ES FOLGT EIN AUSZUG AUS EINEM BEITRAG VON UWE HENNIG (CEO BEI DETEGO & EXPERTE FĂR OMNICHANNEL-BUSINESS IM MODEHANDEL) FĂR DEN ONLINEBLOG âZUKUNFT DES EINKAUFENSâ.
Der Kunde wĂŒnscht sich eine echte Verbindung aller KanĂ€le â möchte diese als einzelne Touchpoints ĂŒberhaupt nicht separiert wahrnehmen. Denn so tickt er: Sonntagsabends surft er sich bis zu seiner Traum-Winterjacke durch. Bequem auf dem Sofa. Er freut sich ĂŒber das âClick-and-Collectâ-Angebot eines HĂ€ndlers, der ein LadengeschĂ€ft in der NĂ€he seines BĂŒros hat. Mit einem âClickâ stellt er sicher, dass er die Winterjacke am nĂ€chsten Tag in seiner Mittagspause anprobieren kann, bevor er sie endgĂŒltig kauft. Es gibt sogar einen kostenfreien Lieferservice direkt aus dem Store zu ihm nach Hause. Das ist perfekt, dann muss er keine groĂe Einkaufstasche tragen. Im Store angekommen, freut er sich ĂŒber Verkaufspersonal, das ihn mit passenden Accessoires berĂ€t. Ein actionreiches Ski-Video macht seinen Einkauf zu einem kurzweiligen Erlebnis. Diesen Store mit seinen Services wird er gleich auf dem Nachhauseweg in seinem sozialen Netzwerk weiterempfehlen.
[âŠ] Genau dieses Geschwisterdilemma durchlebt gerade der deutsche Modehandel in seinen BemĂŒhungen um ein effizientes Omnichannel-Retailing. Man hat eingesehen, âzusammenâ ist besser, als âjeder fĂŒr sichâ. Doch in vielen FĂ€llen steht der Online-Verkaufskanal neben dem stationĂ€ren Filialnetz und wird sogar als Konkurrent zu den eigenen Stores gesehen. Vertriebskanal âStoreâ und Vertriebskanal âWebshopâ fristen also ein unabhĂ€ngiges Dasein. Oftmals mit eigenstĂ€ndiger Logistik, eigenem Marketing und eigenem Sortiment. Und nicht selten mit einem neidischen Blick auf die UmsĂ€tze des jeweils anderen. Sogar KannibalisierungsĂ€ngste schwingen mit. Ein âWirâ gibt es nicht. Das ist klar einer mangelnden kanalĂŒbergreifenden Vertriebsstrategie geschuldet.
Als der Omni-Kunde kam
Heute ist klar: Der Kunde drĂ€ngt auf Versöhnung. Interne Befindlichkeiten interessieren ihn nicht. In seinem âAlways-on-Modusâ möchte er jederzeit und ĂŒberall shoppen, Ă€ndert damit die strategische Perspektive des HĂ€ndlers und entscheidet sie fĂŒr sich. Der Kunde wĂŒnscht sich eine echte Verbindung aller KanĂ€le â möchte diese als einzelne Touchpoints ĂŒberhaupt nicht separiert wahrnehmen. Denn so tickt er: Sonntagsabends surft er sich bis zu seiner Traum-Winterjacke durch. Bequem auf dem Sofa. Er freut sich ĂŒber das âClick-and-Collectâ-Angebot eines HĂ€ndlers, der ein LadengeschĂ€ft in der NĂ€he seines BĂŒros hat. Mit einem âClickâ stellt er sicher, dass er die Winterjacke am nĂ€chsten Tag in seiner Mittagspause anprobieren kann, bevor er sie endgĂŒltig kauft. Es gibt sogar einen kostenfreien Lieferservice direkt aus dem Store zu ihm nach Hause. Das ist perfekt, dann muss er keine groĂe Einkaufstasche tragen. Im Store angekommen, freut er sich ĂŒber Verkaufspersonal, das ihn mit passenden Accessoires berĂ€t. Ein actionreiches Ski-Video macht seinen Einkauf zu einem kurzweiligen Erlebnis. Diesen Store mit seinen Services wird er gleich auf dem Nachhauseweg in seinem sozialen Netzwerk weiterempfehlen.
So vertragen sich Online und Offline
Eben noch neidisch auf jeden Kunden, der nicht der eigene ist, bringt der Endkunde Online und Offline dazu, ihr gemeinsames Synergiepotential zu entdecken. Mit dem Wunsch nach Omnichannel-Services wie:
VerfĂŒgbarkeitsabfrage
Click & Collect
Ship-from-Store
Return-to-Store und
Instore-Ordering
verschmelzen alle VerkaufskanĂ€le. Der Kunde möchte im Webshop sehen, ob ein bestimmter Artikel auch im Store um die Ecke verfĂŒgbar ist (VerfĂŒgbarkeitsabfrage). Erst dann nutzt er das Angebot, den Artikel dort zur Abholung oder Anprobe zu reservieren (Click & Collect) oder sich direkt von dort kurzfristig liefern zu lassen (Ship-from-Store). Dieser neue âOmni-Kundeâ bewegt sich ĂŒbergangslos zwischen den KanĂ€len und wird es zu schĂ€tzen wissen, wenn er einen nicht vorrĂ€tigen Artikel direkt aus der Umkleidekabine heraus bestellen kann (In-Store-Ordering). Doch wie setzt der HĂ€ndler das alles um?
Wo ist Artikel S08775?
Es ist klar, dass der HĂ€ndler zur Umsetzung seiner Omnichannel-Strategie einiges tun muss. Doch es ist auch klar, dass er nicht in eine modische Laune investiert, sondern in seine wettbewerbsfĂ€hige Zukunft. Der âOmni-Kundeâ geht ja nicht mehr weg. Er bleibt und fordert immer mehr Services in gleichbleibender oder höherer QualitĂ€t. Also ist es ohnehin eine PflichtĂŒbung fĂŒr den HĂ€ndler, Prozesse, IT und Organisation âanzufassenâ.  Schaut man sich die Omnichannel-Services an, dann braucht der HĂ€ndler an der Basis fĂŒr seine Stores und den Online-Shop eine verlĂ€ssliche und vollstĂ€ndige Bestandstransparenz seiner Artikel in Echtzeit.
Mit ihr ist er in der Lage, dem Kunden jederzeit Aussagen zu einem Artikel machen zu können. Sei es im Self-Service im Webshop oder durch persönliche Nachfrage beim Verkaufspersonal. Sind alle Artikel im Lager, im Back-Store, in allen Stores, im Schaufenster und zudem Online sichtbar, kann auch âClick-and-Reserveâ, bzw. âClick-and-Collectâ verlĂ€sslich umgesetzt werden. NatĂŒrlich auch ein âShip-from-Storeâ. Denn der Store Manager sieht auf einen Blick, ob der gewĂŒnschte Artikel vorrĂ€tig ist und muss nicht unnötig seine Store-BestĂ€nde erhöhen, um den Kunden zu bedienen. Auch eine RĂŒckgabe online gekaufter Artikel (âReturn-to-Storeâ) funktioniert ĂŒber eine RĂŒckbuchung in den transparenten Bestand mĂŒhelos.
Die Schulung des Verkaufspersonals auf diese Omnichannel-Prozesse und die notwendige Incentivierung diese aktiv zu unterstĂŒtzen, gehört natĂŒrlich ebenso zur Basisarbeit des HĂ€ndlers. Auch wenn der Kunde der Treiber fĂŒr diese Evolution ist: besonders der HĂ€ndler profitiert langfristig von einem funktionierenden Omnichannel-Vertrieb.
Gewinner HĂ€ndler
Intensives Cross Selling
Kunden an Marke binden
LieferfÀhig sein
AuskunftsfÀhig sein
NĂ€her am Kunden sein
Customer Journey garantieren
Abbau SicherheitsbestÀnde
Abverkauf Saisonware zur kalkulierten Marge
Gewinner Endkunde
Endlos-Regal
Reale Anprobe, Versand nach Hause
Positive Einkaufserfahrung
Online Bestands-Check fĂŒr Abholfiliale
Artikel sicher reservieren
Anprobe ohne lange Suche
Ware sofort erhalten (same day)
Bequeme RĂŒckgabe oder Umtausch in der Filiale
Online und Offline verknĂŒpft mit der Shoppen App
Quelle: ZukunftdesEinkaufens
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