Darstellung von Behinderung in Medien
Charaktere mit Behinderungen dĂŒrfen nur selten deren eigenen Personen sein. Sie werden oft als weniger wert als andere und seperat vom Rest der Gesellschaft dargestellt, durch einen von den folgenden Stereotypen:
Bei den frĂŒhesten Charakteren mit Behinderungen, hat man diese so gut wie nur in Bösewichten und anderen grauenvollen Characteren gesehen. Hier wurde eine Behinderung dazu genutz um den Charakter weniger sympathisch und deutlich anders abzubilden. Die Behinderung selbst war in diesen Medien als ein Zeichen des moralen Defekts gesehen und hat Spott gerechtfertigt.
In der Vergangenheit und auch oft noch in der Gegenwart, ist eine Behinderung so dargestellt, als wĂŒrde sie einen dazu verfluchen, fĂŒr immer elend und bitter zu leben. Ohne Hoffnung auf ein glĂŒckliches und erfĂŒllendes Leben, ist der Tod manchmal sogar als die beste Option fĂŒr einen behinderten Charakter dargestellt. Jegliche Verantwortung der Gesellschaft die Bedingungen fĂŒr Behinderte zu verbessern bleibt unberĂŒcksichtigt.
In anderen FĂ€llen werden behinderte Charaktere als Motivation fĂŒr nicht behinderte genutzt, diese Charaktere ĂŒberwinden oft deren Behinderung in verschiedenen Weisen. Dies kann entmutigend fĂŒr viele echte Behinderte sein, da es oft unmöglich ist und die Idee darstellt, dass behinderte Leute, statt Ă€uĂere UnterstĂŒtzung vom Staat oder von Mitmenschen zu bekommen um die Welt zugĂ€nglich fĂŒr sie zu machen, selbst zurechtkommen sollten. In einer Welt, die ihnen stĂ€ndig Steine in den weg legt, sollen sie sich einfach mehr MĂŒhe geben.
Ein moderneres Problem mit der Darstellung behinderter Charaktere ist, wenn eine Behinderung einfach behebbar ist, wird sie entweder komplett rĂŒckgĂ€ngig gemacht oder wird nicht-behindernd fĂŒr den Charakter. Dies ist vor allem hĂ€ufig in Science Fiction & Superhelden Medien der Fall, kann aber ĂŒberall erscheinen. In diesen FĂ€llen kann es sein, dass ein Charakter prinzipiell eine BeeintrĂ€chtigung hat, zum Beispiel ein fehlendes Körperteil, aber statt angesprochen zu werden, wird es "repariert", zum Beispiel durch eine super fortgeschrittene Prothese, die permanent getragen wird und perfekt wie ein echter Arm funktioniert. Obwohl dies vieleicht manchmal ein schöner Gedanke ist, es ist total unrealistisch und es verursacht ein MissverhĂ€ltnis zwischen Charakteren und der RealitĂ€t des Behindertseins. (Eine bessere Alternative ist zum Beispiel etwas darzustellen, was den behinderten Personen hilft, ohne die Behinderung praktisch nicht-existent zu machen.)
Zusammengefassend kann man sagen, dass es immer noch Luft nach oben gibt bei der Darstellung von Behinderten als Menschen ohne deren Behinderung zu ignorieren. Obwohl diese Archetypen ihren Platz in Medien haben, wÀre es gut auch öfter andere behinderte Charaktere zu sehen.
(Dies ist die Deutsche Ăbersetzung von meinem Text. englische Version mit Quellen auf meinem Blog)














