Täterschutz in der veganen Facebook-Szene? Ein Interview.
Inhaltswarnung: Sexualisierte Gewalt, Manipulation, Verleumdung, psychische Gewalt, Silencing
Eine Frau, wir nennen sie im Folgenden Hanna, wurde in Facebook-Gruppen mit veganem Bezug immer wieder der Falschbeschuldigung und Verleumdung bezichtigt. Ein Mann behauptete, sie hätte ihm sexuelle Belästigung vorgeworfen und würde entsprechende Gerüchte verbreiten. In diesem Kontext bedrängte und bedrohte er sie. Hanna selbst hatte bisher nicht die Möglichkeit, angemessen auf die Vorwürfe einzugehen. Mit diesem Artikel soll Klarheit in diesen Vorfall gebracht werden, der nun schon bald zwei Jahre zurück liegt.
Dieser Artikel wurde notwendig, da die Anschuldigung gegen Hanna Weihnachten 2016 in einer Facebook-Gruppe mit über 2000 Mitgliedern erneuert wurde[1]; kurz darauf wurde sie von den Admins aus dieser Gruppe entfernt. Bereits in den Monaten zuvor wurde sie mehrfach der Falschbeschuldigung bezichtigt. Bei einer Gelegenheit wurden ihr Klarname, Wohnort und weitere persönliche Informationen preisgegeben.[2] Hanna hätte lieber endlich einen Schlussstrich gezogen, doch durch den wiederkehrenden, zum Teil ohne erkennbaren Anlass getätigten Vorwurf der Falschbeschuldigung, wird ihr diese Möglichkeit genommen.
Wir sind Hanna sehr dankbar für ihre Unterstützung und wir werden nicht zulassen, dass sie oder andere durch den betreffenden Mann in Gefahr geraten. Sollte es zur Nennung sensibler Informationen, z. B. Klarnamen, kommen, werden wir nicht davor zurückscheuen, entsprechende Gegenschritte einzuleiten.[3]
Eine andere Frau – der betreffende Mann nennt sie Heidi – schrieb im Juni 2015 in einer kleinen, geheimen Facebook-Gruppe (ca. 20–25 Mitglieder), sie hätte sich von eben diesem Mann, M. T., bedrängt gefühlt. In diesem Kontext schrieb Hanna, dass M. T. sie berührt habe (an Rücken und Po), aber ihr nicht geglaubt wurde.[4] Er wurde über Heidis Äußerungen von Dritten informiert – jedoch kannte er die Äußerungen in dieser Gruppe wohl nicht und bekam zu diesem Zeitpunkt auch keine Screenshots davon. Daraufhin suchte M. T. seiner Aussage nach die „persönliche Klärung“ mit ihr, woraufhin sie ihre Aussagen zurücknahm.
Die Screenshots der Unterhaltung in der geheimen Gruppe wurden M. T. etwa drei Monate später von einer Person zugespielt, die ebenfalls in dieser Gruppe war. Nach Erhalt der Screenshots, stellte er Hanna am 8. September 2015 im Privatchat zur Rede. Er fragte sie, ob er sie jemals sexuell belästigt hätte, was sie mit Nein beantwortete.[5] Er schrieb ihr, dass sie 24 Stunden Zeit habe, ihre „Verleumdung“ bei allen Menschen richtigzustellen, die davon wüssten. Er drohte ihr mit einem Strafantrag wegen Verleumdung, wenn sie dem nicht nachkommen würde.
Da sie deutlich machte, dass sie seiner Aufforderung nicht nachkommen würde, postete M. T. am 10. September eine „Richtigstellung“ in einer von ihm administrierten Facebook-Gruppe, die zu dem Zeitpunkt etwa 500 Mitglieder hatte.[6] Er behauptete, Hanna würde das Gerücht verbreiten, dass er sie sexuell belästigt hätte und schrieb, er hätte sie niemals belästigt oder angefasst. Er schrieb, Hanna würde häufiger „Geschichten erzählen“, er würde die anderen Gruppenmitglieder vor ihr warnen wollen und er Hanna wegen Verleumdung anzeigen würde. Hanna wurde zuvor von M. T. aus der Gruppe entfernt und konnte sich somit nicht zu seinen Vorwürfen äußern.
Sowohl in M. T.s „Richtigstellung“ als auch in den Kommentaren darunter wurde ein sehr schroffer Ton gegenüber Hanna angeschlagen. Sie wurde als Lügnerin dargestellt, es wurden ihr psychische Krankheiten unterstellt, und es wurden alte, private Geschichten ausgepackt um Hanna schlecht aussehen zu lassen. Sehr viele Menschen glaubten bereitwillig M. T., dem Mann, während sie Hanna, die Frau, als Lügnerin und Verleumderin dargestellt haben. Dies in einer Gruppe erleben zu müssen, die sich selbst als emanzipatorisch und anti-sexistisch bezeichnet, war erschreckend. Die von M. T. angeführten „Beweise“ waren keineswegs hieb- und stichfest und ergaben, entgegen seiner Behauptung, alles andere als ein eindeutiges Bild. Unter diesen unklaren Umständen eher dem Mann zu glauben als der Frau ist typisch für eine patriarchalische Gesellschaft und entspricht nicht der üblichen Vorgehensweise in linken und feministischen Gruppen.
Um Hanna die Möglichkeit zu geben, sich zu den Vorwürfen gegen ihre Person zu äußern, haben wir folgendes Interview mit ihr geführt.
Interviewende Person: Du hast in der geheimen Facebook-Gruppe geschrieben: „Ich hatte nur ne Hand am Rücken und dann Hintern.“ Das soll bei einem Treffen einiger Leute aus der durch M. T. administrierten Gruppe im März 2015 in einem Restaurant stattgefunden haben. Wie war euer Kontakt im Lauf des Abends?
H: Wir haben nicht miteinander gesprochen und saßen an verschiedenen Tischen bzw. am späteren Abend an entgegengesetzten Tischenden.
I: Kanntest du M. T. schon vorher persönlich? Wart ihr bereits befreundet?
H.: Nicht persönlich, nur über Facebook-Gruppen und durch Skype-Gespräche im Rahmen von gemeinsamen politischen Aktivitäten. Nur Gruppengespräche, kein privater Kontakt.
I: Was genau hatte sich an dem Abend zugetragen?
H.: Außer M. T. und mir waren bereits alle gegangen oder warteten draußen. Wir haben an der Theke bezahlt. Er stand direkt hinter mir, hat ohne erkennbare Motivation meine Schulter berührt, meinen Rücken und meinen Hintern. Die Hand bewegte sich von oben nach unten. Das dauerte nur ein paar Sekunden, ich hab mich umgedreht, ihn mit einem Blick angeschaut, der ein „Was soll das denn jetzt?“ ausdrückte. Sonst nichts, ich habe nichts gesagt, hatte auch nicht das Bedürfnis. Ich habe bezahlt und bin rausgegangen zu den Leuten, die draußen standen. Irgendwann kam M. T. auch raus. Wir haben uns alle verabschiedet und gingen getrennte Wege.
Ich habe dem Freund, bei dem ich übernachtete und der auch mit bei dem Treffen war, belustigt erzählt, was passiert ist. Wir haben gerätselt, was das sollte. Da wir nicht bemerkt hatten, dass er Alkohol getrunken hat o.ä., äußerten wir beide, dass wir das seltsam fanden, haben uns darüber kurz lustig gemacht, sprachen aber nicht weiter darüber.
I.: Wie würdest du die Berührung einordnen in Bezug auf die Intention?
H.: Für mich fühlte es sich in dem Moment so an, als wären bei ihm irgendwelche Synapsen im Hirn fehlgeschaltet gewesen. Absurd – das beschreibt es ganz gut.
I.: Hast du die Situation mit M. T. als sexuelle Belästigung empfunden oder als solche bezeichnet?
H.: Nein. Weder so empfunden, noch je so bezeichnet. Am ehesten trifft es für mich „herablassend“, „latent machohaft“. Ich hätte ein solches Verhalten mit Mitte 20 vermutlich anders empfunden als heute, wo ich doppelt so alt bin. Subjektiv sexuell belästigt würde ich mich z.B. in einer Situation fühlen, in der ich keine Ausweichmöglichkeit habe, mit einer Person ganz alleine bin oder eine Fortführung bzw. Ausweitung von Berührungen befürchte. Das war hier nicht gegeben.
I.: Hat sich deine Einschätzung bezüglich der Berührung mit der Zeit verändert?
I.: Hast du M. T. später in Bezug auf diese Situation angesprochen? Im direkten Gespräch oder über das Internet? Wann in etwa war das? Wie verlief dieses Gespräch?
H.: Ja. Einige Zeit später, das genaue Datum habe ich mir nicht gemerkt, aber es waren mehrere Wochen, per Skype, nach einem Gruppenchat. Ich habe ihn gefragt (sinngemäß): Sag mal, was sollte das eigentlich da bei dem Stammtisch. Und dann kurz erwähnt, was ich meine. Er hat gelacht, so reagiert, dass ich es als Verlegenheit aufgefasst habe und es auf mich so wirkte, als ob er sich nicht erinnern konnte. Er hat aber in dem Moment nicht explizit gesagt, dass er sich nicht erinnern kann. Das war nur mein Eindruck. Er ist nicht weiter darauf eingegangen, hat einen belanglosen Witz gemacht. Damit war die Sache für mich erledigt.
I.: In welchem Kontext kam die folgende Aussage von ihm, die du in der geheimen Gruppe wiedergegeben hast? „Na, du hast mich den ganzen Abend angeflirtet.“
H.: Sie fiel in dem Skype-Gespräch. Mein Eindruck war, dass das ein Verlegenheitsspruch, -witz war, weil er sich nicht erinnern konnte. Ich habe ihn ja auch nicht angeflirtet.
I.: Hast du mit weiteren Menschen über diese Situation gesprochen/geschrieben? (Vor der obigen Erwähnung in der geheimen Gruppe.)
H.: Nein. Nur mit dem Freund, bei dem ich übernachtet habe.
I.: Hast du nach der Erwähnung in der geheimen Gruppe und vor M. T.s „Richtigstellung“ in seiner Gruppe mit jemandem über den Vorfall in dem Restaurant gesprochen oder geschrieben?
H.: Nur mit eben diesem Freund.
I.: Wie entstand das Gespräch in der geheimen Gruppe? Womit begann es, wie verlief es?
H.: Eine junge Frau berichtete, dass M. T. sie massiv bedrängt habe, per Internet, Telefon, nicht physisch, sondern verbal. Es war offensichtlich, dass ihr das sehr zusetzte. Eine andere Frau in der Gruppe, die meines Wissens M. T. nicht kennt, griff die junge Frau an und schrieb, dass sie sich das alles nur einbilden würde. Das hat mich sehr erbost, dass ihr ihre Erfahrung einfach abgesprochen wurde. Aus dem Grund habe ich den Vorfall erwähnt, um zu illustrieren, dass bei ihm Anspruch und Realität auseinandergehen, nach meinem Eindruck, und um die junge Frau zu unterstützen. Die Gruppe hatte zu der Zeit ca. 20, 25 Mitglieder (nicht genau abschätzbar, da auch Doppelaccounts vorhanden waren).
Hier ein Ausschnitt eines Screenshots, den M. T. in seiner Gruppe gepostet hat. Es handelt sich hierbei um eine Unterhaltung aus der geheimen Gruppe. Die Kommentare in braun sind von Hanna.
I.: Worauf bezieht sich dein Kommentar „Dankedankedanke. (mir wurde nämlich nicht geglaubt)“? Aus dem Screenshot ist nichts herauszulesen darüber, in welchem Kontext die Zitate sich bewegen.
H.: Das „Dankedankedanke“ bezieht sich darauf, dass ich ein paar Mal in Diskussionen über M. T., in denen Menschen betont hatten, für wie feministisch, emanzipiert und auch sonst vorbildlich gegenüber Frauen er sich verhielte, Zweifel geäußert habe. Ich habe dabei sowohl sein auf mich machohaft wirkendes Verhalten erwähnt, seinen Administrierstil, den ich als recht diktatorisch empfand, wie auch, dass ich mir bei ihm vorstellen kann, dass er sich Frauen gegenüber respekt- und distanzlos verhält. Da wurde mir nie geglaubt und meine Kritik als überzogen empfunden.
Das mit dem Restaurant habe ich zuvor aber nie erwähnt. Hier zum ersten Mal.
I.: Dann fängt dein Kommentar an mit „Nein. Ich hatte nur ne Hand am Rücken und dann Hintern.“ Worauf bezieht sich dein „Nein“ und „nur“? Wurdest du etwas gefragt? Im Screenshot ist das nicht ersichtlich.
H.: Das „Nein“ bezog sich auf eine Nachfrage. Nach meiner Erinnerung danach, ob ich von ihm anderweitig belästigt worden sei.
I.: Danach hast du in dieser Gruppe geschrieben: „Mir alten Frau wurde aber nicht geglaubt“. M. T. schreibt in der Diskussion zu den Aussagen, dass dir nicht geglaubt worden sei: „Was besonders interessant ist. Sie sagt ja in dem Screenshot, ihr wurde nicht geglaubt. Sie hat aber an keiner einzigen Stelle gesagt, wem sie davon erzählt haben will und wer ihr da nicht geglaubt haben soll.“
Worauf bezieht sich dein Kommentar „Mir alten Frau wurde aber nicht geglaubt“?
H.: Das war ein dummer Witz und spielte auf andere Aussagen in der Gruppe an, die nicht nur, aber auch mal von mir waren, eine Art running gag. Ist irrelevant für diesen Kontext.
I.: Wie wurde in der Gruppe auf das reagiert, was du geschrieben hast? M. T. wundert sich in der Diskussion in seiner Gruppe, warum niemand ihm die Vorwürfe schon früher zugetragen hatte.
H.: Es gab einen sehr positiven Post von einem Mann. Es wurde darüber gelacht und sich lustig gemacht über M. T. Da in der Gruppe öfter mal über M. T. gelästert wurde, sah wahrscheinlich niemand einen Anlass, ihm das mitzuteilen. Insgesamt gab es wenig Reaktion und es war kein diskutiertes Thema.
I.: Wie hat sich das Verhältnis zwischen dir und M. T. im Lauf der Zeit entwickelt?
H.: Es hatte sich vorerst nichts verändert, nicht nach meiner Nachfrage per Skype. Das kam viel später.
H.: Es gab einige Differenzen, u.a. hatte ich in seiner Gruppe ein Veto gegen den Beitritt von einer Person eingelegt, da ich von ihm sexistische und rassistische Kommentare gelesen hatte. Das führte zu Spannungen, da M. T. der Ansicht war, die Person habe sich geändert – ich war nicht der Meinung.
Zudem hatte ich einige Male Kritik an M. T. geübt, nicht in der Gruppe, sondern per Privatnachricht, weil ich seine Art und seinen Diskussionsstil oft als aggressiv empfand und seine Schreibfrequenz übertrieben hoch und unangemessen. Er hat mehrere Leute nach Disputen aus der Gruppe geworfen, was ich in einigen Fällen unangebracht fand.
I.: Am 31. August 2015 schreibt M. T. im Lösch-Thread seiner Gruppe, dass er dich aus der Gruppe entfernt hat. Seine Begründung dafür lautete: „Blocken eines Admins“.[7] Was ist in diesem Zeitraum passiert, welche Diskussionen/Konfrontationen fanden statt? (Für die Leser*innen, die das möglicherweise nicht kennen: In einem Lösch-Thread in einer Facebook-Gruppe wird erklärt, warum dieser oder jener Post gelöscht oder warum eine Person aus der Gruppe entfernt wird.)
H.: Als ich aus der Gruppe entfernt wurde, hatte MT mich geblockt, ich weiß nicht, ob vor, nach dem Kick oder zeitgleich. „Blocken eines Admins“ ließe sich somit als „Blocken durch einen Admin“ auflösen. Ich hatte ihn erst eine Woche später geblockt.
Eine Person aus der geheimen Gruppe hatte kurz bevor ich ihn geblockt habe, also Ende August, meinen Kommentar vom Juni an M. T. geschickt. (Sie hat sehr viele Screenshots aus der geheimen Gruppe an M. T. verschickt. Das erfuhr ich später aus Privatnachrichten von M. T. an Gruppenmitglieder, die von ihm mit diesen Screenshots konfrontiert wurden.) M. T. hat mich damals wieder entblockt und mit Privatnachrichten bombardiert, in denen er von mir die Aussage haben wollte, dass er mich sexuell belästigt hätte. Er hat mir gedroht, mich anzuzeigen, wenn ich nicht öffentlich äußere, dass nicht stimmt, dass er mich sexuell belästigt hätte. Das war ziemlich absurd, da ich das ja nie behauptet hatte.
Das zog sich alles bis ca. 3 Uhr nachts hin, irgendwann konnte ich nicht mehr, bat ihn, aufzuhören und am nächsten Tag weiterzuschreiben, aber er hörte nicht auf. Daraufhin habe ich ihn geblockt, um etwas Ruhe zu haben und nicht am nächsten Tag 30 neue Nachrichten von ihm vorzufinden.
I.: Hast du ihn dann wieder entblockt? Wie lief es dann weiter? Hat er dir nochmal geschrieben?
H.: Ja. Am nächsten Tag. Es ging weiter mit Drohungen, mich anzuzeigen, Ultimatum, bis wann ich eine öffentliche Stellungnahme zu verfassen hätte etc.
Er hat später in seiner Gruppe behauptet, ich hätte ihn sofort wieder geblockt. Das war gelogen. Das geht auch bei Facebook gar nicht. Nach dem Entblocken dauert es 48 Stunden, bis mensch dieselbe Person wieder blocken kann. Ich habe den Fehler gemacht, noch weiter zu antworten, weil ich dachte, es gäbe noch die Möglichkeit, vernünftig mit ihm zu reden, aber das war dumm von mir. Er hat sich einfach immer mehr in die Sache reingesteigert.
I.: Am 10. September 2015 postete M. T. dann einen sehr langen Text, den er als Richtigstellung der Vorwürfe gegen ihn darstellte und in dem er dir Verleumdung vorwarf. Hat irgendjemand dich persönlich kontaktiert um deine Perspektive zu erfahren?
H.: Ja. Kontaktiert wurde ich von vielen Leuten. Einige fragten nach meiner Sicht, einige wollten gar nichts wissen, fanden – unabhängig davon, wer von uns beiden nun log – dass seine Art unmöglich ist. Ich bekam sogar Screenshots von Leuten, die sich im betreffenden Thread negativ über mich geäußert hatten und scheinbar auf seiner Seite waren. Leute, die einfach Angst hatten, dass wenn sie dort etwas Neutrales schreiben, sie sofort aus der Gruppe gekickt werden. Das passierte auch tatsächlich mit einigen Mitgliedern. Mit denen, die zu mir hielten, sowieso.
Leider hat er auch ein paar Leute dazu angestiftet, mich dazu zu bewegen, zu schreiben, er habe mich sexuell belästigt. Das war mir zu dem Zeitpunkt nicht klar, da ich diese Personen als mit mir befreundet ansah. Da war ich sehr naiv.
Jasmin [Name geändert] hat z.B. unseren privaten Nachrichten-Verkehr in der Gruppe gepostet, nachdem sie mir versichert hatte, dass sie auf meiner Seite sei und Verständnis für meine Situation hätte und alles, was ich ihr schreibe, für sich behalten würde. Das empfand ich im Nachhinein als äußerst hinterhältig.
I.: In seinem Post schreibt M. T. zunächst von folgender Vorgeschichte zu deiner Äußerung in der geheimen Gruppe:
„In ihrem Kommentar bezog sich [Hanna] auf die Behauptungen einer weiteren Person (nennen wir sie „Heidi“), die mir in besagtem Thread vorwarf, ich hätte sie „belästigt“. Dies erfuhr ich über Dritte, kannte aber damals die Äußerungen von Heidi in dieser Gruppe nicht, sondern nur Berichte darüber. Heidi nahm ihre Behauptung mir gegenüber nach einer persönlichen Klärung einen Monat später zurück. Sie räumte ein, dass sie dort aus persönlichen Gründen auf ein Missverständnis überreagiert hatte. Bereits damals setzen die Behauptungen rufschädigende Gerüchte in Gang. Nach der Klärung mit Heidi und nach ihrer Entschuldigung mir gegenüber verzichtete ich auf juristische Schritte. Auch weil sie zusicherte, ihre Falschbehauptung den Menschen gegenüber richtig zu stellen, bei denen sie diese verbreitet hatte sowie entsprechende Kommentare zu löschen.“
Entspricht diese Stelle deiner Wahrnehmung?
H.: Das entspricht nicht dem, was besagte Person über die Angelegenheit geschrieben hat. Sie sprach auch nicht von Belästigung, eher von Bedrängung und dem Nichtakzeptieren ihres Neins.
Das, was er als „persönliche Klärung“ bezeichnet, hörte sich aus ihrer Perspektive an, als hätte er ihr gedroht.
Ich war beim Lesen über die Formulierung „verzichtete ich auf juristische Schritte“ ziemlich geschockt. Er hat sie bedrängt, nicht sie ihn. Er hat ihr gedroht, nicht sie ihm. Das hat sie in einer kleinen, geheimen Gruppe geschildert, die eigentlich ein safe space sein sollte, sie hat das nicht öffentlich irgendwo geäußert. Er selber hat dem Ganzen in seiner Gruppe mit über 500 Mitgliedern erst ein größeres Maß an Öffentlichkeit verschafft.
So ein Verhalten wie seines führt dazu, dass Frauen sich nicht trauen, über Bedrängung oder Belästigung von Männern zu sprechen. Silencing. Die Täter machen die Betroffenen mundtot. Das macht mich unglaublich wütend, diese Passage nochmal zu lesen.
I.: Hast du die Geschichte weiteren Menschen aus seinem Umfeld persönlich erzählt? In welchem Kontext geschah dies?
H.: Nachdem er diese Geschichte in seiner Gruppe gepostet hatte, haben mich mehrere Leute angeschrieben, die sowohl M. T. als auch mich persönlich kennen und denen habe ich gesagt, was passiert ist. Einmal habe ich auch einer Person demonstriert, wie genau die Berührung war.
Ich habe aber, anders als M. T. das suggeriert, nie irgend etwas herumerzählt um ihm zu schaden. Da ich es nicht als sexuelle Belästigung empfand, war für mich auch gar kein Anlass, das zu tun.
„Also hakte ich konkret nach und fragte sie:
‚Habe ich dich jemals sexuell belästigt?‘
Darauf antwortete [Hanna]:
’nein und ich hab auch sicher nicht irgendwo behauptet, dass Du mich gekickt hast, weil Du mit mir Schluss gemacht hast oder so ein Unsinn.’“
Hast du ihm an irgendeiner Stelle gesagt, dass die Berührung stattgefunden hat, du sie aber nicht als sexuelle Belästigung wahrgenommen und bezeichnet hast?
H.: Zu dem Zeitpunkt hatte ich nur noch den Eindruck, er wollte mich dazu bringen, irgend etwas zu schreiben, das er gegen mich verwenden kann.
Nein. Ich kam auch gar nicht mehr dazu. Im Nachhinein betrachtet war es ein großer Fehler von mir, überhaupt noch mit ihm zu reden. Es ging ja überhaupt nicht darum, einen Konflikt zu lösen, sondern nur noch darum, etwas Belastendes gegen mich zu finden.
Die meisten anderen Menschen, die ich kenne, hätten doch bei einer Nachfrage, die nicht mal unfreundlich war, was die Berührungen denn sollten, geantwortet: Ich kann mich überhaupt nicht erinnern, sorry, das war auf jeden Fall nicht übergriffig gemeint.
Und gut wäre es gewesen. Interessanterweise hat er ja auch nicht nach dem Skype-Gespräch gemeint, ich hätte ihn der sexuellen Belästigung bezichtigt, sondern erst, als er den Screenshot bekam.
I.: M. T. schreibt weiter:
„Nachdem [Hanna] im Nachgang gestern einigen Leute erzählt hat, dass der Screenshot aus dem Zusammenhang gerissen sei, gibt es nun schon wieder eine andere Version. So erzählt [Hanna] aktuell die Geschichte, es habe sich dabei nicht um sexuelle Belästigung gehandelt, die Berührungen wie auch der nachfolgende Dialog hätten aber so stattgefunden. In ihrer Aussage und in diesem Kontext wird deutlich, dass es sich bei den von ihr behaupteten Berührungen sehr wohl um nicht gewollte Berührungen gehandelt hätte. Und damit klar um den Vorwurf sexueller Belästigung.“
H.: Ich denke, dass es nicht an M. T. ist, für mich oder andere Personen zu definieren, was sie als sexuelle Belästigung empfinden zu haben und was nicht. Ich habe es in dem Moment überhaupt nicht so empfunden, auch im Nachhinein nicht. Die Situation war weder bedrohlich, noch gab es irgend einen sexuell konnotierten Kontext.
Im juristischen Sinn gilt die Berührung sowieso nicht als justiziabel, und nur darauf kam es ihm ja an. Er wollte mir ja unterstellen, dass ich ihm einer Straftat bezichtigt habe. Allerdings gab es ja in Deutschland zu der Zeit nicht mal den eigenen Straftatbestand der sexuellen Belästigung, das fiel, so glaube ich, unter den Beleidigungsparagraphen. Das ist ja erst jetzt geändert worden. Aber auch nach der jetzigen Gesetzeslage wäre die Berührung keine sexuelle Belästigung im strafrechtlichen Sinn.
Wie auch immer, ich empfinde sein Aufbauschen als Instrumentalisierung von sexueller Belästigung und als unglaublichen Schlag ins Gesicht für Frauen, die tatsächlich von sexueller Belästigung betroffen waren und sind.
I.: Jasmin schreibt im Verlauf der Diskussion unter der Richtigstellung, dass sie dich auch bzgl. der Berührung angeschrieben hätte: „sie hat es auch auf meine nachfrage hin abgestritten, dass das passiert sei und war erbost, dass diese gerüchte verbreitet werden.“[8]
Wie lief das Gespräch ab?
H.: Ich habe klargestellt, dass ich niemals behauptet habe, dass es sich um sexuelle Belästigung handeln würde. War aus meiner Sicht ja keine. Sie gab vor, sich sehr große Sorgen um mich zu machen. Mir ging zu dem Zeitpunkt des Schreibens mit ihr vor allem durch den Kopf, dass es ihr zu der Zeit psychisch sehr schlecht ging und ich sie nicht unnötig mit irgendwas nerven wollte.
Der Rest von ihrem Satz gibt das, was ich gesagt habe, verdreht wieder. Ich habe mich über Gerüchte aufgeregt, ja, aber darüber, was daraus teilweise gemacht wurde, also die bereits weiter oben erwähnten abfälligen Bemerkungen über mich etc.
I.: M. T. postete im Laufe der Diskussion in seiner Gruppe einen Text von einem ehemaligen Mitglied der Gruppe. In diesem Text beschreibt das ehemalige Mitglied eine Situation, in der du ein falsches Gerücht verbreitet haben sollst. Was hat es mit der beschriebenen Situation aus deiner Perspektive auf sich?
H.: Inzwischen hat die erwähnte Person zu mir Kontakt aufgenommen. Wir haben uns ausgesprochen und Missverständnisse beseitigt. Sie kennt jetzt auch meine Aussagen zu der Angelegenheit mit M. T. und hat sich eine eigene Meinung gebildet. Ich glaube, M. T. hat damals versucht, möglichst viele Menschen dazu zu bringen, zu glauben, dass ich eine Lügnerin sei. Das ist ihm auch bei einigen gelungen, er kann sehr „überzeugend“ sein. Inzwischen haben jedoch viele bemerkt, dass sie von ihm für seine Zwecke manipuliert wurden und auch selber Probleme und Streit mit ihm bekommen. Einige haben sich inzwischen an mich gewandt. Diese Person eben auch.
I.: Eine Person schreibt in der Diskussion in M. T.s Gruppe, dass sie die im Restaurant zahlenden Personen im Blick gehabt hätte und nichts beobachtet hätte, was deiner Beschreibung entspricht. Was sagst du zu dieser Aussage?
H.: Ich habe vor kurzem nochmal den Gast befragt, der als drittletzter das Restaurant verließ. Er konnte sich noch daran erinnern, dass M. T. und ich die letzten Gäste waren – und mit der Person, die die Rechnung erstellt hat, waren wir die drei letzten Menschen im Lokal. Die oben erwähnte Person war zu dem Zeitpunkt nicht mehr im Restaurant, sie muss sich daher irren.
I.: Weißt du, wie das Gerücht entstanden ist, dass M. T. und du zusammen gewesen sein sollen, und dass du aus seiner Gruppe geflogen seist, weil er mit dir Schluss gemacht hätte? Weißt du, wie weit dieses Gerücht ging? Wurde in der geheimen Gruppe darüber gesprochen?
H.: Das wurde mir in der Nacht zugetragen, in der der Streit mit M. T. per Privatnachricht eskalierte. Quasi parallel. Es war ein Account mit mir nicht bekanntem Namen. Die Person meinte, dass wir uns kennen und dass sie mir beistehen und mich warnen wollte.
Inzwischen kann ich mir sogar vorstellen, dass das M. T. selber war… Damals habe ich geglaubt, dass mir wirklich jemand helfen will und mich über Gerüchte informiert. Aus heutiger Sicht kann ich mir vorstellen, dass es diese Gerüchte gar nicht gegeben hat. Zumindest hab ich nie von anderer Seite so was gehört.
I.: Möchtest du abschließend noch etwas sagen?
H.: Abschließend möchte ich mich bei den Menschen bedanken, die sich ihre eigene Meinung gebildet haben, auch bei denen, die gesagt haben, wir wissen nicht, wem wir glauben sollen, aber ein solches Vorgehen, einer beschuldigten Person nicht mal die Gelegenheit zu einer Stellungnahme zu geben, ist inakzeptabel. Es gab auch einige wenige Menschen, von denen ich enttäuscht war. Ich weiß nicht, ob sie nur Angst vor M. T. hatten oder wirklich seine absurden Verdrehungen glaubten. In jedem Fall hat mir die Geschichte, so unangenehm sie auch ist, gezeigt, wie einige unter Druck reagieren, wer Rückgrat zeigt und wer nicht. Von einigen, von denen ich das gar nicht erwartet hatte, kam sehr viel positiver Zuspruch.
Und danke an das Kollektiv hier, Menschen, die sich getraut haben, mir eine Stimme zu geben.
M. T. wurde durch Hanna niemals sexuelle Belästigung vorgeworfen. Folglich konnte er auch keinerlei Belege anführen, dass sie das jemals gesagt hätte. Er hat sie jedoch auf eine Art und Weise berührt, die viele Menschen als sexuelle Belästigung empfinden würden. Deswegen nimmt es aber nicht zwangsläufig die berührte Person als solche wahr. Es ist schwer, eine Berührung bezüglich ihrer Intention einzuordnen, wenn man nicht dabei war.[9] Die Betroffenen können am besten einschätzen, was eine Berührung oder ein Verhalten in ihnen ausgelöst hat, in welchem Kontext es geschah und wie es gemeint sein könnte. Deswegen erhalten sie in linken Kreisen die Definitionsmacht.
Es kann sein, dass M. T. tatsächlich selbst diese Berührung vergessen hat. Es kann sein, dass er solch eine Handlung im gegenwärtigen Zustand tatsächlich nicht gutheißen würde. Es kann sein, dass er sogar vergessen hat, dass Hanna ihn danach darauf angesprochen hat. Wir wissen nicht, was ihn dazu verleitet hat, sie so zu berühren und was er sich dabei dachte. Und möglicherweise weiß er es selbst nicht mehr.
Doch das alles ändert nichts daran, dass M. T. Hanna bedrängt, bedroht, ihr psychisch zusetzt, sie verleumdet, sie unter Druck setzt und ihr das Leben schwer macht. Auch Heidi scheint es ähnlich ergangen zu sein. Zudem ging M. T. in der Diskussion massiv gegen Menschen vor, die sich entweder für Hanna oder auch einfach nur neutral für „im Zweifel für die Angeklagte“ einsetzten. Spätestens durch diese psychische Gewalt wurde er zum Täter. Und viele andere nahmen in der Diskussion in der Gruppe und nehmen teilweise immer noch in anderen Kontexten einen (zunächst) potentiellen Täter sexueller Belästigung und einen Täter psychischer Gewalt voreilig und voreingenommen in Schutz – sie glaubten M. T., unterstützten ihn, lieferten ihm Screenshots und sie übernahmen seinen Vorwurf, Hanna sei eine Lügnerin. Viele wandten sich von ihr ab und sie wird aus Facebook-Gruppen ausgeschlossen.
Die Aussagen M.T.s sind mit Vorsicht zu genießen; ebenso auch die Screenshots, die er dabei als vermeintliche Beweismittel anführt. Alle Aussagen, die er getätigt hat, müssten angesichts des Falls Hanna einer eingehenden Prüfung unterzogen werden.
Da er sich nicht scheut, Screenshots aus geheimen, privaten Gruppen oder privaten Chats zu nutzen und Ausschnitte zu veröffentlichen, ist Vorsicht in der Kommunikation und Interaktion mit ihm geboten.
Brauchst du Hilfe oder möchtest jemanden kontaktieren?
Wenn du durch M. T. manipuliert worden sein solltest und dich nun verraten und verletzt fühlen solltest, und du überlegst, Hilfe in Anspruch zu nehmen, könnten vielleicht folgende Hilfestellen für dich in Frage kommen:
Die TelefonSeelsorge: http://www.telefonseelsorge.de/
Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“: http://www.hilfetelefon.de/
Hier sind weitere Hilfestellen mit verschiedenen Spezialisierungen aufgeführt:
http://www.dajeb.de/bwtel.htm
http://www.ipsis.de/adressen/adressselbsthilfe.htm
Wenn jemand sich zu diesem oder anderen Geschehnissen rund um M. T. äußern möchte, kann er*sie dies unter folgenden Kontaktdaten tun:
[email protected]
PGP-Schlüssel: https://feministischeskollektiv.wordpress.com/kontakt/
[1] Nachdem Hanna lediglich eine allgemeine, kritische Äußerung tätigte, die sich nicht konkret auf sie bezog (Screenshot), nahm eine Person dies zum Anlass, Hanna darauf aufmerksam zu machen, dass eine Anzeige gegen sie gelaufen sei, diese jedoch eingestellt worden sei. (Screenshot) In diesem Kontext wird Hanna erneut als Lügnerin bezeichnet.
[2] Zu dem Zeitpunkt, zu dem dieser Screenshot gemacht wurde, war die ursprüngliche Nennung Hannas persönlicher Daten bereits von den Admins gelöscht worden, doch durch die Diskussion lässt sich nachvollziehen, dass diese Nennung stattgefunden hat. Dieser Kommentarstrang ist mittlerweile komplett gelöscht worden. Möglicherweise, weil Hannas Vorname, akademischer Grad und Wohnort weiterhin von M. T. oder anderen Personen in der Diskussion genannt wurden.
[3] Wir möchten dabei diese Warnung explizit an den betreffenden Mann, M. T., und seine (möglichen) Unterstützer*innen richten: Falls es zur Nennung von Klarnamen, Wohnorten und anderen sensiblen Informationen kommen sollte – wie in der Vergangenheit bereits geschehen –, oder wenn mehr oder weniger öffentlich herumgeraten werden sollte, wer hinter diesem Artikel stecken könnte, werden wir nicht davor zurückscheuen, entsprechende Gegenschritte einzuleiten um Hanna, uns und diejenigen zu schützen, die unberechtigterweise mit diesem Artikel in Verbindung gebracht werden. Wir haben hierbei eine Auswahl an Mitteln in der Hand, z. B. die Nennung der Klarnamen und sensibler Informationen derer, die die Informationen anderer veröffentlichen, zudem breitflächige Verbreitung dieses Artikels und weiterer, folgender Artikel nicht nur in der Tierrechts-/-befreiungsszene, sondern auch in diversen linken, antifaschistischen und pädagogischen Kreisen, Veröffentlichung bisher nicht veröffentlichter, sensibler Screenshots und so weiter. Auch juristische Schritte können von Seiten der Betroffenen folgen. M. T. und seine Unterstützer*innen sind hiermit gewarnt und wissen, was passiert, wenn sie doch sensible Daten veröffentlichen sollten.
[4] Den Screenshot von Hannas Kommentaren aus der geheimen Gruppe hat M. T. in seiner „Richtigstellung“ veröffentlicht. (Dabei hat er lediglich den ersten Namen anonymisiert. Weitere Anonymisierung stammt von uns.)
[5] Einen Ausschnitt aus M. T.s Nachrichtenverlauf mit Hanna veröffentlichte er ebenso in seiner „Richtigstellung“. Im Screenshot rechts oben.
[6] In diesem Screenshot findet sich der vollständige Verlauf von M. T.s Richtigstellung und der anschließenden Diskussion. Mittlerweile wurde der gesamte Thread in der Gruppe gelöscht.
[7] Hier der Screenshot zu M. T.s Lösch-Kommentar.
[8] Nachdem Jasmin Ausschnitte aus ihrem Privat-Chat mit Hanna in die Gruppe postete, ergänzte M. T. seine Screenshot-Zusammenstellung in der „Richtigstellung“ um ihre Screenshots.
[9] Selbst wenn jemand in einer Situation dabei war, kann er*sie nur das wiedergeben, was er *sie wahrgenommen hat und wie er*sie es empfunden hat. Dies sagt noch nichts darüber aus, wie die Person, die z. B. berührt wird, die Berührung wahrnimmt und empfindet.
Originaltext via: Feministisches Kollektiv