Begegnung mit den Schatten
Sie flĂŒstert ihr beruhigende Worte, innerlich rasen die Gedanken, die Angst vom eigenen Schmerz ĂŒberwĂ€ltigt und in die Tiefe der Leere abgesondert zu werden. Ruhe bewahren, atmen, innehalten. Der Moment stellt sich ihr gegenĂŒber, fordernd, wissend, unruhig. Sie hat Methoden gefunden, der bedrohlichen Konfrontation aus dem Weg zugehen, Sicherheit gefunden im abgewandten Blick.Â
Denn die Leere kennte keine Gnade, was sie kennt ist Absorbieren / Einlullen / in Gefangenschaft nehmen / das verzĂŒckende Versprechen des Lebens annullieren. Die Leere verkleidet sich als Nichts, sie schreitet dann im unsichtbaren Mantel durch die SchwĂ€rze und verteilt ihre Gaben. Ein bisschen Schuld, ein bisschen Verzweiflung, ein bisschen Anklage, ein kleines StĂŒck Lebensangst.Â
Wenn ich durch den Raum der Leere gehe begegne ich dem Tod, der mir all meine Schatten auf einmal zeigt. Er zeigt sich mir doppelt, seitlich, rechts und hinter mir. Er erinnert mich daran, dass er mich kennt, alles ĂŒber mir weiĂ.Â
Der Kampf der Schwerter. Sie sprechen untereinander, gegeneinander, versuchen sich zu ĂŒbertrumpfen. Ihr Ziel ist die Zerstörung von Einheit.Â