âEine Islamisierung findet nicht stattâ Immer jĂŒngere Kinder werden zum Fasten gezwungen
PI: Patriotische EuropĂ€er demonstrieren schon lange und immer noch und lĂ€ngst nicht mehr erwĂ€hnt von der LĂŒgenpresse gegen die Islamisierung des Abendlandes. Die Presse hĂ€lt das Maul, weil es das Merkel so will, dennoch: Es gibt immer mehr Zeichen, dass solch eine Islamisierung tatsĂ€chlich stattfindet. Das ZDF wagte es am 17.05. tatsĂ€chlich, dies öffentlich am Beispiel [âŠ] http://dlvr.it/QTFYx4
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Royal Flesch: Notizen aus der Provinz âMuslime lieben deutsche Landâ
PI: Von OLIVER FLESCH  | An die LĂŒgen und LĂŒcken des Mainstreams haben wir uns ja lĂ€ngst gewöhnt. Uns schockt nichts mehr. Oder? Doch! Heute Morgen warâs mal wieder soweit: âBERTELSMANN-STUDIE ZU INTEGRATION â 96 Prozent der Muslime fĂŒhlen sich Deutschland verbundenâ titelt BILD. Offen gesagt: Ich hoffte, wir wĂ€ren schon einen Schritt weiter. Diese schamlose LĂŒge erinnert an 2015, an das [âŠ] http://dlvr.it/PhJ9GN
Warum Integration nicht funktioniert Hyperion: Die IntegrationslĂŒge
PI: Politiker und Medien möchten uns weiĂ machen, dass Integration fĂŒr fast jeden möglich ist. In diesem Video wird erklĂ€rt, warum das ein Mythos ist. http://dlvr.it/PXpMWJ
Was Vielfalt bedeutet â und wo ihre Grenzen liegen
Ein viel genutzter, aber selten geklÀrter Begriff
Kaum ein Konzept wird im öffentlichen Diskurs so hĂ€ufig beschworen wie Vielfalt. Ob in Unternehmensleitbildern, politischen Reden oder sozialen Netzwerken â der Begriff ist allgegenwĂ€rtig. Bei genauerem Hinsehen zeigt sich jedoch ein diffuses Bild. Was die einen als VerheiĂung betrachten, empfinden andere als Bedrohung. Diese UnschĂ€rfe ist problematisch, denn ein unklarer Begriff lĂ€sst sich fĂŒr unterschiedlichste Zwecke instrumentalisieren.
https://www.unserneueswir.de/?p=7154
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Deutschland lebt von Einwanderung â und diskutiert trotzdem ĂŒber âStadtbilderâ. WĂ€hrend Millionen Migranten Pflege, Bau, Logistik und Gastronomie am Laufen halten, werden sie politisch zum Problem erklĂ€rt. đ€Ż Höchste Zeit fĂŒr Klartext statt Symbolpolitik. #Migration #Klartext #Einwanderung #Merz
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Gesellschaften, die sich fĂŒr SolidaritĂ€t entscheiden, sind solche, in die die Menschen gehen wollen
âEiner fĂŒr alle â alle fĂŒr einenâ
Auf Kosten des Allgemeininteresses an den eigenen Vorteil zu denken, zahlt sich nicht aus.
Gesellschaften, in denen jeder in seinem eigenen Interesse und nicht im Interesse der Allgemeinheit handelt, leben schlechter als solche, die sich fĂŒr das Interesse der Gruppe entscheiden. Paradoxerweise sind diejenigen, die auf Kosten der Gruppe an ihr Eigeninteresse denken, diejenigen, die in entwickeltere und reichere LĂ€nder auswandern wollen, die sich fĂŒr Menschenrechte und gegenseitige Hilfe entschieden haben.
Die reichsten LÀnder der Welt sind die, in denen SolidaritÀt herrscht.
Romulus und Remus unter der Wölfin
SolidaritĂ€t ist eine Tradition, die es der Menschheit ermöglicht hat, ihren Lebensstandard zu erhöhen, mit reicheren Menschen und Eliten, aber nicht so maĂlos wie heute, wo die Reichen viel mehr und im Vergleich zu den Armen extrem viel verdienen.
Andere fĂŒr den eigenen Vorteil auszubeuten, macht weniger reich, als sich in eine solidarische Gesellschaft zu integrieren.
An andere zu denken ermöglicht es jedem, individuell besser zu leben, als wenn jeder an sich selbst denkt. SolidaritÀt ermöglicht es allen, besser zu leben. Es liegt in unserem individuellen Interesse, anderen zu helfen.
In den USA sind die Staaten, die am reichsten sind, diejenigen, die demokratisch sind, auf der Seite der Menschenrechte. Sie sind sogar solidarisch mit den republikanischen Staaten, die viele ZuschĂŒsse von den Staaten mit demokratischen Gouverneuren erhalten. Diese Staaten, vor allem im SĂŒden, könnten ihren Lebensstandard ohne diese Hilfen nicht halten. Es sind aber genau diese Staaten, die die Ideen des Jeder-fĂŒr-sich-selbst und der Versklavung anderer zu ihren Gunsten (in der Vergangenheit die Sklaverei) fördern. Die Staaten des Nordens haben sich entwickelt und sind reich geworden, weil sie diese MentalitĂ€t der gegenseitigen Hilfe haben. Denn indem sie eine fĂŒr alle verfĂŒgbare Infrastruktur (KrankenhĂ€user, Justiz, Polizei, StraĂen, Trinkwasser, Abwasserentsorgung, Schulen etc. ), ihre Arbeiter angemessen entlohnten und Maschinen einsetzten, steigerten sie ihre ProduktivitĂ€t und das Wohlergehen aller. Heute wollen sich die Sozialdemokraten nicht mit den Ărmsten der Armen vermischen. Sie geben ihnen Geld, um sie fernzuhalten und sie von jeglicher Hoffnung auf eine Verbesserung ihrer Lage auszuschlieĂen. Die Demokraten setzen ihre Ideen nicht mehr um.
Liberal Hypocrisy is Fueling American Inequality. Hereâs How. | NYT Opinion â The New York Times: https://www.youtube.com/watch?v=hNDgcjVGHIw
Europa, das die Menschenrechte aktiv fördert, ist einer der Orte, an die Migranten gehen wollen. Die EuropÀische Union basiert auf gegenseitiger Hilfe. Die skandinavischen LÀnder sind in diesem Bereich vorbildlich. Indem sie den am meisten benachteiligten Staaten hilft, hat sie MÀrkte gewonnen. Die Regeln fördern den Handel und ermöglichen es daher allen, reich zu werden.
Singapur ist auch ein kleines Land, das ganz auf SolidaritÀt setzt. Es ist eine Demokratie. Alle Schulen haben das gleiche Niveau, es gibt keine unhygienischen Viertel, die KrankenhÀuser sind von hoher QualitÀt, alle Singapurer werden vom Staat untergebracht.
Die Menschenrechte sind und mĂŒssen universell sein.
Es handelt sich nicht um Neokolonialismus, wie die Ultrareichen behaupten, die profitieren, indem sie sich den Reichtum und die Ressourcen aneignen, weil es in diesen LÀndern keinen Staat gibt. Mit Durchschnittswerten lÀsst sich Reichtum nicht messen. Man muss sich die Extreme ansehen. SolidaritÀt kann nur in einem sehr starken und sehr demokratischen Staat entstehen.
Unterentwickelte LĂ€nder, in denen jeder fĂŒr sich selbst regiert, geraten ins Stocken. Die Ungleichheit ist extrem. Wenn Menschen in einer Gemeinschaft in extreme Armut abrutschen, fĂŒhrt dies zu KriminalitĂ€t, Betteln, unhygienischen ZustĂ€nden und Problemen der öffentlichen Gesundheit. Dies wird fĂŒr die gesamte Gruppe toxisch. Nur sehr wenige Menschen verdienen sehr viel. Alle trĂ€umen davon, diese sehr wenigen zu sein, aber die meisten haben nie Zugang dazu. AuĂerdem haben Menschen, die sich in ihrem Bereich auszeichnen, keinen Zugang zu Sicherheit, Gesundheit, Arbeitsschutz, Justiz, Bildung usw.
Does Welfare Prevent Crime? the Criminal Justice Outcomes of Youth Removed from Ssi â Oxford Academic â The quaterly Journal of economics: https://academic.oup.com/qje/article-abstract/137/4/2263/6581195
The stark relationship between income inequality and crime â The Economist: https://www.economist.com/graphic-detail/2018/06/07/the-stark-relationship-between-income-inequality-and-crime
Um die extreme Armut zu bekĂ€mpfen, muss der extreme Reichtum bekĂ€mpft werden, damit die Staaten genĂŒgend Steuern haben, um fĂŒr diese SolidaritĂ€t zu bezahlen. Diejenigen, die die natĂŒrlichen Ressourcen ausbeuten, mĂŒssen zu den allgemeinen Anstrengungen beitragen. Es muss eine internationale Justiz geben, damit die Ultrareichen sich nicht dem Recht des Landes entziehen können. Sobald jemand Geld hat, entsolidarisiert er sich von seinem Land und zieht in LĂ€nder, in denen die Bevölkerung sich fĂŒr SolidaritĂ€t entschieden hat. Sie mĂŒssen sich an dieser SolidaritĂ€t beteiligen, indem sie technische Entwicklungshilfe leisten, die mehr als finanzielle Hilfe ist: Sie mĂŒssen einen Staat und öffentliche Dienste (Polizei, Justiz, Schulen, Steuerbehörden usw.) aufbauen. Wenn man einfach Geld oder GĂŒter in unterentwickelten LĂ€ndern verschenkt, fördert das nur die Korruption. Beispielsweise werden gespendete GĂŒter auf dem Schwarzmarkt weiterverkauft. Wir brauchen internationale SolidaritĂ€t und mĂŒssen die Staaten stĂ€rken.
Extreme Inequality and Essential Services â Oxfam International: https://www.oxfam.org/en/what-we-do/issues/extreme-inequality-and-essential-services
Aber SolidaritĂ€t wird nicht aus NĂ€chstenliebe gemacht. Die Vereine leisten gute Arbeit, aber sie entlasten den Staat, der weniger tut. Sie entlastet die Reichsten, die weniger als ihren gerechten Steueranteil und selektiv spenden. Beispielsweise spenden sie Lebensmittel an gute Christen. Es ist nicht mehr die Gesellschaft, die solidarisch ist, sondern einzelne Personen, die nach eigenem GutdĂŒnken helfen. Es werden immer mehr Mahlzeiten bei den Restos du Coeur ausgegeben. Der Verein löst das Problem nicht. Eine Person muss umgesiedelt werden, wenn sie in einer unhygienischen Unterkunft lebt. Es muss ein universelles Grundeinkommen geben. SolidaritĂ€t ist eine Reihe von Regeln, die verhindern sollen, dass einige Menschen in extremer Armut leben. AuĂerdem erfolgt die Entwicklungshilfe und die Umverteilung von Reichtum im Interesse der LĂ€nder, die helfen.
Denn die gespendeten Produkte werden im Geberland gekauft und dienen als verdeckte Subvention fĂŒr die Arbeitnehmer im Geberland. Dadurch entstehen mehr MĂ€rkte fĂŒr Unternehmen aus den GeberlĂ€ndern. Dies verhindert, dass die Ressourcen des unterstĂŒtzten Landes von mafiösen Gruppen erbeutet werden. Ein Land ohne Hilfe zu lassen, bedeutet, das Risiko einzugehen, dass es zu einem Infektionsherd fĂŒr Menschen und Tiere wird. Zum Beispiel das Ebola-Fieber. Zum Beispiel das Schweinefieber, das von Vögeln ĂŒber Tausende von Kilometern transportiert wird. Zum Beispiel die Maul- und Klauenseuche, die durch die Sekrete von Zugtieren ĂŒbertragen wird und zur Folge hatte, dass viele Herden in Europa geschlachtet wurden. Im Gazastreifen entwickeln sich zum Beispiel Krankheiten wie Polio oder Tuberkulose. Auch durch Entwicklungshilfe kann die Einwanderung in die entwickelten LĂ€nder begrenzt werden. Denn wenn die Menschen in ihrem Land ein gutes Leben haben, haben sie weniger Grund, auswandern zu wollen.
Why US Businesses Need The International Labour Organization - Forbes: https://www.forbes.com/sites/kristenkaufman/2025/09/03/why-us-businesses-need-the-international-labour-organization/
Um die klimatischen Herausforderungen zu bewĂ€ltigen, ist eine SolidaritĂ€t, eine gegenseitige UnterstĂŒtzung auf globaler Ebene notwendig. Beispielsweise muss man den SchwellenlĂ€ndern helfen, saubere Energie und Transportmittel zu haben.
DarĂŒber hinaus hat helfendes Verhalten viele positive Auswirkungen auf das psychologische und physische Wohlbefinden. Hilfreiches Verhalten wĂŒrde positive Folgen nach sich ziehen, sowohl durch die Schaffung positiver Emotionen als auch durch die StĂ€rkung sozialer Bindungen.
Societies that choose solidarity are those where people want to go: https://www.aurianneor.org/societies-that-choose-solidarity-are-those-where-people-want-to-go/
Las sociedades que optan por la solidaridad son aquellas a las que la gente quiere ir: https://www.aurianneor.org/las-sociedades-que-optan-por-la-solidaridad-son-aquellas-a-las-que-la-gente-quiere-ir/
Wegen eines Details den Ăberblick verlieren: https://www.aurianneor.org/wegen-eines-details-den-uberblick-verlieren/
FĂŒr ein vereintes Europa zum Schutz unserer Standards!: https://www.aurianneor.org/fur-ein-vereintes-europa-zum-schutz-unserer-standards/
Nein zu Einzelfalllösungen, Àndern wir das System: https://www.aurianneor.org/nein-zu-einzelfalllosungen-andern-wir-das-system/
Wie kann man Vertrauen zurĂŒckgewinnen?: https://www.aurianneor.org/wie-kann-man-vertrauen-zuruckgewinnen/
Der Moralkompass: https://www.aurianneor.org/der-moralkompass/
Die reichsten 1% fĂŒhren Krieg gegen den Rest der Welt: https://www.aurianneor.org/die-reichsten-1-fuhren-krieg-gegen-den-rest-der-welt/
Ayn Rand ist heute populĂ€r, aber es fĂŒhrt zur Zerstörung, welche Lösungen gibt es?: https://www.aurianneor.org/ayn-rand-ist-heute-popular-aber-es-fuhrt-zur-zerstorung-welche-losungen-gibt-es/
Das StĂŒck vom Kuchen: https://www.aurianneor.org/das-stuck-vom-kuchen/
Slakers: https://www.aurianneor.org/slakers/
To give or not to give?: https://www.aurianneor.org/to-give-or-not-to-give-give-or-not-give-giving/
Die Tatenlosigkeit linker Politiker zahlt sich nicht aus: https://www.aurianneor.org/die-tatenlosigkeit-linker-politiker-zahlt-sich-nicht-aus/
Das Grundeinkommen ist möglich: https://www.aurianneor.org/das-grundeinkommen-ist-moglich/
PalÀstinenser sind eine Ethnie. Sie leben in PalÀstina. Sie sprechen PalÀstinensisch. Das ist so zumindest die allgemeine Vorstellung. Dabei
PalÀstinenser sind eine Ethnie. Sie leben in PalÀstina. Sie sprechen PalÀstinensisch. Das ist so zumindest die allgemeine Vorstellung.
Dabei haben PalĂ€stinenser nicht einmal ein Wort fĂŒr PalĂ€stina. Oder fĂŒr sich selbst.
Versteht man, warum das so ist, wird der seit etwa 100 Jahren dauernde Konflikt um Israel leichter verstÀndlich.
Doch wer Israel als den bösen Kolonialisten und die PalĂ€stinenser als die unterdrĂŒckten Eingeborenen sieht, der wird jedes Hinterfragen dieses Konzepts abwehren.
Ein historischer Ausflug.
PalÀstina
Im Deutschen heiĂt PalĂ€stina PalĂ€stina. Im Englischen heiĂt es Palestine, italienisch Palestina, schwedisch Palestina, spanisch Palestina, auf Polnisch Palestyna, russisch Palestina, indonesisch Palestina. Die Japaner haben leichte Pprobleme und sagen Paresuchina.
Die PalĂ€stinenser sagen âfilastinâ.
Das Bemerkenswerte ist nicht, dass das Arabische kein P kennt.
Pepsi heiĂt ĂŒbrigens Bibi.
Da fĂ€ngt die Ăberlegung erst an!
Sprechen wir nicht nur ĂŒber die heutigen palĂ€stinensischen Autonomiegebiete. Die inzwischen von ca. drei Viertel der Staaten der Welt als Staat anerkannt sind. Sprechen wir ĂŒber die Region PalĂ€stina, so wie sie vor der GrĂŒndung des Staates Israel definiert war. Also die Gebiete des heutigen PalĂ€stinas und Israels.
Wenn die arabische Sprache indigen fĂŒr die Region ist, warum hat sie dann kein eigenes Wort dafĂŒr?
Wenn die arabische Sprache die ursprĂŒngliche Sprache der Region ist, aber keinen P-Laut kennt, warum hat sie dann kein eigenes Wort, das ohne P-Laut auskommt? GroĂ-Jerusalem vielleicht, oder Mittelmeerland, oder Bibi?
Warum benutzen PalĂ€stinenser das gleiche Wort wie alle anderen und ersetzen nur das âPâ durch ein âFâ?
Ethnolinguistik
Gehen wir einen Schritt tiefer.
Die Ethnologie und Anthropologie untersuchen menschliche Lebensweisen, meist in Gruppen. Also die Menschen in Gruppen, nicht die Wissenschaftler.
Deshalb sagte man frĂŒher auch âVölkerkundeâ.
Sprache ist immer ein Fingerabdruck der Gesellschaft. Sie verrĂ€t ganz viel ĂŒber die Ethnie, das Volk oder die Gruppe, die sie spricht. Und ĂŒber ihre Geschichte. Das nennt man Ethnolinguistik.
Laut Bibel hat Jesus sehr viele bildliche Vergleiche benutzt, die auch Ungebildete in der Region hÀtten verstehen können. In drei von vier Evangelien findet man den Vergleich, ein Kamel ginge eher durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in den Himmel komme.
Das ist nicht nur verwirrend, weil man ein Kamel und eine Nadel eher nicht zusammenbringen wĂŒrde. Sondern umso mehr, weil es zur Zeit Jesu in der Region keine Kamele gab. Er hĂ€tte ebenso gut sagen können, eher ginge ein Pinguin durch ein Nadelöhr. Das wĂ€re bei vielen wohl nicht gut angekommen, der SĂŒdpoltourismus war noch nicht ausgebaut.
Die Lösung ist wohl, dass die Bibel zunÀchst auf Griechisch Verbreitung fand. Im römischen Reich sprachen nur wenige die Amtssprache Latein, in der Region PalÀstina war Griechisch sehr verbreiteter.
Im Griechischen hieĂ ein Schiffstau âkamilosâ. Es ist also naheliegend, dass er (oder sein spĂ€terer Ghostwriter) eigentlich sagte, dass eher ein Tau durch ein Nadelöhr ginge. Was viel naheliegender und fĂŒr die Menschen verstĂ€ndlicher gewesen wĂ€re als ein Tier, dass die wenigsten kennen. Und durch die Ăbersetzung aus dem griechischen, vielleicht ĂŒber das Lateinische, irgendwann aus dem Schiffstau âkamilosâ ein Kamel wurde.
Exonyme und Endonyme
Regionen und Staaten haben Namen. Aber es gibt zwei groĂe Unterscheide bei diesen Namen. Es gibt Exonyme und Endonyme.
Das beste Beispiel dafĂŒr sind wir Deutsche.
In einigen Sprachen heiĂt Deutschland irgendetwas mit âGermanienâ, jeder wird das âMade in Germanyâ kennen. Das kommt noch von den Römern, die alles östliche des Rheins âGermaniaâ nannten.
Die Deutschen haben sich aber selber nie so bezeichnet oder gesehen. Ihre StĂ€mme hatten eigene Namen. In der SpĂ€tantike formten sich GroĂstĂ€mme: aus Chatten wurden Hessen, aus den Sueben die Schwaben, aus den StĂ€mmen entlang des Rheins die Franken.
Und deshalb bezeichnen viele Sprachen die Deutschen bis heute nach den StÀmmen, mit denen sie in dieser Zeit am hÀufigsten Kontakt hatten. Im Spanischen und Französischen sind wir noch die Alamannen.
In slawischen Sprachen heiĂen wir âniemieckiâ oder ânemeckĂœâ, was einfach nur heiĂt âdie unsere Sprache nicht sprechenâ.
Das sind alles Exonyme. Es sind âAuĂennamenâ: Namen, die andere gegeben haben.
Deutsch, ein Endonym
Schon im frĂŒhen Mittealter fiel wohl auf, dass sehr viele Ethnien in Mitteleuropa eine sehr Ă€hnliche Sprache sprachen. Im Gegensatz zu dem Latein der Mönche und Gelehrten. Und fĂŒr diese Volkssprache gab es den Begriff âtiudiskâ. Ausgesprochen sowas wie âtiutschâ. Und daraus wurde dann âdeutschâ.
Das ist heute unser âInnennameâ, das Endonym.
In Norwegen heiĂen wir âtyskâ und die Italiener waren so nett, uns als âTedesciâ zu bezeichnen. Selbst die Japaner bezeichnen uns mit âDoitsugoâ.
Damit war ursprĂŒnglich keine Regionale Herkunft gemeint, geschweige denn eine Ethnie. Jeder Latein sprechende Mönch hĂ€tte auch einen Bauern aus dem heutigen Frankreich oder Norditalien als âtiudiskâ bezeichnet.
Es ist verbrieft, dass Otto I. eine Rede vor dem Reichstag zu Worms 961 in der Volkssprache hielt, also âtiudiskâ. Nicht in Latein. Allerdings hat er wohl so âgesĂ€chseltâ - was damals einfach ânorddeutschâ bedeutete - dass ihn kaum jemand verstand. Tiutskland war ein Vielvölkerstaat.
Die Eigenbezeichnung der Franzosen kommt von den ursprĂŒnglich deutschen Franken (âFranceâ), die der EnglĂ€nder von den um Schleswig siedelnden Angeln, die angelsĂ€chsischen âSaxonsâ von den Sachsen, die um Hamburg lebten (Niedersachsen), abgeleitet von dem einseitig geschliffenen Dolch, dem Sax. Und so weiter.
AuĂergewöhnlich ist der Begriff der Spanier, der ursprĂŒnglich von den Phöniziern stammt, und âLand der Kaninchenâ heiĂt. Aber nach ĂŒber 2000 Jahren darf man ihn auch mal endonym nennen.
Fast alle LĂ€nder der Welt haben eine Eigenbezeichnung, ein Endonym. Oder eine Kolonialisierungsgeschichte, wie beispielsweise Brasilien. (Portugiesisch fĂŒr Brasilholz)
Kehren wir mit dem Hintergrund also zurĂŒck zu PalĂ€stina.
Die Peleset
Um 1100 v. Chr. ĂŒberfielen die Seevölker die LĂ€nder am im Osten des Mittelmeeres. Von der heutige TĂŒrkei bis nach Ăgypten.
Der Begriff der âSeevölkerâ ist eine Ăbernahme aus der ArchĂ€ologie (Exonym). Im Grunde wusste man lange nicht, woher sie ĂŒberhaupt kamen. Und so ganz sicher ist man bis heute nicht.
Nahaufnahme der Inschrift
Foto: ErwÀhnung der Seevölker im Totentempel von Pharao Ramses III, deren Angriff er 1177 v. Chr. abgewehrt hat.
Durch den Abgleich von âAuĂennamenâ, Exonymen, kam man auf die Idee, dass es sich um verschiedene Gruppen handelte. Die irgendwo aus dem Mittelmeer kamen. Wir sind ja noch in der Bronzezeit. Ein paar Schiffe voll mit âWikingernâ haben fast 2000 Jahre spĂ€ter ja auch schon ausgereicht, um Nationen zu erschĂŒttern.
Und eine dieser Gruppen der Seevölker landete in der Region des heutigen Gaza. Diese Gruppe wurde im alten Ăgypten âPelesetâ (âPalastuâ) genannt. Wir kennen sie aus der Bibel unter dem Namen âPhilisterâ.
HĂ€ufig versuchen palĂ€stinensische Propagandisten herzuleiten, dass die heutigen PalĂ€stinenser von diesen Philistern abstammen. Und dadurch zu legitimieren, dass sie auch so lange wie die Juden in der Region waren. Aber das ist inzwischen genetisch widerlegt. Die âPelesetâ kamen aus der Region Griechenlands.
Zeitlich passend wĂ€re der Zusammenbruch der mykenischen Kultur. Wennâs zu Hause doof ist, geht man woanders hin. Wie die Iren in die USA.
Jeder kennt David gegen Goliath. Goliath war ein Philister.
Die Philister bildeten nachgewiesen mehrere Stadtstaaten: Aschkelon, Aschdod, Gaza⊠aber sie âverschwandenâ nach wenigen Generationen. Beispielsweise bauten sie die HĂ€user völlig anders, als die dort lebenden Kanaaniter. Der Name der Juden, bevor sie an einen Gott glaubten. Die Philister gingen in der Population auf, wie man sagt.
Foto: Die Merenptah-Stele, die erste ErwĂ€hnung des Volkes âIsraelâ, exakt 1208 v. Chr.
Die Römer
Ăber tausend Jahre spĂ€ter zickten die Juden rum. Das ging den Römern ziemlich auf den Senkel.
Das Hauptproblem war gar nicht die Besetzung. Man erinnere sich an die Szene von Monty Pythons âDas Leben des Brianâ: âWas haben die Römer je fĂŒr uns getan?â
Screenshot aus "Das Leben des Brian"
Das Problem war - wie bei allen abrahamitischen Religionen bis heute, die aus dem Judentum entstanden sind - der Anspruch der alleinigen GĂŒltigkeit. Im römischen Reich, einem Vielreligionen-Multikulti-Imperium, konnte man tun, was man wollte. Aber man hatte dem Staatskult zu folgen und beispielsweise den vergöttlichten Augustus, den ersten Kaiser, zu ehren.
FĂŒr Germanen und Kelten kein Problem, die hatten eh so viele Götter, dass ein oder zwei mehr nicht ins Gewicht fielen. FĂŒr Juden mit nur einem Gott⊠schwierig. FĂŒr die neu eingefĂŒhrten Christen wurde das spĂ€ter auch ein Reibungspunkt.
Durch den Bar-Kochba-Aufstand ab 132 n. Chr. hatten die Römer die Schnauze endgĂŒltig voll von dem aufsĂ€ssigen Völkchen am GesÀà des Imperiums. Den Tempel hatten sie schon Jahrzehnte vorher zu Klump geschlagen. Sie verboten die Beschneidung und strukturierten und benannten die Provinz JudĂ€a um in âSyria Palaestinaâ.
Denn sie erinnerten sich an die Peleset, die Philister: Indem sie der Region den Namen der historisch verbrieften Feinde gaben, statuierten sie ein Exempel. Eine Erniedrigung.
(Zur Einordnung: Caesar lebte nÀher am Heute als an den Philistern.)
Und so kam der Name âPalĂ€stinaâ fĂŒr die Region ĂŒberhaupt erst in die Welt.
Die Araber
In den 630ern machte eine neue Religion sich auf, die Welt zu erobern.
Nach unseren heutigen MaĂstĂ€ben kann man nicht trennen, ob Religion oder Imperialismus. Es war beides. Man nennt es die Islamische Expansion. Eine riesige, gewaltvolle Kolonialisation, innerhalb weniger Jahrzehnte.
Karte der Kalifate nach zeitlicher Einordnung der Eroberungen.
Karte der Kalifate nach zeitlicher Einordnung der Eroberungen.
FĂŒr das europĂ€ische VerstĂ€ndnis ist wichtig, dass das gar nicht so anderes war, als das Christentum auch. Es ging nur schneller.
Sicher, weltliche Herrscher haben sich immer wieder mit dem Papst angelegt. (Heinrich IV.) Aber die weltlichen Herrscher waren immer auch religiöse AnfĂŒhrer und der Papst auch ein weltlicher Herrscher. Sich auf einen Gott zu berufen ging immer wie geschnitten Brot.
Das weltliche Reich des arabischen Raums war immer auch das Reich des Islam. Und das wurde vertreten durch verschiedene Dynastien. Mit verschiedenen HauptstÀdten und verschiedenen religiösen Ausrichtungen: Umayyaden, Abbasiden, Fatimiden, usw. Die bekÀmpften sich auch immer untereinander, genau wie die Christen.
Doch die Vorstellung dieses geeinten Kulturraums des Islam, Àhnlich wie dem Kulturraum des Christentums, ist wichtig zu verstehen.
Das wird hĂ€ufig laienhaft zusammengefasst unter dem Begriff âKalifatâ, Ă€hnlich wie man den Begriff âChristentumâ oder âPapsttumâ verwenden wĂŒrde.
Es wĂ€re mĂŒĂig, das nun chronologisch durchzugehen.
Um 636 eroberten Muslime, arabische Imperialisten und Kolonialisten, die Region PalĂ€stina. Diese blieb jedoch weiter umkĂ€mpft. Sie gehörte fĂŒr Jahrhunderte auch immer wieder zum christlichen Byzanz (Ostrom), es gab die KreuzzĂŒge, und so weiter.
Die TĂŒrken
Anfang des 16. Jahrhunderts regierten Mameluken die Region. Das war keine Ethnie, sondern ursprĂŒnglich MilitĂ€rsklaven (ein Konzept, dass es noch lange geben sollte), die auch aus Europa stammten. Sie herrschten von Ăgypten aus.
Das aufstrebende Osmanische Reich (heute: TĂŒrken) eroberte die Region PalĂ€stina. SĂŒleyman I., genannt der âPrĂ€chtigeâ - und fĂŒr die Geschichte mindestens so bedeutend wie Caesar oder Karl der GroĂe - lieĂ Jerusalem 1535 neu befestigen.
Suleyman der Erste
Die Osmanen, heute TĂŒrken, waren auch mit allen anderen verfeindet. Vor allem mit den Arabern.
Das Osmanische Reich sollte die Region PalĂ€stina dann fĂŒr 400 Jahre beherrschen. Bis zum Ersten Weltkrieg.
Karte des Osmanischen Reiches mit Zeittafel der Eroberungen.
Niemand scherte sich um PalÀstina.
Schon die Phönizier hatten Raubbau betrieben, das Land war brach, das Tote Meer wurde durch Versalzung immer toter. Es war das Sachsen oder Brandenburg (dort soll es wieder Wölfe geben), nur dass es eine religiöse Bedeutung hatte.
Einzig Jerusalem war ein Schmelztiegel der abrahamitischen Religionen. FĂŒr Juden und Christen interessant, fĂŒr Muslime wurde es interessant gemacht.
Jerusalem wird im Koran gar nicht erwÀhnt. Die Himmelfahrt Mohammeds, die dort stattgefunden haben soll, tauch erst in spÀteren Texten auf.
âAl Aqsaâ, wie der Ort der Himmelsfahrt Mohammeds bezeichnet wird, bedeutet eigentlich nur âder entfernte Ortâ. So wird heute der Felsendom benannt, der aber erst im Zuge der islamischen Expansion ab 706 erbaut wurde.
Foto: Der Felsendom in Jerusalem mit seiner goldenen Kuppel, wo frĂŒher der jĂŒdische Tempel stand.
Und deshalb nannten die Terroristen ihren Ăberfall am 7.10.2023 auch âAl Aqsa Flutâ: Viele Muslime sehen die IntegritĂ€t des Felsendoms durch die Anwesenheit der Juden bedroht. Weil vor 1300 Jahren, im Zuge der Eroberung, der Ort des Tempels der Juden zum Heiligtum fĂŒr Muslime ernannt wurde.
Das ist eine Vereinnahmung, die auch die christliche Kirche kennt. Nicht umsonst fÀllt Weihnachten recht genau auf die Wintersonnenwende.
Im Osmanischen Reich lebten in der Region PalĂ€stina alle Religionen und Ethnien. Wie im römischen Reich, wie unter den Dynastien, wie in Byzanz, es interessierte niemanden wirklich. Amtssprache war tĂŒrkisch, die Volkssprache arabisch, griechisch und anderes⊠ein Schmelztiegel wie in allen Reichen zuvor auch.
Und sie alle wurden âPalĂ€stinenserâ genannt. Es war keine Bezeichnung fĂŒr eine Ethnie, sondern eine Bezeichnung fĂŒr die Herkunft.
Nach dem Ersten Weltkrieg
TĂŒrkische Offiziere im Ersten Weltkrieg.
Foto: TĂŒrkische Offiziere im Ersten Weltkrieg.
1918 verlor das Osmanische Reich, zusammen mit dem verbĂŒndeten Deutschen Reich, den Ersten Weltkrieg. Und die Sieger beschlossen, es zu zerschlagen.
Es wurden Mandate vergeben. Vom Völkerbund, dem VorlĂ€ufer der heutigen UN. Die Franzosen hatten das Mandat ĂŒber die Gebiete, die spĂ€ter die Staaten Syrien und Libanon werden sollten. Die Briten ĂŒbernahmen das Mandat fĂŒr PalĂ€stina.
Und nun passierte das, was den Konflikt bis heute am Kochen hÀlt: Es wanderten immer mehr Menschen in die Region PalÀstina ein.
Es wird von der palĂ€stinensischen Propaganda so dargestellt, dass europĂ€ische Juden eingewandert sind. Das ist aber nur Teil der Wahrheit. TatsĂ€chlich sind ab 1900 im gleichen MaĂe Araber in die Region eingewandert.
Foto: Die Einwanderung von Juden und Muslimen in die Region in der Zeit vor der GrĂŒndung Israels.
Das bedeutet, zur GrĂŒndung des Staates Israel war jeder zweite Araber, also âPalĂ€stinenserâ, selber in die Region eingewandert, oder seine Eltern.
Das ist einfache Statistik. Und davon zeugen bis heute die âpalĂ€stinensischenâ Nachnamen, die zumeist aus Ăgypten, dem Irak oder Syrien stammen. Und deshalb kommt auch bei keinem Gen-Test âPalĂ€stinenserâ raus.
Anmerkung: Der jĂŒdische Nachname âCohenâ ist eigentlich kein Nachname, sondern die Bezeichnung fĂŒr die antike Kaste der Priester. Und inzwischen ist eine genetische Konstante nachgewiesen worden.
In der ganzen Region lebten damals weniger Menschen, als heute im GroĂraum Jerusalem. Bis mindestens 1930 weniger als eine Million insgesamt.
Der Einwanderungs-Boom war bei Arabern so groĂ wie bei Juden.
Man muss das aus Sicht der Muslime verstehen. FĂŒr sie war es ihr Land, ihr âKalifatâ. Die TĂŒrken waren zwar keine Araber, aber wenigstens Muslime.
Und so begannen bereits in den 1920ern AufstĂ€nde und Massaker an Juden in der Region. Ab 1936 war das so massiv, dass man es heute als âArabischen Aufstandâ bezeichnet.
Foto: Briten gehen gegen einen arabischen Mob in Jaffa vor, 19.04.1936
HĂ€ufig wird argumentiert, die Juden hĂ€tten Massaker an den Arabern verĂŒbt. Das ist richtig. Die waren alle nicht mit Zuckerwatte unterwegs. Aber die meisten haben sich wĂ€hrend des PalĂ€stinakrieges 1948 ereignet. Wer sich die Chronologie anschaut, wird aber sehen, dass der Terrorismus der Juden erst nach den stĂ€ndigen Angriffen der Araber langsam begann. Auch das wird von der heutigen palĂ€stinensischen Propaganda hĂ€ufig unter den orientalischen Teppich gekehrt.
Die Briten hatten einfach den Teil ihres Mandatsgebietes, das östlich vom Jordan lag (Transjordanien) abgetrennt. Daraus wurde spĂ€ter Jordanien, das waren bereits zwei Drittel. Den Teil westlich des Jordan, Cisjordanien, wollten sie ziemlich genau fifty-fifty aufteilen. Das war der Trennungsplan 1947. Aus britischer Sicht (und der UN) wollte man wenigstens ein FĂŒnftel den Juden geben.
Die Juden sagten âDankeschönâ und grĂŒndeten Israel.
Die Araber wollten das nicht. FĂŒr sie war es ihr Land. Sie akzeptierten keinen jĂŒdischen Staat in ihrem âKalifatâ. Deshalb wurde Israel 1948, in der Nacht seiner GrĂŒndung, von allen umliegenden arabischen Staaten angegriffen.
Und deshalb sieht sich Israel, in dem heute jeder FĂŒnfte Moslem ist, bis jetzt existenziell bedroht.
In Israel leben heute weniger Menschen, als in Nordrhein-Westfalen.
Es geht nicht um Besatzung oder Kolonialismus. Das will die Propaganda glauben amchen, wie ein Zauberer auf einem Kindergeburtstag.
Es geht darum, dass in der palÀstinensischen Seele zutiefst verankert ist, dass die Region PalÀstina, also auch das heutige Israel, ihr Land ist.
Das zeigen auch immer wieder alle Umfragen. (und hierâŠ)
Das ist der tatsĂ€chliche Ursprung fĂŒr den âNahost-Konfliktâ. Das ist der Grund fĂŒr Kriege und Terror und Raketen.
Die Erfindung der PalÀstinenser
PalÀstinenser sind keine Ethnie. Sie können heute als Volk bezeichnet werden, aber das ist per Definition etwas anderes.
Sie haben keine eigene Sprache. Sie haben keine eigene Geschichte. Sie haben keine Kultur, die sie eindeutig von anderen abgrenzt.
Das, was sie als âpalĂ€stinensische Kulturâ bezeichnen könnten, gilt fĂŒr alle Religionen und Ethnien, die in der Region PalĂ€stina leben. Also auch Juden, Drusen, Christen und Beduinen.
Das, was sie von jenen abhebt, ist nicht palÀstinensisch, sondern arabisch.
Ein leerer Museumsraum mit der Aufschrift 100 Jahre palÀstinensischer Geschichte.
Es gibt keine âpalĂ€stinensische Kulturâ, weil es âPalĂ€stinenserâ im heutigen Sinne erst seit 1967 gibt. Und aus einem mir unverstĂ€ndlichen Grund wurde das sehr schnell adaptiert. Als meine Eltern zur Schule gingen, gab es keine âPalĂ€stinenserâ. Und ich bin - entgegen der hĂ€ufigen Kommentare - kein Boomer.
Die Idee einer palĂ€stinensischen Nation fuĂt unter anderem auf Mohammed Amin al-Husseini. Dem damaligen GroĂmufti von Jerusalem. Und Mitglied der SS. Er war Mentor von Jassir Arafat, dem spĂ€teren, jahrelangen FĂŒhrer der PLO, der PalĂ€stinensische Befreiungsorganisation.
Husseini im PortraitHusseini im GesprÀch mit Adolf Hitler
Und damit schlieĂt sich der Kreis zur Ethnolinguistik.
Vorher waren PalÀstinenser alle, die in der Region PalÀstina gelebt haben. Also auch Drusen, Beduinen oder orthodoxe Christen. Ein Herkunftsname.
Arafat und die PLO machten es 1967 zu einem Alleinstellungsmerkmal. Nach ihrer Definition waren PalÀstinenser nur noch diejenigen, die muslimisch waren und den israelischen Staat ablehnten.
Die israelischen Muslime - heute 20% der israelischen Bevölkerung - waren und sind in ihren Augen VerrĂ€ter. Ebenso die israelischen Beduinen und Drusen, die gegen die âPalĂ€stinenserâ kĂ€mpfen.
Ein Kind mit einerm zerknitterten Arafat-Poster vor einer Wand mit einem Arafat-Graffiti
Die Araber, die sich heute âPalĂ€stinenserâ nennen, sind die Ăbriggebliebenen. Die Hinterlassenschaften von Einwanderung aus allen arabischen LĂ€ndern. Sie mussten sich eine eigene Existenz schaffen. Heute sind sie die VerstoĂenen, der Outcast.
Der Outcast
Nachdem die PalĂ€stinenser in Jordanien 1970 einen BĂŒrgerkrieg ausgelöst haben, weil Jordanien sich Israel angenĂ€hert hatte, sind sie dort nicht mehr sonderlich gern gesehen.
Danach gingen einige in den Libanon, wo sie mit der Hisbollah zusammenarbeiteten. Auch dort sind sie also nicht gerade willkommen.
Ein weltberĂŒhmtes Foto: Ein Terrorist der palĂ€stinensischen Gruppe âSchwarzer Septemberâ, welche 1972 wĂ€hrend der Olympia in MĂŒnchen die israelische Mannschaft als Geiseln nahm. Der Anschlag fĂŒhrte spĂ€ter zur GrĂŒndung der SEK und der GSG9.
Die vielen PalÀstinenser, die Unterschlupf in Kuweit gefunden hatten, waren wÀhrend des Zweiten Golfkrieges 1991 auf Seiten der irakischen Angreifer. Weshalb sie nach dem Krieg alle rausgeworfen wurden. 450.000 Menschen wurden vertrieben, meist mit Gewalt. Die wenigsten EuropÀer wissen das. Wenn Muslime andere Muslime vertreiben, ist das eher keine Schlagzeile wert.
Diejenigen, die nach Jordanien flohen â man spricht dort von der âKuweitisierungâ â haben keine BĂŒrgerrechte. Heute leben ĂŒber 1,8 Million PalĂ€stinenser in Jordanien, die meisten ohne jegliche Anerkennung.
Und da die Hamas aus der aus Ăgypten stammenden Muslimbruderschaft entstanden ist, mögen die die PalĂ€stinenser auch nicht mehr so gerne. Weshalb die Grenze von Ăgypten zum Gazastreifen heute strenger gesichert ist, als die Grenze zwischen dem Gazastreifen und Israel. Und strenger, als es die deutsch-deutsche Grenze jemals war.
Foto: Grenze zwischen dem Gazastreifen und Ăgypten. Nicht zwischen dem Gazastreifen und Israel.
Deshalb arbeitet die radikale, sunnitische Hamas auch mit dem schiitischen Iran und seinem Ableger, der Hisbollah, zusammen. Weil sie sonst niemanden mehr hat.
Klar, die arabische und muslimische Bevölkerung der LĂ€nder sieht die PalĂ€stinenser natĂŒrlich immer noch nĂ€her als die Juden. Einfach weil es Muslime sind, GlaubensbrĂŒder. Selbst, wenn man sich bei nĂ€chster Gelegenheit wieder gegenseitig die Köppe einschlĂ€gt. Wie nach dem Verlassen des Gazastreifens durch Israel 2005.
Das Kalifat ist so tief im Weltbild, wie fĂŒr uns der âchristliche Westenâ. Aber das örtliche Sprichwort sagt ja: Schön, wenn GĂ€ste kommen. Schöner, wenn sie gehen.
Foto: Demonstration Berlin, 19.04.2025. Die Kufiya (âPali-Tuchâ) ist gar nicht palĂ€stinensisch. Sie ist benannt nach der Stadt Kufa im Irak und ĂŒbliche Kopfbedeckung in vielen Farben, vor allem fĂŒr Landarbeiter. Erst Husseini und Arafat belegten sie in schwarz-weiĂ als Symbol.
Warum haben PalĂ€stinenser keinen Namen fĂŒr PalĂ€stina?
Die Ausgangsfrage war: Wenn PalĂ€stinenser PalĂ€stina selber âfalestineâ nennen, ist das ein Exonym. Aber wenn sie doch dort heimisch waren, mĂŒssten sie dann nicht ein Endonym haben?
Sie haben keinen Innennamen, keine Eigenbezeichnung, kein Endonym, fĂŒr die Region. Weil sie die Region niemals besessen, geprĂ€gt oder gestaltet haben, so dass ein Endonym entstanden wĂ€re.
Die Araber sind durch die Islamische Expansion dort eingewandert. Diese wurde aber immer von anderen beherrscht, regiert und besessen. Zum Schluss und am lĂ€ngsten von den TĂŒrken, die keine Araber sind.
Nach der Zerschlagung des Osmanischen Reiches haben die Sieger beschlossen, einen kleinen Teil den Juden zu geben. Und das konnten die Araber nicht akzeptieren.
Die dort lebenden Araber mussten sich neu erfinden, sich eine IdentitÀt geben. Und einen Namen.
Und das ist der Grund, warum PalĂ€stinenser sich selber âfalestineâ nennen. Sie mussten auf ein altes Wort zurĂŒckgreifen, ein römisches, ein lateinisches, ein Exonym, wie alle anderen auch. Sie haben kein eigenes Wort dafĂŒr. Nicht einmal alle Buchstaben.
Online-Debatte ĂŒber auslĂ€ndische Tech-Arbeiter zeigt Spannungen in Trumps politischer Koalition
WEST PALM BEACH, Florida â Ein Online-Streit zwischen Fraktionen von Donald Trump BefĂŒrworter der Einwanderung und der Technologiebranche haben die internen Spaltungen ihrer politischen Bewegung öffentlich offengelegt und die Spaltungen und widersprĂŒchlichen Ansichten vorhergesehen, die ihre Koalition ins WeiĂe Haus bringen könnte.
Die Trennung offenbarte Spannungen zwischen der neuesten FlankeâŠ