31. Mai 2025
Oh no, tÀglich ans Aufladen denken, wie soll das bloà gehen!
Ab morgen kann man in ganz GroĂbritannien keine Einweg-Vapes mehr kaufen. Ich erfahre das durch einen ausgedruckten Zettel im Dorfsupermarkt:
So ein Verbot habe ich mir schon öfter gewĂŒnscht, weil man hier wirklich viele Single-Use-Vapes auf den StraĂen und in der straĂennahen Natur findet. Ich habe es nur fĂŒr unwahrscheinlich gehalten, dass es dazu kommt, weil sich die britische Regierung insgesamt (und nicht erst seit dem Brexit) eher wenig fĂŒr Umweltschutz interessiert: Abwasser wird in dieser Ecke Schottlands wie an vielen anderen Orten direkt ins Meer gepumpt, der MĂŒll kommt auf eine MĂŒllkippe im Nachbardorf.
Aber jetzt haben sie also tatsĂ€chlich Einweg-Vapes verboten, Jahre vor Deutschland, wo das voraussichtlich 2027 passieren wird, und dann nur indirekt als Folge einer EU-Regelung, die von Wegwerfartikeln mit nicht leicht ausbaubaren Batterien handelt. BegrĂŒndet wird das britische Verbot ĂŒberraschenderweise unter anderem mit Umwelt- und MĂŒllverarbeitungsproblemen.
Die BBC zitiert Einweg-Vape-Fans, deren Hauptproblem mit der Umstellung zu sein scheint, dass sie ein MehrweggerĂ€t aufladen mĂŒssten:
"With everything else going on in my life, what if I forget to recharge my vape? And then I wake up one morning without a vape, or I run out of charge at work? "I'm used to the ease of being able to buy a disposable one when I need." (Quelle: "'I don't know what we'll do' â Vapers panic-buy ahead of disposables ban")
Ich verstehe das Problem nicht. Dieselben Leute haben doch sicher Handys und mĂŒssen da auch mindestens einmal tĂ€glich ans Laden denken. Und bei anderen AbhĂ€ngigkeiten hat man noch ganz andere Probleme. Im Techniktagebuch-Redaktionschat erkennt Oliver Laumann das Problem als eine Spielart der deutschen Reichweitenangst. Felix Neumann schlĂ€gt vor, fĂŒr NotfĂ€lle immer ein Kurbelvape parat zu haben.
(Kathrin Passig)










