Das Jahr 2012 - die Hölle beginnt
Im Sommer 2012 begann das Unheil.Â
Plötzlich hatte ich massive Blutungen im Stuhl. Das mehrfach am Tag. Die Ărzte pumpten mich mit Cortison voll und versuchten zusĂ€tzliche Therapien wie Remicade und Ciclosporin. Leider zeigte keines der Medikamente eine Wirkung. Im Oktober 2012 wurde ich dann das erste mal stationĂ€r im Wiener AKH aufgenommen. Die dortigen Ărzte machten diverse Bluttests und auch zwei Darmspiegelungen. Nach zwei Wochen stand eigentlich eine vorlĂ€ufige Entlassung am Programm.Â
Ich kann mich noch genau erinnern das es ein Mittwoch war. Der Koffer war gepackt und ich wartete nur noch auf die Visite. Dann kam sie und der Arzt sagte zu mir: âLieber Herr SchĂŒtzenhofer, ich möchte sie ersuchen noch ein oder zwei Tage zu bleiben. Wir mĂŒssen noch was prĂŒfen. Ich komme dann nachher noch mal zu ihnen und erklĂ€re ihnen alles.âÂ
Also rĂ€umte ich etwas verwundert meinen Koffer wieder aus und wartete. Als der Arzt wieder zu mir kam erklĂ€rte er mir, dass bei den letzten Gewebeproben eine bösartige VerĂ€nderung gefunden wurde und gerade vom Chef der Pathologie noch mal geprĂŒft wird. Also war Darmkrebs im anrauschen und da der Dickdarm schon schwer beschĂ€digt war, wurde mir eine radikale OP empfohlen. Der Dickdarm sollte raus und ein vorlĂ€ufiges Ileostoma (fĂŒr ca. sechs Monate), sowie ein sogenannter J-Pouch gelegt werden.Â
Die OP wurde fĂŒr Anfang Dezember fixiert (Prof. Bergmann) und ich wusste das ich/wir da durch mussten. Meine damalige Freundin war mit den Nerven am Ende. Ein zusĂ€tzliches Problem war, dass im JĂ€nner 2013 meine  Mutter einen Termin fĂŒr eine Knie-OP hatte und ich dadurch ihr nicht helfen konnte. Aber keiner von uns beiden konnte den Termin verschieben.Â
Die OP verlief ohne Komplikationen und dauerte ca. 8 Stunden. Die Intensivstation entkam ich Gott sei dank. Die ersten Tagen waren sehr schmerzhaft - besonders beim tĂ€glichen âAufsteh-Trainingâ. Weihnachten war ich natĂŒrlich im Krankenhaus und durfte daher erst am 31.12.2012 nach Hause. An dieser Stelle möchte ich einen Freund erwĂ€hnen - Matthias Urrisk-Obertynski - der am 24.12. plötzlich in meinem Krankenzimmer stand um mich zu besuchen! DafĂŒr bin ich ihm heute noch sehr dankbar!Â
Silvester verbrachte ich also zu Hause im Wienerwald, aber ich sollte nicht all zu lange âin Freiheitâ verbleiben......











