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Die Mutter aller Pandemien

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Anthropocene — Deleo ergo sum.
Mexiko: 120 Umweltkonflikte im Zusammenhang mit Bergbau
Neuer Beitrag veröffentlicht bei https://melby.de/mexiko-120-umweltkonflikte-im-zusammenhang-mit-bergbau/
Mexiko: 120 Umweltkonflikte im Zusammenhang mit Bergbau
Mexiko-Stadt. Aus Studien verschiedener Universitäten in Mexiko geht hervor, dass Bergbautätigkeiten im Land aufgrund ihrer sozialen und ökonomischen Kosten zu rund 120 Umweltkonflikten geführt haben. Die Regierung verzichte nahezu ganz auf eine Regulierung des Bergbaus sowie auf den Schutz der Umwelt und der betroffenen ländlichen und indigenen Gemeinden. Von je 1.000 Pesos (rund 44 Euro) der Steuereinnahmen von den Bergbaukonzernen kommen bei den betroffenen lokalen Gemeinden nur 15 Centavos an (rund 4 Eurocent).
In der von verschiedenen Universitäten gemeinsam veröffentlichten Umwelt-Agenda 2018 wurden Daten bis 2014 analysiert. Demnach operierten 888 Bergbau-Projekte von 268 ausländischen – vorwiegend kanadischen – Firmen auf 57,4 Prozent der mexikanischen Landesfläche (cirka 113 Millionen Hektar), die jeweils um 50 Jahre verlängert werden können.
Angaben des mexikanischen Wirtschaftsministeriums von 2014 zufolge waren sogar 3.832 transnationale Firmen im Bergbau aktiv, jedoch ohne zur lokalen Entwicklung beizutragen. Der Menschenrechtsorganisation Fundar zufolge ist in 76 Prozent der Munizipien mit Goldbergbau sowie in 87 Prozent der Munizipien mit Silberbergbau der Anteil der armen Bevölkerung höher als im Landesdurchschnitt.
Die Steuerzahlungen der Bergbaukonzerne sind nach Angaben der Zeitung La Jornada kümmerlich: 2016 betrugen sie knapp 2.509 Millionen Pesos (110 Millionen Euro), also nur 0,32 Prozent der Staatseinnahmen. Demgegenüber betrug allein im Jahr 2014 der Gewinn des Metallbergbaus 14,765 Milliarden US-Dollar, dieser wurde jedoch an die Konzernsitze in Kanada, USA und Großbritannien transferiert.
Der Tagebergbau von Metallen zerstört laut den Studien indes riesige Flächen, verändert die Strukturen der Wassereinzugsgebiete, schädigt die Böden, Flora und Fauna, vernichtet Wälder und führt zur Vertreibung und Zerstörung von Hunderten von Dorfgemeinschaften. Allein die Firma Grupo México im Bundesstaat Sonora und der Konzern Gold Corporation in Zacatecas verbrauchen mehr Wasser als die gesamte dort lebende Bevölkerung.
Die Umwelt-Agenda 2018 fordert daher von den Präsidentschaftskandidaten, ein Moratorium für neue Bergbaukonzessionen zu unterzeichnen und ein Enddatum für die gültigen Explorations- und Abbaulizenzen festzulegen. Zudem wird ein neues Bergbaugesetz gefordert, das den vom Großbergbau betroffensten Bundesstaaten erlaubt, eine Umweltabgabe zu erheben, um die ökologischen Schäden vom Anfang bis zum Ende der Bergbauprojekte zu sanieren.
Quelle
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Mexiko: 120 Umweltkonflikte im Zusammenhang mit Bergbau
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Mexiko: 120 Umweltkonflikte im Zusammenhang mit Bergbau
Mexiko-Stadt. Aus Studien verschiedener Universitäten in Mexiko geht hervor, dass Bergbautätigkeiten im Land aufgrund ihrer sozialen und ökonomischen Kosten zu rund 120 Umweltkonflikten geführt haben. Die Regierung verzichte nahezu ganz auf eine Regulierung des Bergbaus sowie auf den Schutz der Umwelt und der betroffenen ländlichen und indigenen Gemeinden. Von je 1.000 Pesos (rund 44 Euro) der Steuereinnahmen von den Bergbaukonzernen kommen bei den betroffenen lokalen Gemeinden nur 15 Centavos an (rund 4 Eurocent).
In der von verschiedenen Universitäten gemeinsam veröffentlichten Umwelt-Agenda 2018 wurden Daten bis 2014 analysiert. Demnach operierten 888 Bergbau-Projekte von 268 ausländischen – vorwiegend kanadischen – Firmen auf 57,4 Prozent der mexikanischen Landesfläche (cirka 113 Millionen Hektar), die jeweils um 50 Jahre verlängert werden können.
Angaben des mexikanischen Wirtschaftsministeriums von 2014 zufolge waren sogar 3.832 transnationale Firmen im Bergbau aktiv, jedoch ohne zur lokalen Entwicklung beizutragen. Der Menschenrechtsorganisation Fundar zufolge ist in 76 Prozent der Munizipien mit Goldbergbau sowie in 87 Prozent der Munizipien mit Silberbergbau der Anteil der armen Bevölkerung höher als im Landesdurchschnitt.
Die Steuerzahlungen der Bergbaukonzerne sind nach Angaben der Zeitung La Jornada kümmerlich: 2016 betrugen sie knapp 2.509 Millionen Pesos (110 Millionen Euro), also nur 0,32 Prozent der Staatseinnahmen. Demgegenüber betrug allein im Jahr 2014 der Gewinn des Metallbergbaus 14,765 Milliarden US-Dollar, dieser wurde jedoch an die Konzernsitze in Kanada, USA und Großbritannien transferiert.
Der Tagebergbau von Metallen zerstört laut den Studien indes riesige Flächen, verändert die Strukturen der Wassereinzugsgebiete, schädigt die Böden, Flora und Fauna, vernichtet Wälder und führt zur Vertreibung und Zerstörung von Hunderten von Dorfgemeinschaften. Allein die Firma Grupo México im Bundesstaat Sonora und der Konzern Gold Corporation in Zacatecas verbrauchen mehr Wasser als die gesamte dort lebende Bevölkerung.
Die Umwelt-Agenda 2018 fordert daher von den Präsidentschaftskandidaten, ein Moratorium für neue Bergbaukonzessionen zu unterzeichnen und ein Enddatum für die gültigen Explorations- und Abbaulizenzen festzulegen. Zudem wird ein neues Bergbaugesetz gefordert, das den vom Großbergbau betroffensten Bundesstaaten erlaubt, eine Umweltabgabe zu erheben, um die ökologischen Schäden vom Anfang bis zum Ende der Bergbauprojekte zu sanieren.
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Mexiko: 120 Umweltkonflikte im Zusammenhang mit Bergbau
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Mexiko: 120 Umweltkonflikte im Zusammenhang mit Bergbau
Mexiko-Stadt. Aus Studien verschiedener Universitäten in Mexiko geht hervor, dass Bergbautätigkeiten im Land aufgrund ihrer sozialen und ökonomischen Kosten zu rund 120 Umweltkonflikten geführt haben. Die Regierung verzichte nahezu ganz auf eine Regulierung des Bergbaus sowie auf den Schutz der Umwelt und der betroffenen ländlichen und indigenen Gemeinden. Von je 1.000 Pesos (rund 44 Euro) der Steuereinnahmen von den Bergbaukonzernen kommen bei den betroffenen lokalen Gemeinden nur 15 Centavos an (rund 4 Eurocent).
In der von verschiedenen Universitäten gemeinsam veröffentlichten Umwelt-Agenda 2018 wurden Daten bis 2014 analysiert. Demnach operierten 888 Bergbau-Projekte von 268 ausländischen – vorwiegend kanadischen – Firmen auf 57,4 Prozent der mexikanischen Landesfläche (cirka 113 Millionen Hektar), die jeweils um 50 Jahre verlängert werden können.
Angaben des mexikanischen Wirtschaftsministeriums von 2014 zufolge waren sogar 3.832 transnationale Firmen im Bergbau aktiv, jedoch ohne zur lokalen Entwicklung beizutragen. Der Menschenrechtsorganisation Fundar zufolge ist in 76 Prozent der Munizipien mit Goldbergbau sowie in 87 Prozent der Munizipien mit Silberbergbau der Anteil der armen Bevölkerung höher als im Landesdurchschnitt.
Die Steuerzahlungen der Bergbaukonzerne sind nach Angaben der Zeitung La Jornada kümmerlich: 2016 betrugen sie knapp 2.509 Millionen Pesos (110 Millionen Euro), also nur 0,32 Prozent der Staatseinnahmen. Demgegenüber betrug allein im Jahr 2014 der Gewinn des Metallbergbaus 14,765 Milliarden US-Dollar, dieser wurde jedoch an die Konzernsitze in Kanada, USA und Großbritannien transferiert.
Der Tagebergbau von Metallen zerstört laut den Studien indes riesige Flächen, verändert die Strukturen der Wassereinzugsgebiete, schädigt die Böden, Flora und Fauna, vernichtet Wälder und führt zur Vertreibung und Zerstörung von Hunderten von Dorfgemeinschaften. Allein die Firma Grupo México im Bundesstaat Sonora und der Konzern Gold Corporation in Zacatecas verbrauchen mehr Wasser als die gesamte dort lebende Bevölkerung.
Die Umwelt-Agenda 2018 fordert daher von den Präsidentschaftskandidaten, ein Moratorium für neue Bergbaukonzessionen zu unterzeichnen und ein Enddatum für die gültigen Explorations- und Abbaulizenzen festzulegen. Zudem wird ein neues Bergbaugesetz gefordert, das den vom Großbergbau betroffensten Bundesstaaten erlaubt, eine Umweltabgabe zu erheben, um die ökologischen Schäden vom Anfang bis zum Ende der Bergbauprojekte zu sanieren.
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Jugendlicher Umweltaktivist ermordet + erneute Drohungen + Sicherheitslage in Cajamarca besorgniserregend
Am 2. Oktober 2014 verschwand Daniel, nachdem er das Haus seiner Eltern verlassen hatte um „nur eben eine Zigarette zu kaufen“. Daniel arbeitete gemeinsam mit seinem Vater als Fernfahrer und lebte bei seinen Eltern. Nachdem er das Haus am 2. Oktober zwischen 3 und 3.30 Uhr am Nachmittag in Richtung des Eckladens in der Nachbarschaft verließ kam er nie zurück. Bereits zwei Tage nach dem Verschwinden begannen die besorgten Freunde und Mitglieder des Kollektivs nach ihm zu suchen. Da die Sicherheitslage für politische Aktivist*innen in Cajamarca ausgenommen problematisch ist, konnten sie sich nicht vorstellen, dass ihr Freund und Genosse ohne jegliche Nachricht mehrere Tage das Haus verließ.
Am 7. Oktober 2014 wurde der leblose Körper des Umweltaktivisten Daniel auf einer Weide nahe eines Bauernhofs ca. 20 Minuten vom Zentrum der Stadt von Cajamarca entfernt gefunden. Die Polizei spricht von Selbstmord, jedoch ist der Ast, an dem sie ihn gefunden haben, so niedrig, dass der Jugendliche mit den Füssen den Boden berührte. Weitere Hinweise machen die Darstellung unglaubwürdig.
Die Gruppe Cosajuca kündigte an, Nachforschungen einleiten zu wollen und Anzeige wegen Mordes einzureichen. Am 30. November veranstalteten sie ein Konzert und eine Performance auf dem zentralen Platz von Cajamarca unter dem Motto „Die Erinnerung ist ein Element des Widerstands gegen die Ungerechtigkeit“. Nur zwei Tage nach dem Konzert wurde die Mutter eines weiteren Mitglieds der Gruppe bedroht. Drei Vermummte lauerten ihr auf der Straße auf und drohten, ihren Sohn ermorden zu wollen. Sie solle dafür sorgen, dass er sich von der Politik fernhalte, sonst sei er der nächste, sagten die Unbekannten.
Die Gruppe Cosajuca organisiert Workshops für die umliegend lebenden Bäuer*innen, um sie über die Konsequenzen und Gefahren der anstehenden Minenprojekte des Konzerns AngloGold Ashanti aufzuklären und um sie im Widerstand zu unterstützen. Sie klären in Ausbildungsstätten über ökologische und soziale Aspekte des Tagebaus auf. Sie sind ein wichtiger Faktor in der Verteidigung des andinen Nebenwaldes und der einzigartigen Landschaft des Páramos gegen die Eingriffe, die durch die Mine „La Colosa“ entstehen. Wegen dieser Betätigungen wurden die Mitglieder der Gruppe immer wieder Opfer von systematischen Schikanen, Bedrohungen und jetzt auch Morden. Cajamarca gilt seit langem als „rote Zone“, als Gefahrengebiet. Cajamarca ist mit einem langwierigen Konflikt konfrontiert, in dem sowohl die FARC, die paramilitärischen Gruppen der AUC, die privaten Sicherheitskräfte von AngloGold Ashanti und die Streitkräfte Kolumbiens mitmischen.