7. Januar 2017
Bewährtes Nutzungsmuster überlebt Akkudefekt mit Explosionsgefahr
Mein altes unsmartes Handy, ein Nokia 2700, nutze ich noch für zwei Zwecke: Es dient als Backup-Gerät, wenn mein Smartphone kaputt ist, und ich höre damit im Bett Podcasts und Hörbücher, ein Ritual, das mir ungemein beim Einschlafen hilft. Dem Smartphone und diversen MP3-Playern, die alle nicht besonders lange gelebt haben, hat es vor allem eines voraus: seine Robustheit. Wenn ich beim Hören einschlafe, kommt es natürlich vor, dass ich drauf liege oder es aus dem Bett fällt. Das Nokia macht das klaglos mit. Manchmal fällt das Cover ab und die Batterie heraus, aber dann setze ich es wieder zusammen, stelle Datum und Uhrzeit neu ein und alles ist gut.
Das ist noch lange nicht kaputt!
Nachdem das wieder einmal passiert ist, bekomme ich das Gehäuse nicht mehr ganz zu. Das Cover ist noch intakt, aber der Akku ist dicker geworden. Als ich das im Techniktagebuch erzähle, empfehlen mir kundige Menschen, den Akku schnell fachgerecht zu entsorgen. Auf dem Balkon lagern! Explosionsgefahr! Hui!
Aufgeblähter Akku auf dem Balkon
Kathrin Passig wundert sich, dass es noch Geräte mit herausnehmbarem Akku gibt und fordert mich auf, die Geschichte dieser Nutzung und ihres Endes aufzuschreiben. „Wieso Ende?“ frage ich, denn natürlich ist die Nutzung nicht zu Ende und der Ersatzakku schon bestellt.
Sein aufgeblähter Vorgänger liegt inzwischen bei Saturn im normalen Entsorgungskästchen. Die Explosionsgefahr wurde dort nicht sehr ernst genommen, was mich etwas enttäuscht hat. Bis das neue Teil da ist, benutze ich mein Smartphone zum Podcast-Hören. Die Beschickung ist natürlich viel einfacher (Antennapod-App statt Winamp auf dem Computer und Übertragung per Kabel), aber das Aufpassenmüssen ist nicht schlaffördernd. Dienstag soll der neue Akku kommen. Ich freu mich schon.
(Extramittel)









