Ich bin immer nur eine Nachricht entfernt, du bist scheinbar meilenweit weg.

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Ich bin immer nur eine Nachricht entfernt, du bist scheinbar meilenweit weg.

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Ich möchte mit dir kämpfen!
Es macht mich fertig zu wissen, dass du da draußen sitzt und kämpfst. Das du dich quälst. Das deine Gedanken wahrscheinlich wieder gegen dich arbeiten und ich nichts dagegen tun kann.
Und genau das ist das Schlimmste. Nicht die Stille. Nicht die Tage. Sondern dieses GefĂĽhl von Hilflosigkeit.
Weil ich helfen möchte. Weil ich etwas tun möchte. Irgendetwas. Aber alles, was mir bleibt, ist da zu sein. Und das war ich. Immer wieder. Mit Nachrichten. Mit offenen Türen. Mit dem stillen Versprechen, dass du nicht allein durch diesen Sturm musst.
Aber du lässt niemanden hinein.
Du weißt, dass ich da bin. Du weißt, dass du mich jederzeit erreichen könntest. Und trotzdem stehe ich hier draußen vor deinen Mauern und frage mich, warum du alles alleine tragen willst.
Verdammt, gib mir doch die Chance.
Du musst nicht stark sein. Nicht fĂĽr mich. Nicht fĂĽr irgendwen.
Wenn du keine Lösung willst, dann such ich keine. Wenn ich nichts tun kann, dann tue ich eben nichts. Dann sitze ich einfach neben dir und höre zu. Erzähl mir von den Gedanken, die dich nachts wach halten. Erzähl mir von dem Chaos in deinem Kopf. Erzähl mir von der Wut, der Angst, der Leere.
Du musst das nicht alleine aushalten. Du musst gar nichts mehr alleine. Gib mir einfach deine Hand.
Denn weißt du, was weh tut? Nicht, dass es dir schlecht geht. Sondern dass du mich wegschiebst, während es dir schlecht geht.
Und ich verstehe dich. Wirklich. Ich weiß, dass Rückzug manchmal einfacher ist. Das Menschen anstrengend werden können, wenn man selbst kaum noch Luft zum Atmen hat.
Aber ich wĂĽnsche mir, dass du auch die andere Seite siehst. Die Seite von den Menschen, die bleiben wollen, weil sie dich lieben. Die Seite von den Menschen, die sich Sorgen um dich machen. Die Seite von den Menschen, die jeden Tag aufs Handy schauen und hoffen, dass endlich etwas von dir kommt.
Und vielleicht gibt es noch etwas, das ich nie laut genug gesagt habe.. Ich könnte dich gerade auch gut gebrauchen. Als Freund. Einfach als Mensch, der da ist. Denn auch bei mir ist nicht alles leicht. Auch ich habe Tage, an denen die Gedanken zu laut werden. Tage, an denen ich jemanden brauche, der fragt, wie es mir geht. Der einfach da ist.
Aber du bist nicht da. Und ich bin wieder alleine. Und es fĂĽhlt sich beschissen an.
Nicht, weil ich dir Vorwürfe machen will. Sondern weil ich dich vermisse. Weil ich meinen Freund vermisse. Weil ich manchmal einfach nur erzählen möchte, wie mein Tag war, was mich beschäftigt oder worüber ich mich gefreut habe.
Menschen gehen nicht immer, weil sie aufhören zu lieben.
Manchmal gehen sie, weil sie nicht mehr wissen, wie lange sie das Weggeschoben werden noch aushalten können.
Und genau dort stehe ich gerade. Zwischen Verständnis und Schmerz. Zwischen Geduld und Erschöpfung. Zwischen Kämpfen und Loslassen.
Seit sechs Tagen zerbreche ich mir den Kopf darĂĽber, was du brauchst. Ob ich mehr schreiben sollte. Ob ich weniger schreiben sollte. Ob du Abstand brauchst oder jemanden, der trotzdem jeden Tag anklopft und dich daran erinnert, dass es noch etwas Gutes gibt.
Vielleicht brauchst du genau das. Vielleicht brauchst du jemanden, der nicht aufhört zu schreiben, auch wenn du nicht antwortest. Vielleicht brauchst du jemanden, der dich immer wieder daran erinnert, dass du wichtig bist.
Aber ich weiĂź es nicht. Weil du es mir nicht sagst. Und vielleicht ist genau das das Schwerste. Nicht die Distanz. Sondern die Ungewissheit.
Morgen ist eine Woche vergangen seit dem es dir so schlecht geht.
Ja, ich zähle die Tage.
Und während du gegen deine eigenen Dämonen kämpfst, kämpfe ich gegen die Frage, wie lange mein Herz diese Stille noch aushält.
Denn ich versuche für dich da zu sein. Ich kämpfe für dich. Aber ich muss auch aufpassen, mich selbst dabei nicht zu verlieren.
Und ich hoffe, dass wir, wenn es dir wieder besser geht, irgendwann über all das sprechen können.
Darüber, was du brauchst. Darüber, was ich brauche. Darüber, wie wir verhindern können, dass wir uns genau dann verlieren, wenn einer von uns eigentlich Nähe am dringendsten bräuchte.
Denn ich möchte nicht gegen dich kämpfen. Ich möchte mit dir kämpfen. Gemeinsam.
So wie Freunde es tun sollten.
Du musst nicht jeden Kampf alleine gewinnen. Aber irgendwann musst du aufhören, die Menschen wegzuschicken, die bereit wären, ihn mit dir zu kämpfen.
Ich hab dich lieb. Pass weiterhin auf dich auf.
Ich vermisse Dich ❤️
@eponomasie #eigenes
Es ist komisch, wie zwei Menschen sich gleichzeitig so nah und so unfassbar weit entfernt sein können, denn du bist da, nur ein paar Meter entfernt.
Ich höre deine Stimme, sehe dein Gesicht, merke, wenn du den Raum betrittst und trotzdem fühlt es sich an, als läge plötzlich eine ganze Welt zwischen uns.
Früher waren es Blicke, kleine Gespräche, dieses Selbstverständliche Nebeneinander und jetzt, jetzt laufen wir aneinander vorbei, als müssten wir so tun, als hätte nie etwas zwischen uns existiert.
Wir reden kaum, wir weichen Blicken aus, wir tun beide so, als wäre Distanz plötzlicher einfacher als Nähe.
Aber sie tut es nicht.
Sie tut weh, mehr als ich zugeben möchte.
Und das Schlimmste ist, dass niemand es wirklich merkt, weil ich lache, ich funktioniere.
Ich sitze da, als wäre alles okay. Aber innerlich fühlt es sich an, als müsste ich mich die ganze Zeit davon abhalten, einfach zu dir zu gehen und so zu tun, als hätte sich nichts verändert.
Ich vermisse nicht mal die großen Dinge. Ich vermisse dieses Selbstverständliche mit dir draußen sitzen, mit dir reden, dieses leichte Gefühl, nicht allein zu sein.
Und jetzt sitze ich zwischen Menschen und fühle mich trotzdem plötzlich leer.
Vielleicht, weil ich zum ersten Mal seit langer Zeit jemanden gefunden habe, bei dem ich mich verstanden gefühlt habe, ohne mich erklären zu müssen.
Und genau deshalb tut die Distanz jetzt so weh, weil sie vernĂĽnftig ist, weil sie richtig ist, weil wir beide wissen, dass GefĂĽhle alleine nicht reichen.
Aber mein Herz interessiert sich nicht dafür, was vernünftig ist. Es merkt nur, dass du plötzlich weiter weg bist, obwohl du direkt vor mir stehst.
Und vielleicht ist genau das das Schmerzhafteste daran, dass du direkt vor mir stehst und ich dich trotzdem vermisse, als wärst du längst verschwunden.
@eponomasie #eigenes
A2. „Die Jahre dazwischen“ (Dauer)
Ich bewahre irgendwo ein Video von dir auf, aufgenommen kurz nach jenem Samstag, in schwarzer Lederjacke, und die Leichtigkeit des Jungseins liegt auf dir, weit weg von allem, was uns trennt. Einmal rufst du an, und ich suche nach Worten, die nicht kommen, gerade dann, als ich sie brauche. Dein Kosmos schwingt anders, deine Stimme bleibt mir im Ohr. Später bist du da, wir gehen ein Stück, und etwas in mir meint, dir trauen zu können, als hätte ich dich gekannt lange vor diesem Leben. Doch du lebst weit weg von mir.
A06. Ich wollte nichts wissen
Ich verstehe nichts mehr, da ich nichts gefragt habe, was mich nichts angeht und mir die Mädchen selbst sagen würden, wenn ich nur danach fragen würde. Ich halte meine Distanz in den Räumen und trinke meinen Kaffee, tausche ein paar Worte aus – mehr mache ich nicht.
Und jetzt fühle ich mich, als ob ich nach ihrer Nummer, ihrer Adresse gefragt hätte. Ich habe nicht einmal gefragt, wann sie wieder da ist, und dann fühlt es sich an, als ob sie etwas erfindet, das plausibel klingt, was jeder Mensch verstehen würde, weil die Menschen denken in ihren Ängsten und Systemen, in denen sie sich aufhalten.
Bei mir sind die Lichter aus, und ich lasse die Priesterin sie nicht mehr anschalten. Sie darf mit ihren Ängsten leben.
Dann weiß ich genau, dass sich die Gelegenheit gibt, Sunshine zu treffen, wenn wir uns irgendwo begegnen – nicht da, wo das erste Mal war. Und die Male danach.

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Welche Menschen ich gerade wirklich mag (und warum)
Welche Menschen magst du zurzeit am meisten? Die Frage klingt erst mal wie so ein Standard-Ding aus irgendeinem Kennenlernspiel. So nach dem Motto: „Teamplayer oder Einzelgänger?“, „Hund oder Katze?“, „Meer oder Berge?“ In Wahrheit ist es gerade eher eine Bestandsaufnahme, die ein bisschen weh tut. Mein erster Impuls wäre: Im Moment habe ich am meisten Respekt vor Leuten, die mich in Ruhe…
Ich suche deine Nähe in Erinnerungen, weil sie das Einzige sind, das mir noch bleibt.
Du fragst mich, warum ich Abstand halte – doch tief in dir weißt du längst, warum.