"FΓΌr die Mission ist bei uns offenbar eine neue, bedeutsame Zeit angebrochen dadurch, daΓ das geeinte und erstarkte Deutschland nun seit kurzem auch anfΓ€ngt, den ihm zukommenden Anteil der sich vervollstΓ€ndigenden Weltherrschaft der europΓ€ischen VΓΆlker zu beanspruchen ... (und) ... Kolonieen zu erwerben" (Rheinische Missionsberichte 1884). Aus Berichten, Briefen und TagebΓΌchern von Expeditionen, Missionaren, Farmersfrauen, Beamten und Soldaten aus der ehemaligen Kolonie Deutsch-SΓΌdwest Afrika entstand das Drehbuch fΓΌr dieses HΓΆrstΓΌck - eine Textcollage ΓΌber den Beginn der Kolonisation, ΓΌber erste SchutzvertrΓ€ge und erste kriegerische Auseinandersetzungen, ΓΌber den Hereroaufstand, dessen blutige Niederschlagung und die Zeit nach 1907, im GepΓ€ck des Autors auf der Reise nach Namibia. Deutsch-Namibier und deutschsprachige Namibier lesen die Textfragmente, lesen sie vor, kommentieren sie zuweilen, und der Autor zeichnet diese Konfrontation mit der Geschichte auf, das aufgenommene Material verarbeitet er in seiner Komposition. "Eine Art 'Geschichtsforschung' mit kΓΌnstlerischen Mitteln, als dessen Werkzeug die Musik die RealitΓ€tsbruchstΓΌcke bearbeitet und ΓΌber das Konkrete hinaus einige Facetten der ΓΌbergroΓen kolonialen UmwΓ€lzungen sinnlich erfahrbar macht. Nicht um die NacherzΓ€hlung von historischen Ereignissen geht es in erster Linie, sondern um die Rekonstruktion einer Wahrnehmung." (Hendrik Lorenzen) Regie: Hendrik Lorenzen Musik: Hendrik Lorenzen













