich durch Beteiligung der USA und Russland schnell zu einem Weltkrieg ausweiten könnte, eine Absage zu erteilen, findet ĂŒbermorgen
Mo, 17.09.18 ab 18h am Brandenburger Tor, Pariser Platz
eine Kundgebung "#Aufstehen: Keine deutsche Beteiligung am Krieg in Syrien!"
statt. Im Aufruf zu der Kundgebung wird gefordert:
Angesichts der dramatischen VerschĂ€rfung des Krieges in Syrien wenden wir uns entschieden gegen eine weitere völkerrechtswidrige Beteiligung Deutschlands an den Luftangriffen in Syrien. Der wissenschaftliche Dienst des Bundestages hat jetzt festgestellt: âIm Ergebnis wĂ€re eine etwaige Beteiligung der Bundeswehr an einer Repressalie der Alliierten in Syrien in Form von âVergeltungsschlĂ€genâ gegen Giftgas-FazilitĂ€ten völkerrechts- und verfassungswidrig.â
Jeder Chemiewaffeneinsatz verstöĂt fundamental gegen die UN-Charta und den Chemiewaffenverbotsvertrag. Die DĂ€monisierung Syriens und damit auch Russlands ist eine Feindbildprojektion, die das eigene völkerrechtswidrige Handeln legitimieren soll. NATO-Staaten und ihre Partner haben durch ihren Bruch des Völkerrechts im Irak, in Jugoslawien, Libyen und Syrien jegliche GlaubwĂŒrdigkeit verloren.
Wer die letzten Giftgasangriffe in Syrien durchgefĂŒhrt hat, ist immer noch strittig. Die USA wissen auf jeden Fall, dass die Al Kaida Gruppen in der Provinz IDLIB, dort agierend unter dem Namen Hayat Tahrir al-Sham, ĂŒber solche verfĂŒgen. Das schrieben sie selbst in ihrer Reisewarnung fĂŒr US BĂŒrger.
Mehr dazu bei https://abruesten.jetzt/2018/09/abruesten-statt-aufruesten-bei-fraktionen-des-deutschen-bundestages/
und https://cooptv.wordpress.com/2018/09/14/aufstehen-basisgruppe-kundgebung/
und https://www.aktion-freiheitstattangst.org/de/articles/6617-20180912-stoppt-den-krieg.htm
und https://www.aktion-freiheitstattangst.org/de/articles/6621-20180915-abruesten-statt-aufruesten-uebergibt-90000-unterschriften.htm