Tausche indisches Curry gegen kanarische Kartoffeln
Wow. Diese Kartoffeln sind mindestens so groß wie ein Handball. Oder sogar größer? Die Vulkanerde der Kanarischen Inseln spuckt Gemüse in Übergröße aus - uns freuts, wir essen zwei Tage an einer Patata. Doch Moment, Kanaren, waren wir nicht grade noch in Indien? Waren wir, doch die Zeit fliegt.
Sommerbeeren und die Liebe zum Fluss
Nach ein paar Tagen im gigantischen Trubel Delhis entflohen wir der Hitze für einen kurzen Heimatstopp. Aßen Omas Kuchen, flickten mit den Mamas die verschlissene Reisekluft und kosteten Hände voller süßer Johannisbeeren, tiefroten Kirschen und saftigen Erdbeeren. Luden ein paar Freunde zur Kanutour auf dem Fluss durch die Heimat und verliebten uns paddelnd ganz neu in die Reize des Mains. Die stillen Nebelschwaden am Morgen, die flauschige Brut der Wasservögel, die urfränkischen Orte im Abendlicht am Ufer. Auf der Fahrt verwandelte ich meine Angst vor der Schleusenkammer sogar in eine Art Zuneigung, denn das mit Zelt und Proviant schwer beladene Kanu um kaputte Schleusen herumzutragen, war wenig erbaulich - auch wenn uns 25 Grad noch immer recht kühl vorkamen.
Und es geht schon wieder los
Mit Blasen an den Händen und sonnengegerbter Haut bereiteten wir uns schließlich auf die Weitereise vor. Abspecken stand auf dem Programm, Steffen auf 5, ich auf 10 Kilo. Also, unsere Rucksäcke, wohlgemerkt. Fertig? Klar, dann nicht's wie an den Flughafen, nächste Station: Las Palmas de Gran Canaria.
















